Wieviel Kontrolle ist angebracht?

  • Aus gegebener Veranlassung :coolgrin:


    ich erlaube mir mal das hier her zu holen:



    Das "originalfindet ihr HIER

  • Und jetzt bitte nicht hauen wenn ich ein paar "Ausschnitte" hier zitiere:



    Also die ist dick - keine Frage .. aber ich kenne Katzen die
    ähnlich dick aussehen und denen gehts gut :nachdenk:


    :nachdenk:
    Auch Menschen mit Übergewicht geht es gut
    die Frage ist ob es GESUND ist
    Ob das Krankheitsrisiko steigt


    Ein Mensch kann - abgesehen von krankheitsbedingte Faktoren - selbst bestimmen wie er sich ernhährt
    Ein Tier kann das nicht - es muss das nehmen was es bekommt





    Ich finds nicht okay, dass da eine Strafe verhängt wird. Und mir ist das insgesamt auch zuviel Kontrolle. Gut.. da kommt jetzt dazu, dass sich jemand Sorgen um eine andere Katze gemacht und deshalb den Veterinär gerufen hat. War ein blöder Zufall :weissnix: Aber es gibt deutlich dickere Katzen als die auf dem Foto abgebildete.


    Wenn wir mal davon ausgehen dass es für die Katze nicht "so toll" ist wenn sie sich nicht mehr wie eine Katze bewegen kann,
    ist es dann nicht "angebracht" einzugreifen?
    Wenn der "Halter" uneinsichtig ist - ist es dann nicht angebracht zu kontrollieren?



    Und jetzt schweife ich ich zu meinem "Lieblingsthema" - Zwangssterilisation
    Ist DAS nicht ein viel weitreichender Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht?
    Und bitte nicht das Argument "Katzenelend" bringen
    Ist es denn erst ab einer bestimmten Anzahl Katzen ein Elend
    oder ist es nicht viel mehr für jede einzele Katze ein Elend wenn sie einige Kilo Übergewicht mit sich rumschleppt - unabhängig von dem angesprochen Fall.

  • Da ist doch aber die Frage, ab wann das Übergewicht schädlich für die Katze ist und ab wann eingeschritten wird. Es gibt zig Katzen, die übergewichtiger sind, als die hier besagte. Dazu kommt noch, dass sie von anderen fremdgefüttert wurde. Und auch in großen Katzenpopulationen gibt es immer Katzen, die dicker sind und welche, die dünner sind. Manche fressen halt einfach mehr und kennen kein Maß. Ich finde nicht, dass man für alles Kontrollen und Strafen einführen muß. Dann brauchen wir auch eine Strafe für Menschen, die ihre Katzen z.B. verfilzen lassen. Aber was, wenn die Katze sich nicht bürsten lassen will und regelmäßig geschoren wird? Mir ist das alles viel zu wenig kontrollierbar und nicht überschaubar.... da stecken teilweise auch Einzelschicksale hinter. Dafür Strafen einzuführen finde ich falsch. Wie ich auch generell eine zu starke Kontrolle falsch finde.


  • Ein Mensch kann - abgesehen von krankheitsbedingte Faktoren - selbst bestimmen wie er sich ernhährt
    Ein Tier kann das nicht - es muss das nehmen was es bekommt


    Was ist mit Katzen, die in Haushalten leben, wo geraucht wird? Führen wir dann auch Geldstrafen für Raucher ein? Oder nehmen ihnen die Tiere weg?
    Was ist mit Katzen, die nur im Haus leben und nur gefüttert und nicht beschäftigt werden?
    Im Prinzip kannst du hier einmal durch die Threads gucken und dir x-beliebige Themen und Probleme raussuchen und dazu Fragestellungen entwerfen. Was, wenn ich zu denen gehöre, die immer sofort mit ihrer Katze zum TA rennen, wenn sie das Gefühl haben, das Tier ist anders als sonst und sich dann herausstellt, das gar nix war. Schön ist das für die Katze auch nicht, dass sie zum TA gezergelt wird.
    Was ist mit den Leuten, die Katzen züchten und sie regelmäßig zu Ausstellungen schleppen .. sie stundenlang durch die Gegend fahren und dann zur Schau stellen? Nicht alle Katzen finden das toll. Stell dir vor, so eine Katze, die damit nicht klarkommt, tickt aus und verletzt sich. Zeig ich den Züchter dann an und bekommt er dann eine Strafe?

  • Also im vorliegenden Fall würde ich als Katzenhalter mich erstmal freundlich bei der Nachbarin bedanken, die meine Katze zusätzlich gefüttert hat :kopfnuss::gelache:


    Ansonsten bin ich da auch zwiegespalten:
    Klar ist es nicht toll, wenn Katzen fett gefüttert werden. Und es gibt ja leider tatsächlich Menschen, die sowas "extra" machen. :schnute:
    Aber behaupte mal, dass es meist ja gar keine böse Absicht dahinter ist. Man hat seine Fütterungsgewohnheiten, die Katzen besondere (und meist ja nicht gerade gesunde) Futtervorlieben... Dann ändert sich der Kalorienbedarf mit zunehmenden Alter (wie beim Menschen ja auch) und der Aktivitätsgrad... Und wenn man da nicht aufpasst, geht das Gewicht einfach hoch.


    Ich fände bessere Aufklärung oder Dosenbeschriftung z.B. viel sinnvoller als irgendwelche Strafen.
    ICH lebte nämlich zu lange in dem Irrglauben, dass die Futterempfehlung sich auf den Dosen auf das IST-Gewicht der Katzen bezieht.
    Mein TA erklärte mir dann, dass das n Fehler ist, die Angabe bezieht sich auf das SOLL- bzw. Wunschgewicht der Katze. :schlau:
    Wir haben es entsprechend umgestellt und - schwups - ging auch das Gewicht wieder runter.


    Dazu kommt eben noch, dass verschiedene Rassen einfach auch unterschiedliche Gewichtstoleranzen haben. Klar, wenn n Ori 7 Kilo wiegt, ist das wohl nicht so günstig. N Main Coone wäre damit vermutlich schon fast untergewichtig.
    Dann hat man Mischungen aus verschiedenen Rassen und welchen Standard nimmt man da zu Rate? :nachdenk:


    Ich denke, zu strenge Kontrolle und Maßregelung wirkt eher abschreckend und führt eher dazu, dass Katzen ggf. gar nicht mehr zum Tierarzt gebracht werden aus Angst vor Strafen. :schnute:
    Eine bessere Aufklärung von Seiten der Tierärzte würde da sicherlich mehr bewirken.

  • Ich musste bei dem Artikel gleich daran denken, dass es "okay" ist wenn Eltern ihre Kinder nur mit Pizza, Pommes und Burger ernähren und fett füttern - da kriegt man vielleicht mal nen Rüge vom Kinderarzt, aber eine Strafe gibt es nicht. Abei bei einer Katze wird dann so ein Aufheben gemacht. Das ist doch lächerlich, oder eher traurig, dass die Gesundheit einer Katze anscheinend besser kontrolliert wird, als die von Kindern.


    Ich finds auch schlimm, wenn Tiere so fett gefüttert werden dass sie darunter leiden und davon krank werden. Ich denke da muss man einfach besser aufklären. Ich denke, dass diese "Überfütterer" es eher gut meinen und an ihren Tieren hängen - jemand, dem sein Tier sch.. egal ist, würde es wohl eher mangelernähren statt überfüttern. Dann kann man auch davon ausgehen, dass diese "Überfütterer" auch eher mal zum TA gehen. Dann sollte dieser mal Klartext sprechen und notfalls der Oma ins Gesicht sagen, dass sie ihre eigene Katze umbringt, wenn sie so weiter macht.

  • Ich denke, dass diese "Überfütterer" es eher gut meinen und an ihren Tieren hängen


    Warum muss es denn direkt sein, dass das Tier "überfüttert" wird :nachdenk:


    Wenn ich jetzt zB an Bube von Melli denke .. ich meine der wiegt auch um die 9 Kilo :nachdenk: :herzklopfen: ...
    Melli überfüttert ihn aber nicht! Hat sie nie! Im Gegenteil, er bekommt sogar recht wenig. Lange Diäten haben nix gebracht ..
    bis der TA dann auch mal meinte, dass das alles mehr Streß für Bube sei als die Risiken die damit zusammenhängen. Manchmal muss
    man einfach abwägen. Wie bei Menschen .. da nimmt der eine auch schneller zu als der andere .. das sind ja nicht Menschen die
    den ganzen Tag futtern. Ich denke so ist es auch bei Tieren.


    Es gibt doch mehrere Katzen hier die mehr als 7 Kilo wiegen. Die sind nicht alle überfüttert.




    Die Strafe ist nen Unding! :schnute:


  • Warum muss es denn direkt sein, dass das Tier "überfüttert" wird :nachdenk:


    Also auf den Artikel und diese Diskussion bezogen, gehe ich mal davon aus! Eine Futterreduzierung zu "befehlen", wenn die Katze NUR krankheitsbedingt und nicht fütterungsbedingt übergewichtig ist, wäre ja total sinnfrei.


  • jemand, dem sein Tier sch.. egal ist, würde es wohl eher mangelernähren statt überfüttern.


    Sollte dann dann eingeriffen werden wenn das Tier "unterernährt" ist? :nachdenk:
    Und mit welchem "Argument" soll man ein Eingreifen bei Mangelernährung befürworten
    Ein Eingreifen bei "fett füttern" aber nicht?


    Es ist sicher beides nicht gesund für die Katze :schnute:

  • Ich glaub, wenn es den Tieren wirklich schlecht geht, dann bekommt man das mit. Z.B. wenn in der Nachbarschaft ständig Jaulerei ist oder die Tiere elendig aussehen oder unangenehm riechen usw. also Fälle, wo augenscheinlich etwas nicht in Ordnung ist und Tiere leiden. Das sind für mich Fälle, wo der Tierschutz gerufen werden muß. Aber nur, weil die - ansonsten gepflegte - Nachbarskatze zu fett ist, die gerade durch den Garten schleicht, rufe ich den TS nicht an. Für mich ginge das zu weit. Und solange die zu schlanke Nachbarskatze noch gepflegt und zufrieden aussieht, aber einfach nur zu dünn ist, verständige ich auch niemanden.

  • Ich kenne den Anlass nicht, aus dem die Diskussion entbrannt ist, und deswegen finde ich es ganz schwierig, etwas dazu zu sagen. Aber ich bin tendenziell eher der Meinung, dass sehr dicke Katzen auf eine andere Art vernachlässigt werden und Halter mit Füttern etwas kompensieren. Aber ich denke, da gibt es Ausnahmen.
    Dass Übergewicht bei Katzen problematisch ist, wissen wir alle. Allerdings Untergewicht, Krankheiten, Fehlernährung und Vernachlässigung genauso.
    Insofern muss ich sagen, finde ich es richtig, wenn Leute sich einmischen. Heutzutage ist das aber echt verpöhnt, weil das als Übergriffing und unangemssen angesehen wird.
    Ich sag mal ein anderes Beispiel: Früher kannten sich Nachbarn und die Nachbarn die Kinder der Nachbarn. Hätte Peter da morgens statt zur SChule zu gehen, an der Ecke gelungert und geraucht, hätten das die Eltern relativ schnell erfahren, egal ob Stadt oder Land. Heutzutage sehe ich oft Kinder, die zur SChulzeit irgendwo im Kaufhaus rumstehen oder Rauchend rumstehen. Und da es mein Beruf ist, halte ich mich schon oft zurück, weil ich mir auch blöd vorkomme, aber oft sage ich auch was. Ich finde nämlich wichtig, dass Kinder merken, dass sie der Gesellschaft nicht egal sind und wir haben alle eine Verantwortung.
    Nun kann man sagen...Ja gut, ist ja auch was anderes bei Kindern, aber immer nur wegzusehen auch bei Tierquälerei. Und wenn man sich da kümmert und sich da so reinhängt, dann kann man schon den Eindruck gewinnen, dass die Person einige gute Gründe hatte. (Oder sie hat ne echte Macke- dann ist allerdings die FRage, ob das Gericht dann aktiv geworden wäre!)


  • ... wenn in der Nachbarschaft ständig Jaulerei ist oder die Tiere elendig aussehen oder unangenehm riechen usw. also Fälle, wo augenscheinlich etwas nicht in Ordnung ist und Tiere leiden. Das sind für mich Fälle, wo der Tierschutz gerufen werden muß. Aber nur, weil die - ansonsten gepflegte - Nachbarskatze zu fett ist, die gerade durch den Garten schleicht, rufe ich den TS nicht an. Für mich ginge das zu weit. Und solange die zu schlanke Nachbarskatze noch gepflegt und zufrieden aussieht, aber einfach nur zu dünn ist, verständige ich auch niemanden.


    :super:


  • (Oder sie hat ne echte Macke- dann ist allerdings die FRage, ob das Gericht dann aktiv geworden wäre!)


    Ein Gericht ist hier nicht aktiv geworden. Das Veterinäramt hat diese Strafe verhängt, weil sie die Katze zufällig bei einer Kontrolle entdeckt haben. Der Halter hält in diesem speziellen Fall mehrere Katzen, die auch gut versorgt sind. Und die besagte zu dicke Katze wird von einer Nachbarin fremdgefüttert. Trotzdem wurde gegen den Halter eine Strafe und Auflagen verhängt.

  • Mhhhhhhhhhh wede ich jetzt auch bestraft weil Cocky Übergewichtig ist?
    Sie ist Krank und das ist sie schon von klein an. Sie hat ein hartes Schicksal mit sich rumzuschleppen.
    Die kleine kann sich nur beschrenkt bewegen :schnüff:
    Ok sie Futtert gern deshalb gibt es bei mir strenge festgelegte Futterzeiten.
    Ich hab drei solche Plüschies sie bekommen alle das gleiche mhhhhhhhhhh sie wiegen unterschiedlich.
    Es ist auch Rasse abhängig das sollte man auch nicht vergessen.
    Werde ich jetzt noch bestraft weil ich ein krankes Tier versorge?
    Ja Menschen werden auch nicht bestraft wenn sie zu dick sind.
    Irgendwie weiß ich nicht man sollte es von Fall zu Fall bewerten.
    Egal ob Hund oder Katz. Ich kenne auch Fälle wo ich echt den Kopf schüttle und sage nee das sollte man verbieten.
    Aber jeden bestrafen weil das Tier Übergewichtig ist?
    Der Hintergrund ist wichtig. Krank oder falsch verstandene Tierliebe da sollte man unterscheiden.

    Liebe Grüße von Cool Cat
    mit den Coolen Cats


    Menschen, die Katzen nicht lieben,
    kennen keine Katzen!

  • Ich finde es grundsätzlich gut, wenn Menschen sich um etwas kümmern und sorgen. Egal ob Mensch oder Tier, wenn augenscheinlich etwas falsch läuft, sollte man nicht wegsehen.
    Ich finde auch gut, daß sich der Tierschutz kümmert, wenn er erfährt, daß irgendwo ein Tier falsch ernährt wird. Ob es zu dünn (unterernährt) oder zu dick (überernährt) ist, dem sollte man schon auf den Grund gehen.
    Eine Strafe, wie in diesem Fall, ist wohl eine Überreaktion. Eine Aussprache mit dem Halter der Katze, Infos, wie sie richtig ernährt werden sollte und das abstellen des "Ausser-Haus-Fütterns" wäre angebrachter.
    Aber ich sage mir, besser einmal zu viel gekümmert, als einmal zu wenig!

    Es grüssen Gabi, Cäsar, Krümel, Kimba, Patenkatze Ria, RB-Tilli und RB-Hotte im TH Arzberg, Patenkatzen im Gut Aiderbichl und die Streunerchen