Pünktchens Erkrankung

  • Hallo. Wie in meiner Anmeldung eben beschrieben, möchte ich hier auch meinen Beitrag dazu leisten. Bis gestern war ich Besitzerin zweier EKH Katzen. Pünktchen und MIra. Beide knapp sechs Jahre alt. Beide wurden von mir aus dem Tierheim im Alter von 4 und 7 Monaten adoptiert. Seitdem leben sie in einer großen Wohnung mit großen Balkon.

    Vor zwei Wochen nahm Pünktchen auf einmal nichts mehr zu sich. Anzeichen einer Krankheit hatte sie sonst vorher nicht. Erster Verdacht vom Tierarzt war eine Vergiftung. Bei Wohnungskatzen eher unwahrscheinlich, aber wir wohnen ganz unten. Man hätte was auf den Balkon werfen können. Sie bekam mehrere Spritzen, Infusionen, Paste für die Ernährung. Sie zeigte eine Anämie (Blutarmut). Nach ein paar Tagen wurde ich kurz an einen anderen Tierarzt verwiesen, da der erste kein Röntgengerät hatte. Verdacht das sie was verschluckt haben könnte, oder ein Tumor im Bereich Milz. Röntgenbild ergab nichts, nur die Leber war etwas groß. Blutbild ergab eine starke Anämie mit Gelbsucht. Aber die Schleimhäute waren bei ihr nicht wie bei einer Gelbsucht gelb, sondern weis. Hätte man dort schon einen Tumor endeckt, hätten wir sie da schon erlöst. Die OP und die Chemo wollte ich ihr in ihrem Zustand nicht antun. Mir wurde gesagt, sie wäre hart dran. Es kann nur eine Infektion sein, oder eine starke Wendung zum schlechten kommen. Man ging davon aus es wäre die Leber. Sie bekam weiter Spritzen, Kortison, alles. Es ging ihr besser, Sie nahm wieder langsam was zu sich. Hatte zwar an Gewicht abgebaut, war schwach, aber versuchte wieder zu laufen. Gestern morgen kam jedoch die Wende. Sie krampfte stark und schrie. Nach der Ankunft beim Tierarzt verschlechterte sich ihr Zustand enorm. Die drohte zu ersticken und musste beatmet werden. Man versuchte alles, aber die Anamie war zu stark. Es hätte vllt noch eine Bluttransfusion geholfen in einer Tieklinik. Jedoch war sie so schwach, das sie den Weg dahin nicht überlebt hätte. Man konnte ihr nicht mehr helfen und wir erlösten sie. :schnüff: Was es zum Schluss war konnten beide Tierärzte nicht herausfinden. Man hätte noch eine Reihe an Tests machen können, aber nicht mehr in ihrem Zustand. Wir haben getan was wir konnten. Wie gesagt es ging ihr besser, also nahm man an es geht wieder Berg auf. Sie nach dem Tod untersuchen lassen, wollten wir nicht. Wir wollten das Tier ruhen lassen.

    Ihre Schwester ist drei Monate älter und fing schon vor ein paar Tagen an sie anzufauchen. Wahrscheinlich roch Pünktchen durch die ganzen Medikamente schon anders. Wir nahmen sie mit nach hause. Weder für mich noch für meinen Freund kam es in Frage, sie dort zu lassen. Das arme Tier einfach im Krematorium zwischen vielen anderen Tieren, Nein!.

    Wir legten Pünktchen zuhause auf den Boden auf einer Decke, damit sich Mira verabschieden konnte. Aber sie ging nur kurz zu ihr, fauchte und untersuchte dann die Transportbox, wo sie drin lag. Ich vermute sie hat schon tage vorher gemerkt was los ist und hat Abschied genommen. Mira ist etwas schwierig. Sie akzeptierte nur Pünkchten eine zweite Katze. Mit andere kommt sie nicht klar. Und sie hat eine starke Bindung zu meinem Partner und mir. Heute liegt sie nur in ihrer Hängematte und schläft. Fressen tut sie. Ich vermute sie trauert auch ein bisschen.

    Ob wir uns nochmal eine zweite Katze zulegen, wissen wir noch nicht. Das wird die Zeit zeigen und wie Mira damit umgeht. Wenn ja, ist die Frage ob sie gleich alt sein soll, oder jung. Auf jeden Fall wäre es wieder eine Katze aus dem Tierheim. Dort warten genug Tiere auf ein Zuhause.

    Zuerst muss man das ganze erstmal verarbeiten. nervlich und finanziell. Aber was tut man nicht alles für seine Liebsten:schnüff:

  • Ich lese deinen Beitrag erst jetzt und bin ganz traurig, dass deinem Pünktchen nicht geholfen werden konnte. Es ist oft gar nicht einfach, herauszufinden, was die Katze hat, man leidet mit und hofft das Beste.


    Dass du dein Pünktchen nicht beim TA gelassen hast, verstehe ich wohl. Viele Nichttierbesitzer mögen es nicht verstehen, aber ein Tier ist auch ein Familienmitglied und das hat ein eigenes schönes Grab verdient.

  • Danke für euer Mitgefühl :jaja:. Und entschuldigt das ich jetzt erst schreibe. Im Moment habe ich nicht soviel Zeit :öhm:.

    Wenn ich bei euch hier bin, dann lese ich auch gerne fiel anderen Beiträge und dafür nehme ich mir auch immer Zeit.

    Morgen werden es schon 6 Wochen und wir vermissen sie sehr:schnüff:. Manchmal versucht man Frieden damit zu finden und manchmal denkt man, vllt hätte man noch etwas machen können. Aber das wird alles noch dauern...

    Der anderen Fellnase geht es soweit gut, aber man merkt das sie etwas einsam ist....

    Sie spielt teilweise alleine, fordert uns aber natürlich auch dazu auf. Man merkt, wie sehr sie an ihrer Schwester hang... Manchmal fängt sie auch nochmal an, nach ihr zu suchen....Aber es ist nicht mehr so schlimm wie am Anfang



    Und nochmal danke von für euer Verständnis und Mitgefühl

  • Ja viele Nichttierbesitzer verstehen nicht, warum man so vieles für seine Tiere macht und dann um sie trauert. Sie sind für uns Familienmitglieder, Freunde, Zuhörer, Tröster, Spaßmacher und Wegbegleiter in allen Situationen unseres Lebens...

  • Ja viele Nichttierbesitzer verstehen nicht, warum man so vieles für seine Tiere macht und dann um sie trauert. Sie sind für uns Familienmitglieder, Freunde, Zuhörer, Tröster, Spaßmacher und Wegbegleiter in allen Situationen unseres Lebens...

    Jemand der nie ein Tier hatte versteht das nicht, aber dafür gibt es ja uns :freunde:


    Liebe Grüße von Marita mit Simba und Rocky


    Für eine Zeitlang halten wir deine kleinen Pfötchen fest, dein Herz aber ein Leben lang....