Leishmaniose ... genau ... lieben Dank Jutta
Manchmal steh ich wie Ochs vor Berg.
Das würde ich tatsächlich ansprechen bei der südlichen Vermittlung.
Wie Monika auch schon anmerkt,der Start dort ist für viele Tiere eher suboptimal,die Versorgung selten ausreichend und die Tierheime oft völlig überfüllt und sehen nicht so aus wie hier. Oftmals steckt Tierschutz in vielen Ländern noch in den Kinderschuhen oder ist kaum vorhanden. Gerad in Spanien gibt es aber auch Menschen die sich sehr für Straßentiere (egal ob jetzt Hunde oder Katzen) einsetzen und ihr bestes versuchen mit den vorhandenen Möglichkeiten und oft auch mit Hilfe aus Deutschland.
Von unseren zwei roten wurd z.B die Mama und der Wurf vergiftet. Warum die zwei kein Gift abbekommen haben,keine Ahnung. Sie lagen in jedem Fall länger in der Situation bei der toten Mama und Geschwistern,bis sie von Tierschützern aufgelesen wurden. Die zwei waren ca. 4 Wochen alt.
Hier kann allerdings genau das gleiche passieren. Z.b von dem roten Kater den wir vor den beiden hatte ... er wurd schlichtweg mit seinen Geschwistern in der Mülltonne entsorgt auf der Autobahn und nur durch Zufall gefunden. Er und seine Schwester lebten noch,der Rest war tot.
Was die Dame schreibt hört sich erst einmal völlig in Ordnung an. Da würde ich einmal nach dem Tierschutzverein gucken wofür sie vermittelt und ggf. nachfragen ob das seine Richtigkeit hat. Das ist schnell gemacht und man hat ein gutes Gewissen.
Natürlich geht man IMMER ein Restrisiko ein das ist klar. Egal ob man hier vor Ort ein Tier aufnimmt oder aus dem Ausland.
Und auch hier kann man auf die Nase fallen. Wie Monika schon schreibt,da muss man auf sein Bauchgefühl hören und ggf. vorher etwas gucken und fragen. Gerad wenn ein zugehöriger TS-Verein angegeben wird,dann kann man das gut überprüfen ob die Menschen seriös sind oder nicht. Manche Leute arbeiten aber auch ohne das ein TS-Verein drüber steht oder Tierheim. Das war bei unserer Pflegestelle von den Jungs der Fall. Die Dame macht das seit 20 Jahren und hatte wirklich Ahnung von dem was sie tut. Gut,die Giardien waren ein "Patzer" der passieren kann (bei Stress kann sowas ausbrechen und Umzug ist Stress ... und ganz ehrlich,ohne Verdacht macht man auch kein Giardientest) Seither werden die Tiere direkt vor der Vermittlung nochmals getestet bei ihr. Bei ihr gab es bei uns auch die erste Vorkontrolle. Wurde bei uns noch nie gemacht in all den Jahren und war mir persönlich sehr sympatisch.
Mich persönlich schrecken auch keine chronisch kranken/behinderten Tiere,sofern man die bestehenden damit nicht in Gefahr bringt. Wir hatten 5 Jahre unseren kleinen Montagskater Ian,der uns krank aus dem Tierheim gegeben wurde. Dort wurde wohl nie abgeklärt was er hat bzw. lief als chronischer Schnupfer. Wir sind letztendlich mit ihm 3 Jahre von A-Z mit ihm gelaufen um ihm zu helfen. Es war sehr schnell klar das er nicht ansteckend ist für unsere zwei anderen,von daher kein Problem.
Genau,das muss jeder für sich ausmachen und gucken ob er mit einem chronisch kranken Tier oder eines mit Behinderung leben kann. Kann immerhin immer im Laufe eines Tierlebens passieren.
Ich hab mir angewöhnt zunächst tatsächlich online auch zu schauen. Oder auch wie bei unserem Montagskaterchen das Tierheim im Vorfeld direkt anzuschreiben. In der Mail hab ich uns kurz beschrieben,unsere vorhandenen Katzen und was wir "suchen" Danach sind wir persönlich dann hin und haben uns umgeschaut bzw. wollten dies eigentlich. Aber Ian sprang meinem Mann sofort auf den Arm als wir das Katzenhaus betraten. Da war die Wahl gefallen. Anders ging es nicht 
Ian saß noch mit drei anderen in Quarantäne und war gerad frisch einen Tag vorher wieder im Haus. War also weder auf der Webseite,noch hätten wir ihn gesehen wenn wir etwas eher gefahren wären.
Bei unseren zwei jetzigen Jungs reichte ein Foto und ich war verknallt
Ebenso bei unserem kürzlich verstorbenen Momo. Das Tierheim hatte ein Bild von seinem kompletten Wurf auf der Webseite und die Kitten sahen zum klauen aus (Britisch Kurzhaar Mixe ... also kleine explodierte Flokatiteppiche) Ich rief an und fragte ob von den Kleinen noch welche da wären und die Pflegestelle sagte mir,das nur noch ein schwarzer da wäre. Den wolle keiner weil die Augen nicht blau seien -.- Ansich hatte ich eigentlich einen der bunt-hellen Kitten ins Auge gefasst die wohl alle ihre blauen Augen behalten haben. Aber meinte dann nur "och,schwarz nehmen wir auch sehr gerne,Augenfarbe ist sowas von egal" Wir haben ihn dann zwei Mal auf der Pflegestelle besucht und mit 16 Wochen durften wir ihn mitnehmen.
Lange Rede,kurzer Sinn ... wenn der Funke überspringt ist es eigentlich egal ob vor Ort oder nur auf einem Foto.