Unser Kater Balou trauert – brauchen wir wieder eine zweite Katze?

  • Letzten Sonntag ist unser geliebter Kater Sid ganz plötzlich verstorben. Sein Verlust hat eine große Lücke in unserer Familie hinterlassen. Auch unser zweiter Kater Balou sucht seitdem viel, wirkt unruhig und scheint seinen Freund zu vermissen. Uns ist bewusst, dass diese Umstellung für ihn – nach so vielen gemeinsamen Jahren – sehr schwer ist.


    Die beiden waren seit ihrem 13. Lebenswoche zusammen. Als junge Katzen waren sie ein Herz und eine Seele, später gab es zwar auch mal kleine Reibereien, aber sie haben immer wieder zueinander gefunden. Beide waren Freigänger und hatten ein enges, vertrautes Verhältnis.


    Nun stehen wir vor der Frage:

    Braucht Balou (9 Jahre) wieder einen Katzenfreund – oder kommt er nach der Trauerphase auch als Einzelkater gut zurecht?


    Für uns persönlich wäre keine zweite Katze mehr notwendig. Gleichzeitig möchten wir Balou nicht die Chance nehmen, weiterhin soziale Kontakte zu haben – und vielleicht einem Tier aus dem Tierschutz ein liebevolles Zuhause zu schenken.


    Wir sind daher etwas hin- und hergerissen und fragen uns:


    • Woran erkennen wir, dass Balou wirklich wieder einen Katzenpartner braucht?
    • Welche Art Charakter würde zu einem 9-jährigen, menschenbezogenen, sensiblen Kater passen?
    • Wäre ein Kitten eine Option – oder eher ungeeignet?



    Uns ist bewusst, dass wir zuerst die Trauerphase abwarten müssen. Auch möchten wir auf keinen Fall eine Katze wieder abgeben müssen, falls es nicht passt – es soll für beide Seiten eine Bereicherung sein.


    Fakten zu Balou:


    • Kater, 9 Jahre
    • Sehr menschenbezogen
    • Freigänger
    • Reagiert auf fremde Katzen im Garten häufig abweisend



    Wir freuen uns über Einschätzungen und Erfahrungen.

  • Wir hatten vor einem halben Jahr die gleiche Situation - eine unserer beiden Wohnungkätzinnen ist mit sieben Jahren urplötzlich verstorben. Obwohl sie mit der zweiten Katze kein so enges Verhältnis hatte, wie Du es bei Deinen Katern beschrieben hast, war unsere achtjährige Kyra nach Alinas Tod wie gelähmt. Nichts schien ihr mehr Freude zu machen.


    Und so zog bereits eine Woche später bei uns eine wesentlich jüngere Katzendame (11 Monate) ein. Eine Entscheidung aus dem Bauch und aus dem Herzen heraus. Es hätte schief gehen können, aber es war goldrichtig.


    Ganz anders war es bei meinem vor fünf Jahren verstorbenen Freigängerkater, als dessen Lebensgefährtin von uns ging. Der wollte keinen Partner mehr. Zweimal versucht, jedesmal ist er auf und davon nach dem Motto "der/die oder ich!"


    Will sagen, bei Freigängern ist die Situation eine ganz andere. Ich würde abwarten und Balou genau beobachten. Ihr kennt ihn am besten und spürt, ob er sich einsam und verloren fühlt. Im übrigen ist es nicht schlimm, einen kätzischen Partner zur Probe aufzunehmen, die meisten Tierheime machen das so, und es ist zwar nicht schön, wenn ein Tier zurückgeht, aber das ist allemal besser als ein Zuhause, das nicht passt.


    Ich würde wahrscheinlich - wenn es denn sein sollte - ein etwas jüngeres Tier wählen und eines, das sich leicht und gerne unterordnet. Sonst ist bei einem Katermann in den besten Jahren schnell Stress vorprogrammiert. Auch ein Kitten kann durchaus eine Option sein, wenn Euer Kater noch agil und spielfreudig ist. Im übrigen hat er ja als Freigänger die Wahl, ob er sich den Neuzugang ein bisschen vom Hals halten will oder nicht.


    Hört auf Euer Gefühl. Zu raten ist da sehr schwierig. Vielleicht ist es auch so, dass Euer verstorbener Kater den richtigen Hinweis schickt. Unsere Alina hat das getan.

    Liebe Grüße von Monika, Kyra und Maya sowie den Sternchen Alina, Pauline und Robin! :knuddel:



  • Mein Beileid zu eurem Verlust.


    Ich hatte vor ein paar Jahren eine ähnliche Situation. Einer meiner Kater ist plötzlich verstorben und der andere blieb alleine zurück. Zuerst sah auch alles okay aus, die beiden hatten nie ein enges Verhältnis und ich war mir nicht sicher, ob der Verbliebene nicht gerne Einzelprinz wäre. Aber dann hab ich genau das festgestellt:

    Nichts schien ihr mehr Freude zu machen.

    Mein Kater ist zB nicht mehr auf den Balkon gegangen zum Vögelchen gucken usw. Er lag eigentlich nur rum und nach einiger Zeit fing er auch immer wieder an zu miauen. Da habe ich dann neue Gesellschaft für ihn geholt und er hat sich auch sichtlich darüber gefreut.


    Ich würde euren Kater in nächster Zeit auch genau beobachten. Bei Freigängern ist das ja auch nochmal etwas anderes als bei Wohnungskatzen.

    Liebe Grüße von Pia mit Kasimir, Hazel und Jiji - Kasper ❤️🌈

  • Das tut mir leid für euch -.-

    Bei mir ist zur Zeit eine ähnliche Situation. Ich hab allerdings noch eine weitere Katze. Ursprünglich waren es 3. EIne Mädel,sie ist 11 Jahre alt und dann die zwei Jungs (Brüder,unzertrennlich) 8 Jahre. Und einer der Brüder,Samu,musst ich vor 4 Wochen einschläfern lassen ganz plötzlich.
    Jetzt hab ich hier seinen Bruder Rufus alleine mit Merle. Die zwei sind sich nicht unbedingt grün,weil Rufus ist ein kleiner Rüpel/Pöbel,typisch Kater etc. Klassisches Kater&Katzeproblem eben.
    Ich weiß er bräuchte mit Abstand im Grunde wieder einen Kater zum kuscheln und austoben. Er ist seit dem Tod seines Bruders zum Glück nicht irgendwie ernsthaft anders,aber du merkst es schon. Anhänglicher als früher,ihm fehlt das gemeinsame putzen,liegen,er kommt viel kuscheln und holt sich was er möchte. Aber ich bin natürlich kein Ersatz.
    Und Merle ist nicht so das er sich an ihr ausleben könnte ;)
    Aber zur Zeit kein zweiter Kater. Geht nicht.

    Ich würd Balou im Auge behalten,beobachten,alles ein bisschen sacken lassen.
    Wenn du merkst,er braucht jemanden,einen Kater im gleichen Alter plus,minus ein bisschen. Wenn du unbedingt Kitten möchtest,dann 2. Wobei ich persönlich ein erwachsenes Tier nehmen würde.
    Und ja,es kann sein das er auf Fremdkatzen draußen reagiert. Draußen ist anders als drinnen/zu Hause. Draußen sind´s Eindringlinge. Nicht selten sind sich sogar Katzen die zusammen zu Hause sind,draußen spinne feind.
    Du kennst euren Kater am besten. Lass dir Zeit beim suchen. Generell würd ich persönlich sagen,ein Kater der gut sozialisiert ist,sehr gut mit anderen Katzen kann,vllt in einer Gruppe Katzen war/ist.
    Meine zwei Jungs z.B waren bis sie zu mir kamen im Tierschutz. Hatten keine Vorbesitzer. Sie waren 1 1/2 Jahre als sie einzogen und Rufus war nicht handzahm,hatte Panik vor Menschen,konnte aber mit Katzen. Samu war zahm,kein Problem mit Menschen und erst recht nicht mit anderen Katzen. Das war ein kleiner Sozialarbeiter. Wären Rufus wie gesagt ein bisschen schwierig ist,auch mit Katzen.
    Die zwei saßen immer in Gruppen mit anderen Katzen und hatten da nie Schwierigkeiten.

    :geist:Liebe Grüße :geist:

    ~~~~~~ Jessica ~~~~~~
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