Also ich kann dir mal meine Meinung dazu schreiben, als jemand der quasi unterhalb der Armutsgrenze lebt. Ich bekomme ja Erwerbsunfähigkeitsrente und zusammen mit Wohngeld sind das im Monat knapp 860,- Euro.
Tierhaltung betreiben mit wenig finanziellen Ressourcen ist immer ein Risiko und ich mache das im Prinzip auch nur, weil ich im Notfall noch Freunde/Familie hätte, die mir bei z.B. hohen Tierarztkosten aushelfen würden. Alleine mit dem bisschen Geld würde ich mir das gar nicht zutrauen.
Das war auch der Grund, warum ich mich nur noch für EINE Katze entschieden habe. Jedes weitere Tier kann gerade im Krankheitsfall eine enorme Belastung darstellen, nicht nur finanziell, sondern auch mental.
Drei Katzen sind schon nicht wenig, und wenn eine, oder sogar mehrere davon krank werden - im schlimmsten Fall sogar chronisch, dann kann das echt sehr, sehr anstrengend werden. Und vor allem teuer. Ich habe ja mit Pebbles gesehen, wie schnell das gehen kann. Ohne Unterstützung hätte ich das niemals geschafft.
Dann hast du auch erwähnt, dass du in einer 2 1/2 Zimmer Wohnung lebt ... käme natürlich noch auf die Quadratmeter an, aber ich denke es ist schon wichtig, dass sich die Tiere innerhalb der Wohnung aus dem Weg gehen können. Bei wenig Platz mit vielen Katzen wird das schwierig. Und auch hier ist man gerade im Krankheitsfall wieder sehr eingeschränkt. Wenn eine mal operiert und danach separiert werden muss, quetschen sich die übrigen in ein, zwei Zimmern zusammen. Ich weiß ja nicht ...
Ich denke auch, dein Gefühl sagt dir das Richtige. Auch ich finde es toll, dass du den Kleinen gerne zu dir nehmen würdest. Ernsthaft, wenn ich könnte würde ich auch liebend gerne zwanzig Katzen beherbergen! Aber man muss auch immer daran denken, was mal ist, wenn die Zeiten schlecht werden - sprich im Krankheitsfall. Erst gestern habe ich wieder gelesen, dass die Tierarztkosten sich ab diesen Monat verdreifachen(!) sollen. Da können schon Kleinigkeiten ein riesiges Loch im Geldbeutel hinterlassen.
Ich bin ja sonst wirklich niemand, der andere gerne entmutigt, aber wie gesagt : Ich weiß wie das ist, von sehr wenig Geld leben zu müssen und wie schnell das ganze ausarten kann.
Ich an deiner Stelle würde es bei den dreien belassen, die jetzt da sind, und die dafür so gut wie möglich finanziell absichern.
Edit: Ach ja, was das Spielen wegen Monty betrifft: Ich denke mal Katzen können sich ganz gut mit der vorhandenen Situation arrangieren. Du schreibst ja auch, er macht keinen unglücklichen Eindruck. Wenn ich mal keine Zeit, oder Lust habe mit Pam zu spielen, dann saust sie eben alleine ihre Runden durch die Wohnung, oder verhaut ihren Fisch, oder ihre Maus. Ich glaube, wenn genug Beschäftigungsmöglichkeiten da sind, kommt eine Katze auch gut ohne Spielkameraden aus.