Zitate und Katzengedichte

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    Die polyglotte Katze


    Die Katze sitzt vorm Mauseloch,
    in das die Maus vor kurzem kroch,
    und denkt: "Da wart nicht lange ich,
    die Maus, die fange ich!"


    Die Maus jedoch spricht in dem Bau:
    "Ich bin zwar klein, doch bin ich schlau!
    Ich rühr mich nicht von hinnen,
    ich bleibe drinnen!"
    Da plötzlich hört sie - statt"miau"-
    ein laut vernehmliches "wau-wau"
    und lacht: "Die arme Katze,
    der Hund, der hatse!


    Jetzt muß sie aber schleunigst flitzen,
    anstatt vor meinem Loch zu sitzen!"
    Doch leider - nun, man ahnt`s bereits-
    war das ein Irrtum ihrerseits,
    denn als die Maus vors Loch hintritt -
    es war nur ein ganz kleiner Schritt -
    wird sie durch Katzenpfotenkraft
    hinweggerafft!---


    Danach wäscht sich die Katz die Pfote
    und spricht mit der ihr eignen Note:
    "wie nützlich ist es dann und wann,
    wenn man 'ne fremde Sprach kann...!"



    Gedicht von Heinz Erhardt

  • Die Regenbogenbrücke


    Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde.
    Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens.
    Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem grünen Gras.


    Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist,
    geht es zu diesem wunderschönen Ort.
    Dort gibt es immer zu fressen und zu trinken,
    und es ist warmes schönes Frühlingswetter.


    Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund.
    Sie spielen den ganzen Tag zusammen.


    Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen.
    Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben.


    So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen,
    bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht.
    Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf, und die Augen werden ganz groß!
    Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras.
    Die Füße tragen es schneller und schneller.


    Es hat Dich gesehen.
    Und wenn Du und Dein spezieller Freund sich treffen,
    nimmst Du ihn in Deine Arme und hältst ihn fest.


    Dein Gesicht wird geküßt, wieder und wieder,
    und Du schaust endlich wieder in die Augen Deines geliebten Tieres,
    das so lange aus Deinem Leben verschwunden war, aber nie aus Deinem Herzen.


    Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens, und Ihr werdet nie wieder getrennt sein...



    Der Autor dieses Gedichtes ist unbekannt.

  • 10 Gebote einer Katze



    1. Mein Leben dauert 15 bis 20 Jahre. Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden bedeuten. Bedenke es, ehe Du mich anschaffst.


    2. Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst.


    3. Pflanze Vertrauen in mich - ich lebe davon.


    4. Sprich manchmal mit mir. Wenn ich auch Deine Worte nicht verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet


    5. Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nicht ein! Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen und Deine Freunde - ich habe nur Dich.


    6. Wisse, wie immer an mir gehandelt wird - ich vergesse es nie.


    7. Bedenke, ehe Du mich schlägst, dass meine Krallen mit Leichtigkeit Dir böse die Hand zerkratzen könnten, dass ich aber keinen Gebrauch von ihnen mache.


    8. Ehe Du mich bei der Arbeit "unwillig" schiltst, "bockig" oder "faul", bedenke: vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder ich habe ein verbrauchtes Herz.


    9. Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde - auch Du wirst einmal alt sein.


    10. Gehe jeden schweren Gang mit mir. Sage nie: "Ich kann so was nicht sehen" oder "es soll in meiner Abwesenheit geschehen". Alles ist leichter für mich mit Dir.



    Autor unbekannt

  • Katzen wurden in die Welt gesetzt um das Dogma zu widerlegen, alle Dinge seien geschaffen um den Menschen zu dienen.
    Paul Gray

    Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt:
    durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen.
    Ernest Hemingway



    Wenn man sich mit der Katze einläßt, riskiert man lediglich, bereichert zu werden.
    Colette, frz. Schriftstellerin



    Katzen sitzen immer an der falschen Seite einer Tür.
    Lässt man sie raus, wollen sie rein - lässt man sie rein, wollen sie raus.
    Yolanda, Florida

  • Die Katze


    Komm, schöne Katze, auf mein liebend Herze,
    und halte noch zurück der Pfote Krallen;
    laß tauchend mich in deine Augen fallen,
    worin sich mischen der Achat und Erze.


    Wenn meine Finger streicheln ohne Hast,
    dein Haupt und den geschmeidigsten der Rücken,
    die Hände trunken vom Entzücken,
    den Leib, der Ströme ausschickt, abzutasten.


    Seh´ ich mein Weib im Geist! Sein Blick verzehrt
    wie deiner, du so liebenswertes Tier,
    gleich tief und kalt und schneidend wie ein Schwert.


    Und von dem Fuß zum Haupte schwimmen ihr
    in flüchtigen Häuchchen Düfte voll Gefahren,
    die ihres braunen Leibes Reize sich paaren.



    Charles Baudelaire

  • Die Katze


    Die Katze hat ein gelbes Fell
    und sitzt auf meinem Schoße.
    Sie mag gern Fisch und eventuell
    auch Schmorbraten mit Soße.


    Auch fängt sie Mäuse dann und wann
    und ab und zu - was seh' ich ! -
    mal einen Vogel, doch nur dann,
    wenn er des Flugs nicht fähig.


    Oft bleibt sie meiner Kate fern;
    dann weilt sie gegenüber.
    Sie hat zwar meine Kate gern;
    doch ist ihr'n Kater lieber.



    Heinz Erhardt

  • Kleine Katze


    Kleine Katze
    Augen blinzeln
    Katze schnurrt
    Marzipanschwein gefressen
    Handschuh verschleppt
    Stoffmaus bekämpft
    Lockenwickler gejagt
    Sofa bepinkelt
    Telefonbuch zerfetzt
    Ins Schaumbad gefallen
    Am Vorhang geturnt
    Erfolgreicher Tag
    Katze müde
    Streicheln fein
    Augen zu.



    Chantal Schreiber

  • Die Katze und ich


    Ich sitze da
    und möchte mich besinnen,
    der Stille guten Tag
    und
    den vielen Hin- und Hergedanken
    lebt wohl sagen
    und die Ruhe in mir aufsteigen lassen
    wie klare Morgenluft.


    Da kommt die Katze
    und sieht mich sitzen
    mit gekreuzten Beinen ...
    setzt sich neben mich,
    kreuzt die Pfoten übereinander
    und schnurrt.


    Manchmal geht ihr etwas durch den Kopf.
    Das sieht man an ihrer Schwanzspitze.
    Sie atmet ruhig und tief,
    das sieht man an ihrem Bauch.
    Sie ist hellwach,
    kriegt alles mit.


    Aber nichts kann sie rühren.
    Sie ist einfach nur da
    und sonst nichts.
    So sitzen wir nebeneinander.
    Ich meditiere,
    sie medi - tiert.



    Frederik Vahle

  • An eine Katz


    Mein edler Freund, ich bitte sehr:
    Komm doch her,
    Sitz neben mir und schau mich dann
    Mit deinen lieben Augen an,
    Mit Augen voller Glanz und Gold;
    Dein Blick, er ist so treu und hold.
    Dein wundervolles weiches Fell,
    Schwarz und hell,
    So seidig, üppig, voller Pracht,
    Wie Wolkenhimmel in der Nacht
    Belohnt die Hand, die dich liebkost,
    Mit freundlicherem Glück und Trost.
    Die Hunde freunden gern sich an
    Mit jedermann.
    Doch du, von lauterer Natur,
    Liebst deine wahren Freunde nur,
    Berührst mit deiner Pfote mich -
    Ja, Lieber, ich verstehe dich.
    Was geht wohl vor in deinem Geist -
    Ach, wer weiß?
    Wenig nur ist uns bekannt
    Trotz unsrem Freundschaftsband.
    Vielleicht ist’s dem Menschen nur vergönnt,
    Daß er das Leben besser kennt.



    Algernon Charles Swinburn

  • [shadow=red,left]Das Katzenhaar[/shadow]


    Ich wache auf, so kurz vor acht;
    sprich: praktisch mitten in der Nacht.
    Steig' aus dem Bett, bin recht verdrossen,
    die Augen sind noch halb geschlossen.


    "In die Küche", so mein Streben,
    mit Frühstück lässt sich's leichter leben.
    Ein Tässchen Kaffee, Milch, ein Brot,
    das rückt die Welt wieder ins Lot.


    Gedacht, getan, doch welch ein Graus-
    die Wirklichkeit sieht anders aus:
    ich beiss so in mein Brötchen 'rein
    und, wie könnt's auch anders sein:


    Auf dem Belag, oh wunderbar,
    liegt obendrauf ein Katzenhaar.
    Schlaftrunken noch, mit NULL Geschick,
    hat man für so was keinen Blick.


    Eh' man's versieht hat man's erlebt:
    das Haar fest auf der Zunge klebt.
    Ich taste also mit den Fingern,
    in meinem Mund nach diesen Dingern.


    Ich fisch', ich angle' ewig lang,
    das Haar klebt fest, mir wird schon bang.
    Das Haar ist immer noch zu fühlen,
    mit Wasser will ich's runterspülen.


    Ich trinke und, oh welch ein Wandel,
    das Haar hängt an der rechten Mandel.
    Es würgt, es kitzelt, zum Verdrießen,
    Tränen mir ins Auge schießen.


    Ich sitze da und seufze leise,
    da geht es wieder auf die Reise:
    Grad' war es noch auf meiner Zunge,
    schwups - jetzt ist es in der Lunge.


    Ich huste, röchle, pruste laut,
    der Morgen, ja, der ist versaut...
    Doch plötzlich, als ich tiefer schnauf',
    kommt auch das Härchen wieder 'rauf...


    ... und legt sich, als sei nichts passiert,
    am Gaumen fest - bin irritiert -
    ich geb' schon auf, ohjeminee,
    da kommt die rettende Idee:


    Noch einmal fest ins Brötchen beißen,
    das wird's schon mit hinunter reißen.
    Gesagt, getan, und welch ein Hohn,
    's ist weg, nach EINEM Bissen schon!


    Jetzt kann ich an dem Schreibtisch sitzen,
    zufrieden meinen Bleistift spitzen.
    Schräg von hinten schleicht zu mir,
    mein heißgeliebtes Katzentier.


    Sie schmiegt sich an und schnurrt ganz toll,
    daß ich sie bitte streicheln soll.
    Nach Knuddeln steht ihr jetzt der Sinn,
    sie dreht mir keck ihr Bäuchlein hin.


    Kann es denn etwas Schöneres geben,
    als mit so einem Tier zu leben?
    Ich lächle froh und spür' ganz klar:
    im Mund ein NEUES Katzenhaar ...


    Autor unbekannt

  • Das Leben und dazu eine Katze - das ergibt eine unglaubliche Summe.
    [Rainer Maria Rilke]


    Wenn sie Dich dessen erachtet, wird eine Katze Dein Freund sein, niemals dein Sklave.
    [Theophile Gautier]



    Wer weiß, ob meine Katze, wenn ich mit ihr spiele, sich nicht mehr mit mir amüsiert als ich mich mit ihr?
    [Michel de Montaigne]



    Würde man Menschen mit Katzen kreuzen, würde dies die Menschen veredeln, aber die Katzen herabsetzen.
    [Mark Twain]



    Meine Katzen haben regelmäßig alle Auseinandersetzungen darüber, wo man Krallen wetzen darf oder nicht, für sich entschieden.
    [Henning Mankell]

  • Rem Tem Trecker


    Der Rem Tem Trecker ist ein komischer Katz,
    Wenn er eine Ratz hat, dann will er `nen Spatz.
    Wenn er Fasan hat, möcht’ er `ne Wachtel.
    Hat er ein Haus; er will in die Schachtel,
    Sitzt er in der Schachtel, will er ein Haus.
    Wenn er den Spatz hat, dann möchte’ er die Maus.
    Ja, der Rem Tem Trecker ist ein komischer Katz.
    Er ist, wie es ist, ich bin lieber still,
    Das sind so Sachen.
    Dann kann man nichts machen.
    Er will nun einmal das, was er will.


    Rem Tem Trecker macht einen schrecklich nervös:
    Wenn er draußen sein soll, dann wird er bös.
    Ist er drinnen bei mir, ist’s ihm gar nichts wert –
    Jede Seite der Tür scheint ihm verkehrt.
    In meinem Schreibtisch ist er zu Haus,
    Doch tobt er ganz furchtbar, kann er nicht raus.
    Ja, der Rem Tem Trecker ist ein komischer Katz.
    Er macht nun einmal genau, was er will.
    Da kann man nichts machen.
    Das sind so Sachen.
    Ich sag lieber nichts, ich bin besser still.


    Rem Tem Trecker ist ein komischer Katz.
    Nur Widerstand, meint er, sei stets am Platz.
    Wenn du Hasen ihm bietest, verlangt er nach Fisch,
    Doch der bleibt dann stehen unter dem Tisch.
    Wenn du Sahne ihm gibst, ist’s ein Sträuben und Strauben,
    Nur was er selbst findet, an das kann er glauben.
    Doch stellst du sie weg, aufs Bord seithin,
    Steckt sein Köpfchen bis über die Ohren drin.
    Rem Tem ist aufs Durcheinander erpicht,
    Er liebt Kosen und zärtliches Kraulen nicht –
    Doch nähst oder schreibst du: mit einem Satz
    Macht er deinen Schoß zu seinem Platz.
    Ja, der Rem Tem Trecker liegt mir im Magen.
    Was soll ich noch mehr erzählen und sagen.
    Da kann man nichts machen.
    Das sind so Sachen.
    Da schweig ich lieber. Will nicht mehr klagen.


    (Thomas Stearns Eliot)

  • Das Weihnachtskätzchen


    Ich hab an jene Winternacht
    auch später oftmals noch gedacht
    so viele Jahre liegt’s zurück
    als ich am Wege fand mein Glück


    Kein Mensch kennt bisher die Geschichte
    von der ich euch sogleich berichte
    sie brachte Kummer mir und Freud
    ich spür’s im Herzen auch noch heut


    Der Wind pfiff heulend um das Haus
    ein leises Jammern rief mich raus
    wo kam es her in dieser Nacht
    welch Schmerz nur hatte es entfacht?


    Die Eltern saßen in der Stube
    so schlich ich mich als kleiner Bub
    zum Haus hinaus – nur kurz geguckt
    schon hatte mich die Nacht verschluckt


    Der Schnee, er weht ins Gesicht
    ich sah die Hand vor Augen nicht
    doch lief ich los, am Wald entlang
    wo ich es schließlich frierend fand


    Ein kleines Kätzchen saß im Schnee
    und zitternd schaut es in die Höh’
    das Fell, es war schon eingeschneit
    und keine Mutter weit und breit


    Es sah mich an, war ganz allein
    wie konnte das nur möglich sein?
    Wer hatte wohl in dieser Nacht
    das Kätzchen nur hierher gebracht?


    Ich hob es zu mir in die Höh’
    befreite es von Eis und Schnee
    trug’s schnell zu meiner Eltern Haus
    - und flog in hohem Bogen raus


    Ein Tier im Haus – kommt nicht in Frage
    ich dulde keine Katzenplage
    drum setz sie sofort vor die Tür
    nur ich, mein Sohn, bestimme hier


    Des Vaters Worte taten weh
    ich ihn noch manchmal vor mir seh’
    er nahm das Kätzchen einfach fort
    ich weinte still und sagt’ kein Wort


    So setzte er es vor die Tür
    ich haßte ihn so sehr dafür
    mau, mau, klang’s lang von draußen noch
    der Schmerz mir tief ins Herz ´reinkroch


    Dann Stille – kein Miauen mehr
    ich fühlte mich verzweifelt, leer
    es war erlöst, fand Frieden nun
    und konnte ewig aus sich ruh’n


    Dann schließlich kam die Heilignacht
    Geschenke wurden viel gemacht
    der Weihnachtsmann bracht Äpfel, Nüsse
    die Tanten schenkten feuchte Küsse


    Die Fröhlichkeit, sie fiel mir schwer
    ich ging zu Bett, im Herzen leer
    ich mocht nicht feiern, wollt nicht spielen
    tat mich ganz schrecklich einsam fühlen


    Der Schlaf kam bald in dieser Nacht
    als ich noch einmal kurz erwacht
    mein Vater hielt still meine Hand:
    Sieh’, was ich eben fand!


    Der Weihnachtsmann hat’s wohl vergessen
    er kam zurück kurz nach dem Essen
    und meinte, dieses sei für dich
    ich dachte erst, da irrt er sich


    Der Vater lachte, strahlt’ mich an
    ich heut’ mich noch erinnern kann
    in seinem Schoß, ganz klitzeklein
    saß mein geliebtes Kätzlein.



    (Alexander Conradt )

  • Kleine Katzen


    Kleine Katzen sind so drollig
    Und so wollig und so mollig,
    Dass man sie am liebsten küsst.
    Aber auch die kleinen Katzen
    Haben Tatzen, welche kratzen.
    Also Vorsicht! Dass ihr's wisst!
    Kleine Katzen wollen tollen
    Und die Wolleknäuel rollen.
    Das sieht sehr possierlich aus.
    Doch die kleinen Katzen wollen
    Bei dem Tollen und dem Rollen
    Fangen lernen eine Maus.


    Kleine Katzen sind so niedlich
    Und so friedlich und gemütlich.
    Aber schaut sie richtig an:
    Jedes Sätzchen auf den Tätzchen
    Hilft, dass aus dem süßen Kätzchen
    Mal ein Raubtier werden kann.


    (James Krüss)

  • Von allen Dingen, die sie sonst beherrschen, wissen Katzen sich trefflich in Szene zu setzen.
    [Margaret Benson]


    Die Katze springt nicht durch Reifen und denkt auch nicht im Traum daran, uns zu Gefallen auf den Hinterbeinen herumzustelzen.
    [Erich Kästner]


    Man muss Katzen nicht beibringen, wie man es sich gemütlich macht, in dieser Hinsicht sind sie von unerschöpflicherm Erfindergeist.
    [James Mason]


    Keine Katze ist falsch. Es gibt wenige Tiere, in deren Gesicht der Kundige so eindeutig die augenblickliche Stimmung lesen kann wie in dem der Katze.
    [Konrad Lorenz]

    Der Weise spricht, sieht und denkt objektiv. Der Unkluge hingegen spricht, sieht und denkt subjektiv. (Önder Demir)

  • Katzen kann man alles sagen

    Auf der Treppe saß ein Mädchen,
    ein graues Kätzchen auf dem Schoß.
    »Dreimal drei ist zwölfundzwanzig«,
    flüsterte es ihm ins Ohr.
    »Aber ja nicht weitersagen! «
    Ernst sah es das Kätzchen an.
    Keine Sorge! dacht ich,
    als ich's im Vorübergeh‘n vernahm.
    Katzen kann man alles sagen.
    Was man auch zu ihnen spricht,
    sie verraten kein Geheimnis.
    Katzen machen so was nicht!


    Josef Guggenmos




    Rätselvolle Katze

    In meinem Hirn, als wär's ihr eigner Raum,
    Schleicht auf und nieder auf der weichen Tatze
    Geschmeidig sanft die schöne, stolze Katze.
    Und ihrer Stimme Tun vernimmt man kaum.


    So zart und heimlich ist ihr leis' Miauen.
    Und ob sie zärtlich, ob sie grollend rief,
    Stets ist der Klang verhalten, reich und tief
    Und Zauber weckend und geheimes Grauen.


    Die Stimme, die schwere Perlen sank
    In meines Wesens dunkle Gründe nieder,
    Erfüllt mich wie der Klang der alten Lieder,
    Berauscht mich wie ein heißer Liebestrank.


    Sie schläfert ein die grausamsten Verbrechen,
    Verzückung ruht in ihr. Kein Wort tut not,
    Doch alle Töne steh'n ihr zu Gebot
    Und alle Sprachen, die die Menschen sprechen.


    Auf meiner Seele Saitenspiel ließ nie
    Ein andrer Bogen so voll Glut und Leben
    Die feinsten Saiten schwingen und erbeben,
    Kein anderer so königlich wie sie,


    Wie deine Stimme, rätselvolles Wesen,
    Seltsame Katze, engelsgleiches Tier,
    Denn alles, Welt und Himmel, ruht in ihr,
    Voll Harmonie, holdselig und erlesen.


    Charles Baudelaire




    Meine Katze

    Hier ist mein Geständnis in einem Satze:
    Ich habe zu Haus eine kleine Katze!
    Sie schnurrt und schmeichelt zu allen Zeiten
    und wartet ergeben auf Zärtlichkeiten.


    Nur geht sie leider auf eig'ne Faust
    zu Nachbarsleuten und stielt und maust.
    Die Wurst, das Fleisch - und darin ist sie eigen -
    schleppt sie ins Haus, um stolz es zu zeigen.


    Ob Brötchen, Gemüse, Sardinen, Salat,
    ob Hering, Zitronen, Geflügel, Spinat,
    ob Soleier, Fische, ob Käse, ob Speck,
    das maust sie den Nachbarn vom Küchentisch weg.


    Ich bete, daß nie ein Bestohl'ner aus Wut
    dem Kätzchen etwas zuleide tut.
    Denn davon leben wir königlich:
    meine Frau, die Kinder, die Katze und ich.


    Peter Frankenfeld

  • Katzenphilosophie
    Eben kommt mir in den Sinn:
    „Fein, dass ich ´ne Katze bin!
    Hab mein eig´nes Domizil,
    und da mach ich, was ich will !“


    Menschen, die erziehe ich
    ganz problemlos, nur für mich!
    Geht ganz einfach, braucht nicht viel
    und es ist ein Kinderspiel.


    Will ich raus, sei´s noch so spät,
    schreie ich, so laut es geht.
    Will ich nachher wieder rein,
    brauch ich lauter nur zu schrei´n!


    Unsanft wird von mir geweckt,
    wer die Whiskaszeit nicht checkt.
    Und wer mir sein Bett nicht borgt,
    tja ... DER hat dann ausgesorgt.


    Denn dann mach ich irgendwo
    hin – nur nicht ins Katzenklo.
    Außerdem drapiere ich
    auf die Bügelwäsche mich.


    Doch wenn alles klappt und passt,
    sich mein Mensch mit mir befasst,
    bin ich brav ... eventuell,
    darf er streicheln auch mein Fell.


    Merke daher eines dir:
    Solang´ ich - die Katze - hier,
    auf vier Pfoten stehen kann,
    habe ICH die Hosen an!


    (Sonja Bartl)



    genau wie im richtigen Leben :coolgrin:

  • Stoßseufzer am PC


    Wenn ich könnte wie ich wollte
    säß ich hier bis Mitternacht,
    doch ich kann nicht wie ich möchte
    denn meine Katze gibt gut acht.


    Ich soll laufen hin und her
    schmusen, spielen und noch mehr
    ER ist wie ein Ehemann -


    - ein Tyrann!!


    Er bleibt Sieger,
    ich geb nach,
    lege den Computer brach
    geh ganz artig nun zu Bette
    wie´s der Kater gerne hätte.


    (Lieselotte Bonné)

  • Die Maus


    Es wollte eine kleine Maus
    - im Keller wohnhaft - hoch hinaus;
    und eines Nachts, auf leisen Hufen,
    erklomm sie achtundneunzig Stufen
    und landete mit Weh und Ach
    ganz oben, dicht unter dem Dach.
    Dort wartete bereits auf sie
    die Katze, namens Doremi. -


    Kaum, daß das Mäuslein nicht mehr lebte,
    geschah's, daß eine Fledermaus
    ein paarmal um die Katze schwebte,
    zur Luke flog und dann hinaus.
    Da faltete die Katz', die dreiste,
    die Pfoten und sprach: "Ei, wie süß!
    Da fliegt die Maus, die ich verspeiste,
    als Engelein ins Paradies!"


    Heinz Erhardt

  • MIMI


    Bin kein sittsam Bürgerkätzchen,
    nicht im frommen Stübchen spinn ich,
    auf dem Dach, in freier Luft,
    eine freie Katze bin ich.


    Wenn ich sommernächtlich schwärme,
    auf dem Dache, in der Kühle,
    schnurrt und knurrt in mir Musik,
    und ich singe, was ich fühle.


    Also spricht sie. Aus dem Busen
    wilde Brautgesänge quellen,
    und der
    Wohllaut lockt herbei
    alle Katerjunggesellen..........


    Heinrich Heine