Zusammenführung von Leyla und Frieda

  • Vielen Dank für das Willkommenheißen!

    Herzlich :willkommen: bei uns und viel Spaß hier.

    Ich bin auf dieser Seite gelandet, weil ich ein dickes Problem mit meinen beiden Katzen habe. Und jetzt hoffe ich, dass mir und den Katzen geholfen werden kann.

    Aber von Anfang an: mein Mann und ich haben uns vor knapp zwei Jahren eine Katze aus dem Tierheim geholt. Leyla ist jetzt knapp drei Jahre alt und eine wirklich tolle Katze. Kratzen, Fauchen oder Beißen kannte sie nicht, sie hat mit großer Geduld die Streichelversuche unseres dreijährigen Enkel ertragen, wenn es klingelt, ist sie erste an der Tür und begrüßt wirklich jeden Besucher freundlich, ist neugierig und sehr ausgeglichen. Als wir sie aus dem Tierheim nach Hause geholt haben, ist sie gleich ohne Angst durch die Wohnung und war von Anfang an sauber.

    Um Leyla eine Gefährtin an die Seite zu stellen, haben wir am 1. Mai Frieda, ebenfalls aus dem Tierheim, geholt. Frieda ist jetzt zwei Jahre alt und seit sie drei Monate alt ist, war sie im Tierheim. Sie ist wahrscheinlich auch dadurch eine sehr scheue Katze. Sie war in einem Katzenzimmer mit vielleicht acht bis zehn weiteren Katzen. Alles scheue Tiere, für die sich eher niemand interessiert hat. Man wollte die Katzen gerne als Zweitkatze in einen Haushalt vermitteln, wo die erste Katze ruhig und ausgeglichen ist. Perfekt...haben wir gedacht. Unsere ruhige Leyla wird das schon machen, so unsere Hoffnung. Aber weit gefehlt! Leylas Begrüßung war Fauchen und Knurren. Auf Rat der Tierheimpfleger haben wir die beiden sofort miteinander konfrontiert. Frieda hat erst in der Nacht die Box verlassen und lebt seitdem unter dem Sofa. Sie kommt auch nur in der Nacht raus, um zu fressen oder aufs Klo zu gehen. Von Anfang an attackiert Leyla die Frieda. Die ersten Tage hat sie sie immer angefaucht. Das ist mittlerweile nicht mehr so. Aber abends, wenn Frieda doch rauskommt, vor Hunger oder weil sie auf Toilette muss, ist Leyla sofort hinter ihr her. Ziemlich laut und heftig, aber ohne Blut vergießen. Nachts schließen wir mittlerweile die Tür, dass Frieda in Ruhe fressen kann. Nun wissen wir schon, dass die zwei sich kennenlernen und die Rangordnung klären müssen. Und dass das unter Umständen auch etwas länger dauern kann, wissen wir auch. Und trotzdem machen wir uns Sorgen. Frieda kann ja nicht ewig unter dem Sofa bleiben. Gestern hat sich Leyla neben den Futternapf von Frieda gesetzt und gewartet. Und sie schaut immer mal wieder unters Sofa, ob Frieda da noch ist. Oft kriecht sie ebenfalls darunter und dann ist Fauchen und Knurren angesagt. Dieses Auflauern, ist das schon Mobbing? War Leyla schon zu lange alleine, um eine erfolgreiche Zusammenführung zu akzeptieren? Übrigens, so ein Feliwaystecker ist schon seit knapp zwei Wochen im Einsatz.

    Vielleicht hat ja jemand eine Idee, was wir tun Können? Wie helfen wir Leyla, dass sie Frieda akzeptieren kann?

  • Hallo Info


    Herzlich willkommen :winke:


    Also Fauchen und Knurren zur Begrüßung ist erst mal nicht schlimm. In leylas Augen ist Frieda erst mal ein Eindringlin.

    Auch das Frieda die erste Zeit unter dem Sofa verweilt ist nicht ungewöhnlich.

    Erwachsene Katzen bei einer Zusammenführung direkt miteinander bekannt zu machen halte ich für schwierig. Es gibt bestimmt Leute die damit gute Erfahrungen gemacht haben. Ich würde immer die sichere Variante wählen und die neue Katze in einem separaten Raum ankommen lassen, so riecht sie nach ein paar tagen nicht mehr so fremd, und die beiden dann, durch ein Gitter getrennt, bekannt machen. Und wenn sie sich verstehen und aneinander gewöhnt haben, dann das Gitter öffnen.


    Ich weiß nicht ob es Sinn macht, diesen weg noch zu gehen, damit Frieda in Ruhe ankommen und erkunden kann.

  • Es ist schon richtig was Du schreibst. Die beiden brauchen erst einmal noch Zeit. So lange ist ja Frieda auch noch nicht bei Euch.

    Als Mobbing würde ich das was Leyla macht nicht bezeichnen. Sie ist natürlich neugierig wer da plötzlich in ihrem Revier ist. Und so wie Du es schreibst ist es auch: Leyla möchte gleich klarstellen, das sie die Erste ist in ihrem Revier. Das Fauchen und Knurren ist ganz normal. So kommunizieren Katzen. Bis hier her und nicht weiter. Und dass Frieda erstmal unter dem Sofa ist, ist auch normal. Denn Du schreibst ja auch, dass sie scheu ist. Und mit 3 Jahren ist Leyla auch noch nicht zu alt um vergesellschaftet zu werden.

    Habt Ihr eventuell die Möglichkeit die beiden durch eine Gittertür zu trennen? Dann können sie sich sehen, riechen aber sind körperlich erstmal getrennt. Und alles was passiert, findet dann dort statt. Das Füttern, Leckerli geben, spielen und so können sich die beiden langsam aneinander gewöhnen und auch näher kommen.

    Wenn aber die Tatsache dass Frieda zur Zeit noch unter dem Sofa lebt das einzige ist was Euch ängstigt, dann kann ich Dich beruhigen. Das wird sich mit der Zeit geben.

  • Das mit der räumlichen Trennung würde ich gern machen. Aber im Moment weiß ich noch nicht, wie ich Frieda unter dem Sofa vorlocken soll. Sie reagiert auf kein Spielangebot, keine Spielangel, keinen Laserpointer, keine Leckerlis... Sie ist ja nur in der Nacht unterwegs.

    Es wird wohl so sein, dass sie mehr Zeit braucht, als gedacht. Wenn es nur das ist, bei uns bekommt sie so viel Zeit wie nötig. Danke schon mal für eure Tipps.


    Vielleicht gibt es ja hier jemand, der auch so eine ängstliche Katze hat. Für weitere gute Ratschläge bin ich offen...

  • ich würde ihr so viele Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten wie möglich anbieten. Vielleicht könnt ihr Kartons aufstellen, Catwalks basteln.

    Vor das Sofa setzen oder legen und vorlesen hilft einer scheuen Katzen sich an die Menschen zu gewöhnen.

    Und vor allem würde ich mit Leyla vor dem Sofa spielen, Leckerli geben und dabei "ausversehen" auch Frieda mit einbinden. Dabei kann ganz nebenbei ein Leckerli oder die Spielangel unter dem Sofa landen.