Oha, sehr traurige Geschichten 😞
Und ja, die Medizin ist heute mit Sicherheit sehr viel weiter. Ich habe unterdessen meine Strategie mit Jack durchdacht. Zwei Kliniken haben mir versichert, dass noch Tumormaterial vorhanden wäre, aber es braucht ein CT, dann eine Nachoperation am besten inkl. Bestrahlung. Die ECT würde bei Fibrosarkom nicht anschlagen. Ich habe mich für das CT und die Nachoperation entschieden, sobald er sich von der ersten OP etwas erholt hätte. Jack entschied sich aber anders. Ich habe einen Weidezaun als Sichtschutz an meinem Balkon, der bis zum Boden geht, damit meine Katzen nicht ausbüchsen können. Jack ist am Abend nach der OP durch den Zaun gebrochen. Er hatte ziemlich Schmerzen und ich war am Überlegen, ob ich nicht rasch in unsere nahegelgene Tierklinik fahre und Medis hole. Keine zwei Minuten später höre ich Holz brechen und fand das Loch im Zaun. Er war die ganze Nacht draussen. Und ich voller Vorwürfe und Angst. Am nächsten Morgen stand er hungrig vor der Tür, 3 Tage später war die wunde etwas offen, ein Faden fehlte und er TA musste ran. Donnerstagabend habe ich eine grosse Blase unter seiner Wunde gefunden, Wundflüssigkeit trat aus, die Panik stieg hoch, sofort in die Tierklinik und auf den Notfall gebracht. Der Infekt war gross, er hatte hohes Fieber, nekrotisches Fleisch weiträumig und wurde gestern früh operiert. Der Chirurg meinte, er hat Tumorzellen im Gewebe gefunden, klar, denn der TA von mir hatte in der ersten OP nicht genug Ränder gelassen. Das Labor war dennoch sauber.
Laut dem Chirurgen konnte er wohl nicht genug Gewebe rausholen und hat die Wunde weiträumig gesäubert.
Wir werden sehen, was nun passiert. Er muss sich jetzt erst einmal ein paar Wochen erholen und dann mache ich bestimmt ein CT. Jack wurde gestern operiert und es war Neumond. Mit ganz grossem Glück hat sich der Tumor erledigt durch diesen Infekt und es beginnt eine gesunde Zeit. Es ist vielleicht etwas hochgegriffen, aber manchmal werden Wünsche ja wahr 💕
Der Chrirurg hat gemeint, das ist nicht ausgeschlossen, ein gewisser Prozentsatz bleibt verschont von Rezidiven. Ein Fibrosarkom an sich neigt auch nicht zum Streuen.
Nun gut, ihm geht es wohl sehr gut jetzt, er isst, macht Pipi und schmust auf mit den Menschen dort. zeigt aber auch ganz dolle, wenn er etwas nicht will. Ich gehe meine kleine Katastrophe gleich besuchen, belasse ihn aber in der Klinik, bis die Drainage weg ist und zu Hause nichts mehr passieren kann. Der kommt mir so noch nicht nach Hause 😅