Mit dem Thema habe ich mir keinen Gefallen getan. So viele Lieblingsbilder
Ich hab auch schon fünf Mal hin und her getauscht, weil ich mich nicht entscheiden kann. ![]()
Mit dem Thema habe ich mir keinen Gefallen getan. So viele Lieblingsbilder
Ich hab auch schon fünf Mal hin und her getauscht, weil ich mich nicht entscheiden kann. ![]()
Aber ich halte Katzen für intelligent genug, um zu erspüren, wenn etwas nicht so gut für sie ist. Sie fressen ja im allgemeinen auch draußen nichts, was ihnen giftig erscheint.
Nun kann man dem allerdings entgegenhalten, dass viele Katzen qualitativ minderwertiges Billigfutter regelrecht inhalieren. Das liegt dann meiner Meinung nach aber an Zusatzstoffen wie Appetitanreger und Geschmacksaromen. Da es solches Futter bei mir nicht gibt, habe ich da keine Erfahrungswerte.
Das sehe ich auch so.
Tiere machen genauso wenig wie Menschen etwas ohne Grund. Wenn die Katze Futter verweigert, kann es wirklich sein, dass es ihr nicht bekommt und das muss nicht gleich in extrem deutlichen Symptomen in Erscheinung treten, sondern können auch nur leichte Übelkeit oder Bauchweh sein - Sachen die man als Halter gar nicht mitbekommt, als Tier aber schon. Ich würde daher niemals einem Tier mein Futter der Wahl aufzwingen. Anbieten ja, und immer mal ausprobieren, aber wenn es nicht will, dann respektiere ich das.
Mag ja sein, dass hochwertigeres Futter gesünder ist (wobei man auch da sagen muss, dass es nicht jede Katze verträgt), aber ich denke wiederum nicht, dass es der Gesundheit zuträglich ist, wenn das Tier im Prinzip jedes Mal unter Stress frisst, weil es ein Futter vorgesetzt bekommt, dass es eigentlich nicht mag. Ich stelle mir gerade vor, wie es mir selber dabei ginge ... furchtbar.
(Wenn eine Katze aber anfängt extrem mäkelig zu werden, ist ohnehin ein Tierarztbesuch angesagt. Damals als Fee anfing schlecht zu fressen, dachte ich auch, sie ist einfach nur wählerisch. Dabei war es schon die anfangende CNI.
Deswegen würde ich heute niemals mehr einem Tier einfach unterstellen, dass es aus Lust und Laune Futter verweigert. )
Manchmal kommt sie mir vor wie meine Mutter. Jahrelang hat sie mir erzählt, dass sie Holundergelee so gerne isst, und jedes Jahr habe ich ihr ein paar Gläser gemacht. Irgendwann hat sie mich dann gefragt, wie ich darauf komme, ihr Holundergelee mitzubringen, das habe sie noch nie leiden können.
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Ohne Witz, so gings mir die Tage mit Pam auch. Am Sonntag hatte ich eine Tüte mit Leckerchen aufgemacht, und die fand sie eeeeendlich mal richtig gut! Ich hatte ja die Hoffnung schon fast aufgegeben, denn bisher hatte sie ja immer alles konsequent ignoriert, so nach dem Motto: Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht.
Bei den Dingern hat sie aber richtig zugeschlagen und im Laufe des Tages die ganze Tüte leer gemampft. Ich dachte schon, ich hab endlich den Heiligen Gral gefunden und gleich eine Wagenladung voll bestellt, weil ich nun mal leider nur das eine Tütchen hatte. Mach ich vorhin nach der Lieferung voller Freude eine Tüte auf und leg es ihr schön klein gebröselt hin ... geht die doofe Eule einfach weg. Habs mehrmals probiert, aber sie guckt mich an, als wollte sie sagen: "Was soll ich'n damit?"
Dann versuchte ich es mit ner Knabberstange der gleichen Firma - die wird gefressen. Da hatte sie nun heute auch schon drei Stück, da ich im Moment froh über alles bin, was rein geht. Aber ich fürchte morgen tritt wieder die Amnesie in Kraft und sie hat vergessen, dass sie die so toll fand. Versteh das mal einer ... ![]()
Ja, die Medikamente lassen nach.
Und der Tumor wächst ja weiter, der Fremdkörper im Maul hindert sie ja auch ohne Schmerzen am Fressen.
Dazu die Tatsache, dass die Schilddrüse vermutlich wieder in eine Überfunktion geraten ist aufgrund der Medikation... Es ist doch ein unlösbare Teufelskreis: wenn sie keine Schmerzen haben soll, hat sie riesigen Hunger, den sie wegen des Tumors nicht stillen kann.
Wir haben einen Termin für 17:30 Uhr
Ich bin in Gedanken bei euch.
Bei Fee und ihrer CNI hab ich damals auch gehadert, wann ich es beenden soll. Sie konnte ja auch kaum noch fressen, wurde immer dünner, und hatte Schmerzen. Ich hätte das sicherlich auch noch mit Medikamenten weiter hinauszögern können, aber im Endeffekt wusste ich auch nicht mehr wozu eigentlich. Wenn eine Krankheit absolut nicht heilbar ist, dann bin ich der Meinung, dass man nicht zwingend bis zum bitteren Ende am Leben festhalten muss (sehe ich bei Menschen, wie auch bei Tieren gleichermaßen so).
Ganz viel Kraft auf dem letzten Wege für euch. ![]()
Hat hier jemand Erfahrung mit Nassfutter von "Wild Freedom"?
Naja, ich hatte es bei Pebbles mal probiert, aber sie mochte es tatsächlich nicht so gerne. Bei Pam brauch ich's gar nicht versuchen. Die Zusammensetzung find ich eigentlich top und es sah auch gut aus, was da so in der Dose war. Aber ist wohl, wie bei allem, einfach Geschmackssache.
Mist, gestern klang es noch deutlich besser. Aber ich hatte das mit dem Schmerzmittel auch gar nicht mehr auf dem Schirm. ![]()
Ich drück dich mal aus der Ferne. ![]()
Aber sie ist gesprächig... Macht "Männchen" für Leckerchen....
Das klingt doch eigentlich ganz gut, wenn sie sogar noch Futter fordert. Ich denke wenn sie große Schmerzen hätte, würde sie das Fressen komplett einstellen.
So oder so ist es immer schwierig abzuwägen, wann man den letzten Schritt geht.
Meine Tierärztin meinte damals, es gibt nur selten den richtigen Zeitpunkt, gerade wenn es ein Auf und Ab ist.
Ich hoffe für euch, dass es noch ein Weilchen dauert, und dann später möglichst eindeutige Zeichen auftreten, um zumindest die Entscheidung ein wenig zu erleichtern. ![]()
Herzlichen Glückwunsch! 
Tut mir so Leid das so lesen. ![]()
Ich wünsche euch, dass die verbleibende Zeit mit ihr noch einige schöne Erinnerungen bringt.
Und für den letzten Weg ganz viel Kraft. ![]()
Was mir aber "Sorgen" bzw. Gedanken macht: sie ließ es heute zu, dass Luke neben ihr Rücken an Rücken auf dem Sofa lag. Ich hatte direkt wieder die Bilder von Luke und Pete vor Augen, an genau der gleichen Stelle und einen Abend, bevor Pete dann über die Regenbogenbrücke ging
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Ist wahrscheinlich totaler Quatsch, aber es beschäftigt mich schon.
Kann ich total verstehen. Mich lassen solche Momente auch nicht los, und tauchen in der nächst besten Situation wieder auf.
Dass Cleo aber wieder gut gemampft hat ist doch schonmal prima. Und putzen ist auch immer ein positives Signal. Heilung braucht ja auch Zeit. Aber kenne diese Ungeduld. Man will immer am Liebsten dass sofort wieder alles gut ist.
Auch von mir gute Besserung und Daumen gedrückt, dass alles wieder gut wird!
Ist ja schonmal prima, dass sie heute schon Besserung zeigt - das lässt doch hoffen. ![]()
Über diese Video bin ich vorhin zufällig gestolpert, und fand das so interessant, dass ich dachte, ich teile es mal hier.
Da ich weiß, dass einige hier kein Englisch verstehen und im Video leider auch nur englische Untertitel verfügbar sind, habe ich den Text so gut ich konnte übersetzt und unter das Video gepackt.
Die Mangroven von Sri Lanka.
Diese versunkenen Wälder in Süd-Ost-Asien befinden sich ständig im Wandel.
Als natürliche Blockade für die Küste ist das Leben hier eine Herausforderung.
Durch das Einwirken der Menschen reduzieren Umweltverschmutzung und Klimawandel die Mangrovenbäume und das Leben der Tiere hier wird mit jedem Tag zweifelhafter.
Doch noch ist in diesem Sumpf ein Lebewesen, das den Widerständen, und unseren Erwartungen zur selben Zeit trotzt.
Die Fischkatze.
Im Wasser ist vermutlich der letzte Ort, an dem du deine Hauskatze vermuten würdest.
Aber, das Wasser ist es wo diese kleine Katze, die Fischkatze, dominiert.
Durch zu viel Konkurrenz mit Raubtieren an Land, waren Fischkatzen gezwungen eine neue Nische zu erkunden, um zu überleben. Sie wandten sich dem Sumpf zu.
Um dieses neue Ökosystem zu erobern, mussten Fischkatzen eine ganze Reihe von Anpassungen entwickeln.
In der Welt der Kleinkatzen sind Fischkatzen ziemlich groß. Ihre Größe erlaubt es ihnen größere Fische aus dem Wasser zu rangeln. Die schleichenden Katzen besitzen kurze Beine, eine tiefe Brust und, anders als die meisten anderen Katzen, kurze, dicke Schwänze.
Da sie die meiste Zeit jagend unter Wasser verbringen, benötigen diese Katzen keine langen, eleganten Schwänze, um ihnen bei der Balance zu helfen. Sie verbringen so viel Zeit ihres Lebens im Wasser, dass sie gelernt haben wirklich gut zu schwimmen.
Ihre Zehen an den Vorderpfoten verfügen teilweise über zusätzliches Gewebe, das ihnen dabei hilft durchs Wasser zu treiben.
Diese Sumpfdinger sind die weltweit einzigen Katzen, die sich auf Fisch spezialisiert haben.
Andere Katzen mögen ab und zu Fisch fressen, doch Fischkatzen tragen ihren Namen aus gutem Grund.
In einer sehr Katzen-unartigen Weise tauchen Fischkatzen mit dem Gesicht voran ins Wasser, um ihre Beute zu überfallen.
Sie warten am Ufer und sitzen absolut still, bis sie einen Fisch entdecken.
Diese Fischkatzen hat einen gefangen in einer flachen Stelle gefunden. Sie nähert sich leise. Der Fisch müht sich ab, kann sich jedoch nicht aus dem Wasserloch befreien. Die Katze schlägt zu.
Doch Mahlzeiten sind nicht immer so einfach zu bekommen. Diese Fischkatze wird etwas tiefer gehen müssen. Auf der Suche nach einem anderen Fisch, wartet die Katze. Sie entdeckt einen Fisch, der entlang des Fußes der Mangrove schwimmt.
Sie taucht. Sie gleitet mühelos durchs Wasser. Ihr Kopf ist lang, schmal und sehr hydrodynamisch. Sie ist dazu geschaffen zu tauchen. Sie fängt den ahnungslosen Fisch und taucht auf.
Unterwasser kann dich niemand Miauen hören.
Sie verbringen so viel Zeit ihres Lebens im Wasser, dass sie gelernt haben wirklich gut zu schwimmen. Ihre Zehen an den Vorderpfoten verfügen teilweise über zusätzliches Gewebe, das ihnen dabei hilft durchs Wasser zu treiben. (Weiß nicht, warum das nochmal erwähnt wird, ich will aber nichts vorenthalten … )
Auch wenn Fischkatzen auf Fisch spezialisiert sind, jagen sie alles was sich in der Nähe des Wassers befindet.
In diesem Fall, eine Ente.
Diese Sumpfbewohner verwalten große Reviere auf Inseln, überall in Süd-Ost-Asien, die gelegentlich mit denen von anderen Fischkatzen kollidieren. Sie verbringen ihr Leben alleine, und treffen sich nur zur Paarung.
Weibchen haben normalerweise einen Wurf von zwei, bis drei Kätzchen, die bei der Geburt sehr abhängig von der Mutter sind. Sie entwickeln sich schnell und mit nur einem Monat wagen sie ihren ersten Sprung ins Wasser.
Doch ihre Tage des Tauchens werden unter Umständen gezählt sein. Vom Aussterben bedroht muss die Fischkatze einen schweren Kampf austragen.
Die Feuchtgebiete verschwinden. 35% der Mangroven auf diesem Planeten sind ausgetrocknet.
Ihr Lebensraum wird zerstört, um Platz für Landwirtschaft und menschliche Siedlungen zu machen. Dämme verhindern den Zufluss von Süßwasser zu den Mangroven - dadurch erhöht sich der Salzgehalt im Wasser und tötet die Vegetation.
Der Klimawandel hat zur Erhöhung des Meereswasserspiegels geführt, was diese Küstenbarrieren zunichte machen kann.
Zudem fangen Wilderer die Fischkatzen ein, um sie als exotische Haustiere zu verkaufen, wegen ihres Fells, oder als Vergeltung für Fischer, weil sie Fische aus ihren Netzen gestohlen haben.
Diese Katze hat es jedoch geschafft lebend zu entkommen, wenn auch nicht gänzlich unversehrt.
Schutzbemühungen für die Fischkatze sind schwierig.
Diese mysteriösen Katzen aus dem Sumpf sind unsagbar schwer zu fassen, und fast unmöglich in der Wildnis zu finden.
Aus diesem Grund wissen viele Menschen gar nicht, was sie sind.
Aber einige Menschen führen eine Veränderung herbei. Die „Fischkatzen Erhaltung“ unterrichtet Kinder in Indien und Sri Lanka über die Fischkatze, in der Hoffnung, dass diese sie zu lieben und respektieren lernen.
Ebenso versorgen sie die örtlichen Fischer mit Werkzeugen, wie Krabbenkisten, so dass diese ihren Lebensunterhalt verdienen können, ohne die Mangroven zu fällen.
Fischkatzen sind nur eine Lebensform, in dem Ökosystem das von der Welt zu verschwinden droht, und ohne Hilfe von Leuten wie Du und Ich, werden die Tage der mysteriösen Katze aus dem Sumpf gezählt sein.
Ich denke, es ist gut, dass Du so entschieden hast. Und wer weiß, vielleicht springt ja schon bald eine Katze in Dein Leben, bei der Dein Herz spricht und nicht das Pflichtgefühl. Die ist dann richtig.
Auf jeden Fall, bisher hat's immer irgendwie geklappt. ![]()
Und am Ende hast du vielleicht sogar diesen Prozess mit genau diesem Kater gebraucht, um innere Klarheit zu bekommen über den eigenen Altruismus, die eigenen Bedürfnisse und Wünsche.
Davon bin ich überzeugt! ![]()
Ich denke, wenn man eine erwachsene Katze bei sich aufnimmt, ist es wichtig, dass es "klick" macht. Bei einer älteren oder alten Katze noch mal mehr als bei einer zwei- dreijährigen. Und bei einer schon kranken, alten Katze ist es ganz ganz wichtig!
Gut, dass du das geschrieben hast. Ich hab ganz oft so ein unterschwelliges Gefühl, oder eine Ahnung, kann es aber nicht richtig in Worte fassen. Du bringst aber hier genau auf den Punkt, was ich die letzten Tage unbewusst gespürt habe. ![]()
Das hab ich damals geschrieben, als Lilly hier einzog, 13 Jahre alt, allerdings pumperlgesund.
Aber zu unserem Rudel aus bis dahin vier Katzen, und die waren mir/uns eigentlich (manchmal mehr als) genug.
Aber es sollte einfach so sein, und war auch ohne Zweifel die richtige Entscheidung, für alle.
Ich glaube mittlerweile auch, das das ganz wichtig ist. Dass man glücklich mit der Entscheidung ist, dass man keine Zweifel hat und sich auf den neuen Bewohner freut. Das war bei mir und dem Katerchen leider auch nicht der Fall. Aber letztendlich weiß ich nun was ich will, was ich kann (und nicht kann) und die Miezen waren zumindest beim Tierarzt. Das Ganze war also nicht völlig umsonst. ![]()
Danke euch für das Feedback. ![]()
Ich finde diese Entscheidung absolut richtig. Die Pflege kostet viel Kraft, Liebe und Geduld. Und es wäre für euch beide nicht fair, wenn man nicht eindeutig dahinter steht.
Ja, das ist wahr. ![]()
Du wirst einen passenden Deckel finden, neue Liebe
mit der du unbeschwerte Jahre verbringen, sie betüddeln und verwöhnen darfst .
So eine neue Liebe, muß ja nicht gleich mit Sorgen beginnen.
Das glaub ich auch, und ich hab es ja zum Glück nicht eilig. Ich werde einfach weiter die Augen offen halten. ![]()
Liv, ich bin davon überzeugt, dass du die richtige Entscheidung getroffen hast.
Wenn dieser Kater und du füreinander richtig gewesen wärt, hättest du das gemerkt, irgendwie.
Das war auch so ein Punkt, es hat einfach so gar nicht geklickt. Und irgendwie brauch ich das schon, diese gegenseitige "Liebe auf den ersten Blick". ![]()
So, ihr Lieben - heute Morgen habe ich meine Entscheidung bezüglich des Katerchens gefällt und heute Mittag auch schon der Besitzerin mitgeteilt.
Erst einmal ein ganz dickes, riesiges, herzliches DANKESCHÖN an alle, die sich hier so rege beteiligt haben!
Jeder einzelne Beitrag hat mir bei meiner Entscheidungsfindung geholfen. Vielen Dank für jedes Mut-Machen, Verständnis äußern, einfach Dasein, und vor allem natürlich an die persönlichen Erfahrungen mit kranken/sterbenden Katzen. Ihr habt mir damit wirklich sehr geholfen und bin froh, eine so tolle, hilfsbereite und wissensstarke Gemeinschaft gefunden zu haben. ![]()
Es war ein langes Hin und Her für mich. Gestern Abend habe ich auch nochmal abschließend mit meinem besten Freund telefoniert, ihm auch nochmal alles geschildert und meine Pro- und Contra Liste vorgelesen (ohne geht's bei mir nicht). Am Ende sagte er das Gleiche, das mir auch in den Sinn kam: Die Pro-Liste überwiegt - also mach es. Das war also meine Entscheidung gestern Abend.
Als ich heute morgen aufgewacht bin, habe ich jedoch eine unglaubliche Schwere in mir gefühlt. Ich habe mich in die Situation versetzt, wie es wäre, wenn ich nun aufstehen und ein krankes Tier versorgen müsste. Und ich habe gemerkt, ich bin noch nicht so weit. Mir fehlt dazu einfach noch die Kraft.
Daher habe ich mich letztendlich doch dagegen entschieden.
Ich hätte wirklich gerne geholfen, aber ich bin niemand, der Sachen nur mit halbem Herzen macht. Und ich fand es nicht fair dem Tier gegenüber, es nur aus Mitleid zu nehmen, und ihm dann hier eventuell mit einem negativen Gefühl gegenüber zu sitzen. Das würde mich fertig machen und das hat auch kein Tier verdient.
Auch ist es einfach noch zu früh für mich, mich nun direkt im Anschluss schon wieder mit Tod/sterben/Krankheit auseinandersetzen zu müssen. Das hatte ich den letzten Jahren einfach zu oft.
Und besonders eure Erfahrungsberichte haben mir nochmal ganz deutlich gezeigt, dass ich dazu jetzt noch nicht wieder in der Lage bin.
Ein Beitrag, der vermutlich auch mit am ausschlaggebendsten war, ist zudem dieser hier:
Liebe Liv,ganz ehrlich würde ich dir ein gesundes, nicht ganz so altes Tier gönnen,nachdem du in den letzten Jahren eine Dauerpatientin zu versorgen hattest und die ganze Kraft und deine Liebe hineingesteckt hast.
Du hättest es dir verdient .
Alter und leider auch Krankheit kommen schneller als man denkt.
Dieser Beitrag hat mich so gerührt und auch berührt, dass ich beim Lesen innerlich zum ersten Mal wirklich in der Lage war genau diese Sehnsucht in mir selber zu spüren und herauszufiltern. Dieser Wunsch ist in all dem Helfen-Wollen nämlich total untergegangen.
Aber genau das hätte ich wirklich auch gerne mal wieder. Wenigstens ein paar Jahre lang einfach unbeschwert das Tierchen genießen können, ohne Sorgen, und auch einfach mal mit Leckerchen vollstopfen können, ohne dauernd drauf achten zu müssen, was es darf, was es verträgt, was krank macht ... diese Einschränkungen waren echt belastend. Und ich weiß, dass das viele hier kennen.
Ja, das ist nun quasi das Ende der Gesichte. Ich hätte gerne für ein Happy End gesorgt, aber ich denke so ist es für alle wirklich am Besten. Ich selber spüre tatsächlich eine ziemliche Erleichterung (ein bisschen Trauer natürlich auch), und ich hoffe, dass das Katerchen nun die Chance bekommt jemanden zu finden, der ihn wirklich mit voller Energie versorgen kann.
Noch einmal vielen, vielen Dank an alle - ihr seid toll! ![]()
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Es gibt aber noch viele andere Möglichkeiten den erkrankten Katzen zu helfen- Ulmenrinde gegen Übelkeit, Kräuter die das Spülen der Nieren helfen, Futternäpfe gegen Übelkeit hoch stellen, gemahlene Eierschalen wenn gekaufte Phosphatblocker nicht vertragen werden, etc.
Ach ja, cool. Da sind echt viele Tipps und Möglichkeiten dabei, danke dir! ![]()
Solche erhöhten Näpfe hab ich sogar schon besorgt, weil ich die grundsätzlich nicht schlecht fand.
Sollte es dazu kommen, dass ich mich noch weiter damit beschäftigen muss, kann ich ja nochmal einen separaten Thread zu dem Thema aufmachen, ich fürchte das geht hier sonst alles ein wenig unter. Oder vielleicht gibt's es auch schon einen, ich hab jetzt gar nicht nachgeschaut.
Ich hatten die gleichen Gedanken wie du, ich habe teilweisen die Erlösung herbei gesehnt. Ich war wütend auf die Katze, oder vielmehr auf ihre Erkrankung. Natürlich konnte sie nichts dafür.
Auch nachdem sie gegangen war, war ein Teil von mir froh darüber.
Ich schäme oder bereue diese Gedanken oder Gefühle nicht. Ich weiß dass das dazu gehört, das ich auch Schwächen zeigen und haben darf.
Finde ich echt gut, dass du das so siehst und so sollte das auch eigentlich sein. ![]()
Mittlerweile weiß ich auch, dass das normal ist und man sich deswegen nicht schlecht fühlen muss. Ich habe darüber nach Pebbles Tod auf einer Seite gelesen, auf der über die Pflege in der Humanmedizin ging. Das hat schon ziemlich geholfen, die Schuldgefühle wieder abzubauen.
Alles anzeigenBlueberrybat hat im übrigen recht. Ich bin kein Freund von Nierendiätfutter. Ich habe es bei unserem Sternchen probiert und das Ergebnis war das sie Muskelmasse abgebaut hat und das sichtbar. Ihr ging es auch nicht gut.
SUC hat bei ihr leider nicht wie erwünscht angeschlagen.
Die ersten drei Jahre hat sie ihr gewohntes Futter und Phosphatblocker bekommen. Dann verschlechterten sich ihre Werte stark, der SDMA- Wert konnte zu der Zeit erst gemessen werden, und sie bekam neben dem Phosphatblocker Infusion und Magensäureblocker. Medizin gegen hohen Blutdruck brauchte sie nicht.
Mit Phasen der Appetitlosogkeit hatten wir am Anfang sehr zu kämpfen. Nach einigem Probieren habe ich herausgefunden das sie auf Lachsöl während dieser Tage sehr gut ansprach. Selly bekam dann das Öl mit ihren Medikamenten und schnell begann sie wieder zu fressen.
Jeder Krankheitsverlauf ist individuell
Ich fürchte auch, man wird um das Herumprobieren nicht herumkommen. Das bin ich ja zum Glück schon gewohnt. Diesmal ginge es halt in einer andere Richtung. Aber ich bin froh, hier so viele Anregungen zu bekommen, was man alles probieren kann. Da fühlt man sich nicht mehr so komplett hilflos und alleine mit der Situation.
Das mit dem Lachsöl ist z.B. ein guter Tipp, darauf wäre ich gar nicht gekommen.
Und wichtig ist wahrscheinlich auch wirklich den Druck rauszunehmen, es absolut richtig machen zu müssen/wollen und irgendeinen festen Plan zu verfolgen. Lieber immer wieder neu entscheiden, je nachdem wie es gerade läuft und wenn das eine nicht geht, dann dann andere testen.
Ja, das ist wirklich nicht leicht. ![]()
Momo hatte jetzt nur zuletzt,in seiner letzten Lebenswoche das Futter mehr oder weniger verweigert. Sonst NIIIIIIEEE
Er hat sehr sehr gerne gefuttert und hat jedes Leckerchen extra (meist in seinem Fall Hähnchen) gern genommen.
...
Er hat immer gut gefressen,sein Fell war immer fein und glänzend,er war wach,fit.
Vielleicht wirklich dem zu verdanken das es früh genug gefunden wurde. Hab immer versucht ihn bei einem Kreawert von 1,7 bis max 1,9 zu halten. Darüber reagierte er mit Übelkeit. Aber das ist auch völlig individuell.
Das klingt ja echt nach einem Glücksfall. ![]()
Wie oft hast du denn die Blutwerte testen lassen, dass du das mit den Werten so gut kontrollieren konntest?
ZitatGoya z.b fütterte an ihr Nierentierchen kein Diätfutter,sondern hochwertiges Normalfutter. Das ging bei Momo halt nur bis zu einem gewissen Teil ohne Phosphatbinder. Daher meine Lösung mit der späteren Mischfütterung.
Ja, die Idee ist nicht verkehrt. Man muss wahrscheinlich einfach rumprobieren, was am Besten funktioniert. Da hab ich ja immer ein bisschen Hemmungen, aber mit tierärztlicher Unterstützung (und eurer dazu!) sollte das ja eigentlich machbar sein.
ZitatAlles anzeigenNatürlich ist es schmerzhaft wenn sie die Koffer packen langsam. Man weiß letztendlich wirklich nie wie lange sie bleiben dürfen. Ich hab jetzt 2 Katzen länger begleitet,2 sind mehr oder weniger spontan akut geworden das sie eingeschläfert werden mussten.
Julchen ist 11 Jahre geworden. Sie war ein Intensivpflegefall zunächst. Sie hatte ein Lymphom. 4 Monate hat sie noch gehabt,dann haben wir sie gehen lassen müssen. Das war ein Tag&Nacht "Job" die Maus. Es tat weh,aber ich hab es gerne gemacht.
Ian ist spontan gegangen bzw akutes Lungenversagen. Da blieb nicht viel zu tun.
Sam Tumor im Kiefer,hoch aggressiv,schnell wachsend,da blieb auch nix mehr zu tun.
Und dann im November halt unser Plüscher Momo. Damit hatten wir nicht gerechnet das er doch jetzt schon gehen muss. Aber er war halt mein kleines Basementkitten was wir hatten seit er 16 Wochen alt war. Da war alles egal.
Ich war sehr sehr dankbar das es ihm "nur" eine Woche wirklich blöd ging. Das er schnell abgebaut hat und das wir dann eben die Notbremse gezogen haben. Davor war alles händelbar gewesen.
Ohje, da ist ja auch alles querbeet an Krankheiten dabei gewesen. Ich muss aber auch sagen, dass ich es teilweise leichter finde, wenn man eine genaue Diagnose hat, mit der man abschätzen kann, was noch geht und was nicht. Nichts ist Schlimmer, als Entscheidungen aufgrund von Vermutungen treffen zu müssen. Aber klar, wenn es so hopplahopp kommt und man sich nicht mal drauf vorbereiten konnte, ist das auch immer schmerzhaft. Und grad, wenn man sie auch noch als Baby kennt. ![]()
ZitatAuch ihn hab ich in seinen letzten Wochen gerne begleitet und verhätschelt. Es war nicht einfach,weiß Gott nicht. Gerade er. Er war so ein stolzer,eigensinniger Kater. Ihn zu sehen wie er langsam aber sicher krank wurde und weniger ... es tat furchbar weh. Dazu kam das ich kaum noch eine Nacht geschlafen habe. Vor Sorge,weil er anfallsweise bis zu 20 Mal kotzen musste etc.
Nein, einfach ist es nie. Und genau das was du schreibst, dieses Miterleben, wenn sich die Persönlichkeit des Tieres durch die Krankheit ändert, macht mir auch schwer zu schaffen. Es ist so ein langsames, ständiges Abschied nehmen. Tag für Tag. Und schlimm dann auch, wenn es plötzlich wieder besser wird, und man wieder Hoffnung schöpft, und dann eine Woche später geht wieder alles den Bach runter. Richtig übel, sowas.
ZitatWas mir der Neurologe damals in der Tierklinik mit Julchen gesagt hat "Sie müssen das Tier sehen, sie dürfen nicht die Krankheit sehen"
Das finde ich einen ganz tollen Ratschlag! Den klebe ich mir auf den Kühlschrank, damit ich ihn nicht vergesse. ![]()
ZitatMan wächst rein, man wird entspannter. Aber ich kann dich völlig verstehen. Also Momo damals die Diagnose bekam, ich mich durch die Gegend las, hab ich Horrorfilme gefahren. Hab gedacht er hat max. noch 2 Jahre. Er geht mir elendig zu Grunde.
Aber mit der Zeit lernt man dazu und sieht Dinge entspannter. Letztendlich will man ja nur das es den kleinen Monstern gut geht 😉
Das ist leider immer die Gefahr, wenn man sich zu sehr informiert. Ein sehr zweischneidiges Schwert. Einerseits ist es gut, wenn man Bescheid weiß, andererseits wird man mit Situationen konfrontiert, die man selber unter Umständen gar nicht erleben muss, die das Denken und Entscheiden aber vielleicht trotzdem beeinflussen.
Ja, man muss es tatsächlich lockerer sehen, nicht zu perfektionistisch. Auch so eine Sache, an der ich arbeiten muss. ![]()
Wir haben bei unserem Sternchen vier Jahre lang gegen die CNI gekämpft. Das letzte Jahr davon sehr intensiv mit Medikamenten mehrfach am Tag, regelmäßigen Kontrollen, Futterverweigerung, alle vier Tage eine Infusionen. Am Ende wog unsere ehemalige 4,2kg Katze keine zwei Kilo mehr.
Dazu kamen noch Wechselschichten und eine einjährige Zusammenführung unserer jetzigen Katzen, Blue und Katzen.
Hey Goya, vielen Dank für deine Antwort! ![]()
Vier Jahre ist aber auch eine lange Zeit, für eine solche Krankheit. Ja, es ist wirklich anstrengend und gerade vor der Futterverweigerung gruselt es mich am Meisten. Und wenn dann nebenbei noch andere Tiere da sind, ist das alles nochmal doppelt und dreifach so schwer. Das war auch mit der Grund, warum ich mich dazu entschieden habe mir wenn überhaupt - dann nur noch eine Einzelkatze zu holen. Zwei sind einfach zu viel, wenn eine krank wird, und wenn beide krank sind erst Recht.
ZitatIch war zwischendurch an einem Punkt, an dem ich dachte "sobald unsere Selly nicht mehr ist, gebe ich die beiden anderen ab". Das kam dann nicht so, das Denken war aus der Verzweiflung raus. Im Nachhinein weiß ich nicht mehr wie wir die Zeit überstanden haben.
Das Gefühl kenne ich nur zu gut. Ich habe, als neben Pebbles auch noch Fee krank wurde, mit ihren Nieren, teilweise wirklich geflucht und gefragt, wie lange ich das noch ertragen muss. Hinterher bereut man solche Gedanken natürlich zutiefst, aber wie du auch schreibst - es war einfach die Überforderung mit der ganzen Situation. Man hat sie alle trotzdem geliebt, aber dennoch war ich auch oft am Ende und wollte aufgeben.
Das hab ich nie gemacht, und das gibt mir so ein bisschen Hoffnung, dass ich es vielleicht doch nochmal schaffen kann. Auch wenn mir die andere Seite, die quasi um "Erlösung" gebettelt hat, tierische Angst macht. Solche Gedanken möchte ich eigentlich nie wieder haben, weil sie - auch wenn man es nicht wirklich ernst meint - dem Tier gegenüber nicht fair sind.
ZitatEs ist eine lohnende, aber auch sehr anstrengende Aufgabe ein Familienmitglied zu pflegen. Und für die meisten oder alle hier, sind die Tiere Familienmitglieder.
Es ist meiner Meinung nach kein Egoismus, sondern gesunder Eigenschutz, wenn man dieses Kraftakt nicht zweimal hintereinander schafft. Und dann auch noch bei einem fremden Tier.
Das Problem ist, dass ich es einfach vorab nicht einschätzen kann. Schaff ich es, schaff ich es nicht? Ich weiß es einfach nicht. Die eine Seite in mir ist erleichtert, wenn ich innerlich absage, die andere ist tieftraurig. Ich wünschte echt, ich hätte Klarheit darüber.
Am Ende muss ich wahrscheinlich spontan entscheiden und einfach damit leben.