Trauer - und Trostgedichte und Texte

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    Das Testament einer Katze

    Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament,
    um ihr Heim und alles, was sie haben,
    denen zu hinterlassen, die sie lieben.
    Ich würde auch solch´ ein Testament machen,
    wenn ich schreiben könnte.


    Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner
    würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
    meinen Napf, mein kuscheliges Bett,
    mein weiches Kissen, mein Spielzeug
    und den so geliebten Schoß,
    die sanft streichelnde Hand,
    die liebevolle Stimme,
    den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
    die Liebe, die mir zu guter Letzt
    zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird,
    gehalten im liebendem Arm.


    Wenn ich einmal sterbe, dann sag' bitte nicht:
    "Nie wieder werde ich ein Tier haben,
    der Verlust tut viel zu weh!"


    Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus
    Und gib' ihr meinen Platz.


    Das ist mein Erbe.
    Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles,
    was ich geben kann.

    (Margaret Trowton)

  • Diesseits des Himmels beginnt eine Brücke die die
    Regenbogen-Brücke genannt wird.


    Wenn ein Tier stirbt, das ganz besonders eng mit einem Menschen im Diesseits verbunden
    war, dann betritt es diese in allen Farben leuchtende Regenbogen-Brücke - und
    findet im Jenseits sein Paradies: Wiesen und Hügel und Täler und Wälder - für jeden
    unserer geliebten Freunde findet sich die richtige Umgebung, und sie laufen und spielen
    miteinander unbeschwert.


    Es gibt Futter, Wasser und Sonnenschein reichlich, und unsere Freunde fühlen sich warm
    und geborgen. Alle Tiere, die alt und krank die Erde verließen, bekommen ihre Jugend und
    ihre Gesundheit zurück, die verletzten oder verstümmelten Tiere werden wieder stark und
    heil - so, wie wir sie in unserer Erinnerung an die vergangenen glücklichen Tage in unserem
    Herzen bewahrt haben.


    Die Tiere sind glücklich und zufrieden - mit Ausnahme einer Kleinigkeit:
    Jeder von ihnen vermisst jemanden - einen Menschen, den er zurücklassen musste.
    Und so spielen und toben sie Tag für Tag miteinander - bis plötzlich einer von ihnen
    innehält und den Blick in die Ferne richtet...


    Seine glänzenden Augen werden wachsam, der Körper beginnt zu beben.


    Dann löst er sich plötzlich von der Gruppe, fliegt über das grüne Gras, wird schneller und
    schneller.
    Er hat DICH entdeckt, und wenn ihr euch trefft, feiert ihr ein glückliches Wiedersehen
    und wisst, dass nichts mehr euch wieder trennen kann.


    Glücklich küsst ihr euch, du streichelst wieder und wieder den lieb gewordenen Kopf,
    schaust tief in diese Augen, die so lange von deinem Leben getrennt, aber nie aus deinem
    Herzen verschwunden waren.


    Und dann überquert ihr gemeinsam die Regenbogen-Brücke...


    Was aber geschieht mit den Tieren, die niemand Besonderen haben?


    Entgegen den meisten Tagen an der Regenbogenbrücke, dämmert dieser Tag kalt dunstig und grau. Der düsterste Tag, den man sich vorstellen kannst.


    Die Tiere, die erst vor kurzem angekommen sind, sind verwirrt und verunsichert, da sie einen solchen Tag nie erlebt haben, seit sie die Regenbogenbrücke erreicht haben. Sie wissen nicht, was sie denken sollen. Doch die Tiere, die bereits eine Weile damit verbracht haben, auf ihre Lieben zu warten, wissen nur zu gut, was geschieht. Sie versammeln sich am Pfad, der zu der Brücke führt. Sie wissen, das dies etwas Besonderes ist und sie wollen es sich ansehen.


    Es dauert nicht lange bis ein älterer Hund in Sichtweite kommt. Sein Kopf hängt schwer und tief, sein Schwanz schleift am Boden.


    Die Tiere, die am Pfad stehen, besonders die, die schon seit einer Weile bei der Regenbogenbrücke sind, wissen genau was geschieht, denn sie haben es schon viel, viel zu oft mit ansehen müssen.


    Der alte Hund nähert sich langsam der Brücke. Obgleich sein Herz offensichtlich schwer und er von Trauer und Schmerz überwältigt ist, findet man kein Anzeichen von Verletzung oder Krankheit an ihm. Doch im Gegensatz zu den Tieren, die an der Brücke auf ihre Lieben warten, ist dieser Hund nicht zurückversetzt in seine Vollkommenheit.


    Er ist weder vollkommen gesund, noch vollkommen kräftig.


    Während er seine schmerzhafte, langsame Reise macht, beobachtet er die Tiere, die ihn nun alle ansehen. Er ist fehl am Platz hier, dies ist kein Ort zum Bleiben für ihn. Er fühlt instinktiv, dass er um so glücklicher sein würde, je schneller er die Brücke überqueren würde.


    Doch es soll nicht sein. Als er sich der Brücke weiter nähert, erscheint ein Engel und stellt sich ihm in den Weg. Der Engel spricht sanft und entschuldigend zu dem alten Hund. Er erklärt ihm, dass er die Regenbogenbrücke nicht überqueren darf, da nur die Tiere, die mit ihrem besonderen Menschen zusammen sind, hinüber dürfen. Er jedoch hat keinen besonderen Menschen - nicht hier an der Regenbogenbrücke, noch unten auf der Erde.


    Ohne Ort, an den er gehen kann, wendet sich der alte Hund ab in Richtung der Felder vor der Brücke. In einer eigenen Region in der Nähe sieht er eine Gruppe älterer, schwacher Tiere, Hunde und Katzen, die ebenso traurige Augen haben wie er. Anders als die Tiere, die auf ihren besonderen Menschen warten, spielen diese Tiere nicht. Sie liegen nur auf dem grünen Gras, starren verloren und voller Not und Elend zu dem Pfad, der zur Regenbogenbrücke führt. Der alte Hund weiß, dass er keine Wahl hat, dass er zu ihnen gehört. So nimmt er seinen Platz unter ihnen ein, den Pfad anstarrend und wartend.


    Einer der letzten Angekommenen, der auf seinen besonderen Menschen wartet, kann nicht verstehen, was er gerade gesehen hat. Er bittet eines der anderen Tiere, das bereits eine Weile dort ist, es ihm zu erklären.


    "Der arme Hund wurde von seinem Besitzer ins Tierheim gebracht, als er seiner überdrüssig wurde. Der Anblick, den er nun bietet mit seinem grauen Fell, seinen traurigen, düsteren Augen, ist der selbe Anblick, den er abgab als er in den Zwinger gebracht wurde. Er kam nie wieder heraus und brachte sich durch, mit nur der Liebe und Zuwendung, die ihm die Heimangestellten geben konnten. So verließ er sein leidvolles, ungeliebtes Leben auf der Erde endgültig. Doch da er keine Familie hatte, keinen besonderen Freund, dem er seine Liebe geben konnte, hat er niemanden, der ihn über die Brücke begleiten kann."


    Das erste Tier denkt darüber nach und fragt dann, "doch was wird nun mit ihm geschehen?" Als er gerade seine Antwort bekommen soll, teilen sich die Nebel, die Düsterkeit verzieht sich. Ein einzelner Mann kommt auf die Brücke zu. Ein Mann, der auf der Erde ein gewöhnlicher Mann war, der ebenso wie der alte Hund die Erde für immer verlassen hatte. Er wendet sich zu der traurigen Gruppe der älteren Tiere und hält ihnen seine ausgestreckten Handflächen entgegen. Die süßesten Gesänge, die sie je gehört hatten, erklingen milde über ihnen und all die älteren Tiere sind unmittelbar in das reinste goldene Licht getaucht. Innerhalb eines Momentes sind sie alle wieder jung und gesund, sind sie wieder in der Blüte ihrer Jahre.


    Eine andere Gruppe aus der Mitte der Tiere, die auf ihren besonderen Menschen warten, bewegt sich zu dem Pfad. Als sie dem Mann näher kommen verbeugt sich jedes von ihnen und während er an ihnen vorübergeht legt er jedem von ihnen zärtlich seine Hand auf den Kopf und spricht leise ihre Namen.


    Schließlich bilden die Tiere, die eben noch auf niemanden warten durften, eine Reihe hinter dem Mann und folgen ihm leise. Sie überqueren die Brücke gemeinsam.


    "Was ist geschehen?"


    "Dieser Mann verbrachte sein ganzes Leben damit, Tieren jeder Art zu helfen. Die Tiere, die Du sahst, die ihm Respekt zollten, waren die Tiere, die durch seine selbstlose Hilfe ein neues Zuhause fanden. Sie werden die Brücke überqueren, wenn ihre neuen Familien angekommen sind. Die Tiere, die plötzlich wieder jung und gesund wurden, waren die, die niemals ein Zuhause fanden. Wenn ein Mann oder eine Frau, die ihr ganzes Leben damit verbrachten Tieren zu helfen, hier ankommen, wird ihnen ein letzter Akt der Barmherzigkeit gewährt. Sie dürfen all die armen Tiere über die Brücke begleiten, denen sie auf der Erde nicht mehr helfen konnten. Weißt Du, ALLE Tiere sind ihnen wichtig, und ebenso sind sie wichtig für alle Tiere."


    (Verfasser unbekannt)

  • Leihe mir ein kleines Kätzchen


    Ich will dir ein kleines Kätzchen für eine Weile leihen
    hat Gott gesagt.
    Damit du es lieben kannst, solange es lebt
    und trauern, wenn es tot ist.


    Vielleicht für zwölf oder vierzehn Jahre,
    vielleicht auch zwei oder drei.
    Wirst du darauf aufpassen, für mich,
    bis ich es zurückrufe?


    Sie wird dich bezaubern
    um dich zu erfreuen
    und sollte ihr Bleiben nur kurz sein,
    du hast immer die Erinnerungen,
    um dich zu trösten.


    Ich kann dir nicht versprechen, daß sie bleiben wird
    weil alles von der Erde zurückkehren muß,
    aber es gibt eine Aufgabe, die
    dieses Kätzchen lernen muß.


    Ich habe auf der ganzen Welt
    nach dem richtigen Lehrer gesucht.
    Und von allen Leuten, die die Erde bevölkern
    hab ich dich auserwählt.


    Willst du ihr alle deine Liebe geben
    und nicht denken, daß deine Arbeit umsonst war?
    Und mich auch nicht hassen,
    wenn ich das Kätzchen zu mir heim hole?


    Mein Herz antwortete:
    „Mein Herr, dies soll geschehen.”
    Für all die Freuden, die dieses Kätzchen bringt ,
    werde ich das Risiko der Trauer eingehen.


    Wir werden sie mit Zärtlichkeit beschützen
    und sie lieben, solange wir dürfen.
    Und für das Glück, das wir erfahren durften,
    werden wir für immer dankbar sein.


    Aber solltest du sie früher zurückrufen,
    viel früher, als geplant,
    werden wir die tiefe Trauer meistern
    und versuchen, zu verstehen.


    Wenn wir es mit unserer Liebe geschafft haben,
    deine Wünsche zu erfüllen,
    in Erinnerung an ihre süße Liebe.
    Bitte hilf uns in unserer Trauer .


    Wenn unser geliebtes Kätzchen
    diese Welt voll von Spannung und Zwietracht verläßt,
    schicke uns doch bitte eine andere bedürftige Seele,
    um sie ihr Leben lang zu lieben.


    (Autor unbekannt)

  • Eines Tages ging ich zu einer welkenden Rose hin,
    die Sonne strich sanft
    über ihre schon weichen und welken Blätter ---
    und ich sah, dass sie bald sterben würde!
    "Hast Du Angst vor dem Tod?" fragte ich sie.
    Darauf antwortete sie mir:
    "Aber nein!Ich habe doch gelebt,
    ich habe geblüht und meine Kräfte eingesetzt,
    so viel ich nur konnte. Kann man mehr von mir verlangen?
    Und Liebe,tausendfach verschenkt,
    kehrt wieder zurück zu dem, der sie gegeben."


    (Roland Leonhardt)



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    Ich bin nicht mehr dort, wo ich einmal war,
    ich bin jetzt überall dort, wo Du bist.



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    Erinnerungen, die unser Herz berühren, gehen niemals verloren.


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    Erinnerungen sind kleine Sterne,
    die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten.


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    Wenn du an mich denkst,
    erinnere dich an die Stunde,
    in welcher du mich am liebsten hattest.


    (Rainer Maria Rilke)

  • Du warst bei mir bis zum Ende
    und auch nachdem ich gegangen war,
    hast Du mich gehalten,
    und als meine Seele meinen Körper verließ,
    blickte ich hinab und sah Dich weinen.

    Ich würde Dir so sehr sagen wollen,
    dass ich verstanden habe.
    Du tatest dies für mich.
    Ich versuchte Dir auf meine Art zu sagen,
    dass es Zeit für mich war, zu gehen,
    und ich danke Dir für Dein Verständnis.
    Niemand wird meinen Platz einnehmen,
    aber die ich hinter mir lasse
    brauchen Deine Liebe und Zuneigung,
    so, wie ich sie hatte.

    Du denkst immer noch an mich
    und da sind Momente, in denen Du versuchst,
    Deine tränengefüllten Augen zu verbergen ,
    aber bitte, sei glücklich und denke nicht an Trauer,
    denke daran, wie ich Dich glücklich gemacht
    und zum Lachen gebracht habe mit den lustigen Dingen, die ich tat.


    Ich danke Dir dafür, dass Du mich geliebt hast,
    für mich gesorgt hast,
    und dass Du den Mut hattest,
    mich mit Würde gehen zu lassen.


    (Autor unbekannt)

  • Ein Blatt vom Baum

    Es reißt der Wind ein Blatt vom Baum,
    von vielen Blättern eines,
    dies eine Blatt, man merkt es kaum,
    denn eines ist ja keines.

    Doch dieses eine Blatt allein,
    war Teil von meinem Leben,
    drum wird dies eine Blatt allein,
    mir immer schrecklich fehlen.


    (Autor unbekannt)


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    Immer, wenn wir von dir erzählen,
    fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen.
    Unsere Herzen halten dich gefangen,
    so, als wärst du nie gegangen.
    Was bleibt sind Liebe und Erinnerung.

  • Du kannst Tränen vergießen, weil sie/er gegangen ist
    oder Du kannst lächeln, weil sie/er gelebt hat.
    Du kannst Deine Augen schließen und beten, dass sie/er zurückkommen wird
    oder Du kannst Deine Augen öffnen und sehen, was von ihr/ihm geblieben ist.
    Dein Herz kann leer sein, weil Du sie/ihn nicht mehr sehen kannst
    oder es ist voll von der Liebe, die sie/er mit Dir geteilt hat.
    Du kannst dem Morgen den Rücken drehen und im Gestern leben
    oder Du kannst dankbar für das Morgen sein,
    eben weil Du das Gestern gehabt hast.
    Du kannst immer nur daran denken, dass sie/er nicht mehr da ist,
    oder Du kannst die Erinnerungen an sie/ihn pflegen
    und sie in Dir weiterleben lassen.
    Du kannst weinen und Deinen Geist verschließen, leer sein und Dich abwenden
    oder Du kannst tun was sie/er wünschen würde:
    Lächeln, die Augen öffnen, lieben und weitermachen.


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    Eines Abends wirst Du über Deinem Haus
    ein Licht leuchten sehen,
    und Du meinst zu wissen
    woher es kommt

    eines Abends wirst Du über Deinem Haus
    eine Sternschnuppe versinken sehen,
    und Du meinst zu wissen,
    wer sie Dir geschickt hat

    eines Abends wirst Du über Deinem Haus
    den Mond versinken sehen,
    und Du meinst zu wissen,
    wer immer noch an Dich denkt

    All das ist Dein kleiner geliebter Freund
    der über die Regenbogenbrücke ging
    und Dich von dort oben sieht
    um Dir einen Gruß zu schicken.

  • Dein Sessel ist nun leer

    Dein Lieblingssessel ist nun leer,
    kein Schnurren kündet von Behagen,
    kein Samtgetrippel grüßt mich mehr,
    und niemand will mein Schuhband jagen.

    Kein Schmieren und kein Maunzgeschrei
    sagt mehr: Wo bleibt mein Fresschen?
    Wo Spielzeug war und Katzenbrei
    ist jetzt ein einsam leeres Gässchen.

    Dein bisschen Habe steht im Schrank,
    du kommst ja doch nie mehr zurück,
    und ewig schulde ich dir Dank
    für Freude, Trost und Spaß und Glück.

    Von Gott hast du das Katzenrecht,
    das dir nach irdischem Getümmel,
    nach Sorgen, Zärtlichkeit, Gefecht
    ein Kuschelplätzchen schafft im Himmel.


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    Es wird Stille sein und Leere.
    Es wird Trauer sein und Schmerz.
    Es wird dankbare Erinnerung sein,
    die wie ein heller Stern die Nacht erleuchtet,
    bis weit hinein in den Morgen.
    Ihr, die ihr mich so geliebt habt,
    seht nicht auf das Leben, das ich beendet habe,
    sondern auf das, welches ich beginne.


    (Aurelius Augustinus)

  • Letzter Weg

    Diesen Weg muss ich alleine gehen,
    mit vier Beinen und ohne Dich, mein zweibeiniger Freund.
    Der laue Wind wird wieder kühler wehen
    Die Sonne früher untergehen.
    Bis wir beide wieder sind vereint.

    Ich weiß, Du wirst sehr traurig sein
    und manche Träne um mich weinen.
    Unsere Wege musst gehen Du nun ganz alleine.
    Doch lass nicht zu viel Trauer in Dein Herz hinein
    bis die Sonne wird wieder über uns scheinen.

    Verwandte Seelen wie wir, entfernen sich niemals so weit
    dass sie ihr Klingen nicht mehr spüren.
    Sie bleiben sich nahe, jenseits der Gefüge von Raum und Zeit,
    ihrer Seelenmelodie Einzigartigkeit
    wird sie wieder zusammen führen.

    Darum mein treuer Freund lass mich nur gehen
    und sei für eine neue Begegnung bereit.
    Links von der Regenbogenbrücke werden wir uns wiedersehen
    und mit sechs Beinen unseren Weg gemeinsam gehen
    an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit.


    (Andreas Grasl)

  • Kleine Seele


    Kleine Seele ich lass Dich geh'n,
    denn ich weiß wir werden uns wiederseh'n
    Dein Leben hier auf Erden war viel zu schnell vorbei.
    Ich liebe Dich, deshalb gebe ich Dich frei.
    Dein Leiden hat jetzt ein Ende,
    ich übergebe Dich in mächtigere Hände.
    Kleine Seele, es tut sehr weh,
    doch ich hoffe dass Du gut über den Regenbogen gehst...
    Kleine Seele, ich lass Dich geh'n,
    denn ich weiß wir werden uns wiederseh'n!

  • Schmerz


    Der Schmerz, den Du heute fühlst,
    bringt Dir eines Tages neue Kraft!
    Ich weiß, eines Tages wirst
    Du wieder lachen und von
    ganzem Herzen fröhlich sein.


    Doch bis Dein Leid und
    Dein Schmerz verstrichen
    sind, brauchst Du nicht zu denken,
    dass Du stark sein musst
    - Deine Gefühle sind echt,
    und Du brauchst Dich nicht zu schämen,
    wenn Dir zum Weinen zumute ist.


    Es gibt schwere Wege im Leben,
    die wir ganz alleine gehen müssen,
    obwohl liebe Menschen nie von Deiner Seite weichen.
    Die Gefühle die Du spürst,
    können auch nur von Dir getragen werden.


    Vergiss aber nicht,
    dass Du nicht allein bist.
    Alle die Dich lieben,
    sind in Gedanken bei Dir.


    Du wirst wieder Kraft finden,
    Frieden und Freude zu fühlen.
    Denn alles braucht seine Zeit.


    (Autor: Unbekannt)

  • Wenn es soweit ist...


    Bin ich dereinst gebrechlich und schwach,
    und quälende Pein hält ständig mich wach,
    was Du dann tun musst – tu es allein.
    Die letzte Schlacht wird verloren sein.


    Dass Du sehr traurig, verstehe ich wohl.
    Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
    An diesem Tag – mehr als jemals geschehn –
    muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehn.


    Wir leben zusammen in Jahren voll Glück.
    Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.
    Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei.
    Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.


    Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluss
    auch wenn es für Dich schwer sein muss.
    Und halte mich fest und red mir gut zu,
    bis meine Augen kommen zur Ruh.


    Mit der Zeit – ich bin sicher – wirst Du es wissen,
    es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
    Vertrauende Blicke ein letztes Mal –
    Du hast mich befreit von Schmerz und Qual.


    Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist,
    der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
    Wir waren beide so innig vereint.
    Es darf nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.


    (Autor: Unbekannt)

  • Der Wind


    Der Wind erzählt es Dir ganz leise
    meine Erinnerungen an Dich
    begleiten Dich auf Deiner letzten Reise.


    Du bist mir so nah und doch so fern
    leuchtest jetzt am Himmel für mich als schönster Stern.


    Jede Träne von mir die zu Boden fällt
    eine Geschichte über unserer Liebe erzählt.


    Ich vermisse Dich so sehr
    und doch weis ich, Du kommst nicht mehr.


    Dich nie wieder zu sehen erfüllt mich mit Schmerzen
    mir bleibt nur die Liebe für Dich in meinem Herzen.


    (Autor: Kaskan)


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    Stehe nicht an meinem Grab und weine


    Stehe nicht an meinem Grab und weine.
    Ich bin nicht dort, ich schlafe nicht.
    Ich bin wie tausend Winde, die wehen.
    Ich bin das diamantene Glitzern des Schnees.
    Ich bin das Sonnenlicht.
    Ich bin der sanfte Herbstregen.
    Ich bin der Morgentau.
    Wenn du aufwachst in des Morgens Stille,
    bin ich der flinke Flügelschlag friedlicher Vögel im kreisenden Flug.
    Ich bin der milde Stern, der in der Nacht leuchtet.


    Stehe nicht an meinem Grab und weine
    Ich bin nicht dort, ich bin nicht tot.


    Ich vergesse dich nicht


    (altes Gebet der Hopi Indianer)

  • Und wenn du stirbst,
    mein Freund,
    dann würde ich gerne
    deine Pfote halten,
    wenn ich darf,
    und deine Ängste nehmen,
    wenn ich kann ,
    und auch dein Herz,
    das schlagen will und mich
    in jedem Augenblick
    mit so viel Einzigartigem
    beschenkt hat.
    Und wenn du stirbst,
    mein Freund,
    dann würde ich gerne
    wortlos sein, wie eine Schale,
    die dein letztes Mautzen fängt,
    dein Schweigen, dein Leiden.
    Und wenn du stirbst,
    mein Freund,
    dann würde ich gerne
    an deiner leeren Hülle sitzen,
    noch eine Weile
    einfach sitzen,
    bis meine Kraft mir reicht
    um wegzugehen.
    Und wenn du stirbst,
    mein Freund,
    dann würde ich gerne
    vielleicht in meinen Träumen
    dein neues
    großes Leuchten sehen.


    (Verfasser unbekannt)

  • Im Tal des Regenbogens

    Kleines Seelchen in der Nacht,
    hast mir so viel Glück gebracht,
    musstest gehen, bist nun fort,
    weit an einem schönen Ort.
    Regenbogen, Wasserfall,
    grüne Wiesen überall,
    spielen, toben, frohes Treiben
    hier willst Du ganz sicher bleiben.
    Kleines Seelchen warte dort,
    wart auf mich an diesem Ort,
    eines Tages, Du wirst sehen,
    werden wir uns wiedersehen.

    Wenn wir uns dann wiedersehen,
    werden wir gemeinsam gehen,
    in die Ewigkeit, ins Morgen,
    hier gibt es nie wieder Sorgen.
    Mensch, sei gut zu Deinem Tier,
    denn gemeinsam wollen wir,
    doch die Ewigkeit verbringen.

    Kleines Seelchen in der Nacht,
    hast mir oftmals Freud´ gemacht,
    Dank, sag ich an dieser Stelle,
    geh nun über diese Schwelle.
    Geh nach Haus zu all den Lieben,
    sie die warten auf dich drüben,
    mach Dir keine Sorg' um mich,
    Seelchen, ich vergess' Dich nicht!

    (Autor: Eva Göritz)

  • Es ist niemals einfach Abschied zu nehmen,
    wenn sie mit ihren Augen zu uns sprechen,
    wenn ihre Körper müde sind, schwach und alt
    und die Liebe, die wir teilen,
    zu reinem Gold wird!

    Das Maß unserer Freundschaft wird auf die Probe gestellt,
    wenn die Vorstellung vorüber ist und es Zeit ist auszuruhen,
    ihre Augen fragen uns etwas aus tiefstem Herzen:
    "Bitte befreie mich von meinem Schmerzen!"
    Deine schwerste Aufgabe!

    Es sind Erinnerungen voller Freude,
    hüte sie alle wie einen Schatz!!!

    So geh nur jetzt, ich gebe Dich frei,
    damit Du laufen und spielen kannst,
    an einem Ort wo immer die Sonne scheint,
    Tag für Tag!



    (Autor unbekannt)
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    Einige Menschen haben die Gabe Engeln zu begegnen!
    Andere Menschen haben die Kraft, diese Engel wieder gehen zu lassen!
    Ihr seid ganz besondere Menschen:
    Ihr hattet die Gabe und die Kraft und
    Euer Engel bleibt für immer in Euren Herzen.


    (Arthur Schopenhauer)

  • Die Geschichte von den "Kleinen Engeln"


    Der kleine rote Kater blieb plötzlich stehen. Hinter ihm spielten Kätzchen auf einer bunten Sommerwiese, jagten einander und rauften spielerisch. Es sah so fröhlich aus, aber vor ihm, im klaren ruhigen Wasser des Teiches, sah er seine Mommy. Und sie weinte bitterlich. Er tapste ins Wasser und versuchte, sie zu berühren, und als er das nicht konnte, hüpfte er hinein. Nun war er ganz nass und Mommys Bild tanzte auf den Wellen fort. "Mommy!" rief er. "Ist etwas nicht in Ordnung?" Der kleine rote Kater drehte sich um. Eine Dame stand am Ufer des Teiches, mit traurigen, aber liebevollen Augen.


    Der kleine rote Kater seufzte und kletterte aus dem Wasser. "Das muss ein Fehler sein", sagte er. "Ich sollte nicht hier sein". Er sah zurück ins Wasser und das Bild seiner Mommy spiegelte sich wieder darin. "Ich bin doch noch ein Baby. Mommy sagt, das muss ein Irrtum sein. Sie sagt, ich darf gar nicht hier sein".


    Die freundliche Dame seufzte und setzte sich ins Gras. Der kleine rote Kater kletterte in ihren Schoß. Es war nicht Mommys Schoß, aber es war fast genauso gut. Als sie begann, ihn zu streicheln und genau dort unter dem Kinn zu kraulen, wo er es am liebsten mochte, fing er fast gegen seinen Willen zu schnurren an.


    "Ich fürchte, es ist kein Fehler. Es ist Dir bestimmt, hier zu sein, und Deine Mommy weiß es tief in ihrem Herzen", sagte die Dame. Der kleine rote Kater seufzte und lehnte seinen Kopf an den Fuß der Dame. - "Aber sie ist so traurig. Es tut mir so weh, sie so weinen zu hören. Und auch Daddy ist traurig". "Aber sie wussten von Anfang an, dass dies geschehen würde". "War ich denn krank?" Das überraschte den kleinen roten Kater. Niemand hatte jemals etwas darüber gesagt und er hatte oft zugehört wenn sie dachten, er schliefe. Sie sprachen stets nur darüber, wie süß er doch war und wie schnell er gewachsen war.


    "Nein, sie wussten nicht, dass Du krank warst", sagte die freundliche Dame. "Aber dennoch wussten sie, dass sie die Tränen gewählt hatten". "Nein, das taten sie nicht", sagte der kleine rote Kater. Wer würde schon Tränen wählen?


    Sanft küsste die Dame sein Köpfchen. Er fühlte sich sicher und warm und geliebt -aber er war noch immer voll Sorge um seine Mommy. "Ich will Dir eine Geschichte erzählen", sagte die Dame. Der kleine rote Kater sah auf und sah die anderen Tiere näher kommen.


    Katzen - Big Boy und Snowball, Shamus und Abby und auch Little Cleo und Robin. Merlin, Toby und Iggy und Zachary , Sweetie, Kamatta und Obie. Hunde auch - Sally, Baby und Morgan, Rocky und Belle. Sogar eine Eidechse namens Clyde und einige Ratten und ein Hamster namens Odo. Alle legten sich erwartungsvoll ins Gras rund um die Dame und sahen wartend zu ihr auf. Sie lächelte und begann:


    Vor langer, langer Zeit gingen die kleinen Engel zum Oberengel und baten ihn um Hilfe, weil sie so einsam waren. Der Oberengel brachte sie zu einer großen Mauer mit vielen Fenstern und ließ sie aus dem ersten Fenster auf alle mögliche Dinge schauen - Puppen und Stofftiere und Spielzeugautos und vieles mehr. "Hier habt ihr etwas, das ihr lieben könnt,", sagte der Engel. "Diese Dinge werden eure Einsamkeit vertreiben".


    "Oh, vielen Dank", sagten die kleinen Engel. "Das ist gerade, was wir brauchen". "Ihr habt das Vergnügen gewählt", erklärte ihnen der Oberengel. Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen Engel zurück. "Dinge kann man schon lieben", meinten sie. "Aber sie kümmern sich nicht darum, dass wir sie lieben", Der Oberengel führte sie zum zweiten Fenster. Sie sahen hinaus und sahen alle möglich Arten wilder Tiere. "Ihr könnt diese Tiere lieben", sagte er. "Sie werden wissen, dass ihr sie liebt."


    Die kleinen Engel waren begeistert. Sie liefen hinaus zu den Tieren. Einer gründete einen Zoo, ein anderer ein Naturschutzgebiet, einige fütterten die Vögel. "Ihr habt die Befriedigung gewählt", sagte der Engel. Aber nach einiger Zeit kamen die kleine Engel zurück. "Sie wissen, dass wir sie lieben", sagten sie. "aber sie lieben uns nicht wieder. Wir möchten auch geliebt werden."


    So führte sie der Oberengel zum dritten Fenster und zeigte ihnen die Menschen. "Hier sind Menschen zum Lieben", erklärte er ihnen. Die kleinen Engel eilten hinaus zu den Menschen. "Ihr habt die Verantwortung gewählt", sagte der Oberengel. Aber bald waren sie wieder zurück. "Menschen kann man schon lieben", klagten sie "aber oft hören sie auf, uns zu lieben und verlassen uns. Sie brechen unsere Herzen."


    Der große Engel schüttelte den Kopf. "Ich kann euch nicht mehr helfen. Ihr müsst mit dem zufrieden sein, was ich euch gegeben habe". Da entdeckte einer der kleinen Engel ein weiteres Fenster und sah kleine und große Hunde und Katzen, Eidechsen, Hamster und Frettchen. Die anderen liefen herbei und bestaunten sie. "Was ist mit denen?" riefen sie.


    Aber der Oberengel schob sie vom Fenster weg. "Das sind Gefühlstrainer", sagte er. "aber wir haben Probleme mit ihrem Operating System". "Würden sie wissen, dass wir sie lieben?" fragte einer. "Ja", erwiderte der Oberengel widerstrebend. "Und würden sie uns wiederlieben?" fragte ein anderer. "Ja", erwiderte der große Engel. "Werden sie je aufhören, uns zu lieben ?" riefen sie. "Nein", gestand der große Engel. "Sie werden euch für immer lieben". "Dann sind sie genau das, was wir uns wünschen", riefen die kleinen Engel.


    Aber der Oberengel war sehr aufgeregt. "Ihr versteht nicht", erklärte er ihnen. "Ihr müsst sie füttern. Und ihr müsst ihre Umgebung reinigen und immer für sie sorgen". "Das tun wir gerne", riefen die kleinen Engel. Und sie hörten nicht zu. Sie beugten sich nieder und nahmen die zahmen Tiere in die Arme und die Liebe in ihrem Herzen spiegelte sich in den Augen der Tiere. "Sie sind nicht gut programmiert" rief der Oberengel, "es gibt keine Garantie für sie. Wir wissen nicht, wie lange sie halten. Manche hören sehr rasch auf zu funktionieren, und manche halten länger!" Aber das kümmelte die kleinen Engel nicht. Sie drückten die warmen weichen Körperchen an sich und ihre Herzen füllten sich mit Liebe, so dass sie fast zersprangen. "Wir haben unsere Chance!" riefen sie.


    "Ihr versteht nicht", versuchte es der Oberengel zum letzten Mal. "Sie sind so gemacht, dass selbst der Haltbarste von ihnen euch nicht überleben wird. Euer Schicksal wird sein, durch ihren Verlust zu leiden!"


    Die kleinen Engel betrachteten die Tiere in ihren Armen und schluckten. Dann sagten sie tapfer: "Das macht nichts. Es ist ein fairer Tausch für die Liebe, die sie uns geben." Der Oberengel sah ihnen nach und schüttelte den Kopf. "Nun habt ihr die Tränen gewählt", flüsterte er.


    "Und so ist es auch geblieben", meinte die freundliche Dame. "Und jede Mommy und jeder Daddy weiß das. Wenn sie euch in ihr Herz schließen, wissen sie, dass ihr sie eines Tages verlassen werdet und sie weinen müssen."


    Der kleine rote Kater setzte sich auf. "Warum nehmen sie uns dann zu sich?" fragte er erstaunt. "Weil auch nur eine kurze Zeit eurer Liebe den Kummer wert ist." "Oh", sagte der kleine Kater und starrte wieder in den Teich. Da war noch immer das Bild seiner Mommy, weinend. "Wird sie jemals aufhören zu weinen?" Sie nickte. "Sieh, der Oberengel bedauerte die kleinen Engel. Er konnte die Tränen nicht wegzaubern, aber er mochte sie besonders". Sie tauchte die Hand in den Teich und ließ das Wasser von ihren Fingern tropfen "Er machte heilende Tränen aus diesem Wasser. Jede Träne enthält ein bisschen von der glücklichen Zeit und all dem Schnurren und Streicheln und der Freude an Dir. Wenn Deine Mommy weint, heilt ihr Herz. Es mag seine Zeit dauern, aber durch ihre Tränen fühlt sie sich besser. Nach einiger Zeit wird sie nicht mehr so traurig sein, wenn sie an Dich denkt, und sich nur der schönen Zeit erinnern. Und sie wird ihr Herz wieder für einen neues Kätzchen öffnen."


    "Aber dann wird sie eines Tages wieder weinen!" Die Dame lächelte ihn an und stand auf. "Aber sie wird auch wieder jemanden liebhaben. Daran wird sie denken".


    Sie nahm Big Boy und Snowball in ihre Arme und kraulte Morgan genau dort am Ohr, wo sie es so mochte. "Sieh nur, die Schmetterlinge kommen. Sollen wir nicht spielen gehen?" Die anderen Tiere liefen voraus, aber der kleine rote Kater wollte seine Mommy noch nicht verlassen. "Werden wir jemals wieder zusammen sein?" Die freundliche Dame nickte. "Du wirst in den Augen jeder Katze sein, die sie ansieht. Und sie wird Dich im Schnurren jeder Katze hören, die sie streichelt. Und spät in der Nacht, wenn sie einschläft, wirst Du ihr nahe sein und ihr werdet beide Frieden haben. Und bald, eines Tages, wirst Du ihr einen Regenbogen senden, damit sie weiß, dass Du in Sicherheit bist und hier auf sie wartest."


    "Das gefällt mir", sagte der kleine rote Kater und warf einen letzten langen Blick auf seine Mommy. Er sah ihr Lächeln unter ihren Tränen und wusste, dass ihr eingefallen war, wie er fast in die Badewanne gefallen wäre. "Ich hab dich lieb, Mommy", flüsterte er. "Es ist schon okay, wenn Du weinst". Er blickte nach den anderen, die spielten, und lachten mit den Schmetterlingen. "Oh, Mommy? Ich gehe jetzt spielen, okay? Aber ich werde immer bei Dir sein, das verspreche ich." Dann wandte er sich um und lief den anderen nach.




    (Autor unbekannt)

  • Wenn Du jemals ein Tier liebst, dann gibt es drei Tage in Deinem Leben, an die Du Dich immer erinnern wirst...


    Der erste Tag ist ein Tag, gesegnet mit Glück, wenn Du Deinen jungen neuen Freund nach Hause bringst. Wenn Du Dein erwähltes Haustier nach Hause gebracht hast und Du siehst es die Wohnung erforschen und seinen speziellen Platz in Deinem Flur oder Vorraum für sich in Anspruch nehmen - und wenn Du das erste mal fühlst, wie es Dir um die Beine streift - dann durchdringt dich ein Gefühl purer Liebe, das Du durch die vielen Jahre die da kommen werden mit Dir tragen wirst.


    Der zweite Tag wird sich acht oder neun Jahre später ereignen. Es wird ein Tag wie jeder andere sein. Alltäglich und nicht außergewöhnlich. Aber, für einen überraschenden Moment wirst Du auf Deinen langjährigen Freund schauen - und Alter sehen, wo Du einst Jugend sahst. Du wirst langsame überlegte Schritte sehen, wo Du einst Energie erblicktest. Und Du wirst Schlaf sehen, wo Du einst Aktivität sahst. So wirst Du anfangen, die Ernährung Deines Freundes umzustellen - und womöglich wirst Du ein oder zwei Pillen zu seinem Futter geben. Und Du wirst tief in Dir eine wachsende Angst spüren, die Dich die kommende Leere erahnen lässt. Und Du wirst dieses unbehagliche Gefühl kommen und gehen spüren, bis schließlich der dritte Tag kommt.


    Und an diesem Tag - wenn Dein Freund gehen muss, wirst Du Dich einer Entscheidung gegenüber sehen, die Du ganz allein treffen musst - zugunsten Deines lebenslangen Freundes, und mit Unterstützung Deiner eigenen tiefsten Seele. Aber auf welchem Wege auch immer Dein Freund Dich vielleicht verlassen wird - Du wirst Dich einsam fühlen, wie ein einzelner Stern in dunkler Nacht. Aber wenn Du ehrlich zu der Liebe für dein Haustier stehst, für das Du die vielen von Freude erfüllten Jahre gesorgt hast, wirst Du vielleicht bemerken, dass eine Seele - nur ein wenig kleiner als Deine eigene - anscheinend mit Dir geht, durch die einsamen Tage die kommen werden. Und in manchen Momenten, wenn Dir dein Herz schwer wird, wirst Du vielleicht etwas an Deinen Beinen entlang streichen spüren. Nur ganz ganz leicht. Und wenn Du auf den Platz schaust, an dem Dein lieber - vielleicht liebster Freund - gewöhnlich lag, wirst Du Dich an die drei bedeutsamen Tage erinnern. Die Erinnerung wird voraussichtlich schmerzhaft sein und einen Schmerz in Deinem Herzen hinterlassen. Wahrend die Zeit vergeht, kommt und geht dieser Schmerz als hätte er sein eigenes Leben. Du wirst ihn entweder zurückweisen oder annehmen, und er kann Dich sehr verwirren. Wenn Du ihn zurückweist, wird er Dich deprimieren. Wenn Du ihn annimmst, wird er Dich vertiefen. Auf die eine oder andere Art, es wird stets ein Schmerz bleiben.


    Aber da wird es, das versichere ich Dir, einen vierten Tag geben - verbunden mit der Erinnerung an Dein geliebtes Tier. Und durch die Schwere in Deinem Herzen wird eine Erkenntnis kommen die nur Dir gehört. Sie wird einzigartig und stark sein, wie unsere Partnerschaft zu jedem Tier, das wir geliebt - und verloren haben. Diese Erkenntnis nimmt die Form lebendiger Liebe an - wie der himmlische Geruch einer Rose, der übrig bleibt, nachdem die Blätter verwelkt sind. Diese Liebe wird bleiben und wachsen - und da sein für unsere Erinnerung. Es ist eine Liebe, die wir uns verdient haben. Es ist ein Erbe, das unsere Haustiere uns vermachen, wenn sie gehen. Und es ist ein Geschenk, das wir mit uns tragen werden solange wir leben. Es ist eine Liebe, die nur uns allein gehört. Und bis unsere Zeit selbst zu gehen gekommen ist, um uns vielleicht unseren geliebten Tieren wieder anzuschließen - ist es eine Liebe, die wir immer besitzen werden.


    (Autor unbekannt)

  • Im Katzenhimmel gibt es
    dicke und dünne Katzen,
    große und kleine Tatzen,
    weiße und schwarze Pfoten,
    die Bunten und die Roten.


    Im Katzenhimmel gibt es
    Käse, Milch und Butter,
    Krabbensalatfutter,
    Kartoffeln, Mais und Fisch,
    Brekkiessardinenquiche.


    Im Katzenhimmel gibt es
    für jeden eine Fellmaus,
    Spielzeug in Saus und Braus,
    Kratzbäume Meter hoch,
    fliegende Käfer noch und noch.


    Im Katzenhimmel gibt es
    Kuscheldecken und Kissen,
    duftende Rosen und Narzissen,
    Federbetten und Decken,
    tausend Plätze zum Verstecken.


    Jede Samtpfote
    bekommt ein Plätzchen
    in diesem Paradies für Kätzchen.


    ( Kirsten Schulitz )

  • Der Mann und die Katze


    Der Mann war sehr traurig. Er wusste, dass die Tage seiner Katze gezählt waren. Der Tierarzt hatte wirklich alles getan, am Ende hatte er gesagt, der Mann solle die Katze mit nach Hause nehmen und es ihr dort so gemütlich wie irgend möglich machen. Der Mann streichelte die Katze auf seinem Schoß. Die Katze öffnete ihre Augen und betrachtete den Mann. Eine Träne rollte über die Wange des Mannes und landete auf dem Kopf der Katze. Die Katze betrachtete ihn irritiert.
    „Warum weinst Du?“ fragte die Katze. „Weinst Du, weil Du den Gedanken, mich zu verlieren, nicht ertragen kannst? Weil Du denkst, Du könntest mich nicht ersetzen?“
    Der Mann nickte „Ja.“
    „Und wo, denkst Du, werde ich sein, nachdem ich Dich verlassen habe?“ fragte die Katze.
    Der Mann zuckte hilflos zusammen.
    „Schließe bitte Deine Augen,“ sagte die Katze. Der Mann sah die Katze fragend an, tat ihr aber den Gefallen. „Welche Farbe haben meine Augen und mein Fell?“ fragte die Katze.
    „Deine Augen sind goldfarben und Dein Fell ist von einem warmen, reichen Braun,“ antwortete der Mann.
    „Wo ist mein Fell am dunkelsten?“ fragte die Katze.
    „Auf Deinem Rücken, an Deinen Beinen, an der Nase und an den Augen,“ antwortete der Mann.
    „Wo siehst Du mich am häufigsten?“ fragte die Katze.
    „Ich sehe Dich auf dem Küchenfensterbrett, die Vögel beobachten. Auf meinem Lieblingssessel, auf meinen Schreibtisch auf den wichtigen Papieren, die ich gerade brauche. Auf meinen Kopfkissen direkt neben meinen Kopf in der Nacht......,“ sagte der Mann.
    Die Katze nickte.
    „Du kannst mich an all diesen Plätzen sehen, obwohl Deine Augen geschlossen sind?“ fragte die Katze. „Selbstverständlich. Ich habe Dich dort so viele Jahre gesehen,“ antwortete der Mann.
    Die Katze antwortete, „ dann musst Du nur immer, wenn Du mich sehen möchtest, Deine Augen schließen und Du wirst mich sehen.“
    „Aber Du wirst nicht wirklich da sein,“ antwortete der Mann traurig.
    „Wirklich nicht?“ fragte die Katze. „Bitte hebe die Kordel dort vom Fußboden auf, die da, mein Spielzeug.“
    Der Mann öffnete seine Augen und hob das Stück Schnur auf. Es war zwei Fuß lang und die Katze hatte oft stundenlang damit gespielt.
    „Woraus besteht dieses Stück Kordel?“ fragte die Katze.
    „Sie ist aus Baumwolle gemacht,“ antwortete der Mann.
    „Stammt sie von einer Pflanze?“ fragte die Katze.
    „Ja,“ sagte der Mann.
    Die Katze fragte, „ Von einer Pflanze, oder von mehreren?“
    „Von vielen Baumwollpflanzen,“ antwortete der Mann.
    „Und auf dieser Erde, auf der die Baumwollpflanzen wachsen, wäre es auch möglich, dass dort andere Pflanzen und Blumen gedeihen? Könnte eine Rose neben der Baumwolle wachsen?“ fragte die Katze.
    „Ja, ich bin mir sicher, dass das ginge,“ antwortete der Mann.
    „Alle Pflanzen würden von dieser Erde genährt und alle könnten denselben Regen trinken?“ fragte die Katze.
    „Ja, das wäre möglich,“ sagte der Mann.
    „Dann sind sich all diese Pflanzen, die Rose und die Baumwolle, sehr ähnlich, obwohl sie nach außen so unterschiedlich aussehen,“ sagte die Katze.
    Der Mann nickte zum Einverständnis mit dem Kopf, obwohl er nicht sah, was dieses alles mit seiner momentanen Situation zu tun hatte.
    „Dieses Stück Kordel,“ fragte die Katze, „ ist es das einzige Stück, dass aus Baumwolle hergestellt wurde?“ „Nein“, sagte der Mann. „Das ist es sicher nicht. Es ist ein Stück Schnur von einer Kordelrolle.“
    „Und weißt Du, wo all die anderen Kordeln von dieser Rolle sind und wo die Rolle ist?“ fragte die Katze.
    „Nein, das weiß ich nicht. Es ist unmöglich, es zu wissen,“ antwortete der Mann.
    „Aber, obwohl Du nicht weißt, wo alle diese Stücke sind, glaubst Du daran, dass sie existieren. Wenn also ein Stück Kordel hier bei Dir ist und andere anderswo, einige sind länger und andere kürzer, und auch wenn es nicht nur eine Kordelrolle gibt, bist Du damit einverstanden, dass alle in einer Beziehung zueinander stehen?“ fragte die Katze.
    „Ich habe nie darüber nachgedacht, aber ja, ich denke, das tun sie,“ sagte der Mann.
    „Was würde passieren, wenn ein Stück Baumwollband auf die Erde fallen würde?“ fragte die Katze.
    „Nun, es würde eventuell mit Erde bedeckt und könnte so wieder anwachsen,“ antwortete der Mann.
    „Ja,“ sagte die Katze. „Es würde dann mehr Baumwolle wachsen, oder eine Rose.“
    „Ja, das ist sicher möglich,“ antwortete der Mann.
    „Dann würde eine Rose auf Deiner Fensterbank sprießen, die zu der Kordel in Deiner Hand ebenso eine Beziehung hat, wie zu allen anderen Teilen der Schnüre, von denen Du nicht weißt, wo sie sind,“ sagte die Katze.
    Der Mann runzelte gedankenvoll die Stirn.
    „Bitte nimm jedes Ende dieser Kordel in eine Hand,“ bat die Katze.
    Der Mann tat es.
    „Das Ende in Deiner linken Hand ist meine Geburt und das Ende in Deiner rechten Hand ist mein Todestag. Nun führe beide Enden zusammen, sagte die Katze.
    Der Mann tat es.
    „Du hast nun einen Kreis erzeugt,“ sagte die Katze. „Sieht irgendeine Stelle an diesem Band anders, besser oder schlechter aus, als eine andere?“
    Der Mann inspizierte das Stück Kordel und schüttelte dann den Kopf. „Nein.“
    „Unterscheidet sich der Innenraum des Kreislaufes von dem äußeren?“ fragte die Katze.
    Wieder schüttelte der Mann den Kopf „Nein“, aber er war sich nicht ganz sicher, die Katze richtig zu verstehen. „Schließe wieder Deine Augen,“ sagte die Katze. „ Nun lecke Deine Hand.“
    Der Mann riss vor Erstaunen seine Augen auf.
    „Bitte tue es,“ sagte die Katze. „Lecke Dir Deine Hand und denke an mich auf meinen hier vertrauten Plätzen. Denke auch an die Teile der Kordel, denke an die Baumwolle und an die Rose. Denke auch daran, dass sich das Innere des Kreislaufes nicht vom Äußeren unterscheidet.“
    Der Mann kam sich etwas töricht vor, aber er leckte sich die Hand, wie ihm gesagt wurde. Er stellte fest, dass es sehr beruhigend war, sich die Pfote zu lecken. Sicher wussten Katzen das. Und es befreite den Kopf, man konnte viel klarer denken. Er leckte sich weiter die Hand und begann zu lächeln. Es war das erste Lächeln seit vielen Tagen. Er wartete darauf, dass die Katze ihn aufforderte, mit dem Lecken der Hand aufzuhören. Als sie es nicht tat, öffnete der Mann seine Augen. Die Augen der Katze waren geschlossen.
    Der Mann streichelte ihr warmes braunes Fell, aber die Katze war gegangen.
    Der Mann schloss seine Augen wieder, während Tränen über seine Wangen liefen. Er sah seine Katze auf dem Fensterbrett, in seinem Bett, auf seinen wichtigen Papieren liegen. Er sah sie auf seinem Kopfkissen neben seinem eigenen Kopf, sah die leuchtenden goldenen Augen und die dunkelste Stelle ihres Felles an der Nase und an den Ohren. Er öffnete seine Augen und sah hinüber zu einer Rose, die in einem Topf auf dem Fensterbrett der Küche blühte und dann zu der Kordel, die er nach wie vor als Kreis zusammengefügt in seinen Händen hielt.
    Eines Tages, nicht lange danach, saß wieder eine Katze auf seinem Schoss. Sie war eine wunderschöne, dreifarbige Glückskatze mit hohem Weißanteil, wie Baumwolle. Sie sah völlig anders aus als seine frühere so geliebte Katze und gleichzeitig so ähnlich.