Katzenkinder in erster eigenen Wohnung

  • Hallo ihr Lieben,

    Ich bin noch ganz neu hier und stelle direkt meine „Frage“. Im Juli diesen Jahres ziehe ich mit meinem Freund in unsere erste gemeinsame, eigene Wohnung, da ich noch zur Schule gehe und er lange arbeitet überlege ich schon seit längerem ein kleines Kätzchen anzuschaffen, natürlich dann zwei kleine Katzenkinder aus einem Wurf. Jetzt stellt sich mir allerdings folgende Situation in den Weg. Die Wohnung liegt im 1. Stock mit Balkon direkt an der Hauptstraße. Ich frage mich nun ob es in dieser Situation sinnvoll wäre die kleinen Katzenkinder als Hauskatzen zu erziehen, da ihnen nicht ständig alle Türen geöffnet werden können und ich auch einfach Angst habe, dass sie überfahren werden. Andererseits fürchte ich auch, dass die Kleinen etwas vermissen wenn sie nicht raus dürfen und sich dann eventuell nicht wohl bei uns fühlen? Vielleicht habt ihr ja ein paar gute Ratschläge oder der ein oder andere lebt mit seinen Fellnasen in der selben Situation.

    Vielen Dank schonmal und liebe Grüße

  • Ein Katzennetz für den Balkon wäre eine Möglichkeit. Das sorgt dafür das die Kleinen nicht vom Balkon fallen können und sie trotzdem an die Luft können. Dieses Katzennetz muss aber vom Vermieter genehmigt werden. Das würde ich nicht einfach so anbringen.


    Aber darf ich mal ganz ehrlich sein? Überlege dir gut, ob du dir wirklich ein Tier anschaffen magst. Sie brauchen viel Aufmerksamkeit, nicht nur nach Schulzeit Ende. Am Wochenende ist spontanes wegfahren nicht drin. Party machen und Co. sind bei den Kleinen schwierig. Wer kümmert sich dann um sie wenn du weg musst. Hat dein Freund ebenso Spass an Katzen? Dazu kostet das alles nicht wenig. Sie müssen entwurmt werden, geimpft. Gutes Futter kostet je nach Sorte pro Tier im durchschnitt 60 euro. Spiel nach oben offen. Katzenstreu kommt dazu.


    Ich weiss das klingt alles gerade sehr pessimistisch, aber bitte bedenke das bevor du dir Tierchen anschaffst. Das sind Lebewesen und wenn ihr euch ggf. mal trennen solltet wer nimmt die Tiere usw usw.

    Bitte versteh mich nicht falsch, :herzchen:aber ich war auch mal jung und Party/Freunde und was erleben waren teilweise meine Luft zum atmen. Deshalb...überprüfe deinen Wunsch...:freunde:

  • meine Mädels sind reine Wohnungskatzen. Alle drei scheinen damit zufrieden und das obwohl eine Katze eine Streunerin war.

    Jedoch beschäftige ich mich dementsprechend nach meinen langen Schichten mit ihnen. Spielen, streicheln, Kämmen, Kunststückchen machen, Fummelspiele, Leckerli werfen sind nur einige Beispiele. Mein Mann muss da auch mit machen, damit die Mädels möglichst ausgelastet werden.


    Die Arztkosten, wie Moana schon schrieb, sind wirklich nicht zu unterschätzen. Wir haben eine chronisch kranke Katze, seit einem Jahr ist sie in intensiver Behandlung. Bitte überlegt euch wie ihr das in Falle eines Falles stämmen könnt.

  • Hallo :winke:

    Ich denke die Tatsache, dass deine geplanten Katzen Wohnungskatzen würden ist kein Hinderungsgrund denn einige von uns haben auch keine Freigänger sondern "nur" einen gesicherten Balkon/Terrasse. Es wäre schön wenn ihr das den Katzen ermöglichen könntet aber das erfordert Absprache mit dem Vermieter.


    Eine Katze die nie Freigang hatte kennt es ja nicht anders und weiß daher nicht, was ihr entgeht. Manche halten es für nicht artgerecht einer Katze den Freigang zu verweigern, ich selbst hatte lange Tiere die nach draußen durften und wenn sie es kennen fordern sie es auch ein.

    Inzwischen habe ich zwei Wohnungskatzen weil es nicht anders geht und ich habe nicht den Eindruck, dass sie unglücklich sind - allerdings sind wir viel zu Hause als Rentner und deshalb wäre es bei euch unbedingt wichtig sich viel mit den Katzen zu beschäftigen wenn ihr daheim seid. Besonders Kitten sind noch sehr verspielt und lebhaft, brauchen Unterhaltung und, was ihr auch beachten solltet: sie sind wie kleine Kinder und die Wohnung muss entsprechend gesichert werden!


    Der finanzielle Aspekt wurde schon angesprochen, regelmäßige Kosten sind Nahrung, Streu etc. sowie Impfungen. Treten Erkrankungen auf können schnell hohe Kosten auf euch zukommen.


    Auch das Argument mit dem "gebunden sein" ist nicht zu vernachlässigen, wenn ihr in eurer freien Zeit gerne viel weggeht bleibt wenig Raum für die Katzen.


    Bitte nicht falsch verstehen aber überdenkt die Anschaffung noch einmal sehr kritisch denn die beiden werden euch Freizeit und auch Geld kosten.


    Liebe Grüße von Marita mit Simba und Rocky


    Für eine Zeitlang halten wir deine kleinen Pfötchen fest, dein Herz aber ein Leben lang....

  • Ich schließe mich den anderen an, überlegt euch ganz genau, ob zwei Kätzchen in euer Leben passen, und zwar auf ca. die nächsten 20 Jahre.

    Erste gemeinsame Wohnung ist ja schon etwas besonderes - wäre es da okay, wenn die Katzen z.B. die frisch gestrichene Tapete von der Wand holen? In den Vorhängen rumklettern? Am Sofa kratzen?

    Klar kann man ihnen das im Normalfall abgewöhnen, aber dass zumindest in der Anfangszeit einiges kaputt gehen kann, muss man einplanen.

    Alternativ gäbe es noch die Möglichkeit, zwei schon etwas ältere Katzen z.B. aus dem Tierschutz zu nehmen, die sich kennen, mögen und aus der ersten wilden Zeit raus sind.

    Aber auch dann würde sich an Zeit- und Kostenaufwand nichts großartig ändern.


    Reine Wohnungshaltung ist kein Problem, wenn die Katzen es nicht anders kennen. Rauslassen solltet ihr sie in eurer Wohnsituation auf keinen Fall, ein katzensicher eingenetzter Balkon wäre natürlich schön, aber es geht auch ohne, wenn die Wohnung entsprechend katzengerecht eingerichtet ist und sich eben viel mit den Katzen beschäftigt wird.

    Liebe Grüße
    Frauke mit Fina, Rasmus, Roland und Scotty


    Denken müssen wir ja sowieso, warum dann nicht gleich positiv?