Hallo und auch von mir herzliches Beileid zum Tod Eurer Katze.
Bitte versucht, Eure Unsicherheit und Eure Schuldgefühle loszulassen. Ihr habt alles getan, was getan werden konnte.
Ihr wisst nicht, wie krank Eure Paula schon vor dem Eingriff war. Katzen sind Meister darin zu verbergen, wie schlecht es ihnen wirklich geht. Möglicherweise war sie schon total verkrebst, bevor der Primärtumor entfernt wurde. Insofern war Eure Entscheidung, sie gehen zu lassen, sehr wahrscheinlich die einzig richtig und ein Akt der Liebe und der Gnade.
Ich bin der Überzeugung, dass es für jedes Lebewesen eine Zeit gibt, zu der sein Lebensplan erfüllt ist. Und wenn der gekommen ist, dann kann man 1000 Ärzte und Kliniken bemühen, man wird das Ruder nicht mehr herumreißen können. Eure Paula war 13, das ist zwar nicht sehr alt, aber auch nicht mehr jung, und für viele Katzen der Zeitpunkt, an dem sie sich verabschieden. Nach meiner Erfahrung ist 13 ein total kritisches Alter, ich kenne viele Samtpfoten, die da gestorben sind.
Manche Tiere gehen auch, weil sie Platz machen wollen für ein neues, das gerade zu diesem Zeitpunkt "bereit" steht. Ich habe es oft so erlebt. Alles hat seinen Sinn, auch wenn es total sinnlos erscheint. Wir verstehen nicht alles, können es auch gar nicht, weil unser Denken begrenzt ist.
Eure Paula möchte sicher, dass Ihr Frieden macht mit der Erfahrung. Ihr geht es jetzt gut, das ist die Hauptsache. Ganz sicher ist sie Euch auch dankbar für alle Eure Liebe und Mühe.