Hallo ihr Katzen-Sachverständigen,
zunächst die halb-gute Nachricht. Leons „Schnupfen“ besserte sich noch nicht, aber der Bösewicht könnte enttarnt sein: Igel-Zecken übertragen Lungenwürmer (!). Deswegen half bisher kein Homöopathikum, muss Katerchen ein entsprechendes Mittel geben. Parallel bekommt er nun doch „Fern-Reiki“, Meisterin nur 6 km entfernt: kostet nichts. 😉
Carol: Katzenohren sind eben unschlagbar. Sarah registrierte allein das Runterschalten eines Wagens vor’m Haus, saß schon am Esszimmer-Fenster, wenn der „Besuch“ in die Einfahrt bog. Das verwilderte Rudel stellte förmlich Wachposten auf. Beim Arbeiten (Homeoffice) hockte immer eine so vor’m Bürofenster, dass ich sie vom Schreibtisch aus sehen konnte. Kopfsprung ins Gebüsch hieß: „Achtung, jemand nähert sich von der Gartenseite!“ Nächster Posten auf dem Garagendach. Er hatte die Aufgabe, meine Rückkehr zu verkünden. Schwups 15 Katzen im Kofferraum: „Was hast du uns heute mitgebracht?“ 😉
Das kaum Vorstellbare lieferte „Opa Hannibal“, ca. 80 % echte Wildkatze, der nicht mehr wandern wollte, blieb. Hannibal war taub, musste a bisserl auf der Terrasse trampeln, um ihn zum Essen zu rufen.
Kam eines Tages eilig über die Obstwiesen aus dem Wald, er döste rechts am Schuppen in der Sonne. Ganz falsch: Urplötzlich kreuzte er so abrupt meinen Pfad, dass ich stehenbleiben musste - er ging langsam weiter. Ohne Hannibal hätte ich einen Salto über den mittlerweile gezogenen Weidedraht gemacht. Unmöglich, nicht wahr? Woher weiß ein „schlafender“ Kater, dass ich den Draht nicht sehe, verhindert ne zumindest schwere Verletzung?
… Oder Marlene hat null Problem mit der Uhrzeit? Sie brachte mir, ewig versucht, das scheue Mädel einzufangen, zwei sehr schnupfenkranke Kleine, während ihr drittes Kind etwas entfernt rief. „Nein, so geht’s nicht, Marlene, ich brauche alle drei. Komm morgen Abend um halb acht mit ihnen.“ Sie war auf die Minute pünktlich (!), scheuchte die Jungen persönlich zur Gartentür rein. Offensichtlich von Mama gut darauf vorbereitet, konnte sie füttern, „verpacken“, beim Tierschutzverein „abgeben“. 12 Stunden später bereits in einer Arztpraxis, Alarmstufe Rot (alle wurden gesund).
Und zwei Tage danach sitzt Marlene morgens neben mir im Bad - die offene Gartentür. „Kannst mich jetzt zum Kastrieren bringen!“* „Ernsthaft??“ Ihr etwas ungläubig einen Transportkorb hingestellt, sie legte sich sofort rein. Kein Klagen nix, wir fuhren zum Doc.
* Nee, sie „reden“ nicht, übersetze nur ihre Mimik. 😉
Dazu die für heute letzte Episode, genauso verrückt. Sehr heißer Sommer, Ciccio wollte lieber nicht raus. Hatte gegessen, getrunken, sitzt vor’m Schreibtischstuhl, guckt mich an. „Was ist denn bitte, leg dich doch hin, schlaf etwas?“ Er fixiert mich weiter. Ratlos, bis seine „Augen-Kommunikation“ bei mir einrastete: „Die Sonne fällt auf meine Kissenburg. Gibt es nicht diesen Knopf, den du drücken könntest, um die Terrassentür-Jalousie abzusenken?“ Genau das war’s, Jalousie unten, Katerchen rollt sich subito zusammen, pennt.
Herzliche Grüße
Henrika