aber ganz ehrlich,vom reinen Bauchgefühl her würd ich keinen in ungesicherten Freigang mehr lassen.
Nach zehn Jahren mit zwei Freigängern würde ich das auch nicht mehr. Bis auf einen tödlichen Unfall habe ich wirklich fast alles durch: Zertrümmertes Beinchen, Unfälle mit WS-Verletzung, Nicht-nach-Hause-Kommen weil eingesperrt, jagende Hunde, aggressive Katzen (ständig Prügeleien, zerfetzte Ohren und schlimmere Bisswunden) und menschliche Katzenhasser in der Nachbarschaft und zu guter Letzt noch eine Vergiftung mit letalem Ausgang. Meinen Kater hätte ich leider nicht drin lassen können, dem ging seine Freiheit über alles. Paulinchen war nicht ganz so schlimm, aber auch sie wäre im Haus unglücklich gewesen.
Die beiden wurden aber quasi draußen geboren (Robin stammte von einem Bauernhof, Paulinchen wurde als Baby in einem Gebüsch gefunden). Das kann man sicher nicht mit meinen so behütet aufgewachsenen Ladys vergleichen. Ich hoffe einfach, dass sie mit dem Leben, das ich ihnen hier bieten kann, zufrieden sind. Bei Alina glaube ich schon, dass sie das ist. Sie will eigentlich immer da sein, wo wir sind, sie ist mehr ein kleiner Hund als eine Katze. Kyra ist viel eigenbrötlerischer und hockt oft stundenlang alleine (Alina ist es im Moment zu kalt) im Freigehege. Bis jetzt habe ich den Eindruck, dass es ihr hauptsächlich um die frische Luft geht (sie hat als halbe Norwegerin einen viel dickeren Pelz als Alina und sie liebt es, sich den Wind um die Nase wehen zu lasssen), aber ganz sicher bin ich mir bei ihr nicht. Sie wirkt aber auch nicht unglücklich und zeigt mit keinem Verhalten, dass sie die Türen ganz offen haben möchte.
Vermutlich mache ich mir einfach zu viele Gedanken.