Beiträge von Kyano

    Hallo Sylvia :knuddel: irgendwas muss aber auch immer sein, ganz ohne Sorgen geht wohl nicht. :freunde:

    Ich würde deiner Cocky auch den TA-Besuch ersparen wenn möglich. Stress ist ja nicht gut bei ihrer Herzgeschichte.

    Es könnte ja ein Magen-Darm Infekt sein und der verschwindet möglicherweise wieder ohne Arztbesuch.


    BirmchenKitten hatte von Casso gestern auch berichtet, dass er erbrochen hatte, schlapp war und viel geschlafen hat.

    Heute scheint es ihr wieder etwas besser zu gehen

    Das hört sich doch gut an, wenn sie futtert und auch vom AZ einen positiven Eindruck macht scheint es in die richtige Richtung zu gehen.

    Da werden wir wohl wieder wie beim Charlynchen eine Rampe bauen.

    Das würde ich an eurer Stelle auch machen.

    Meine Idee dazu warum sie plötzlich ganz oben auf den KB ist: vielleicht wollte sie ihre Ruhe wenn es ihr nicht gut ging :nachdenk:

    Aber gestern war nix und heute auch noch nicht.

    Dann ist sie bestimmt auf dem Weg der Besserung. Ich drücke euch die Daumen, dass sie sich schnell erholt :daumendrück:

    Danke, dass du uns auf dem laufenden hälst, Sarina.

    Das hört sich nach einem Plan an was die TK da vorhat, hoffentlich bekommt ihr endlich eine Diagnose. :daumendrück:

    Wir sind nach einigen, die wir getestet haben (die Jungs ob sie es mögen und ich ob es praktisch ist) bei diesem hier geblieben:


    https://www.fressnapf.de/p/pre…sensitive-klumpstreu-12kg


    Ich kaufe es direkt im Fressnapf. allerdings die Variante mit Babypuderduft weil meine zwei das schon immer hatten. Ist aber kaum wahrnehmbar.

    Das Streu klumpt sehr gut, bindet Gerüche so wie es sein sollte und staubt absolut null. :super:

    Wir hatten davor das Tigerino Canada, ist ansonsten nicht schlecht aber staubt mehr. Beide Kater mussten immer niesen beim Klobesuch, das ist nun nicht mehr der Fall.

    Zwischen 40 und 60 % wären ideal.

    Eher Richtung 60%. Wir wohnen seit 2 Jahren in einem KFW 70 Haus, da ist ein Hygrometer im Schlafzimmer Vorschrift, ebenso Zwangsbelüftung an den Fenstern weil es ansonsten durch die perfekte Wärmedämmung zu Schimmel kommen kann.

    Uns hat man einen Wert zwischen 50 und 60% als optimal genannt.


    Daumen sind gedrückt für die Nachkontrolle :daumendrück:

    Epilepsie


    Definition:


    Man könnte von einer Art „Gewitter im Gehirn“ sprechen bei dem sich die Nerven unkontrolliert entladen, das Bewusstsein getrübt wird und die Kontrolle über Teile des Körpers oder den ganzen Körper verloren geht.


    Epilepsie ist eine Neigung zu Krampfanfällen bis zum Bewusstseinsverlust. Bei der Katze handelt es sich meist um eine Erkrankung des Gehirns (stoffwechselbedingt, entzündliche und degenerative Prozesse, Vergiftungen oder Tumore) nicht um eine ererbte also angeborene Epilepsie. Letztere trifft lediglich auf 20% der Fälle zu.



    Typischerweise kann man bei einem Anfall drei Phasen beobachten:



    1.Aura geht dem eigentlichen Anfall voraus, die Katze kann sich ungewöhnlich verhalten (Unruhe, Verkriechen) muss aber nicht



    2.Grand Mal ist der eigentliche Anfall, äußert sich durch unkontrollierte Bewegungen, das Tier stürzt, speichelt kann Urin und Kot verlieren und bewusstlos werden. Manchmal werden Kau- und Laufbewegungen beobachtet und das Fell sträubt sich. Das dauert zwischen einer halben und zwei Minuten.



    3.Postiktale Phase (Erholungsphase) in der das Tier noch eine gewisse Übererregbarkeit zeigen kann, Unruhe, Seh- und Bewegungsstörungen




    Ursachen:



    Primäre Epilepsie (vererbbar)


    -keine nachweisbare Ursache


    -der erste Anfall tritt meist zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr auf


    - die Anfälle wiederholen sich mit Pausen von einigen Wochen bis Monaten


    -bis auf die eigentlichen Anfälle gibt es keinerlei Symptome




    Sekundäre Epilepsie


    -bestimmte Erkrankungen (Leber, Nieren) lösen Anfälle aus die epileptischen Anfällen gleichen


    -Infektionen im Mutterleib


    -Sauerstoffmangel bei der Geburt


    -Unfall mit schwerer Gehirnerschütterung


    -Hirnhautentzündung


    -Hirninfarkt oder Hirnblutung (meist bei älteren Tieren)


    -Hirntumor


    Diagnose:


    Es ist zunächst wichtig festzustellen, um welche Form der Epilepsie es sich handelt. Dazu braucht der Tierarzt Informationen:



    -Alter der Katze


    -Häufigkeit und Dauer der Anfälle


    -Wie heftig sind die Anfälle


    -gibt es weitere Symptome


    -treten die Anfälle in Zusammenhang mit den Mahlzeiten und oder der Tageszeit auf


    -hat das Tier sich unmittelbar vor einem Anfall besonders angestrengt


    -ist das Tier während des Anfalls bewusstlos


    -kann eine Vergiftung ausgeschlossen werden



    Bringen diese Fragen keine Klarheit dann wird ein CT oder MRT gemacht um festzustellen ob ein Tumor oder eine Kopfverletzung die Ursache ist.


    Wenn auch diese ausgeschlossen werden können handelt es sich vermutlich um eine primäre Epilepsie.


    Sie ist nicht heilbar aber medikamentös zu behandeln.




    Therapie:


    Heilbar ist Epilepsie nicht aber sind die Anfälle selten und nur leichter Art ist möglicherweise keine Medikamentengabe nötig und eine Unterstützung auf homöopathischer Basis reicht aus.


    Bei schweren und oft wiederkehrenden Anfällen kann der Tierarzt medikamentös Linderung verschaffen durch



    Phenobarbital bei niedriger Dosierung keine schweren Nebenwirkungen, gute Bekämpfung der Symptomatik


    Phenytoin hat mehr massive Nebenwirkungen


    Primidon von den dreien das Präparat mit den meisten Nebenwirkungen daher raten viele Tierärzte davon ab


    Die Dosierung ist bei jedem Tier unterschiedlich und hängt von der Schwere der Anfälle ab. In der Regel muss ein Tier mit Epilepsie lebenslang behandelt werden.



    Verhalten während eines Anfalls:


    -oberstes Gebot: Ruhe bewahren, Hektik kann den Anfall verstärken


    -für Sicherheit sorgen (gefährliche Gegenstände außer Reichweite bringen)


    -laute Geräusche vermeiden


    -kündigt sich ein Anfall an am besten das Tier in einen sicheren Raum bringen und dabei bleiben


    - Hände außer Reichweite des Mäulchens lassen um zu vermeiden gebissen zu werden


    -während der akuten Phase auf keinen Fall Medikamente verabreichen


    -nicht versuchen etwas Hartes zwischen die Zähne zu schieben


    -nicht versuchen den Anfall aufzuhalten, das funktioniert nicht und kann zu eigenen Verletzungen führen


    -kein Essen oder Trinken geben bevor das Tier wieder richtig bei Bewusstsein ist


    -sollte der Anfall länger als 5 Minuten dauern kann der Tierarzt diesen mit einer Injektion unterbrechen (falls er in erreichbarer Nähe ist oder nach Hause kommt)




    Nach einem Anfall (Erholungsphase) sind die Tiere manchmal benommen, ängstlich, und/oder aggressiv möglicherweise auch desorientiert.


    Beobachtet werden auch plötzliche Fressattacken. Vermutlich verbraucht der Anfall ziemlich viel Energie die wieder aufgenommen werden muss.


    Es kann übrigens hilfreich sein einen Anfall zu filmen und dem TA (um eine bessere Diagnose stellen zu können) die Aufnahme zu zeigen.



    Selber kann man versuchen herauszufinden ob es bestimmte Faktoren gibt, die einen Anfall auslösen und diese vermeiden.


    Wichtig: die vom TA verordneten Medikamente dürfen nicht eigenmächtig plötzlich abgesetzt werden. Das kann einen schweren Anfall auslösen der bleibende Schäden im Gehirn verursachen kann.



    Und zum Schluss das Wichtigste: sein Tier mit der Erkrankung akzeptieren und begleiten. Versuchen unsere Ängste nicht zu übertragen. Unsere Liebe und unser Verständnis wirkt oft besser als jede Medizin.


    (by Kyano)

    Warzen bei Katzen


    Allgemeines:


    - Warzen sind kleine feste rundliche Ausstülpungen der Haut

    - können am ganzen Körper vorkommen

    - Entstehung durch verschiedene Viren die überall vorkommen

    - verschwinden oft nach einigen Monaten (manchmal dauert es länger) wenn der Körper genügend Abwehrstoffe gebildet hat

    - Ansteckung durch direkten Körperkontakt oder über Gegenstände

    - häufiger bei jungen Tieren anzutreffen wegen des noch nicht ausgereiften Immunsystems

    - Warzen sind in der Regel harmlos können aber störend sein je nachdem an welcher Stelle des Körpers sie sich bilden


    Die häufigsten Warzen sind:


    - gewöhnliche Warze, typisch ist das stark verhornte Gewebe, kommt am ganzen Körper vor hauptsächlich an Pfoten und Kopf

    - Fußwarze, wächst unter den Ballen entweder oberflächlich (Mosaikwarze) oder in die Tiefe (Dornwarze) was sehr schmerzhaft ist

    - Flachwarze, eher flach, nur wenige mm groß dafür gehäuft, hauptsächlich am Kopf und den Pfoten

    - Pinselwarze, eine fingerartige Ausstülpung der Haut mit kleinem Stiel

    - Feig- oder Feuchtwarze, unebene Oberfläche auf kleinem Stil, kommt am Darmausgang oder den Geschlechtsorganen vor

    - Dellwarze, halbrunde Form, glatt und fest mit einer Vertiefung in der Mitte, enthält eine pastenartige krümelige Masse die sich herausdrücken lässt, Erreger ist der Pockenvirus



    Behandlung:


    In der Regel sind Warzen nicht behandlungsbedürftig. An störenden Stellen allerdings kann mit einer Salbe behandeln. (z.B. Thuja-Salbe). Ziel ist die Vernichtung der Viren, was allerdings einige Wochen dauern kann.


    Sitzt die Warze an einer besonders ungünstigen Stelle oder ist sie besonders groß kann der Tierarzt sie operativ entfernen.


    Oft werden Warzen gar nicht entdeckt, weil sie sehr klein sind. Wenn sie aber auffallen sollte man sie beobachten, besser noch den Tierarzt einen Blick darauf werfen lassen.


    Spätestens wenn die Warze sich verändert also größer wird und/oder die Oberfläche sich ändert gehört die Katze zum Arzt.

    Darmentzündung (akute und chronische Form)


    Darmentzündungen des Dünndarms ( Enteritis) und des Dickdarms (Colitis) akute und chronische Form (IBD)


    Allgemeines


    Der Darm hat die Aufgabe die im Magen eingeleitete Verdauung (durch im Magensaft enthaltene Enzyme und Salzsäure) fortzusetzen.

    Dazu gelangt der Nahrungsbrei in kleinen Portionen in den Zwölffingerdarm (erster Abschnitt des Dünndarms) und wird dort vom in der Leber produzierten Gallensaft sowie dem im Pankreas gebildeten Bikarbonat neutralisiert. Die Verdauungsenzyme, die ebenfalls in der Bauchspeicheldrüse gebildet werden, benötigen ein alkalisches Milieu um wirken zu können. Außerdem spaltet der Gallensaft die Fette in kleinste Tröpfchen.

    Da die Darmschleimhaut des Dünndarms sehr viele Falten und Ausstülpungen besitzt vergrößert sich ihre Oberfläche immens und erleichtert hierdurch die Aufnahme der Nährstoffe.

    Im Dickdarm wird dem Darminhalt Wasser entzogen um dieses wieder in den Körper zurückzuführen und den Kot einzudicken.

    Diese ganzen Mechanismen funktionieren beim gesunden Tier einwandfrei, liegt jedoch eine Erkrankung innerhalb des Verdauungstrakts vor gerät der Verdauungsprozess aus dem Gleichgewicht, es kommt zu Störungen.


    Was versteht man unter einer Darmentzündung


    Die Enteritis (Dünndarm) und Colitis (Dickdarm) sind Entzündungen bei der häufig dünner Stuhl abgesetzt wird auch mit Schleim- und/oder Blutbeimengungen.


    Symptome: (können, müssen aber nicht alle auftreten)

    -Abgeschlagenheit

    -Unter- oder Übertemperatur (Fieber)

    -Kot hat breiige bis flüssige Konsistenz

    -Häufiger Kotabsatz

    -übelriechender Kot, oft mit Schleim und Blutbeimengungen

    -Austrocknung (Testen mit Fellfalte)

    -Gewichtsverlust


    Ursachen:

    -Bakterielle Infektionen (z.B. Salmonellen, Clostridien, EHEC, Ecoli)

    -Pilze (Hefen, Schimmelpilze)

    -Viren (Corona, Rota, Parvo)

    -Parasiten (Würmer, Giardien, Kokzidien)

    -Gifte

    -Futtermittelallergie

    -Plötzlicher Futterwechsel

    -Stress


    Therapie:

    Katzen reagieren oftmals mit Durchfall ohne dass es einen ernsten Hintergrund hat. Tritt Durchfall auf so versucht man deshalb zunächst mit Schonkost (gekochtes Huhn mit Reis und Möhren, oder Karottensuppe (Morosche Karottensuppe) die Sache in den Griff zu bekommen.


    Bessert es sich nicht nach 2-3 Tagen muss der Tierarzt aufgesucht werden um die Ursache abzuklären.

    Je nach Diagnose wird behandelt (Entwurmen, Therapie gegen nachgewiesene Parasiten etc.)

    Ist Durchfall keine einmalige Sache sondern tritt er in kurzen Abständen immer wieder auf und sind alle andere Ursachen wie oben beschrieben und auch Futtermittelunverträglichkeit durch eine Ausschlussdiät (Futtermittelallergie) abgeklärt so handelt es sich um eine chronische Form der Entzündung


    Chronische Darmentzündungen (IBD = Inflammatory Bowel Disease)


    Ursachen

    Eine eindeutige Ursache wurde bis heute nicht gefunden, denkbar sind folgende Gründe:


    -Autoimmunerkrankung: das Immunsystem reagiert auf die gesunden Darmkeime wie auf Krankheitserreger und tötet diese ab

    -genetische Disposition evt. Genmutationen die eine IBD auslösen können werden noch erforscht

    -Parasiten als Auslöser weil durch sie die Darmschleimhaut irreparabel geschädigt wurde

    -Umweltfaktoren


    Merkmale einer IBD

    -immer wiederkehrende blutige/schleimige Durchfälle, gelegentlich auch Erbrechen

    -entzündliche Veränderungen der Darmwand (nur durch Biopsie zu diagnostizieren)


    Mögliche weitere Symptome: (je nach Schwere der Erkrankung mehr oder weniger stark)

    -kein Appetit

    -Verstopfung

    -Bauchschmerzen

    -Blähungen

    -Gewichtsverlust und allgemeines Unwohlsein

    -Schmerzen beim Klogang

    -Abgeschlagenheit

    -Haarausfall und stumpfes Fell

    -Austrocknung


    Behandlung:

    Je nach Schwere der Symptome können diese medikamentös und/oder durch eine bestimmte Diät behandelt werden.


    -Fütterung bestimmter gut verträglicher Futtersorten

    -Gabe von Antibiotika und/oder Cortison

    -Behandlung auf homöopathischer Basis durch einen THP


    Oftmals ist eine lebenslange Behandlung mit Medikamenten erforderlich.

    Manche Tierärzte sehen übrigens eine Häufung von IBD bei Rassekatzen, andere generell bei älteren Tieren.


    Zur IBD siehe auch hier:


    IBD - chronisch entzündliche Darmerkrankung

    Würmer (Überblick)


    Endoparasiten (Wurmbefall bei Katzen)


    Katzen infizieren sich am häufigsten von allen Parasiten mit Würmern (20-30% der Tiere), Freigänger mehrmals im Jahr, Wohnungskatzen seltener bis gar nicht. Eine Garantie, dass Wohnungskatzen keine Würmer bekommen gibt es aber nicht.


    Im Gegensatz zu Zecken, Flöhen und Läusen leben Würmer im inneren eines Wirtstiers und zwar in den meisten Fällen im Magen-Darm-Trakt. Seltener können Herz, Lunge und Blase betroffen sein.


    Oft bleibt ein Wurmbefall lange unbemerkt weil die Katze erst bei starkem Befall Symptome zeigt. Eine regelmäßige Entwurmung ist aber auch im Interesse des Menschen sinnvoll da einige Würmer auch von Katze zu Mensch übertragen werden können. Außerdem belasten die Parasiten die Katze, entziehen dem Körper wichtige Nährstoffe und können die Organe schädigen.


    Allgemeine Symptome eines Wurmbefalls


    - Appetitlosigkeit

    - Gewichtsverlust

    - stumpfes, struppiges Fell

    - Fellverlust

    - Durchfall und Erbrechen

    - Blut im Stuhl


    Würmer von denen eine Katze befallen werden kann sind:


    Spulwürmer


    - können bis zu 20 cm lang werden

    - kommt am Häufigsten vor (bis zu 35% der Katzen, bei jungen Katzen noch mehr)

    - Kontakt mit den Larven haben die Katzen in Park- und Grünanlagen und auf Spielplätzen die durch Kot infizierter Tiere verunreinigt sind

    - im Magen-Darm-Trakt verläuft die Infektion bei erwachsenen Katzen zunächst unbemerkt, starker Befall verursacht Magen-Darm- Beschwerden

    - junge Kätzchen sind gefährdet, bekommen oft einen Wurmbauch, das Wachstum ist verzögert. Sie können schon über die Muttermilch infiziert werden. In der Lunge können die Larven eine lebensgefährliche Entzündung verursachen

    - gelangen die Larven in den übrigen Körper können sie in Nieren, Leber, Lunge oder Augen Schäden anrichten


    Spulwürmer können auch den Menschen befallen.

    Eine regelmäßige Entwurmung der Katzen (alle 3 Monate) verhindert die Verbreitung im Körper.


    Hakenwürmer


    - kann bis zu 1,5 cm lang werden

    - kommt nicht so häufig wie die Spulwürmer vor (bis zu 10% der Katzen)

    - hauptsächliche Verbreitung in Mittel- und Südeuropa aber auch in Deutschland durch eine Studie von Tierärzten festgestellt

    - der Infektionsweg erfolgt in der Regel durch die Haut, selten durch Verschlucken

    - im Darm beißen sich die Würmer in der Schleimhaut fest und ernähren sich von Blut

    - geringer Befall bleibt unbemerkt

    - bei massivem Befall kann es zu lebensgefährlichem Blutverlust, Hautentzündungen und Gewebeschäden kommen

    - Blut im Kot und/oder Verfärbung desselben deutet auf einen Befall hin


    Eine Übertragung auf den Menschen erfolgt eher selten.

    Eine regelmäßige Entwurmung der Katzen (alle 3 Monate) verhindert die Vermehrung im Körper.


    Bandwürmer


    - am weitesten verbreitet ist der Gurkenkernbandwurm

    - Infektion durch Verschlucken infizierter Flöhe und Haarlinge (selten) bei der Fellpflege

    - der Wurm lebt im Verdauungstrakt und ernährt sich vom Magen/Darminhalt

    - bei starkem Befall kommt es zu Verdauungsstörungen, Krankheitsanfälligkeit und Juckreiz am After wenn die Bandwurmsegmente den Darm verlassen


    - der sehr seltene Fuchsbandwurm kann über infizierte Mäuse aufgenommen werden und ist besonders für den Menschen gefährlich


    - der Katzenbandwurm wird über infizierte Nagetiere aufgenommen


    Bandwürmer können auf den Menschen übertragen werden, regelmäßiges Entwurmen verhindert die Vermehrung in der Katze und die Ansteckungsgefahr für den Menschen. Besonders Kinder sind gefährdet wenn sie mit den Tieren spielen und schmusen.


    Lungenwürmer


    - regional unterschiedlich sind bis zu 15% der Katzen infiziert

    - als Zwischenwirte dienen Schnecken, Vögel und Mäuse infizieren sich durch fressen derselben und Katzen durch die infizierten Beutetiere

    - ein Befall kann zu Entzündungen und Verstopfung der Atemwege führen und sie schädigen

    - in manchen Fällen verläuft die Infektion symptomfrei


    Blasenwürmer


    - gehört zu den Haarwürmern und kommt eher selten vor (1 bis 5% der Katzen)

    - als Überträger dienen Regenwürmer

    - die Wurmweibchen werden bis zu 6 cm lang die Männchen sind deutlich kleiner

    - betroffen ist die Harnblase

    - über den Urin scheidet die Katze die Eier aus

    - die Infektion verläuft meist ohne Symptome, wenn dann sind wie bei einer Blasenentzündung.


    Herzwurm


    - tritt vorwiegend in Süd- und Osteuropa auf (Italien, Spanien, Griechenland, Frankreich, Rumänien), USA, Kanada, Australien, Asien

    - Übertragung durch die Stiche bestimmter Mückenarten unter anderem die asiatische Tigermücke die es inzwischen auch bei uns gibt

    - Im Wirtstier reift die Larve zum Tier und setzt sich zunächst in den Blutgefäßen der Lunge fest, wandert von dort ins Herz

    - im Herz verursachen die bis zu 30 cm langen Würmer Blutstau und somit eine Unterversorgung

    - ein schwerer Verlauf kann tödlich sein (Thrombose, Embolie)


    Eine regelmäßige Entwurmung (alle 3 Monate) verhindert auch bei diesen Würmern die Entwicklung aus dem Larvenstadium und Vermehrung im Körper.


    Fazit:


    Da einige Wurmerkrankungen sowohl für die Katze als auch für den Menschen gefährlich werden können sollten Katzen mit Freigang unbedingt regelmäßig (alle 3 Monate) entwurmt werden.

    Bei Wohnungskatzen, die nicht mit Freigängern in Kontakt kommen kann man um auf der sicheren Seite zu sein einmal jährlich entwurmen.

    Pankreatitis


    Entzündung der Bauchspeicheldrüse bei Katzen


    Allgemeines


    - man unterscheidet zwischen akuter Form (behandelbar, heilt aus) und chronischer Form (fortschreitend mit Schädigung des Organs, die Behandlung verlangsamt den Prozess und lindert die Symptome

    - Pankreatitis kann als eigenständige Erkrankung auftreten oder in Zusammenhang mit weiteren gastrointestinalen Erkrankungen ( Diabetes, Entzündung der Gallengänge, chronische Darmentzündung, Niereninsuffizienz)

    - beide Formen können harmlos oder schwer verlaufen, bei einem schweren Verlauf kann es zu komplettem Organversagen kommen!

    - in etwa 90% der Fälle ist die Ursache für die Pankreatitis unklar

    - mögliche Ursachen sind genetische Veranlagung, Schädigung der Drüse durch Medikamente, Übergewicht, Traumata

    - speziell auf Katzen bezogen gilt, dass bestimmte Infektionskrankheiten bei der Entstehung einer Pankreatitis von Bedeutung sind (FeLV, FIV, FIP, Panleukopenie, felines Herpesvirus, Toxoplasmen)


    Symptome der akuten Pankreatitis


    - starke Schmerzen im Oberbauch

    - Übelkeit und dadurch Appetitlosigkeit

    - Erbrechen und oder Durchfall

    - Fieber

    - Gewichtsverlust

    - Teilnahmslosigkeit

    - Austrocknung


    Symptome einer chronischen Pankreatitis


    - wie die einer akuten während der Schübe

    - neben nahezu symptomfreien Phasen gibt es akute Phasen die mehr oder weniger schwer ausgeprägt sind

    - lange Ruhephasen lassen vermuten, dass die Krankheit ausgeheilt ist was aber in der Regel nicht der Fall ist


    Da die Bauchspeicheldrüse eine wichtige Rolle bei der Verdauung von Fetten, Eiweißen und Kohlenhydraten spielt können bei der Erkrankung die Nährstoffe im Darm nur unzureichend aufgespalten und resorbiert werden. Die Tiere magern ab, das Fell wird stumpf und struppig, die Stühle sind oft hell (Fettstuhl).


    Therapie


    bei der akute Form bzw. akuten Phasen der chronischen Form:


    - Flüssigkeitsverlust ausgleichen (Infusionen)

    - Medikamente gegen die Schmerzen und die Entzüngung

    - evt. Antibiose wenn eine bakterielle Ursache diagnostiziert wird

    - bei einem schweren Schub mit häufigem Erbrechen kurzzeitiger Nahrungsentzug aber nicht länger als 24 Std.

    - Medikamente gegen die Übelkeit dass die Katze wieder Nahrung aufnimmt


    bei der chronischen Form:


    - fettarme, rohfaserreiche Nahrung

    - Unterstützung der Verdauung durch Gabe von Enzymen

    - mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilen

    - leicht verdauliches, fettarmes Futter geben

    - Futter mit qualitativ hochwertigen Eiweiß wählen (nur soviel Eiweißgehalt wie nötig dafür hohe biologische Wertigkeit)


    Fazit:


    Es hängt vom Schweregrad ab wie eine Pankreatitis verläuft. In vielen Fällen heilt die akute Form ja komplett aus ohne dass eine Schädigung des Organs erfolgt.


    Bei einer chronische Pankreatitis mit immer wiederkehrenden schweren Schüben muss gemeinsam mit dem Tierarzt geklärt werden ob eine weitere Therapie überhaupt noch sinnvoll ist oder das Tier von seinen Schmerzen und Qualen besser erlöst würde.


    (by Kyano)

    Heilige Birma


    Über den Ursprung der „Heiligen Birma“ gibt es verschiedene Berichte.


    Einer besagt, dass ein gewisser Herr Vanderbilt im Jahr 1919 auf seiner Rückreise aus dem Orient ein Pärchen Birmakatzen bei sich hatte. Der Kater kam nicht lebend an und es ist unklar wie es mit der Zucht weiter ging. Es heißt, dass mit einem Siam- oder einer Kreuzung aus Siam und Perser weiter verpaart wurde.


    Eine weitere Legende besagt, dass sie einst eine Tempelkatze gewesen ist die ihr Aussehen einer Seelenwanderung verdankt.


    Weniger rührselig aber vermutlich zutreffender ist die Aussage, dass die Birma ihre Existenz der zufälligen Liaison eines Siamesen und einer Perserkatze verdankt. In Frankreich Anfang der 20er Jahre war in jedem Fall der Ursprung der Birmazucht in Europa.

    Erst nach dem zweiten Weltkrieg wurde in anderen Ländern gezüchtet.


    Aussehen: Die Birma ist eine Pointkatze bei der nach dem Rassestandard nur Ausfärbungen der Maske, Ohren, Beine, der Hoden und am Schwanz erlaubt sind. Das Fell am Körper hat idealerweise die Farbe von Eierschalen, bei den Tabbys kann es nachdunkeln.

    Ein typisches Rassemerkmal sind die weißen symmetrischen „Handschuhe“ an Vorder- und Hinterpfoten.


    Körper: mittelgroß, kräftig, muskulös, gestreckt mit kurzen kräftigen Beinen. Die Birma hat einen mittellangen, eleganten Schwanz, fedrig behaart und breite Pfoten, die abgerundet sind.


    Schulterhöhe: 30-40cm


    Gewicht:

    Kater: 4,5 – 6 kg

    Kätzin: 3,5 – 4,5 kg

    Kopf: manchmal eher schmal wie ein Dreieck meist jedoch kräftig und breit, mit abgerundeten Konturen. Hohe Wangenknochen, markantes Kinn, mittellange „römische“ Nase


    Ohren: klein, weit auseinander gesetzt, leicht nach vorne geneigt


    Augen: rund bis leicht mandelförmig, von wunderschönem klaren leuchtenden mittleren bis tiefdunklen Blau


    Fell: halblang bis lang, im Gesicht kurz, im Winter ein prächtiger Kragen, Haare sind glänzend, fein und seidig mit kaum Unterwolle


    Schwanz: mittellang, elegant mit dichten langen seidigen Haaren


    Farben: Nach den Zuchtstandards gibt es folgende anerkannte Farben:


    Seal-point, Blue-point, Chocolate-point, Lilac-point, Red-point, Creme-point, Cinnamon-point und Fawn-point

    Als weitere Varianten gibt es die Farben als Tabby-Muster, Torties und Tortie-Tabby


    Einige Beispiele von Birmchen aus dem Forum:


    Casso von BirmchenKitten, lilac point:


    grinsekatzen.de/gallery/image/46638/


    Leo von Iris, chocolate point:


    grinsekatzen.de/gallery/image/45802/


    Rocky von Kyano, seal tabby point:


    grinsekatzen.de/gallery/image/46082/


    Simba von Kyano, blue point:


    grinsekatzen.de/gallery/image/46081/


    Blue von Goya, lilac point:


    grinsekatzen.de/gallery/image/48650/



    Hier könnt ihr alle Farben der Heiligen Birma anschauen:


    http://www.house-of-blue-eyes.…RBEN-15/birmafarben1.html

    http://www.house-of-blue-eyes.…RBEN-15/birmafarben2.html


    (by Kyano)

    Immunsystem der Katzen


    Immunsystem (Körpereigene Abwehr)


    Katzen verfügen wie wir Menschen auch über ein Immunsystem, das die Aufgabe hat Krankheitserreger, die in den Körper eingedrungen sind zu vernichten.

    Das können Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten (Würmer, Giardien, usw.) sein. Krankheitserreger sind allgegenwärtig und ein intaktes Immunsystem schafft es sie nach dem Eindringen schnell zu eliminieren bevor sie sich stark vermehren können.


    Man unterscheidet:


    angeborene Immunabwehr


    - im Erbgut festgelegt

    - diese Eiweiße vernichten als bedrohlich erkannte Erreger innerhalb weniger Stunden

    - eine Vielzahl verschiedener Zellen unterstützt diesen Mechanismus


    erworbene (adaptive) Immunabwehr


    - entwickelt sich im Laufe des Lebens bei der Auseinandersetzung des Körpers mit den verschiedenen Erregern

    - bei manchen Erkrankungen entsteht nach dieser Auseinandersetzung lebenslange Immunität

    - bei Impfungen (Impfungen - wie oft und welche sinnvoll ?) aktiviert man das adaptive Immunsystem indem man eine geringe Menge lebender Erreger bewusst in den Körper bringt und die Abwehrreaktion damit in Gang setzt


    Speicherorte der Immunzellen


    - Milz

    - Lymphknoten

    - Blinddarm

    - Mandeln


    Auch die Haut- und Schleimhautzellen gehören zum Immunsystem.


    Der Darm als Organ der Immunabwehr


    - Magen und Darm sind in der Lage über die Nahrung aufgenommene Erreger abzutöten

    - die Darmschleimhaut ist einerseits aktiv gegen Bakterien bildet aber auch welche, die zur Stärkung des Immunsystems dienen und wichtig für die Verdauung sind

    - gerät das sensible Gleichgewicht der Darmbakterien, die sog. Darmflora aus dem Gleichgewicht (z.B. durch Antibiotika, Wurmkuren) kann es oft Monate dauern dieses wieder herzustellen


    Ursachen eines geschwächten Immunsystems


    - Medikamente (z.B. Cortison, Antibiotika)

    - Stress

    - Impfungen

    - Trauer wegen Verlust eines Artgenossen oder des geliebten Menschen

    - mangelhafte Hygiene

    - schlechte oder unzureichende Ernährung

    - Umwelteinflüsse

    - schlechte Lebensbedingungen (Streunerkatzen)

    - Alter und Krankheit


    Stärkung des Immunsystems


    - gesunde ausgewogene Ernährung

    - homöopathische Mittel (z.B. Echinacea, Honig, Katzenkralle, Engystol etc.)

    - Vitaminpaste


    (by Kyano)

    Aggressivität bei Katzen


    Zunächst einmal ganz wichtig zu wissen:


    - Keine Katze ist grundlos aggressiv!

    - Organische Ursachen beim Tierarzt ausschließen lassen


    Katzen sind - wie wir auch - Individuen. Da wir mit ihnen nicht über die Sprache kommunizieren können, ist es wichtig das Verhalten der Katze richtig zu deuten. Zeigt eine bisher friedliche Katze plötzlich aggressives Verhalten, muss irgend etwas diese Veränderung ausgelöst haben.

    Organische Ursachen (vor allem bei älteren Tieren) können beginnende Arthrose oder langsamer Verlust der Sehkraft und der damit verbundenen Unsicherheit sein. Auch ein Abszess verursacht starke Schmerzen wenn wir ihn beim Streicheln der Katze berühren.

    Manchmal kann auch die Katze den Wunsch haben in Ruhe gelassen zu werden und wenn wir das nicht respektieren weil wir die Zeichen nicht erkennen reagiert sie aggressiv.


    Aggressivität bei Katzen aufgrund negativer Erfahrungen


    Nimmt man ein Tier von einem Vorbesitzer ober aus dem Tierheim auf oder gibt einer Streunerkatze ein Zuhause weiß man nicht, was die Katze erlebt hat und wie sie behandelt wurde. Wenn sie Gewalt erfahren hat kann das der Auslöser für Aggressivität sein. Sie hat Angst vor weiteren Verletzungen oder Misshandlungen und schützt sich durch Fauchen, Drohgebärden, im schlimmsten Fall durch Kratzen und Beißen.

    Die schlechten Erfahrungen, die sie mit Menschen gemacht hat haben sie geprägt und sie erwartet/befürchtet dasselbe von uns.


    Übertragung von Aggressionen auf den Menschen


    Manchmal zeigt eine Katze aggressives Verhalten ohne dass (für uns) ein erkennbarer Auslöser vorliegt. Sie hat z.B. am Fenster etwas beobachtet, das sie erregt oder es gab ein Geräusch, das sie erschreckt hat. Die aufgebaute Aggression/Angst reagiert sie am nahe liegendsten Ziel ab. Das kann ein Gegenstand, eine andere Katze oder der Mensch sein.


    Ist die Katze aggressiv weil sie sich fürchtet, beruhigt sie sich rasch wenn sie ihre vertraute Umgebung erkennt. Ganz wichtig ist unsere Reaktion: Ist die wütend so verängstigt man das Tier weiter. Gut zureden und ruhig bleiben entspannt die Situation.


    Aggressivität an bestimmten Orten/in bestimmten Situationen


    Wenn die Katze z.B. nur in einem bestimmten Zimmer aggressiv reagiert könnte es ein Gegenstand sein, der sie ängstigt oder möglicherweise ein bestimmter Geruch.

    Manche Katzen erschrecken vor ihrem Spiegelbild und reagieren mit Fauchen.

    Die Transportbox kann ebenfalls Angst machen, weil damit der Besuch beim Tierarzt in Verbindung gebracht wird. Oftmals kann es helfen die Box/Tasche in der Wohnung stehen zu lassen, nicht wenige Katzen benutzen sie als Schlafplatz.


    Maßnahmen bei Aggression


    Da Katzen keine Einzelgänger sind, kann bei einer Katze in Einzelhaltung das fehlen eines Artgenossen der Grund sein und ein Kumpel, der zum Raufen, Spielen und Kuscheln dazu kommt das Problem lösen.

    Manche Katzen brauchen viel Unterhaltung in Form von Spielen. Hilfreich ist auch Intelligenzspielzeug wie Fummelbretter die eine Weile für Beschäftigung sorgen und den Effekt der Belohnung haben.

    Oft gelingt es die Aggressivität durch Werfen eines Balls oder Einsatz einer Federangel umzuleiten.


    Wichtig:


    Nie die Katze festhalten, wenn sie deutliche Zeichen von Missfallen und/oder Erregung zeigt (Schwanz peitscht, Ohren angelegt, Fauchen, aufgestellte Haare...) Im "Notfall" ein Handtuch nehmen und die Katze damit wegtragen.


    Von klein auf der Katze beibringen, dass Finger und Zehen keine "Beute" sind also zum Spielen nur Spielangeln , Stöckchen usw. verwenden.


    Wenn die Katze uns gebissen oder gekratzt hat nicht anschreien oder gar schlagen, damit verschlimmert man alles.


    Unerwünschtes Verhalten ignorieren oder mit einem klaren "nein" kommentieren, erwünschtes Verhalten durch Lob und Belohnung verstärken.


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    Es gibt auch die Möglichkeit Pheromone oder Bachblüten einzusetzen, man hört von guten Erfolgen.


    Feliway


    (by Kyano)

    Allergien


    Bei einer Allergie reagiert das Abwehrsystem des Körpers auf vollkommen harmlose Stoffe, stuft diese als gefährlich ein und leitet eine Abwehrreaktion ein die zu Entzündungen in den verschiedensten Regionen des Körpers führen.


    Im schlimmsten Fall kann es zu einem Anaphylaktischen Schock kommen und tödlich ausgehen!



    Allergien treten quasi über Nacht auf, und es ist oft schwer schnell die richtige(n) Ursache(n) herauszufinden weil Katzen oftmals auf verschiedene Stoffe reagieren.

    Es ist schwer vorherzusagen wie eine Allergie sich entwickelt, manchmal verschwindet sie so plötzlich wie sie aufgetreten ist und in anderen Fällen ist eine langwierige Detektivarbeit nötig.

    Die Allergie auslösenden Stoffe (Allergene) sind in der Regel natürlichen Ursprungs.


    Mögliche Auslöser für Allergien:


    -Flohbisse (häufigste Ursache)

    -Wespenstiche

    -Pollen (oft abhängig von den Jahreszeiten)

    -Staubmilben

    -Schimmelpilze

    -Eiweiße (besonders im Rind, Fisch, Weizen, Ei)

    -Duft- und Farbstoffe (in Reinigungsmittel, Pflegeprodukten, Textilien)

    -Konservierungs- und Farbstoffe im Futter


    Symptome:


    -Juckreiz (häufigstes Symptom)

    -Haarausfall bis zu kahlen und evt. sogar blutigen Stellen

    -Wunden mit Krustenbildung

    -Schwellungen und Geschwüre

    -Erbrechen/Durchfall (bei Futterallergie)

    -Entzündungen (Pfoten, Ohren)

    -Asthma


    Diagnose:


    -Eine Allergie auf Flohbisse durch gründliche Kontrolle über mehrere Wochen

    -Futterallergien durch Ausschlussdiät (siehe Futtermittelallergie)

    -Ausschluss von Ektoparasiten im Fell oder der Haut (Milben, Zecken, Haarlinge)

    Können diese Auslöser ausgeschlossen werden handelt es sich vermutlich um eine

    -Umweltallergie (atopische Dermatitis) durch einen Hauttest zu diagnostizieren


    Behandlung:


    -Bei Allergie gegen Flohbisse regelmäßige Kontrolle auf Flöhe, bei schwerem Befall helfen zusätzlich Tabletten

    -Bei Futterallergien vermeiden des Futters mit dem Allergie auslösenden Proteins bzw. den Zusatzstoffen

    -Bei Umweltallergie Desensilibisierungstherapie (nicht immer erfolgreich), alternativ dauerhafte Tabletteneingabe (Antihistaminika, Fettsäuren) in schweren Fällen Cortison



    Leider handelt es sich bei Allergien meistens (bis auf die Fälle bei denen sie plötzlich verschwindet) um lebenslange Erkrankungen.

    Aber auch wenn keine Heilung möglich ist, eine Linderung der Symptome auf jeden Fall und damit eine Verbesserung der Lebensqualität.


    (by Kyano)