Susi68 und Moana
Ich antworte jetzt mal hier Susi, vielleicht ist es ja für andere User auch interessant.
Wir haben nach Vergleich verschiedener Anbieter vor einem Jahr bei der Uelzener eine OP-Versicherung für die Jungs abgeschlossen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in Ordnung.
Vor einigen Wochen verschluckte Simba ein Stück Ziergras aus meinem Geburtstagsstrauß. Er röchelte und streckte den Hals, ich fuhr sofort kurz vor Schließen der Praxis zu meiner TÄ. Er musste am Abend noch in Narkose gelegt werden um nach dem Fremdkörper zu schauen. Offensichtlich hatte er den aber inzwischen geschluckt denn es war nur noch eine gerötete blutige Schleimhaut zu sehen. Natürlich blieb er über Nacht und auch die Nachbehandlung gestaltete sich schwierig denn er verweigerte das Fressen. Es wurden noch weitere Untersuchungen gemacht, Labor, Röntgen und Ultraschall. Insgesamt belief sich die Rechnung auf über 600€.
Nun zur Versicherung: sie verweigerten die Zahlung weil der Eingriff nach ihrer Definition keine OP sei da nicht geschnitten wurde. Es ist richtig, dass dieser Satz in den Versicherungsbedingungen steht aber schön versteckt im Kleingedruckten. Ich hab dann bei anderen Versicherungen geschaut, da ist es sauber definiert was eine OP ist und bei der Agila sogar mit "Achtung bitte beachten..."
Das hat mich verärgert und ich wollte so schnell als möglich aus dem Vertrag. Die Mindestlaufzeit ist 3 Jahre (es stand früher 10 Jahre bei der Uelzener drin aber das ist gesetzeswidrig und daher nichtig).
Da ich gerne sofort kündigen wollte berief ich mich auf das außerordentliche Kündigungsrecht im Versicherungsfall nach dessen Eintreten beide Parteien den Vertrag beenden können. Dies wurde mir verweigert da es sich ja nach ihrer Auffassung nicht um einen solchen handle.
Also werde ich nach Ablauf der 3 Jahre kündigen denn das ganze Geschäftsgebaren hat mich richtig sauer gemacht.
Wir werden dann wohl zur Agila gehen denn dort ist die Tierkrankenversicherung mit einem annehmbaren Tarif zu haben. Nach den Erfahrungen wie schnell die reine OP-Versicherung nicht mehr zum Tragen kommt werde ich auf jeden Fall einen umfangreicheren Schutz wählen.
Moana Der Fall, dass dir eine Versicherung plötzlich kündigt (nach Eintritt eines Versicherungsfalls) ist zwar nicht unmöglich aber eher unwahrscheinlich. Dann müssten ja alle Versicherung nachdem sie einmal zahlen mussten den Vertrag kündigen.
Die 10 Jahre (sind ohnehin unzulässig, es sind nur drei) beziehen sich auf die Mindestlaufzeit des Vertrags. Vorher kann man nicht kündigen wie wir ja jetzt erfahren mussten.
Hier nochmal ein Vergleich verschiedener Versicherungen:
Tierkrankenversicherungen im Vergleich