Du kennst Deine Katze am besten. Kannst Du Dich in sie einfühlen und spüren, was sie möchte? Wie war sie vor der Erkrankung - lebenslustig und agil oder eher müde und wenig aktiv?
Wie hat sie sich bisher beim TA verhalten? Hat sie gut mitgemacht oder war das eher schlimm für sie? Würde sie das wollen - ständige TA-Kontrollen, eventuell immer mal wieder Klinik, Medikamente etc.?
Für mich sind solche Fragen entscheidend. Klar kann es Deiner Ophelia wieder besser gehen. Aber es wird ein Kraftakt und eine Gratwanderung mit ungewissem Ausgang. Es gibt Katzen, die sind einfach Kämpfer. Die schütteln Klinikaufenthalte hinterher einfach ab und machen weiter, weil sie leben wollen, selbst wenn es schwierig ist.
Es gibt aber auch andere Tiere. Die, die sich schnell aufgeben und schlichtweg gesagt einfach keinen Bock mehr haben.
Wir kennen hier Dich nicht, und wir kennen Ophelia nicht. Die einzige, die das einschätzen kannst, bist Du.
Bitte versteh' mich richtig, wenn es Hoffnung gibt, und es Deiner Katze auch nur geringfügig besser geht, dann such' nach Lösungen, wie man sie betreuen könnte (es gibt ja auch Catsitter). Aufzugeben, weil Du Dich überfordert fühlst, das wäre jetzt für mich keine Option, es gibt immer Hilfe in irgendeiner Form.
Aber wenn Du das Gefühl hast, dass Ophelia auf all das keine Lust mehr hat, dann führe ein offenes und ehrliches Gespräch mit den Tierärzten. Die können das im Normalfall sehr gut einschätzen.
Der letzte Schritt muss stimmig sein...