Spulwürmer bei der Katze - Toxocara mystax/ Toxocara cati

  • Spulwürmer (Toxocara mystax/ Toxocara cati)


    Die Infektion mit Spulwürmern tritt bei Katzen recht häufig auf.
    Werden Spulwurmeier von der Katze aufgenommen, so schlüpfen die Larven in deren Magen, bohren sich durch die Darmwand und wandern anschließend in die Leber.
    Ihr Weg führt sie von dort aus über das Blut in die Lunge der Katze, von wo aus sie dann in der Luftröhre nach oben steigen, wieder geschluckt werden und dem Darm einen zweiten "Besuch abstatten".
    Innerhalb von drei Wochen reifen die Spulwurmlarven zu etwa 8 bis 10 cm langen, weißen, spaghettiähnlichen Würmern (Astariden) heran. Werden diese Astariden geschlechtsreif, legen sie bis zu 200 000 Eier pro Tag, die über den Katzenkot ausgeschieden werden. Die Wurmeier sind sehr widerstandsfähig und können teilweise mehrere Monate auf/im Erdboden oder in unzugänglichen Ritzen überleben und somit erneut Katzen infizieren.



    Infektionswege:


    - über die Muttermilch
    - über Spulwurmeier vom Erdboden (bei Wohnungskatzen z.B. auch über dreckige Schuhe der Besitzer!)
    - Verzehr von Mäusen, die häufig Spulwurmlarven als Zwischenwirt übertragen



    Symptome:


    - Wurmeier im Kot (können vom Tierarzt nachgewiesen werden)
    - evtl. ganze Würmer im Kot
    - bei sehr hohem Wurmbefall erbrechen Katzen die Würmer
    - struppiges Fell
    - Abmagerung
    - aufgeblähter Bauch



    Diagnose:


    Die Diagnose von Spulwürmern erfolgt über eine Kotprobe beim Tierarzt und den Nachweis von Wurmeiern im Kot der Katze



    Therapie:


    Der Befall mit Spulwürmern kann mit geeigneten Präparaten behandelt werden.
    Da die bisherigen Wurmmittel jedoch nur die ausgewachsenen Würmer und nicht die Larven vernichten, soll die Behandlung nach 14 Tagen wiederholt werden.
    Auch das tägliche Auswaschen der Katzentoilette mit mindestens 70° C heißem Wasser kann den Infektionszyklus unterbrechen.


    ACHTUNG:
    Bei den Spulwürmern handelt es sich um eine Zoonose, d.h. die Krankheit kann auch auf den Menschen übertragen werden.
    Zumeist infizieren sich Kleinkinder über mit Katzenkot verunreinigtem Spielplatz-Sand.
    Im Normalfall verläuft die Infektion symptomlos (im Gegensatz zu einer Infektion mit dem Hundespulwurm).
    Jedoch kann es auch hier (in seltenen Fällen!) passieren, dass die Larven sich in Organe und Muskulatur bohren und als "Wanderlarven" weitergehende Symptome wie zentralnervöse Erscheinungen (Kopfschmerz, Verhaltensstörungen), Augenschäden, Lebervergrößerung, Bronchitis oder bei Kindern allergische Reaktionen wie Nesselsucht verursachen.


    Entwicklungszyklus des Toxascaris leonina bei der Katze


    Video mit freundliche Genehmigung von Bayer Tiergesundheit TV