Und heute gibt es für euch:
Die Geschichte vom vermissten Merchen Teil II
Wir hatten in der letzten Zeit ja viele viele Gewitter.. und ein solches drohte gerade wieder, als ich wie gewohnt meine Katzen rein scheuchte, um alle im Haus zu haben, wenn es richtig los geht.
Alle waren da.. nur den Merchen hatte seit mittags niemand mehr gesehen.
Also bin ich um die Häuser gekreiselt und hab gerufen und gesucht, aber nicht mal eine Schwanzspitze war zu sehen.
Auch nach dem Gewitter kam kein Katertier nach Hause.. und irgendwann bin ich dann ins Bett und habe mein Fenster gekippt, falls er ruft.
Am nächsten Morgen: Kein Merchen! Daniel ging zur Arbeit und ich auf die Suche. Natürlich erfolglos..
Es sind die gleichen Gedanken die hoch kommen.. und ich kann nicht sagen warum, aber ich hatte irgendwie noch mehr Angst als vor knapp zwei Jahren. Frisch noch für mich der Verlust von Schmecki, dann die beiden Merchenkumpels.. es ging mir gar nicht gut. 
Nachbarn in der nächsten Häuserreihe haben einen Pool. Als ich vom Dachboden aus so ein wenig durch die Gegend schaute, fiel mir auf, dass auf dem so eine Wärmefolie schwimmt.. also lose.
Natürlich sah ich ihn in Gedanken da drunter treiben.. und mir war ganz schlecht.. Ich hab mir dann aber ein Herz gefasst und diesen Leuten einen Besuch abgestattet. Die Tochter sah nach: nichts. Aber das war mir eigentlich schon klar, als mich 5 französische Bulldoggen an der Tür begrüßten.. In so einen Garten geht Merchen ganz bestimmt nicht! 
Auf dem Rückweg hab ich dann gleich noch die Nachbarn von Teil I verständigt, aber auch die hatten ihn nicht gesehen. Später kamen dann noch die Wadlbeissernachbarn dazu.. die mir erzählten, dass Merchen ab und an die Katzenklappe im Keller benutzt, aber sofort auch wieder retour rast, wenn ein Mensch auftaucht.
Sie versprachen zwar zu gucken, glaubten aber nicht dass der Kerl bei ihnen sein könnte. Unterwegs hab ich noch 2-3 andere Nachbarn informiert, sicher ist sicher.
Also bin ich recht mutlos wieder heim und begann mich mental auf den Entwurf der Suchzettel vorzubereiten.. per Whatsapp schon mal die Mädels in den Dorfläden zu informieren.. und mir selbst Löcher in den Bauch zu fragen, wo der Kerl hin ist.
Zwei Stunden später klingelt es an der Tür. Ich wusste, das ist jemand, der ihn gefunden hat.
Der Dosi vom Wadlbeisser stand mit seinem Sohn vor meiner Tür: "Der Kater hockt in meinem Büro unterm Sofa!"
Da wäre er auch nicht aufgefallen, wenn man seinen Angstpipi in dem kleinen Raum nicht so ein wenig gerochen hätte.
Aber da der Mann ja bescheid wusste und in dem Zimmer zwar auch eine Schlange wohnt, die aber nicht nach Katze duftet.. kam der Blick unters Sofa und in der hintersten Ecke saß das bekannte Häufchen Elend.
Als ich ihn hervor ziehen wollte, machte er sich noch kleiner.. also mussten wir erst das Sofa nach vorn schieben. Ich hab ihn dann erwischt, auch wenn er fleissig mit dem Sofa mitgerobbt ist. Er roch erbärmlich und hat wohl beim Herausziehen auch noch mal unter sich gemacht vor Angst.
Der Nachbar war aber gar nicht böse.. ich durfte auch nicht zum Putzen anrücken.. Er hat nur gelacht und hatte eine einzige Bitte:
Er wollte Merchen einmal streicheln! Das sei die einzige Chance seines Lebens, meinte er. Draußen lässt er sich ja nicht anfassen. Also wurde Merchen noch gekrault und gestreichelt.. aber das hat er glaube ich gar nicht mitbekommen, war er doch wieder in seiner Schockstarre.
Die liess aber Zuhause sehr sehr schnell nach. Er wollte raus! Also ab in den Garten.. dort hat sich dann auf der Wiese rumgekugelt.. ist einmal um die Häuserreihe rumgelaufen und stand 5 Minuten später vor der Haustür. Er roch wieder wie Merchen, nicht mehr wie ein kleiner Hosenpinkler.
Ich musste dann noch mit ihm zum Opa, damit er sich Stäbchen abholen kann. Die hat er förmlich inhaliert und wieder daheim hat er sich auch noch mal ne ordentliche Portion Futter genehmigt. Im Büro gabs eben nix. 