Es mag wie Selbstgeißelung anmuten, dass ich diesen Thread ausgerechnet heute lese, aber es tut irgendwie auch gut, sich unter Gleichgesinnten zu befinden, auch wenn diese Art von Gleichheit tieftraurig ist.
Und man kann auch daraus lernen. Danke Iris für diesen Thread. 
Das Video kannte ich bereits und es jetzt nochmal anzusehen, schaffe ich definitiv nicht.
Hier wird es so etwas wie Trauer sicher nicht geben, denn erstens war Samson zu kurz bei uns und zweitens hat er keinerlei Nähe zu den anderen gesucht. Trotzdem war es mir aber wichtig, dass sie sich von Opi verabschieden konnten, sofern sie das wollten. Und mir selbst hat dieser ruhige und besinnliche Abschied auch sehr gut getan.
Interessant fand ich, wie sich die anderen von Samson verabschiedeten.
Sarah und Safari beschnupperten den schlafenden Opi lange und ausgiebig und entfernten sich dann langsam. Die beiden hatten zu Lebzeiten irgendwie eine Art Arrangement mit Opi.
Saskia beschnupperte ihn nur kurz und rannte dann weg. Sie hatte ja bis zuletzt ein klein wenig Angst vor ihm, weil er immer wieder mal so geschrieen hat.
Sambuco beschnupperte nur kurz den Kennel, als Opi noch drin lag und ging dann weg.
Sasha kam neugierig heran, dachte wohl, der Opi macht ein Nickerchen. Er hatte anfangs Angst vor ihm, was sich aber bald in Respekt umwandelte. Ein par Wochen noch und Sasha hätte den Opi ein wenig geneckt. Als er dann ganz nah an ihm dran war, schnupperte er, hob den Kopf, schnupperte nochmal und lief dann weg. Auf halben Weg drehte er sich aber noch mal um.
Sammy kam, schnupperte und leckte ihm das Köpfchen ab. Er ist ja hier so etwas wie ein "Chef"chen und diese Geste macht er ganz gerne bei den anderen, wobei das dann außer bei Sarah meist in einer Schmuseattacke endet. Er wollte dies auch bei Opi schon öfter mal machen, aber dieser ließ das einfach nicht zu. Ich denke, Opi war ein Einzelgänger. Andere Katzen und Hunde war er wohl gewohnt, kümmerte sich aber nicht weiter um sie.
Ich frage mich jetzt noch etwas anderes: bin ich es meinen Katzen nicht eigentlich schuldig, dass ich mich nicht gehen lasse? Gestern hatte ich mehrere längere Heulkrämpfe und trotzdem blieb mir nicht verborgen, dass die Mutzis irritiert waren. Muss ich mich nicht ihnen zuliebe zusammenreißen oder darf ich weinen? Es nützt ja auch gar nichts, hinter verschlossenen Türen zu weinen, weil sie viel zu gut hören. Wir haben morgen Feiertag, also endlich mal ein richtiges Wochenende bestehend aus vollen 2 Tagen. Eigentlich habe ich mich darauf gefreut und gehofft, dass wir mit den Katzis im Garten viel Spaß haben werden, denn das Wetter soll sehr schön werden. Ich werden mich bemühen, aber wirklich spaßig wird das sicher nicht. Viel mehr werde ich mich mit Beschäftigung ablenken und danach leise vor mich hinweinend einen oder mehrere Schnurrer auf mir liegen haben und mich trösten lassen.