Wie kann ich meiner Katze Soni helfen? Ich weiß nicht mehr weiter...

  • Liebe Community,


    ich bin neu hier und freue mich sehr, dieses Forum gefunden zu haben. Ich brauche dringend Hilfe, was meine Katze Soni betrifft. Ich habe das Gefühl, sie ist unglücklich und ich bin etwas überfordert.

    Ich habe sogar, nach zehn gemeinsamen Jahren, darüber nachgedacht, ein neues Zuhause für sie zu suchen, wo es ihr vielleicht besser geht. Ob das der richtige Weg für sie ist, da bin ich mir sehr unsicher...

    Ich schreibe mal unsere Geschichte auf. Vielleicht habt ihr ja Tipps oder Anmerkungen, die ihr und damit auch mir helfen können.

    Ich entschuldige mich gleich vorab für etwaige Verwirrungen, unsere gemeinsame Geschichte geht nun schon 10 Jahre und ich versuche mal ganz scharf alles wichtige zu erfassen:


    2007:

    - Ich: gemeinsame WG mit meiner Cousine

    - Katze: bei einer Familie am Stadtrand mit Freilauf, wird schwer vernachlässigt, getreten, missachtet (kein ordentliches Futter, versiffte Katzentoilette, keine Besuche beim Tierarzt, schwer abgemagert)

    - Meine Cousine: dort beruflich vor Ort, bekommt die Vernachlässigung mit und nimmt die Katze kurzerhand aus der "Obhut" der Familie, die die Katze freiwillig abgeben

    - Katze: kommt zum Tiernotdienst, wird dort entwurmt, entfloht, von Zecken befreit und mit den Grundimpfungen ausgestattet

    - Meine Cousine: nimmt Katze auf Anraten der dortigen Kollegin mit zu uns in die WG, damit wir sie aufpäppeln, damit weitere Untersuchungen gemacht werden können, für die die Katze zu schwach momentan ist

    - Katze: wird Soni (indischer Kosename für "Schatz") getauft und von uns mit viel Geduld und Fürsorge aufgepäppelt, sie nimmt rasant zu, wir denken, es liegt daran, dass sie vorher so ausgehungert war, wir schätzen mit dem Tierarzt ihr Geburtsjahr auf 2005, sie ist eine EKH, die immer zutraulicher wird und eines Nachts unter meinem Bett ihre Katzenkinder wirft, wir haben einfach nicht gesehen, dass sie schwanger war

    - sie lebt mit ihren Babys bei uns, hat Spielzeug, viel Zuwendung, genug zu essen und ist äußerst reinlich, wenn ihre Toilette wie man das eben machen sollte, einfach regelmäßig gereinigt wird

    - seit sie Mama geworden ist, greift sie adulte, fremde Katzen grundsätzlich an, faucht oder ist misstrauisch - sie liebt Menschen, andere Tiere findet sie furchtbar, ansonsten ist sie sehr anhänglich, verspielt, verschmust und kommunikativ, die Katzenkinder werden mit Hilfe des Tiernotdienstes an liebe neue Eltern gegeben, Soni trauert ganze zwei Monate, blüht danach aber durch viel Spielen und Zuwendung wieder sehr auf

    - mittlerweile hängt sie mehr an mir als an meiner Cousine und als diese wegzieht, bleibt Soni bei mir. Seitdem (2008) leben wir zusammen

    - als ich in eine kleinere Wohnung umziehe, lasse ich sie regelmäßig zwei Mal am Tag raus, ihr tut das sehr gut, sie wird sehr kräftig, bekommt von mir nur getreide- und zuckerfreies Futter, bekommt glänzendes Fell, hat Idealgewicht und sehr wache Augen, auch Freunden fällt auf, dass sie sehr zutraulich und offen geworden ist und sehr gesund aussieht, der Tierarzt ist auch mehr als zufrieden mit ihrem Zustand

    2013:

    - lerne ich meinen heutigen Ex-Freund kennen, die Katze "adoptiert" ihn, doch wir haben sehr unterschiedliche Herangehensweisen mit Soni umzugehen (ich füttere normale Portionen, er überfüttert sie und sie gewöhnt sich daran, mäkelig zu werden, verlangt nach immer mehr Aufmerksamkeit, weil er bei jedem Maunz von ihr auf sie eingeht, sie wird ein bisschen "hyperaktiv")

    - wir ziehen zusammen, auch dort geht sie raus, leider funktioniert unsere Beziehung nicht mehr, wir ziehen wieder auseinander

    - mein Ex-Freund zieht zu meinem damaligen besten Freund in die WG und ich muss für sechs Monate in eine andere Stadt und gebe, voller Vertrauen, Soni zu meinem Ex-Freund in die neue WG

    - mein Ex-Freund ist starker Raucher und trotz Balkon und Bitten, nicht im Zimmer zu rauchen, raucht er permanent, die Katze ist die ganze Zeit im Zimmer und atmet den Rauch mit ein

    - als ich nach den 6 Monaten zurück komme, ist Soni sehr dick, hat stumpfes Fell, hängt an meinem Ex-Freund und lässt, im Gegensatz zu früher, niemand anderen an sich heran, außerdem sieht sie schlapp und müde aus, ich möchte nicht, dass sie weiterhin so leben muss und bin stinksauer, das nennt er also "sich kümmern"


    Jetzt kommt das "kniffelige" an der Sache:


    Seit 2016:

    - bin ich mit meinem besten Freund, der mit meinem Ex-Freund zusammen gelebt hat, zusammen gekommen. Wir leben seit meiner Rückkehr aus der anderen Stadt gemeinsam in dieser WG. Mein Ex-Freund ist natürlich aus der Wohnung ausgezogen, lebt nun noch im gleichen Haus. Wir verstehen uns eigentlich noch sehr gut, unsere Trennung hatte nichts mit meinem jetzigen Partner zu tun und es war auch von seiner Seite nicht mehr so, dass er die Beziehung wollte sondern lieber mit mir befreundet sein wollte, was ich auch so sehe. Doch das Thema Katze Soni ist und bleibt ein Stresspunkt zwischen uns.

    Ich fühle mich seitdem, als hätte ich mit meinem Ex-Freund ein gemeinsames "Scheidungs"-Kind, das nun mit mir und meinem neuen Partner zusammen lebt. Den liebt sie auch sehr, bei meinem Ex-Freund dreht sie aber irgendwie ein bisschen durch. Wie bei einem Onkel, von dem man immer Cola und Haribo bekommt, was man zuhause nicht essen darf. Wisst ihr?


    Aktuelle Situation:

    - Soni wollte immer raus, seit mein Ex-Freund aus- und ich eingezogen bin, ist sie wieder viel freundlicher, wacher, ich rauche auch, aber nur (ausnahmslos!) auf dem Balkon - mein Partner ist Nicht-Raucher und eine Katze vollzuqualmen geht gar nicht! Ergo: Sie lebt jetzt wieder in einer Nicht-Raucherwohnung und nutzt die gesamte Wohnung, nicht mehr nur mein Zimmer (das ehemalige Zimmer meines Ex-Freundes war damals der einzige Ort, an dem sie sich wirklich aufgehalten hat, mittlerweile hat sie überall in der Wohnung Kuschelplätze)

    - wir haben sie, seit ich hier lebe, immer runter gebracht, ich konnte nicht zusehen, wie sie so dick und völlig eingefallen herumliegt - das Freigängertum hat ihr wieder sehr sehr gut getan, sie ist richtig aufgeblüht

    - Nachbarn haben aber auch eine Katze aufgenommen, die, warum auch immer, regelmäßig auf Soni losgeht, wir haben schon probiert mit ihm zu schimpfen, mit den Nachbarn zu reden, nichts hilft.

    - Soni hat mittlerweile riesige Angst nach draußen zu gehen, also wissen wir nicht, lassen wir sie drin, lassen wir sie raus (wir müssen sie fast nach draußen schleppen, damit sie an die frische Luft geht, also habe ich geschlussfolgert, dass sie, auch mit ihren mittlerweile 12 Jahren, leichte Niereninsuffizienz, nicht mehr unbedingt nach draußen muss)

    - wenn wir zuhause sind ist sie die ruhigste Katze der Welt, verschmust, entspannt, kommunikativ, verspielt, manchmal etwas gelangweilt, weil wir sie ja nicht die ganze Zeit bespaßen können, hat aber mittlerweile wieder Idealgewicht und wieder sehr gesundes Fell und sehr wache Augen und eine offene Art, ergo, die "Überfürsorge" gepaart mit dem sozial isolieren meines Ex-Freundes plus das Rauchen hat ihr überhaupt nicht gut getan. Problem: Sie liebt ihn dennoch über alles, weil er sie einfach verhätschelt sobald er sie sieht, das ist nämlich ein weiteres Problem.

    - mein Ex-Freund: Wohnt im selben Haus, wenn Soni draußen war, hat er sie oft einfach mit rein genommen (zu sich) oder sie ewig im Hausflur betuttelt und gestreichelt, sie teilweise sogar gegen unsere Anweisung bei sich in der Wohnung gefüttert

    - Als ich das meinem Tierarzt beschrieb, meinte er, dass das gar nicht in Ordnung sei, da sie ja so total verwirrt ist - wo wohne ich denn nun?

    - jedes Mal (!!!) wenn mein Ex-Freund erscheint, sie seine Stimme hört, ihn sieht oder ihn im Treppenhaus trifft, sitzt sie danach teilweise stundenlang schreiend/maunzend an der Wohnungstür

    - wenn sie rauswollte, haben wir manchmal einfach schon die Tür aufgemacht und sie ist ganz schnell nach unten getappelt, damit sie auf den Hof kann. Wenn sie meinen Ex-Freund gesehen hat, läuft sie nicht mehr nach unten sondern schnurstraks vor seine Tür (er wohnt über uns) und maunzt dort ewig lang


    Puh... sorry für den ewig langen Text, aber ich sehe selber nicht mehr richtig durch.

    Nun ist es so: Wir haben uns entschieden, sie drin zu lassen. Rausbringen bringt nur Ärger, weil sie entweder verprügelt wird von diesem gestörten Kater unserer Nachbarn und rausgehen mit "Angst haben müssen" assoziiert oder meinen Ex-Freund trifft und danach so etwas wie "Liebeskummer" hat. Ich möchte, dass er keinen Kontakt zu ihr hat, weil er ihr einfach nicht gut tut. Mittlerweile hat er zwei neue Katzen und hat Soni doch letztens ernsthaft mit in seine Wohnung genommen, damit sie die neuen Katzen kennen lernt. Mein Partner ist daraufhin so wütend geworden, weil er einfach nicht versteht, wie man sich so verhalten kann. Wir haben schon oft mit meinem Ex-Freund geredet und haben einfach das Gefühl, dass er nicht versteht, was er Soni damit zumutet.


    Jedenfalls nun meine Frage, was soll ich machen? Ist es richtig, sie drin zu lassen und ihr einfach die Wohnung so angenehm wie möglich zu gestalten (sie ist sehr groß 105 qm) oder sollte ich nach einem Zuhause für sie suchen, wo sie einfach eine gewisse Regelmäßigkeit erfahren kann, kein Ex-Freund herumläuft, den sie wie verrückt vermisst, sobald er in ihrem Sichtfeld auftaucht oder wie? Ich habe schon überlegt, mit ihr zu einer Tierheilpraktikerin zu gehen, weil ich das Gefühl habe, durch einen sehr unregelmäßigen Lebensstil meinerseits (Umzüge, einmal weggeben, viel Arbeit außerhalb der Wohnung, momentan Renovierungsarbeit in der Küche) ihr irgendwie Leid angetan zu haben/anzutun... Sie ist die meiste Zeit sehr entspannt und ruhig, aber dieses Geschreie nach meinem Ex-Freund, nach draußen wollen, dann wieder Angst haben und Unruhig-Sein macht mir seit Wochen sehr zu schaffen und mein Partner ist auch sehr unsicher, ob es ihr bei uns unter diesen Umständen wirklich gut geht.


    Ich hoffe, der Text ist nicht zu chaotisch und dass ihr vielleicht ein paar Ideen habt, was wir vielleicht falsch machen oder auch besser machen können.

    Denkt ihr, sie wäre woanders besser aufgehoben?


    Lieben Dank für eure Geduld und Hilfe

    JaneBlau:schnüff:

  • Erstmal Hallo :freunde:



    Du kümmerst dich sehr um Soni und ich glaube bei dir geht es ihr sehr gut, deshalb würde ich sie nicht hergeben.

    Du schreibst ihr müsst ihr sie fast zwingen damit sie rausgeht, wie sieht es denn mit dem Balkon aus könnt ihr den nicht Katzensicher machen?

    Vielleicht würde ihr das schon reichen :nachdenk:


    Du bekommst aber sicherlich noch mehr Anregung hier :freunde:

  • Erstmal herzlich Willkommen hier!


    Und dann erstmal dazu:

    Soni ist seit 2008 sterilisiert.

    Ich geh mal davon aus, dass sie kastriert ist. Sterilisieren macht man eigentlich nicht mehr, weil die Katze dadurch lediglich keinen Nachwuchs mehr bekommen kann, aber weiterhin rollig wird mit allen damit verbundenen gesundheitlichen Problemen und sehr großem Stress für die Katze.

    Sollte sie wirklich nur sterilisiert sein, wäre der erste Weg zum TA für eine Kastration.


    Und nun zum Rest:

    Oh man, schwierig.

    Ich denke schon, dass Soni Stress hat.

    Die meisten Katzen stehen sehr auf Regelmäßigkeit, feste Rituale, mögen Veränderungen überhaupt nicht.

    Dann hat sie vermutlich manchmal auch Langeweile, als Einzelkatze in reiner Wohnungshaltung.

    Eigentlich bräuchte sie Freigang, aber da ist dann der Kater, also wieder Stress.


    Das

    Denkt ihr, sie wäre woanders besser aufgehoben?

    ist sicher eine Überlegung wert - könntest du sie denn überhaupt weggeben?

    Und andererseits ist sie, so wie du es beschreibst, ja schon sehr eng an dich, deinen Freund aber eben auch an den Ex gebunden, wenn sie alle ihre Bezugspersonen verliert, geht es ihr vielleicht noch schlechter:nachdenk:


    Ein Umzug eurerseits, also du, dein Freund und Soni, in eine freigängertaugliche Gegend und weg vom Ex kommt vermutlich nicht in Frage?

    Liebe Grüße
    Frauke mit Fina, Rasmus, Roland und Scotty


    Das sind keine Augenringe, das sind Schatten großer Taten!

  • erstmal :willkommen:bei den Grinsekatzen!

    Ein Umzug eurerseits, also du, dein Freund und Soni, in eine freigängertaugliche Gegend und weg vom Ex kommt vermutlich nicht in Frage?

    ich finde nach dem ganzen Hin und Her dies die einzige Variante, die mir gefallen könnte und die Hand und Fuß für die Katze hat. Aber, ob ihr das wollt oder könnt???!!!! :nachdenk::nachdenk::nachdenk::nachdenk:

  • Hallo JaneBlau, die Situation ist wirklich nicht einfach und eine Patentlösung die für alle Beteiligten optimal ist gibt es vermutlich nicht. Soni hat schon einiges mitgemacht und es wäre schön, wenn sie zu Ruhe kommen könnte und weiß wohin sie gehört.

    ob es ihr bei uns unter diesen Umständen wirklich gut geht.

    Wie ist denn ihr Verhalten bezüglich fressen, spielen und schmusen? Alles ganz normal? Dann denke ich nicht, dass es ihr schlecht geht bei dir was nicht heißt, dass ihr der Freigang den sie gewohnt ist fehlt.

    Ich denke schon, dass Soni Stress hat.

    Gut möglich, sie ist durch das hin und her bestimmt verunsichert.

    Dann hat sie vermutlich manchmal auch Langeweile, als Einzelkatze in reiner Wohnungshaltung.

    Das könnte ich mir auch vorstellen denn sie wird sicher tagsüber alleine sein?

    Ich hatte viele Jahre eine Einzelkatze aber die konnte raus. Und so alt, dass sie ruhiger wird und den Freigang nicht mehr so einfordert ist Soni noch nicht.

    Wenn ihr die Wohnsituation nicht ändern könnt sehe ich keine wirkliche Lösung für euer Problem.

    Auch ein gesicherter Balkon wird fürchte ich einer Katze die Freigang kennt nicht genügen.

  • Puh das ist echt eine ziemlich komplizierte Sache.

    Erst mal Herzlich Willkommen bei den Grinsekatzen.

    Sollte sie wirklich nur sterilisiert sein, wäre der erste Weg zum TA für eine Kastration.

    Genau und das ist wirklich sehr sehr wichtig!!!


    Denkt ihr, sie wäre woanders besser aufgehoben?

    Also ich sag jetzt dazu wirklich nein- Sie hat soviel durch gemacht und ich denke mal wenn sie Dich jetzt auch noch verliert das wäre ein harter Schlag von dem sie sich wohl nicht so schnell erholen würde.

    Ich persönlich habe ja auch vor Jahren genau vor dieser Entscheidung gestanden, aber bei uns war die Situation eine ganz andere.

    In deinem Fall sag ich mal der Ex ist hier das Hauptproblem.

    Frage: Hab ich das richtig verstanden, das Dein Ex Soni mit zu sich genommen hat um seine Katzen kennenzulernen?

    Gehts noch? Die kleine leidet und dann so ein Ding. Ne sowas geht gar nicht !

    Soni muß einfach zur Ruhe kommen und eine Bezugsperson haben.

    auch mit ihren mittlerweile 12 Jahren, leichte Niereninsuffizienz, nicht mehr unbedingt nach draußen muss)

    Nun ja ich sag mal, wenn sie nicht raus will und sie Angst hat dann soll man sie nicht zwingen. Wenn sie lieber drinne bleiben will dann ist das kein Problem. Im alter werden die Katzen eh etwas ruhiger und bei einer Niereninsuffizienz machen sie ja auch irgendwie eine Wesensänderung durch.

    Also kurz gesagt wenn sie nicht raus will dann lasst sie einfach drin.

    Ein Umzug eurerseits, also du, dein Freund und Soni, in eine freigängertaugliche Gegend und weg vom Ex kommt vermutlich nicht in Frage?

    Das wäre glaub ich wirklich die einzige und allerbeste Lösung.

    Liebe Grüße von Cool Cat
    mit den Coolen Cats


    Menschen, die Katzen nicht lieben,
    kennen keine Katzen!

  • Danke ihr Lieben, ich bin sehr froh, dass gleich so viele liebe, sinnvolle Reaktionen von euch kamen. Das hilft sehr!

    Nun ja, leider ist es wirklich so... mein Ex hat sie im Flur getroffen und dachte sich wohl, ach, da stell ich sie mal meinen neuen beiden Katzen vor. Richtig, das geht gar nicht! Ich weiß wirklich nicht, was er sich dabei gedacht hat. Ich befürchte, nicht viel!


    Unsere Wohnsituation ist so, dass wir enorm wenig für die Wohnung zahlen, sie ist 105 qm groß, Altbau mit zwei Balkonen, die wir in den nächsten beiden Wochen auch katzensicher machen wollen, damit sie auch etwas draußen sein kann. Sie ist ziemlich schön und wir zahlen gerade mal 3,70 pro qm, das finden wir hier in Leipzig nicht noch einmal. Der Wohnungsmarkt ist schon ziemlich krass mittlerweile, da haben wir verdammt Glück. Da wir beide noch studieren ist das etwas, was wir so schnell nicht ändern können. in der Zukunft planen wir, etwas ländlicher zu wohnen, doch das wird wohl noch eine Weile dauern... Daher vermute ich, dass sie leider drin bleiben muss. Aber vielleicht hilft der Balkon wirklich etwas... Wir müssen nur irgendwie einen Sichtschutz bauen, denn, tada, mein Ex-Freund hat den Balkon nebenan... Ich sag's mal blöd, sein Auszug und der Weggang der anderen Katze wären ideal, nur wird das auch nicht passieren.


    Sie frisst normal, ich gebe ihr nur hochwertiges, zuckerfreies und getreidefreies "reines-Fleisch" Futter, manchmal mit etwas Vitamin B-Komplex gemischt für ihr Fell, ab und zu gibt es getrockneten Fisch zur Belohnung nach dem Spielen. Aber ich versuche darauf zu achten, ihr wenn dann nur Katzenmilch aber keine regelmäßigen Snacks zu geben. In den meisten ist sehr viel Zusatzkram drin, von dem sie ziemlich aufdreht...

    Spielen, ja, ich glaube das kommt gerade zu kurz. Manchmal sind wir beide einige Stunden nicht zuhause, da hat sie dann nur ihre Kuschelplätze und fühlt sich sicher auf oft einsam. Sie ist einfach so anhänglich. Das ist schön, aber eben für sie und uns manchmal auch schwer zu handeln.


    Wie macht ihr das denn mit euren Stubentigern/Freigängern? Habt ihr zuhause feste, regelmäßige Zeiten zum spielen, etwas, womit die Katzen selbst spielen können oder eine Art "Spielpatz"? Wir haben schon überlegt, da wir gerade selbst viel bauen wollen, eine Art "Kletterpacours" an der Wand anzubringen (haben relativ hohe Decken) - meint ihr, das wäre was? Ansonsten kuschelt sie viel mit uns, will immer auf uns drauf liegen oder kuschelt sich einfach bei jeder Gelegenheit an uns ran. Mein Partner verwöhnt sie immer sehr ausgiebig mit Streicheleinheiten, trägt sie auch viel herum, wenn sie einen Sehnsuchts.Anfall bekommt, eben wie mit einem Baby :-) Das beruhigt sie immer sehr, aber wir können sie ja nicht 12 Stunden am Tag im Arm halten. Ansonsten spielen wir immer mal mit Seilen mit ihr, das gefällt ihr sehr oder mit einem Laserpointer zum Jagen. Ich war da früher etwas kreativer, sicher fehlt ihr das momentan etwas... Da muss ich (Asche auf mein Haupt) mir wohl eingestehen, dass ich da zu wenig mit ihr mache...


    Was die Kastration/Sterilisation angeht, das hat meine Cousine damals alles gemacht, da war Soni noch "ihre" Katze, das habe ich gar nicht richtig mitbekommen und wusste gar nicht, dass es diesen Unterschied gibt... :nachdenk: Ich habe sie vorher rollig erlebt, seit dem Eingriff ist das nicht mehr vorgekommen. Aber da hake ich definitiv bei meiner Cousine nochmal nach! Danke für diesen wichtigen Hinweis!


    Miau von Soni und liebe Grüße von mir :schwärm:

  • Achso, als Erklärung, wir haben eine zweistöckige Wohnung, sie hat eine Treppe, die nach oben führt. Dort ist der große Balkon, der an den Balkon meines Ex-Freundes grenzt. Unsere Wohnungstür befindet sich in der Etage darunter.

  • Noch was vergessen :-)


    Ich muss ehrlich sagen, dass ich es kaum übers Herz brächte, sie wegzugeben. Ich kann es mir eben auch nicht gut vorstellen, dass sie das gut überstehen würde. Sie liebt uns ja sehr und wir sie auch... Nur manchmal denke ich eben, so eine etwas "bodenständigere" Familie, mit einem kleinen Garten oder direktem Zugang zu Grün, die einen regelmäßigen Tagesablauf haben, würde ihr vielleicht mehr liegen... Ach..schwierig...

  • Hallo und willkommen! Ich an deiner Stelle würde erst einmal versuchen, den Balkon katzengerecht herzurichten. Vielleicht hast du dort ja genug Platz, um ihr z. B. ein altes Katzenklo mit Erde und Gras hinzustellen und eine Möglichkeit, dass sie vom Balkon schauen kann. Hab hier einen Kater, der auch den Drang hat, rauszugehen, aber er war nie ein Freigangskater und ich kann ihn mit dem Balkon ganz gut zufrieden stellen.


    Und ja, deine Süße braucht Sicherheit und Regelmäßigkeit. Das Verhalten deines Ex-Freundes bringt immer wieder Unruhe und Unsicherheit rein, Motto: Wer gehört jetzt zu mir und zu wem gehöre ich? Wenn sie gar nicht raus will, lasst sie drin und versucht, ihr viel Abwechslung zu bieten in Sachen Spielzeug, Beschäftigung etc. Man kann ja auch immer wieder Sachen von draußen reinholen (Kastanien, Blätter zum Rascheln etc), die neugierig machen.


    Wenn das aber gar nicht funktioniert, bliebe womöglich wirklich nur ein Umzug. Ich gehe mal nicht davon aus, dass dein Ex-Freund zur Vernunft kommt, jedenfalls liest es sich so, als ob er gar nicht die Bedürfnisse von Soni versteht. Weggeben würde ich sie auf keinen Fall. Sie hat ja nun genug hinter sich, wer weiß, wo sie dann hinkäme und ob sie das verkraftet.

  • mit zwei Balkonen, die wir in den nächsten beiden Wochen auch katzensicher machen wollen, damit sie auch etwas draußen sein kann.

    Das ist schon mal eine sehr gute Idee!

    Da hat sie dann viele Eindrücke durch Geräusche und Gerüche und wenn ihr die Balkons dann noch ein bisschen katzengerecht gestaltet, mit Liegeflächen, Aussichtsplattform, katzengeeigneten Pflanzen etc. könnte das Freigang evtl. auch ersetzen.

    Bei zwei meiner Freigänger würde das jedenfalls definitiv als Ersatz reichen!

    und wir zahlen gerade mal 3,70 pro qm, das finden wir hier in Leipzig nicht noch einmal.

    Okay, dann ist es klar, dass ein Umzug erstmal nicht in Frage kommt.

    Ich sag's mal blöd, sein Auszug und der Weggang der anderen Katze wären ideal, nur wird das auch nicht passieren.

    Naja, man soll niemals nie sagen, aber zumindest ist das nichts, was in deinen Überlegungen eine Rolle spielen sollte, weil es eben extremst unwahrscheinlich ist.

    Aber ich versuche darauf zu achten, ihr wenn dann nur Katzenmilch aber keine regelmäßigen Snacks zu geben. In den meisten ist sehr viel Zusatzkram drin, von dem sie ziemlich aufdreht...

    Hast du es schon mal mit Trockenfleisch als Leckerlie versucht? Da gibt es verschiedenste Sorten, sind zuckerfrei, sogar realtiv gesund und die meisten Katzen stehen drauf.

    Wie macht ihr das denn mit euren Stubentigern/Freigängern? Habt ihr zuhause feste, regelmäßige Zeiten zum spielen, etwas, womit die Katzen selbst spielen können oder eine Art "Spielpatz"?

    Also, ich hab vier Freigänger und Regelmäßigkeit gibt es eigentlich nur grob bei den Futterzeiten.

    Wir haben zwei Fummelbretter, die je nach Bedarf auf den Markt kommen, sowas wäre für Soni vielleicht auch was!

    Ansonsten haben unsere vier eben sich als Spiel-, Rauf- und Kuschelpartner, wir spielen relativ wenig mit ihnen, gekuschelt wird dafür umso mehr - wir haben extreme Kuschelkatzen:herzklopfen: - aber das ist mit der Lebenssituation von Soni ja absolut nicht vergleichbar.

    Wir haben schon überlegt, da wir gerade selbst viel bauen wollen, eine Art "Kletterpacours" an der Wand anzubringen (haben relativ hohe Decken) - meint ihr, das wäre was?

    Und auch das ist, wie mit den Balkonen, eine sehr gute Idee!

    Und hier im Forum gibt es auch viele gute Beispiele, wie man da gestalten kann.

    Ansonsten kuschelt sie viel mit uns, will immer auf uns drauf liegen oder kuschelt sich einfach bei jeder Gelegenheit an uns ran.

    Ja, klar, sie will Kontakt und mag nicht allein sein.

    Ich habe sie vorher rollig erlebt, seit dem Eingriff ist das nicht mehr vorgekommen.

    Dann wird sie vermutlich kastriert sein, die Begriffe werden oftmals verwechselt, aber nachfragen solltest du auf alle Fälle.

    Liebe Grüße
    Frauke mit Fina, Rasmus, Roland und Scotty


    Das sind keine Augenringe, das sind Schatten großer Taten!

  • Hallo, Ihr macht euch wirklich Gedanken und tut viel damit sich Soni wohlfühlt.

    Meine Frage nach dem Verhalten zielte darauf ab ob es sich daraus ableiten lässt wie sie sich fühlt. Hört sich für mich gut an. Solange ein Tier normal frisst ist das ein gutes Zeichen.


    Habt ihr mit vertretbarem Aufwand die Möglichkeit den Balkon zu sichern? Dann würde ich es auf jeden Fall versuchen und wie ich es verstanden habe kannst du ja mit deinem Exfreund vernünftig reden. Dann erkläre ihm warum ein Sichtschutz nötig ist und dass er nicht versuchen soll Soni zu locken.

    Für die Zeit die sie alleine ist kannst du ein Fummelbrett mit Leckerli bestücken und/oder ihr immer mal ein neues Spielzeug geben. Muss ja gar nichts Teures sein.

  • Also das mit dem Balkon ist schon mal was :super:

    Wichtig ist der Sichtschutz zu Deinem Ex, aber da kann man viel machen.

    Du schreibst das du mit Deinem Ex reden kannst. Vielleicht solltest du ihm mal klar machen, was er mit seinen unüberlegten Aktionen Soni antut. Wenn er sie wirklich gern hat, dann versteht er das auch.

    Du schreibst auch, das sie sehr Änhänglich ist (ich hab auch zwei so "Mamakinder" hier. Ja ich weiß das es manchmal anstrengend ist. Aber ich sehe es als das schönste Geschenk. Und ich sag mal sie würde nicht kuscheln und schmusen, wenn sie sich nicht wohlfühlt. Ich denke mal sie fühlt sich wohl aber ist verunsichert.


    Wie macht ihr das denn mit euren Stubentigern/Freigängern? Habt ihr zuhause feste, regelmäßige Zeiten zum spielen, etwas, womit die Katzen selbst spielen können oder eine Art "Spielpatz"?

    Also wir haben eigendlich nur beim Fressen feste Zeiten. Gespielt wird wenn sie gerade mal der Meinung Frauchen ist jetzt dran uns zu bespaßen :kicher: Wir haben viel Spielzeug. Und viele andere Utensilien die sich die Katzen ergaunert haben und es als Spielzeug benutzen :kicher: Ich habe vier Katzen und jede hat so ihre Vorlieben. Alles was Federn hat ist hier sehr belieb, Bälle, Mäuse, Kabel , Stricke naja und Papiertüten (Henkel kaputt machen) und so einiges.

    Da kannst du kreativ sein.

    Manche Katzen in dem Alter spielen allerdings nicht mehr. Ich hab auch so ein Exemplar hier. Hin und wieder mal ne quitsche Maus vermöbeln aber das wars dann auch.


    Ich habe sie vorher rollig erlebt, seit dem Eingriff ist das nicht mehr vorgekommen.

    Na dann wird sie Kastriert sein.

    Liebe Grüße von Cool Cat
    mit den Coolen Cats


    Menschen, die Katzen nicht lieben,
    kennen keine Katzen!

  • Herzlich Willkommen :) Endlich ist auch noch jemand aus Lpz da ^^

    Ich finde es total toll, dass du dir soviele Gedanken um Soni machst. Sie wegzugeben sehe ich auch nicht als Lösung, ich denke das es ihr dadurch eher schlechter gehen würde. Aber das ihr die Balkone Katzengerecht gestalten wollt ist sehr gut u wird ganz bestimmt Soni sehr gefallen. :)

    Die Situation mit deinem Ex ist natürlich wirklich schwierig. Verstehe auch nicht warum er nicht zur Einsicht kommt, wenn er sie angeblich so gern hat.

    Vielleicht versuchst du ja doch nochmal mit ihm zu reden u wenn das nichts bringt würde ich ihm klipp u klar sagen das er Soni nicht mehr zu Gesicht bekommt, da es ihr einfach nicht gut tut.

  • Hallo und herzlich Willkommen.


    Also als erstes: Ich würde sie nicht weggeben. Es findet sich bestimmt eine Lösung.

    Nummer 1 wäre wohl ein Gespräch mit dem Ex, damit er versteht, was er Soni "antut" mit seinem Verhalten. Sicherheit und Beständigkeit sind so ziemlich das Wichtigste für eine Miez. Dann kommt der Rest ...


    Wir haben schon überlegt, da wir gerade selbst viel bauen wollen, eine Art "Kletterpacours" an der Wand anzubringen (haben relativ hohe Decken) - meint ihr, das wäre was?

    Ein Catwalk ist eine tolle Sache. Wenn Ihr hohe Decken habt, dann ist das doch optimal für einen Kletterparcours. Das bietet Soni Abwechslung und tolle Schlaf- und Sicherheitsmöglichkeiten. Wenn sie keine Lust hat, dann geht sie einfach ganz nach oben und hat ihre Ruhe. :)


    Außerdem sind Fummelbretter immer super! Das fordert sie ein wenig.


    Und wenn Ihr auch noch zumindest einen Balkon katzensicher gestalten könnt, dann wäre es absolut perfekt. Es geht doch nichts über Katzen-TV. :)


    Du siehst, die Voraussetzungen für ein glückliches Katzenleben bei und mit Euch, sind auf jeden Fall da. Das wird schon!

  • Ihr Lieben, vielen lieben und tausendfachen Dank für eure große Unterstützung.:knutsch::knutsch::knutsch: Dieser Austausch mit echten KatzenfreundInnen hat mir viel Unsicherheit genommen und viel Klarheit gebracht. Meine Sorgen und Schuldgefühle haben mir das "Durchblicken" schwer gemacht.


    Habe gerade alle Beiträge mit meinem Freund nochmals durchgelesen, auch die ganz neuen (war jetzt paar Tage offline) und er ist euch auch extrem dankbar für die informative und liebe Zuwendung - auch ein extra Wink an Luna-Karli aus der gleichen Stadt :-))


    Folgenden Schlachtplan haben wir entworfen:


    1. Kastration prüfen

    2. Balkon sichern mit Liegeflächen

    3. halbwegs regelmäßige Futterzeiten einführen

    4. Catwalk im großen Wohnzimmer plus Spielmöglichkeiten

    5. Abgrenzung zum Ex-Freund (plus Ansage, dass er keinen Kontakt mehr haben kann, ohne Diskussion)

    x. Umziehen (haben nämlich eine Mieterhöhung bekommen..., ist also eh jetzt Thema)


    Die Umsetzung wird etwas Zeit in Anspruch nehmen, ich berichte im neuen Jahr, ob und inwiefern es geholfen hat.


    Bis dahin wünsche ich euch allen besinnliche, Schmusige Weihnachten, einen guten Rutsch mit euren Katzen und Kater-Herzen und sage

    Miau! :zwinker:

  • Schön, wenn unsere Antworten für euch hilfreich waren! :freu:


    Ich finde, euer Schlachtplan klingt sehr gut!:super:Und ja, bitte berichte unbedingt, wie es sich entwickelt, mich interessiert das sehr.


    Euch bis dahin auch alles Gute und schöne Festtage!

    Liebe Grüße
    Frauke mit Fina, Rasmus, Roland und Scotty


    Das sind keine Augenringe, das sind Schatten großer Taten!

  • Maximale Anzahl an Dateianhängen: 10
    Maximale Dateigröße: 1 MB
    Erlaubte Dateiendungen: bmp, gif, jpeg, jpg, pdf, png, txt, zip
      Du kannst die Antworten mittels Drücken und Festhalten in ihrer Reihenfolge ändern. Du kannst 20 Antwortmöglichkeiten vorgeben.
      Das Ergebnis ist erst mit dem Ablauf der Umfrage oder der Abgabe einer Stimme sichtbar.