Pro und Contra Katzenzucht

  • Pro und Contra Katzenzucht


    Gibt es sie, die seriöse Zucht? Klar ist, bei der seriösen Zucht geht es nicht um den
    schnellverdienten Euro ... klar ist, dass es aufgrund aufwendiger medizinischer
    Unterschungen, Impfungen und Behandlungen ein Zuschußgeschäft ist... dass neben
    Geld auch viel Zeit und Liebe in die Aufzucht investiert wird. Es gibt die Unterscheidung
    von Vermehren und seriöser Zucht. Aber gibt es sie überhaupt, die seriöse Zucht?
    Ist die Zucht von Katzen seriös, nur weil man einem Verein angehört und sich an die
    Richtlinien hält? Wer oder was ist dieser Verein?
    Letzendlich handelt es sich doch auch nur um einen Zusammenschluß von Menschen,
    die ihre eigenen "menschlichen" Regeln aufstellen und über ein "gut" oder "schlecht",
    Sein- oder Nichtsein von Tieren entscheiden.


    Schmaler oder breite Oberkörper, kurze oder lange Beine, blaue oder grüne Augen,
    weiß oder schwarz, lang- oder kurzhaarig, große oder kleine Ohren ... wie sieht meine
    perfekte Katze aus und wo finde ich den Züchter, der sie mir liefert?
    Jeder darf sich die Katze aussuchen, die er am liebsten mag. Aber wie weit darf
    der Wunsch nach Individualität gehen? Ist jemand, der eine Zuchtkatze kauft
    ein Katzenfreund oder geht es hier nur noch um die Befriedigung der eigenen
    Eitelkeit?


    Bei vielen Tierarten spielt der Erhalt der Rasse eine wesentliche Rolle, um die Artenvielfalt
    zu erhalten. Auch Katzen haben - je nach Rasse - ihre eigenen Merkmale und die Natur
    hat unterschiedliche Arten von Katzen hervorgebracht. Aber ist es ethisch vertretbar,
    dass der Mensch eingreift, die Katze nach seinen Vorstellungen züchtet und
    "verbessert"? Wo liegen die ethischen Grenzen?


    Die Tierheime sind voll mit herrenlosen Katzen. Warum holt man sich nicht eine TH-Katze,
    sondern kauft beim Züchter und unterstützt die Zucht neuer Katzen?


    Man könnte kontern: dann dürfte man auch keine eigenen Kinder haben, weil es
    so viele elternlose Kinder auf der Welt gibt. Nur ... vergißt man dabei nicht,
    dass Rassekatzen sich nicht freiwillig fortpflanzen, sondern der Mensch über
    Existenz oder Nichtexistenz der Tiere bestimmt und sie praktisch "zwingt"
    sich fortzupflanzen?


    Oder muß man den Züchtern auf der anderen Seite nicht sogar dankbar sein,
    dass sie Werbung für sich und die Katzen machen und auf Ausstellungen gehen?
    Machen all die Tierzeitungen mit Rasse-Katzenschönheiten nicht sogar Lust auf eine
    eigene Katze und dient dies nicht letztendlich der Bildung eines positiven Bildes der
    Katze in der Öffentlichkeit? Rücken diese Geschöpfe daduch in das Bewußtsein der
    Menschen, etwas für sie zu tun, ihnen zu helfen, für sie zu spenden?


    Dies ist kein Pamphlet gegen oder für Katzenzucht. Ich selber befinde mich in dem
    Zwiespalt, ob ich mir im Falle eines Falles eine Rassekatze zulegen würde oder nicht.
    Genauso esse ich Fleisch, obwohl ich mich über nicht artgerechte Tierhaltung aufrege
    und unterstütze sie auf diese Art und Weise; ebenso wie ich durch den Kauf bestimmter
    Produkte Tierversuche unterstütze. Mit diesem Wissen lebe ich und ändere leider nichts
    an meinem egoistischen Verhalten.
    Meine Gedanken zum Thema Zucht sind ebenso widersprüchlich ... vielleicht habt ihr
    ja Lust, darüber zu diskutieren? Aber bitte bleibt sachlich, überdenkt eure Beiträge
    und greift niemanden an!

  • Ohh ja ... ich stecke bei dem Thema auch sehr im Zwiespalt.
    Kann mich dir da anschließen : ich esse auch Fleisch .. nicht viel, aber ich esse ... ich trage gerne Leder und Fell an meinen
    Klamotten ... bin aber natürlich gegen sämtliche Tierversuche und mir blutet das Herz wenn Tiere leiden müssen :möp:. Aber
    irgendwie steckt in einem auch bisschen ´nen Egoist und oft fühlt man sich auch schlecht darum ....


    Vor meinen Mäusen hatte ich nur "Bauernhofkatzen" und ich hatte nix mit Züchtern zu tun.


    Kasimir ist aus einer Hobbyzucht d.h. Iris (die Züchterin) ist keine eingetragene Züchterin. Zu diesen Zeitpunkt habe ich
    mir aber über Züchter oder Nicht-Züchter noch keinerlei Gedanken gemacht. Wobei diese Züchterin eine superliebe Person ist und wirklich ein Vorbild für manch eingetragenen Züchter.


    Emma kommt aus einer tollen Zucht :hach:
    Dort lebten seinerzeit recht viele Katzen, großer Hund, ein Kind und man hätte vom Boden essen könne.
    Wer es nicht wüsste, hätte nie gedacht, daß in dem Haus gezüchtet wird. Dort würde ich jederzeit wieder ein Kitten kaufen.


    Linus kam auch aus einer Zucht .... wo ich mit Sicherheit kein Kitten mehr kaufen würde ! Nicht wegen seiner Krankheit die er später (bzw. früh :-( ) entwickelte ... sondern aufgrund des Verhaltens der Züchterin als sie von seinem Nierenleiden erfuhr !


    Was macht einen guten Züchter aus .... :nachdenk:


    Für mich ist in erster Linie der ein guter Züchter , der alles für seine Tiere/Kitten tut was wichtig ist und verlangt wird. Wo es sauber ist und alles erforderliche eingehalten wird. Das kann ein eingetragener oder auch ein sogenannter Hobbyzüchter sein. Für mich macht einen guten Züchter nicht alleine aus, daß er eingetragen ist. Als wir Emmi suchten , wusste ich bei manchen eingetragenen Züchtern nicht ob ich über die dortigen Verhältnisse lachen oder lieber weinen sollte. Ich wäre teilweise am liebsten wieder rückwärts rausgegangen oder hatte das Gefühl dort alle Tiere retten zu müssen :schnueff: ...


    Wenn ich mal vergleiche ... können sich viele eingetragene Züchter eine dicke Scheibe von Kasimirs Hobbyzüchterin abschneiden , die liebevoll und vorbildlich mit ihren Tieren umgeht. Da steckt richtig Herz drin.


    Kasimir´s Züchterin ist im übrigen auch die einzige Züchterin :-( die jetzt nach über 4 Jahre noch immer bei mir anruft und sich nach Kasimir erkundigt :hach: ....


    Also ... eingetragen oder nicht ... auf beiden Seiten , denke ich, sind gute Züchter zu finden. Die Art- und Weise des Züchtens macht für mich einen guten Züchter aus.


    Aber was die Zukunft mal bringen wird , weiss man nicht ... vielleicht wird auch irgendwann eine "einfache" Hauskatze unser Herz beglücken :weissnix: :hach:

  • Ich habe mich mit dem Thema ganz ehrlich noch nie so richtig befasst ...das liegt wohl daran das ich
    nur Balou aus einer Hobbyzucht habe ...dort war ich von der Zucht und der Züchterin sehr angetan :guck:
    Sie lebte in einem Haus mit einem "Rudel" Katzen und Hunden...dort hat man aber nicht gesehen das da
    soviele Tiere leben im Gegenteil :zwinker:
    Was mich auch sehr erfreute war das sie ihre Katzen nachdem sie nicht mehr für das Züchten "geeignet" waren
    nicht einfach "abgeschoben" hat ..sie hat sie behalten JEDE :hach:
    Balou ist sehr Sozialisiert ...das hat man aber auch schon an den anderen Katzen gemerkt.


    Ich bin Vegetarierin ...ich war es nicht immer :weissnix: aber in den letzten 12-14 Jahren bekomme ich kein
    Stück Fleisch mehr runter..aber ich trage auch Lederschuhe ( auf Jacken mit Pelzbesatz kann ich sehr gut verzichten :zwinker: ) ...habe wahrlich nicht nur Kosmetika zu Hause die frei von Tierversuchen sind :-(...ich bin mir
    darüber im Klaren und ich achte auch des öfteren darauf das es nur Pflanzlich getestet wurde aber nicht immer!



    Ich kann nicht genau sagen die und die Zucht ist schlecht und diese ist gut :weissnix:
    Tamino kam auch aus einer Hobbyzucht und über die Tiernothilfe zu mir...mehr brauch ich wohl
    nicht zu schreiben!



    Wenn ich eine bestimmte Rasse haben möchte dann kaufe ich sie mir ...ich nehme aber auch
    immer wieder gerne eine sogenannte "Wald und Wiesenkatze" auf...das müßte ich der Situation nach entscheiden!

  • Ein schwieriges Thema - interessant aber schwierig :öhm:


    Was spricht für die Zucht?
    Oft wird das Argument Erhalt der Rasse angeführt.
    Aber was gibt UNS das Recht zu bestimmen welche Rasse "erhaltenswert" ist?
    Wer legt fest wie eine "Rassekatze" auszusehen hat und welche Charaktereigenschften sie haben muss?
    Kaufe ich mir eine Katze weil sie bestimmte Charaktereigenschaften hat?
    Oder ist es nicht viel schöner wenn man zusammenwachsen und sich das Vertrauen er Katze langsam verdient?


    Auch heisst es immer wieder dass mit dem Züchten kein Geld verdient werden kann - was ich auch glaube.
    Warum züchtet man dann?
    Als Hobby - denn etwas anderes kann es ja nicht sein - ein "professioneller Zücher" müsste ja davon leben können.
    Was aber gibt einem Menschen das Recht ein Lebewesen als Hobby zu züchten?
    Ist es denn nichts anderes als Tierversuche an Lebenden Katzen
    nur mit dem Unterschied dass das "Ergebniss" des Versuchs kleine Katzen sind
    die dann noch "besser" als die Eltern sind?



    Ich glaube nicht, dass sich jemand der kein "Freund von Rassekatzen" durch Berichte über Ausstellungen
    plötzlich zum Katzenfan wandelt.
    Eher das Gegenteil könnte ich mir vorstellen.
    Da werden "Fellbüschel" gestreckt und begutachtet und nach Kriterien die niemand, der sich nicht mit der Zucht beschäftigt
    in Kategorien eingeteilt und erhalten Bewertungen die auch kein Nichtzüchter versteht.


    Mich "schrecken" solche Bericht eigentlich eher ab.


    Was spricht gegendie Zucht?
    Ein Blick in die Tierheime dürfte dafür eigentlich Antwort genug sein.
    Natürlich würde nicht jeder der eine Rassekatze kauft sich eine Katze aus dem Tierheim holen.
    Aber ein großer Teil würde dies sicher machen und damit den Katzen viel Leid ersparen.


    Jeder der meint dass er Katzen züchten will kann dies tun.
    Er braucht keine Vorkentnisse , er braucht keine Zulassung oder eine Ausbildung dafür.
    Wieviel Leid würde den Zuchtkatzen erspart bleiben wenn es strenge Regeln für die Zucht geben würde?
    Natürlich sind seriöse Züchter in einem Verband organisiert und gehören einem Verein an.
    Aber nach welchen Kriterien richten sich die Verbände und Vereine?
    Werden Züchter reglmäßig überprüft?


    Was macht für mich eine Katze aus - warum liebe ich sie?
    Eine Katze ist ein wundervolles Lebewesen dass seinen eigenen Willen behalten hat.
    JEDE Katze ist so individuell wie es auch jeder Mensch ist.
    Sie hat ihren eigenen Charakter und ihren Willen.
    Sie wird sich nie "unterwerfen" - bestenfalls die Einsicht gewinnen dass es für sie von Vorteil ist bestimmte Verhaltensmuster zu zeigen.
    Eine Katze ist das Haustier welches das feinste Gespür für uns Menschen und unsere Stimmungen hat.


    Gerade weil ich Hunde und Katzen habe weiss ich den Unterschied im Verhalten gegenüber uns Menschen zu schätzen.



    Meine ganz persönliche Meinung dazu:
    Für mich hat Zucht weder etwas mit Tierschutz noch mit der Notwendigkeit der Erhaltung der Rasse zu tun.
    Es ist ein Hobby wie Briefmarken sammeln oder Skifahren - nur dass es mit lebenen "Individuen" betrieben wird.


  • Hier hab ich immer den Satz von meiner Mutter im Kopf als wir nach Emmi suchten.


    Wir haben uns einige Zuchten angeschaut und ich hab meiner Mutter einige Kittenbilder gezeigt und
    ich übelegte immer hin- und her ..... bis Mutti dann ernst sagte , daß ich mich doch endlich mal entscheiden solle
    weil sie es nicht ertragen kann, daß man zwischen einer Auswahl an Kitten entscheidet und eines bekommt
    evtl. kein Zuhause nur weil es nicht schön genug ist :möp: ... Jede Katze , egal wie sie ausschaut,
    hat das gleich Recht auf ein schönes Zuhause.


    So hab ich bis dahin gar nicht darüber nachgedacht und ich habe diesen Satz noch immer in den Ohren .. der hat irgendwie gesessen :-(


    Dann haben wir uns ruckzuck für Emmi entschieden .... Mutti hatte und hat recht ....

  • Um zu dem Thema umfassend meine Meinung beizutragen, würde der Beitrag beinahe ein Buch.. drum nur ein paar kleine Punkte:


    Hobbyzüchter sind Züchter, welche einem Verein angehören und bis zu 5 Würfe im Jahr haben. Alles darüber hinaus ist beim Amtsvet. genehmigungspflichtig.
    Hobbyzüchter züchten mit Tieren die Stammbäume haben, also die vorherigen Generationen bekannt sind, also auch die genaue Verwandtschaft und evtl. Inzuchtgrade. (in vielen Bauernhof-Katzenfamilien liegt der Inzuchtgrad übrigens weit höher als bei den Zuchtlinien). Die Zuchttiere werden auf diverse Krankheiten getestet, vollständig geimpft und die Kitten dürfen bis zum Erreichen des Mindestalters von 12 Wochen bei ihrer Mama bleiben, sind somit bestens sozialisiert. Sie werden komplett geimpft, entwurmt und gechipt. Der Hobbyzüchter darf mit einer Katze maximal 3 Würfe in 2 Jahren machen.
    Hobbyzüchter sollten ein umfassendes Wissen im Bereich Genetik, Aufzucht, rassetypischen Krankheiten und Erbkrankheiten, sowie ein Zuchtziel haben. Ihre Zuchttiere sollten dem Rassestandard entsprechen und auch durch Begutachtung zur Zucht zugelassen sein (üblicher Weise durch Besuchen mindestens einer Ausstellung und dem Erreichen eines "V"s, aber auch eine Beurteilung durch den Zuchtwart ist möglich).
    Ohne Vereine und die entsprechenden Züchter, die sich nach Standards orientieren, gäbe es bald nur noch Mixkatzen, ähnlich der vielseitigen Hauskatzenpopulation, aber ohne klare Rasseabgrenzungen.
    Katzenrassen definieren sich nicht nur durch rassetypisches Aussehen, sondern auch durch unterschiedliche Charaktäre (so sind zum Beispiel Siamesen und Perser ein Unterschied wie Tag und Nacht).


    Die Gründe warum ich persönlich Schwarzzüchter jeder Art ablehne sind:
    - wenn alles okay ist, warum nicht bei einem Verein anmelden und auch offiziell die Regeln einhalten?
    - wenn mit Tieren ohne Papiere gezüchtet wird, fehlt jedes Wissen über den genetischen Hintergrund

    Von schwarzen Schafen will ich nicht anfangen, denn die gibt es leider auch bei Vereinszüchtern.


    Die Frage der Ethik ist natürlich eine ganz eigene. Aber Menschen nehmen sich in vielen Bereichen das Recht, etwas zu verändern.. nicht immer mit positivem Ergebnis. Wenn man rechnet, dass alle unsere Obst-Gemüse-Getreidesorten spezielle Züchtungen sind und da sogar per Gentechnik noch rumgepfuscht wird, kanns einem anders werden. Tiere jeder Sorte werden in Rassen gezüchtet.. vom Schwein mit einer Rippe mehr für mehr Koteletts über die Kuh mit der Megamilchleistung bis hin zum kaninchenbautauglichen Dackel ist da alles vertreten.
    Katzen werden nicht für "Zwecke" gezüchtet.. man verspeist sie nicht und zur Jagd oder Bewachung von Haus und Hof taugen die meisten auch nicht (Ausnahme als Mäusejäger). Also geht es um die Optik und das Verhalten, was ich nicht schlimm finde, solange es nicht auf Kosten der Gesundheit geht.


    Ich glaube auch nicht, dass Rassekatzen einer Hauskatze den Platz wegnehmen.. ebenso wenig wie umgedreht.
    Ein Fan einer Rasse will keine Hauskatze.. ein Hauskatzenfan eher keine Rassekatze. Jemand der ein Tierheimtier sucht, nimmt sich auch kaum ein Hauskatzenkind was in der Zeitung angeboten wird, geschweige denn ein Tier vom Züchter.
    Klar, gibt es Leute wie mich, die beides haben. Aber als ich zum Beispiel Luchs geholt habe, wäre zu diesem Zeitpunkt ein Rassetier nicht in Frage gekommen - genauso wenig wie eine Hauskatze, als ich gerade auf der Suche nach Justy war. Blöd zu erklären.. ich weiss. Aber ich hab ganz sicher meinen Luchs nicht weniger lieb, als jede Katze die hier bei mir wohnt.


    Mist.. doch recht lang geworden..

  • Es wird immer nur auf die Züchter geschimpft, aber nie auf diejenigen Leute, die unkastrierte Katzen draußen herum laufen lassen oder Bauern, die nicht ein einziges Tier kastrieren.
    Das finde ich schlimm und macht mich wütend.
    Meine Kätzin hat nur 1 Wurf pro Jahr, sie ist gegen alles geimpft und gegen alle Krankheiten getestet. Die Kitten sind sozialisiert und gesund und dürfen erst ab 14 Wochen ausziehen. Warum bin ich als Züchter dann ein schlechter Mensch, der Katzen vermehrt? :nachdenk:


    Ich finde schon, es existiert ein Unterschied zwischen einem gesunden Kitten von mir und einem 8 Wochen alten Kitten, welches auf irgendeinem Heuschober ohne Menschenkontakt groß wurde. Hauskatzen oder Bauernhofkatzen tragen Erbkrankheiten oder Gendefekte, oder ansteckende Krankheiten (FIV) ohne daß sie je aufgedeckt würden.


    Natürlich gibt es Unterschiede zwischen Züchter und Züchter. Punkt 1: Man kann mit Katzenzucht kein Geld verdienen, wenn doch, dann geht das NUR auf Gesundheit der Tiere! (wir haben ca. 10.000 EUR in 2 Jahren in den Aufbau der Zucht gesteckt und bisher habe ich 900 EUR eingenommen, nur mal so zum Vergleich).
    Punkt 2: Warum sind die Tierheime voll? Weil alle plötzlich Rassekatzen nehmen? Wohl kaum, es werden viel zu viele Upps Würfe und Katzen beim Bauern entstehen gelassen. Außerdem kommen viele Tiere aus dem Ausland.
    Punkt 3: Fände ich es schade, wenn spezielle Charaktereigenschaften der Rassen verloren gingen und es nur noch Mix Kitten gäbe.
    Punkt4: finde ich es immer noch wichtig, so wie oben erwähnt, daß Kitten von gesunden Elterntieren stammen und auch gut sozialisiert werden.


    Jetzt habe ich glaub den Faden verloren....
    Aber ich finde es auch gut, daß es immer zwei Seiten gibt, die einen lieben Tierheimkatzen, die andere wollen ein Kitten einer bestimmten Farbe vom Züchter. Live and let live.


    Zwischen Hobbyzüchter und Vermehrer gibt es natürlich einen riesen Unterschied. Nur daß die Käufer den Unterschied nicht begreifen, bis sie das kranke Kitten zuhause haben.

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    Liebe Grüße Jutta, Kater Mikesch und Baciolina für immer im Herzen,

    Dustee-Skye, Fayelinn, Katertier Helios, Ruby, Fiona und Philomena!


  • [color=blue]Warum bin ich als Züchter dann ein schlechter Mensch, der Katzen vermehrt? :nachdenk:


    Ich glaub nicht, dass auf Züchter mehr geschimpft wird auf auf Leute, die unkastrierte Katzen herumlaufen
    lassen oder Bauern. Nur, wenn man sich in Katzenforen bewegt, dann wird man zwangsläufig auch auf Züchter
    treffen... seltener jedoch haben Bauern oder Menschen, die ihre Katzen unkastriert herumlaufen lassen ein
    Interesse an Forumsdiskussionen. :zwinker:


    Und es sagt doch keiner, dass Du ein schlechter Mensch bist, Jutta :freunde:
    Die Sache ist natürlich, dass ein Züchter ganz bewußt Tiere "vermehrt" (ich gebrauche diese Vokabel jetzt mal,
    ohne dass ich es böse meine).... also für das Tier bestimmt wann und mit wem es sich zu paaren hat und die Katze
    sich dies nicht aussuchen kann. Und da Du gerade von dir selber sprichst. In deinem Carla-Thread berichtest Du
    selber doch, wie schwierig es ist, ordentliche Abnehmer für die Kitten zu finden.. .dass sie schon fast zu alt zum
    vermitteln sind... und dass Du froh bist, dass sie nicht zur Zucht eingesetzt werden, sondern als Liebhabertier,
    weil sie es so besser hätten. Gleichzeitig planst Du aber schon den nächsten Wurf, weil Du so begeistert von den
    Fellfarben bist. Ich kann die Euphorie und Begeisterung für Genetik und den Stolz über Zuchterfolge bei Ausstellungen
    durchaus nachvollziehen, aber was ist mit den Katzen? Verliert man nicht völlig aus den Augen, dass es sich um
    Lebewesen handelt, die auch nur geliebt werden wollen und die ein schönes Zuhause verdienen? Was, wenn sie
    nicht vermittelbar sind? Oder doch plötzlich jemand Interesse hat, der ein Kitten zur Zucht haben möchte.. nehmen
    wir ruhig mal an in Russland - wie es bei dir der Fall war. Gibt man das Kitten dann - wenn sich kein anderer Interessent
    findet - heraus? Hat man nicht auch Verantwortung dem Tier gegenüber?


    Und was z.B. bringen andersherum erstklassige Gene und ausgefallene oder besonders reine Farben, wenn mit diesen
    Tieren nicht weitergezüchtet wird... dies also praktisch eine Sackgasse ist? Bedient man damit nicht nur einfach die
    "Gier" des Menschen, sich ein "Schmuckstück" in Form einer seltenen oder besonders schönen Katze zuzulegen?
    :nachdenk:




    Katzen werden nicht für "Zwecke" gezüchtet.. man verspeist sie nicht und zur Jagd oder Bewachung von Haus und Hof taugen die meisten auch nicht (Ausnahme als Mäusejäger). Also geht es um die Optik und das Verhalten, was ich nicht schlimm finde, solange es nicht auf Kosten der Gesundheit geht.


    Also sollte man bestimmte Züchtungen generell verbieten wie z.B. Nacktkatzen oder Perser? :nachdenk:

  • Ich war lange Zeit entschiedene Gegnerin jeglicher Katzen- und auch Hundezucht (mit anderen Tieren hab ich mich nicht so beschäftigt), war überzeugt davon, dass jegliche Zucht verboten werden müsste, so lange es so viele Katzen und Hunde gibt, die in den Tierheimen sehnlichst auf ein neues Zuhause warten.


    Inzwischen sehe ich das etwas differenzierter. Ich denke schon, dass Zucht einen gewissen Sinn machen kann, eben um z.B. verschiedene Katzenrassen zu erhalten, ich finde es auch gut, dass alte Haustierrassen wie bestimmte Schweine- oder Schafrassen wieder gezielt gezüchtet werden, eben, damit diese Rasse nicht ausstirbt. Artenvielfalt kann ich nur gut finden.


    Bei der Katzenzucht stellt sich mir die Frage, inwieweit die Zucht zur Erhaltung der Rasse notwendig ist. Ich kenn mich nicht gut aus, da für mich der Kauf einer Rassekatze bisher nie in Frage kam, aber ich glaube, dass z.B. die BKH nicht gerade vom Aussterben bedroht ist, genauso wenig wie die Norweger oder die Perser oder oder oder...


    Und z.B. bei den Perserkatzen kann man imho gut sehen, welche Blüten Katzenzucht treiben kann die darauf angelegt ist, von Menschen bestimmte Merkmale immer weiter herauszuzüchten - bis die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Tiere zu groß werden, der Protest von Tierschützern sich mehrt und dann wird "zurückgerudert".


    Sehr fraglich finde ich die "Entwicklung" neuer Rassen, die sozusagen am Reißbrett entstehen. Und da ist es mir egal, ob es um das möglichst magere Schwein mit möglichst vielen Rippen geht oder um den Hund oder die Katze, der/die ein bestimmtes Aussehen und ein bestimmtes Verhalten haben soll. Bei solchen Züchtungen habe ich ein ungutes Gefühl und ich denke, der Mensch muss nicht alles machen, nur, weil er es kann.


    Zitat: "Es wird immer nur auf die Züchter geschimpft, aber nie auf diejenigen Leute, die unkastrierte Katzen draußen herum laufen lassen oder Bauern, die nicht ein einziges Tier kastrieren."
    Das stimmt doch so nicht. Kein einigermaßen verantwortungsvoller Katzenhalter wird es gut heißen, wenn Leute ihre unkastrierten Katzen nach draußen lassen gedenke denn die Praxis mancher Bauern, wo dann auch mal ein paar Kitten ertränkt oder totgeschlagen werden, wenn sie nicht sowieso sterben aufgrund von Krankheiten wie Katzenschnupfen o.ä. oder sicher auch Gendefekten. Aber hier geht es um "Zucht", und kein Bauer wird behaupten, er würde Katzen züchten, genauso wenig wie der Typ von nebenan, der seinen unkastrierten Kater rauslässt weil "mir doch egal, ich hab ja dann kein Problem mit dem Nachwuchs. Ne, kastrieren, das geht nicht - würd ich ja auch nicht wollen, hehe...".
    Dass das Sch... ist, ist keine Frage, aber das sind Menschen, die sich bez. Katzenhaltung, Vermehrung etc. keine Gedanken machen und da auch keine Verantwortung übernehmen. Im Prinzip das Gegenteil von verantwortungsvollen Züchtern.


    Alles in allem bin hab ich keinen wirklich klaren Standpunkt. Ich finde es schön, dass es verschiedene Katzenrassen gibt und diese auch erhalten bleiben, sehe aber keinerlei Notwendigkeit, neue Katzenrassen zu züchten. Und ich glaube eben auch nicht, dass es momentan notwendig ist, eine neue Norweger- oder BKH-Zucht o.ä. aufzumachen, um die Art zu erhalten.

    Liebe Grüße
    Frauke mit Roland und Scotty


    Seppensen (V.)

    Als Nicht-Bayer ohne jegliche Aussicht auf Erfolg versuchen, mit Hilfe von Gamsbarthüten, Lederhosen und komischen Strümpfen wenigstens einen Hauch weniger preußisch zu wirken.
    aus: Der tiefere Sinn des Labenz klick

  • ihr habt das ja schon super schön faktisch zusamengefasst :super:


    also ich möchte auch noch etwas senf dazu geben :kicher:


    bei mir spielt ja die emotionale seite von anfang an eine große rolle. ob ich jetzt für oder gegen eine katzenzucht bin...hmmm... eher dagegen (bitte nicht auf mein köpfchen werfen :seufz:)


    am anfang habe ich mich mit feuereifer in diese aufgabe gestürzt und sie gibt mir auch nach wie vor viel freude und kraft für den alltag, aber es ist leider so, dass die contra-seite einfach zu lang geworden ist..


    es gibt immer solche und solche züchter, egal ob schwarzzucht, oder nicht. wonnie hat das ja schon gut beschrieben :super:
    wobei ich am ende noch mal was zu den begriffen schreiben möchte.


    ja, also meiner meinung nach ist es auch absolut überflüssig rassekatzen zu züchten. das eine rassekatze einer hauskatze den platz nicht stiehlt, stimmt. trotzdem bin ich der meinung, dass man diesbezüglich viel, viel mehr aufkärung machen sollte, um tierheimkatzen zu vermitteln. die nothilfestationen und tierheime haben (nach meiner eigenen erfahrung) ein echtes ding zu rennen (sorry für den ausdruck). ich wurde sogar schon mal richtig dämlich dort angemacht, als es um frühkastration ging) ...gut, im bereich kastration muss sowieso noch viel gemacht werden. ich selbst hatte schon versucht kätzchen aus dem tierschutz zu adoptieren, aber die katzen waren so schlimm krank, dass ich geschockt war. eins habe ich dann trotzdem mitgenommen und es starb in meinen händen, nachdem ich jeden tag zum spritzen beim TA war und in teures spezialfutter zum aufbau investiert hatte.
    man braucht sich also gar nicht wundern, dass man dann abgeneigt ist, eine katze zu übernehmen und in schlechten ruf zu geraten.


    und so lange das so ist, finde ich schon noch, dass rassekatzenzucht eine berechtigung hat, man also als interessent sich sozusagen den besten züchter seiner wunsch-rasse aussuchen kann.


    die vermittlung an sich ist schon (für mich zumindest) eine achterbahn der gefühle und dran gewöhnen kann ich mich da nie so richtig mir hilft da nur eine taktik, die sich ganz gut bewährt hat, trotzdem schwitzen meine augen sofort, wenn ich nur an jedes kleine schnütchen denke.
    sie wollten zu keinem zeitpunkt auf die welt kommen und jedes lebewesen hat ein verdammtes recht glücklich zu sein, aber nicht jede katze wird glücklich sein...es gibt ja keine glücklichkeitsgarantie, ja und manche kätzchen sieht man auch leider nie wieder und wenn, dann erkennen sie dich eh nicht mehr ...soll ja auch so sein, aber das geht ans herz.


    warum ich noch züchte....ja, ich liebe schon diese kurze zeit, in der die katzies da sind und man so viele glückliche zeit miteinander verbringt und die leute kennenzulernen, die das kätzchen übernehmen. ich teile freude und glück mit anderen menschen irgendwie gern :lovecat:
    trotzdem werde ich längerfristig nicht weiter züchten, wahrscheinlich werden meine vier wohl auch die einzigen zuchtkatzen bleiben und mit 6 /7 jahren allesamt kastriert. dafür bleiben sie aber auch für immer bei mir :jaja:


    es gibt so viele züchter, die ihre katzies wechseln wie gegenstände....auf den HP´s wird soooo viel gelogen...was meint ihr, was ich schon geshen habe!!!!


    als vermehrer sehe ich mich auf jeden fall und da mache ich mir auch gar nichts vor. zucht war für mich damals der inbegriff von schönheit weitervererben, aber die züchterwelt ist auch ganz schön hart und es wirklich schlimme, ja ich möchte sogar sagen "kranke" züchter. ich erfahre viel darüber durch einige interessenten, die dann berichten was ihnen bei der such so widerfahren ist, aber es gibt auch ein forum (da würde ich nie auch nur ein wort schreiben), da fragt man sich: hallo!!!!! schreiben da täglich in endlosen diskusionen, statt die zeit für die katzies zu nutzen....!!! und dann gehen solche züchter mit ihrem tollen infos auch noch los und mailen dir ihr neu erlangtes wissen und du fragst dich: was soll das?????...haben die nichts zu tun? :nachdenk: ....können die sich nicht um ihre eigene zucht kümmern???


    oh gott was für ein roman :schubs:


    so, dann noch was zum thema ausstellungen:
    das thema habe ich für mich total abgehakt. ich war noch nie da (wollte aber immer mal) und habe durch berichte usw. keine lust mehr darauf. man muss sich nämlich nicht fragen, was hat man davon, sondern: hat die katze was davon? wie fühlt sie sich? wir wissen doch nicht viel über die seele unserer miezen....
    wie würdet ihr es denn finden, in einem käfig zu liegen und beguckt zu werden? viele sogar mit beruhigungsmitteln "lahm gelegt" (gibt natürlich keiner zu, aber ich weiß es )
    wie lang, kommt der katze die zeit dort vor? immerhin muss es ja länger sein, als wir es fühlen, gemessen an den katzenjahren.
    ja und dann das auswahlverfahren: der eine bekommt einen pokal, der andere nicht (vorsicht neid!...gibt auch keiner zu!) und was hat man vom pokal? hat die katze was davon?


    katzenzucht ist schon sehr egoistisch und ich befinde mich schon nach so kurzer zeit in einem echten zwiespalt. man sollte doch viel mehr schauen,was unseren miezen gut tut.
    und gut kann nicht sein, dass man kater wegsperrt, oder katzen meilenweit durch die gegend fährt, aber das machen züchter...auch ich muss kayah manchmal trennen, aber bei mir landet er nicht in einzelhaltung und auch in keinem käfig. vor seiner anschaffung habe ich wochenlang geschaut: was muss man bei einem katerchen beachten, wie fühlt er sicht trotzdem wohl....
    das machen nicht alle züchter (ja, ich weiß,ich bin lieb :zwinker:), aber weiß man, wie ein kätzchen gehalten wird, dass man in die zucht gibt? wird der neue züchter DEIN katerchen so halten, wie du es dir wünscht, oder landet er in einzelhaft?
    es ist eben ganz, ganz schwierig und ich kann jedem züchter nur raten, so viel wie möglich herz und liebe trotz allem drum herum in der zucht einzusetzen...und viel zeit...weniger zum begutachten, sondern zum schmusen. wie manche züchter das neben einem job schaffen, ist mir echt ein rätsel.


    ja und zum schluss nochmal zum begriff HOBBYZUCHT:
    ich vermeide den begriff. ich kenne keinen züchter, der tatsächlich vom verkauf der kitten lebt....das geht gar nicht.
    daher sind alle hobbyzüchter und züchter zugleich (!), deren hobby mehr oder weniger von den käufern mitfinanziert wird. das soll jetzt nicht böse klingen, aber es ist schon so. wenn man aber weiß, dass das geld zu 100% wieder in der zucht landet, finde ich das nicht verwerflich,immerhin buttert man als züchter auch ordentlich zu, wie jutta schon geschrieben hat.
    manche züchter machen sich auch die mühe auf ihrer HP alle ausgaben aufzulisten. da erlebt man auch die dollsten auflistungen. z.b. hab ich mal bei einer züchterin gelesen, dass sie "bewirtungskosten für die interessenten" aufgelistet hat :schleif::gaga:
    sowas geht mir echt zu weit!


    oh...vom thema weg....also für mich gibt es hobbyzüchter/züchter und dann nur noch schwarzzüchter auf der anderen seite....also unangemeldete züchter.
    ich finde auch: wenn ein züchter nichts zu verbergen hat...was spricht gegen die anmeldung? so ein verein kann schon ganz gut sehen, wie oft kätzchen auf die welt kommen und das geht bei einer schwarzzucht nicht. daher finde ich eine anmeldung schon wichtig,um halt zu zeigen: schaut, hier gibt es keine ausbeutung der mütter.außerdem bekommt man auch hilfe bei der genetik und andere tipps, sowie auch vermittlungsunterstützung.
    als angemeldeter züchter muss man eben auch damit rechnen mal kontrolliert zu werden...und das ist doch richtig so! ohne verein nutzen viele leider doch diese narrenfreiheit schamlos und zu lasten der tiere aus :möp:


    oh sorry,dass es so lang wurde :tuete:...aber jetzt geht´s mir gut :mihihi:


  • [color=blue]Es wird immer nur auf die Züchter geschimpft, aber nie auf diejenigen Leute, die unkastrierte Katzen draußen herum laufen lassen oder Bauern, die nicht ein einziges Tier kastrieren.


    Ich finde schon, es existiert ein Unterschied zwischen einem gesunden Kitten von mir und einem 8 Wochen alten Kitten, welches auf irgendeinem Heuschober ohne Menschenkontakt groß wurde. Hauskatzen oder Bauernhofkatzen tragen Erbkrankheiten oder Gendefekte, oder ansteckende Krankheiten (FIV) ohne daß sie je aufgedeckt würden.


    Sorry nichts für ungut, aber ich glaube hier bist du nicht wirklich auf das Thema eingegangen.
    Es heißt doch Pro und Contra Katzenzucht, was hat dies mit Bauernhofkatzen zu tuen.
    Ich denke nicht das Bauern züchten.
    Außerdem kenne ich einige Bauern die ihr Katzen kastriert haben lassen, gerade gestern war noch eine Bekannte bei mir , die anschließend zwei kastrierte Bauenhofkatzen beim Tierschutz abholen fuhr . Und 10 weitere wurden letzte Woche schon kastriert. Also die kann man auch nicht alle über einen Kamm scheren und verallgemeinern.


    Mir ist jedenfalls ein liebevoller Vermehrer lieber als ein Züchter wo man nachher merkt das es ihm nur ums Geld geht.
    Bei Beiden BKH´s haben sich die Züchter seid einem Jahr nicht mehr gemeldet um zu fragen wie es ihnen geht, trotz das ich ihnen E-Mail mit Bildern geschickt habe. Jetzt wo Kitten da waren meldet sich aufeinmal eine davon wieder umzu fragen ob man noch ein Kitten möchte.


  • Sorry nichts für ungut, aber ich glaube hier bist du nicht wirklich auf das Thema eingegangen.
    Es heißt doch Pro und Contra Katzenzucht, was hat dies mit Bauernhofkatzen zu tuen.
    Ich denke nicht das Bauern züchten.


    klar züchten bauern, halt indirekt.die lassen vermehren und vermehren, ohne die tiere kastrieren zu lassen.wenn halt mal eines erkrankt, mei dann stirbt es eben.geld oder die notwendigkeit mit den tieren zum arzt zu gehen, gibt es da nicht.

  • Ich denke auch nicht, dass man da alle Bauern über einen Kamm scheren kann. :zwinker:



    klar züchten bauern, halt indirekt.


    Unter Zucht versteht man die kontrollierte Fortpflanzung mit dem Ziel der genetischen Umformung.
    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Zucht


    Da die meisten Bauern - da geh ich mal von aus - keine kontrollierte Fortpflanzung mit dem Ziel der
    genetischen Umformung anstreben, züchten sie auch nicht.

  • Ich würde hier gern auch meinen Senf dazu geben...


    Ich selbst bin mit einer Katzenzucht groß geworden, mit dem ganzen Tamtam - Ausstellungen, Katerbesuche, die Frage nach der Trächtigkeit oder nicht...GsD, hatte sich das Thema irgendwann erledigt, auch wenn ich es zum damaligen Zeitpunkt ausgesprochen schade fand :tuete:


    Ich habe selber 2 bis 3 Katzen - alle drei haben sehr unterschiedliche Geschichten:


    Louis kommt von sog. Vermehrern - mein Mitleid war damals viel zu groß, ihn nicht zu adoptieren.
    Wilma kommt aus einer Zucht und Plumps ist uns zugelaufen, er ist ein Bauernhofskater.


    Ich mag die Zucht,
    weil es manche Rassen gibt, ob Hund oder Katz, die es ohne gezielte Zucht womöglich nicht geben würde. Ja das ist mein einziger und plausibleser Grund Zucht zu befürworten.


    Ich mag keine Zucht...
    Mir ist es im Grunde egal, ob sich die Leute in sogenannten Zuchtvereinen organisieren oder nicht, denn für mich sind sie alle gleich! Viele Zuchtvereine waren früher schon korrupt, warum sollte es heute anders sein? Das Interesse am Tier ist, genauso wie in den zahlreichen Tierschutzorganisationen eher sekundär - primär zählt das Geld.
    Für mich gehört Zucht, als experimentelle Genetik nicht in die Hände von Laien und das sind Züchter in der Regel nun mal, wobei auch hier, wie überall, die Ausnahme die Regel bestätigt. Und ich finde nicht, dass die interne Kontrolle durch weitere Laien ausreichend ist, um Zucht zu reglementieren.
    Warum gibt es denn Erkrankungen, die rassespezifisch sind? Weil die Tiere im größer, die Nase immer platter usw. sein müssen.
    Wahrscheinlich schreien die Züchter jetzt wieder auf, bei mir gibt es sowas nicht - wisst ihr, ob eure gezüchteten Farbschläge nicht im Zusammenhang mit genetischen Expositionen stehen, die vielleicht nicht in dieser oder der nächsten Generation, aber vielleicht später mit bestimmten Erkrankungen im Zusammenhang stehen? Nein das wisst ihr nicht! Wird das sanktioniert? Nein wird es nicht - man darf dann fleißig weiter züchten!
    Was passiert denn mit behinderten Kätzchen? Meistens haben die Züchter ja Glück und diese Tiere versterben in den ersten Wochen - aber manchmal wird so ein Kätzchen dann auch groß - und dann? Beharrt ihr weiterhin auf den vollen Preis, immerhin hat das Kätzchen die gleichen Kosten für die Aufzucht verbraucht, wenn nicht noch mehr! Aber da ihr ja genau wisst, dass es nicht viele Menschen gibt, die den vollen Preis für so ein Kätzchen zahlen würden - habt ihr auf einmal einen Verhandlungsspielraum!
    Letztens habe ich festgestellt, dass es in einem Wurf auf einer Züchterseite ein behindertes Kätzchen gab - entweder das Katerchen war gar nicht mit auf den Wurfbildern oder es wurde so platziert, dass dieser Makel für niemanden ersichtlich war...was für eine Doppelmoral. :-(
    Hier wurde in anderen Beiträgen immer wieder auf Tierversuche verwiesen - in Gegensatz sind sie staatlich reglementiert, unterstehen dem Tierschutzgesetz. Tierversuchen dürfen nur von Personen mit Fachkenntnissen durchgeführt werden, außerdem obliegt jeder Antrag einer Prüfung durch die Ethikkommission und weiteren Behörden- ich glaube nicht, dass Katzenzucht - einer Genehmigungsbehörde und einer Ethikkommission unterstellt ist !!!


    Dann stört es mich ganz arg, wenn Züchter ein Bild von Zweiklassenkatzen vermitteln...wie oft hört man Worte wie, Edelkatzen, teuer in der Anschaffung, edler Stammbaum, da ein Champion und da noch ein Champion...wirklich, jeder der ein Tier als Statussymbol sieht und sich mit seiner Herkunft profiliert, hat einen totalen "Sockenschuss" ...das machen sowohl Züchter, die dann ganz besonders seltene Farben züchten und wo die Farbe bei Liebhabertieren Preisunterschiede in einem und dem selben Wurf rechtfertigt - als auch die zukünftigen Halter.


    Wie oft kam die Diskussion über das finanzielle Interesse an einer Zucht schon auf. Und immer wieder streiten Züchter ein solches ab. Das eine Kittenaufzucht Geld kostet - ja das sehe ich ein. Das es dafür ganz Rechenbeispiele gibt, dass weiß ich.
    Trotzdem finde ich es schon bemerkenswert - dass es in ein und der selben Rasse Preisunterschiede von bis zu 500€ gibt ( sog. Vermehrer sind da ausgeschlossen). Es gilt hier wie überall in der Marktwirtschaft: Die Nachfrage bestimmt den Preis - und nicht die Kittenaufzucht!


    Mit dem Ablegen der Doppelmoral und mit der Neuorganisation der Zuchtverbände, die unter staatliche Kontrolle gestellt werden, mit einer soliden Ausbildung zum Züchter (staatl. anerkannt), wir die Zucht in meinen Augen erst seriös!

  • Katzen werden nur aus zwei Gründen gezüchtet. Zum einen aus dem eigenen Bedürfnis nach
    Ruhm und Anerkennung heraus und zum anderen aus dem Wunsch Leben zu schaffen.
    In beiden Fällen geht es um Machtausübung, aber nicht um die Katzen, weil mit der ursprünglichen
    Form der Katze hat Zucht nichts mehr zu tun. Wäre diese Art von Fortpflanzung natürlich, dann
    würden auch Menschen auf diese Art und Weise vermehrt.


    Zuchtvereine sind nichts anderes als Institutionen, in denen sich Menschen profilieren können,
    die im beruflichen oder auch privaten Bereich nicht ausreichend Anerkennung bekommen. Die Tiere
    leiden in den Ausstellungen, sind in kleine Käfige gefercht und können aufgrund der psychischen
    Belastung während solch einer Veranstaltung krank werden. Und das alles nehmen die Züchter in Kauf,
    nur um eine Auszeichnung zu bekommen, von der die Katze gar nichts hat - im Gegenteil... desto mehr
    Auszeichnungen, desto mehr wird mit ihr gezüchtet.


    Soweit das Ergebnis eines Gespräches, das ich vor ein paar Tagen geführt habe. Leider wollte sich mein
    Gesprächspartner nicht hier anmelden, daher gebe ich das mal so wieder. Wir unterhielten uns noch über
    die Frage einer staatlichen Reglementierung, sind da aber zu keinem Ergebnis gekommen.


  • Zuchtvereine sind nichts anderes als Institutionen, in denen sich Menschen profilieren können,
    die im beruflichen oder auch privaten Bereich nicht ausreichend Anerkennung bekommen.


    Vereine sind doch aber immer dazu da, dass man sich profilieren kann! Ob nun aus sportlicher, intellektueller Sicht oder aus reinem Interesse an der Materie - da sehe ich erstmal nichts Schlechtes daran, ganz im Gegenteil.
    Das der zentrale Punkt die Machtausübung sein soll, darüber habe ich so noch nie nachgedacht - ist aber ein interessanter Ansatz. Aber das würde ja auch für Vermehrer gelten, nur dass diese sich nicht hinter einer Legitimation eines Zuchtvereins verstecken können.



    Die Tiere leiden in den Ausstellungen, sind in kleine Käfige gefercht und können aufgrund der psychischen
    Belastung während solch einer Veranstaltung krank werden. Und das alles nehmen die Züchter in Kauf,
    nur um eine Auszeichnung zu bekommen, von der die Katze gar nichts hat - im Gegenteil... desto mehr
    Auszeichnungen, desto mehr wird mit ihr gezüchtet.


    Genau so etwas meinte ich mit Doppelmoral! Auch wenn sich Tiere an den Stress gewöhnen, so heißt es ja nicht, dass ihnen nicht trotzdem schadet.
    Da fällt mir glatt wieder ein, vor ein, zwei Jahren auf der Grünen Woche gab es einen Aufklärungsstand zum Thema "Haubentoiletten" - Katzen seien keine Höhlenscheißer (!) und man würde ein Tier so beengen und das wäre nicht artgerecht. Die beiden Frauen, die diese Aufklärungsarbeit leisteten, waren zum einen ein TÄ und ein Zuchtvereinsmitglied, die wenige Stände weiter, ihre Prachtexemplare in Käfigen den abertausenden Menschen zur Schau stellten...


  • Das der zentrale Punkt die Machtausübung sein soll, darüber habe ich so noch nie nachgedacht - ist aber ein interessanter Ansatz. Aber das würde ja auch für Vermehrer gelten, nur dass diese sich nicht hinter einer Legitimation eines Zuchtvereins verstecken können.


    Bei Vermehrern ist das vorrangige Ziel wohl eher die Profitgier.


    Mit Machtausübung meinte er u.a. sowas wie ein Gott-Syndrom... die Möglichkeit Leben zu erschaffen und darüber zu bestimmen.
    Aber er bezog das auch auf die Vereinsarbeit... also auf die Anerkennung, die man dort bekommt.... das Gewinnen und Aufsteigen
    und die damit verbundene Macht. Seiner Meinung nach ist das Erlangen von Macht ein zentraler anthropologischer Faktor und im
    Züchten könne man den auf Kosten der Katzen ausleben.