Ja, sowas ist sehr traurig und schwer 
Wir hatten zwei Katzen, als meine Tochter geboren wurde. Yke ist gestorben, als Merle 1 1/2 war - da war sie zwar traurig, hat es aber noch nicht so richtig erfasst. Als wir dann Hamlet gehen lassen mussten, war mein Töchterchen 4 1/2 und das war sehr, sehr schwer für sie. Er war immer dagewesen, ein Leben ohne Katze kannte sie ja gar nicht. Wir haben ganz viel zusammen getrauert, uns im Arm gehalten und gemeinsam geweint und über Hamlet geredet. Das machen wir selbst heute, 5 Jahre später, immer noch. Nicht mehr so oft, aber doch noch hin und wieder, die Trauer kommt einfach ab und zu noch mal hoch und dann lassen wir sie zu und trauern gemeinsam.
Wir können unsere Kinder leider nicht vor allem Schlimmen beschützen, so gern wir es auch täten, und - so blöd es auch klingt - der Tod gehört zum Leben nun mal dazu.
Ich finde es wichtig, sein Kind mit seinen Gefühlen ernst zu nehmen und auch seine eigenen Gefühle zuzulassen - man muss da nicht den starken Erwachsenen mimen. Es ist nicht schlimm, wenn man selbst auch weint, weil man so sehr trauert. Das verstehen Kinder, sie fühlen ja das selbe und gemeinsames Weinen kann wirklich sehr helfen.
Du musst als Mama nicht den Kloß im Hals runterschlucken und versuchen, stark zu sein. Nimm deinen Sohn in den Arm, weine mit ihm zusammen, sag ihm ruhig, dass du genauso traurig bist wie er, redet darüber, was Odin jetzt im Katzenhimmel wohl alles anstellt, erinnert euch an die lustigen Erlebnisse mit ihm oder an den Mist, den er sicherlich auch angestellt hat. Dann lacht man unter Tränen gemeinsam und das hilft ganz viel, sowohl den Kindern als auch den Eltern.
Klar müssen wir stark sein für unsere Kinder, aber das heißt nicht, dass wir unsere Gefühle nicht zeigen dürfen.
