Beiträge von Liv

    Ich denke ,dass du richtig gehandelt hast.

    Tiere in dem Alter,die auf die 20 zugehen und gesund sind,sind die absolute Ausnahme.

    Alle unsere Tiere ,es waren einige in den vergangenen fast 50Jahren,hatten Alterskrankheiten .

    Nieren, Bauchspeicheldrüse,Krebs dazu kamen Wehwechen wie Arthrosen ,Verstopfung etc.

    Danke, ja genau das ist der Punkt. :super:

    Ich habe der Besitzerin nun meine Einschätzung zu seinem Zustand geschrieben, und auch nochmal betont, dass ich gerne helfen würde, aber nicht ohne vorab zu wissen, wie der Gesundheitszustand des Tieres ist. Sollten sie sich dazu entschließen ihn zum Tierarzt zu bringen, kann ich ja schauen, je nachdem ob und was diagnostiziert wird, ob ich damit umgehen kann oder ob ich es mir nicht zutraue. Das habe ich auch offen so geschrieben.


    Wenn er jetzt wirklich nur ein altes, gemütliches Tier ist, das ein paar steife Knochen hat, würde ich ihn eventuell auch übernehmen, einfach um dem armen Kerl das Tierheim zu ersparen - denn das wäre vermutlich stressiger, als der Wohnungswechsel zu mir. Ich fürchte aber, das ist nicht der Fall und er ist gesundheitlich schon angeschlagen. Und ich habe einfach nicht die Kraft, ein Tier zu übernehmen, dass ich im schlimmsten Fall erstmal wochenlang aufpäppeln muss. Auch das habe ich ihr mitgeteilt.


    Es bleibt nun erstmal bei ihnen, wie sie weiter vorgehen. Ich hoffe, die nehmen zumindest meinen Rat an, ihn so oder so zum Arzt zu bringen. :nachdenk:

    Und es hat dir definitiv etwas gebracht den Kater gesehen zu haben- du weißt nun wie bereit du für neue Katzen bist.

    Das stimmt, ich hatte ja ein wenig Angst, dass mich das Streicheln einer Katze traurig machen würde. Das war glücklicherweise nicht der Fall. Traurig machts mich nun, dass er leider nicht der Richtige für mich war.

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    Die Situation mit dem Kater ist blöd. Selbstverständlich war es schon von dem Tierheim und den jetzigen Haltern blöd, davon auszugehen, das die Katzen nur noch ein halbes Jahr leben. Niemand weiß das vorher. Bei unserer Selly wurde auch gesagt das sie höchstens acht Jahre alt wird, sie wurde über 13 Jahre.

    Ja, das finde ich auch. Die jetzigen Besitzer meinten es auf alle Fälle gut, sind aber schon ein wenig naiv an die Sache ran gegangen. Denn gerade wenn man alte Tiere übernimmt, muss man einfach mit Krankheiten rechnen und sich auch entsprechend kümmern. Das hätte aber auch vom Tierheim so kommuniziert werden müssen. Nun tut es mir um die Tiere Leid, die es am Ende ausbaden müssen.

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    Und wo er besser hat, ist schwer zu beurteilen. Auf der einen Seite würdest du dich wahrscheinlich mehr um seine Gesundheit sorgen und ihm vielleicht mehr Liebe zu teil werden.

    Auf der andere Seite kann soweit Umzug großer Stress werden.

    Eben, und selbst wenn er noch keine nennenswerten Krankheiten hätte, kann sich das alleine durch den Umzugsstress ändern. Oder sein Verhalten wird ganz anders. Vielleicht richtet er seine Aggressionen auch plötzlich gegen Menschen, sobald die andere andere Katze als "Sandsack" wegfällt. Deswegen müsste man erstmal Ursachenforschung betreiben, bevor man das Tier an andere Leute weiter gibt.

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    Aber du hattest dich ja schon gegen den Kater entschieden. Wenn Kopf und Bauch das selbe sagen, werden sie recht haben

    Ja, leider schon. Ich glaube, es würde mich im Augenblick doch zu sehr deprimieren, ein so altes und krankes Tier um mich zu haben. Er tat mir schon Leid, als ich ihn dort die paar Minuten gesehen habe, hier hätte ich ihn dann 24h am Tag vor den Augen. Das ist natürlich absolut egoistisch von mir, das weiß ich auch. Aber ich bin halt leider kein Katzenretter-Held, auch wenn ich's gerne wäre. Sowas müssen Leute machen (und machen ja zum Glück auch), die mehr Kapazitäten haben - vor allem was psychische Stabilität betrifft.

    Das kannst du versuchen oder eben Klartext reden und das Ergebnis einer Gesundheitsprüfung vom Tierarzt verlangen bevor du dich entscheidest ihn aufzunehmen.

    Ja, das werde ich nochmal vorschlagen, so war es auch von mir gedacht. Glaube aber nicht, dass sie sich drauf einlassen. Aber mal schauen, ich berichte dann nochmal.


    Schonmal vielen Dank an alle, für eure Einschätzung! <3

    Manchmal sieht man ja ein Tier und hat sofort ein warmes Gefühl und die Gewissheit, dass man sich darum kümmern möchte, egal, was auf einen zukommt. Aber das war hier ja offensichtlich nicht der Fall.

    Das war tatsächlich eher nicht der Fall, vielleicht aber auch, weil ich diesen Zustand so nicht erwartet hatte. Ist eventuell auch mein Fehler und ich weiß ja, dass ich auch total unrecht haben kann mit meiner Einschätzung. Mein Gefühl sagte mir aber doch eher: Nein, lass das lieber.

    Andererseits denke ich, bei mir wäre er vielleicht besser dran. Wer weiß, wo er sonst landet. Aber im Endeffekt kann man auch nicht alle retten ...

    Ich ärger mich schon wieder, dass ich überhaupt bei ebay reingschaut habe. :facepalm:

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    Es ist ja auch die Frage, ob dem alten Kater ein nochmaliger Ortswechsel überhaupt gut täte. Kannst Du den Besitzern irgendwie nahebringen, dass sie den ihn mal zum Tierarzt bringen müssten, weil er möglicherweise Schmerzen hat?

    Ich werde denen ja morgen meine Entscheidung mitteilen und ihnen dann auch nochmal meine Einschätzung darlegen, und dann auf alle Fälle raten ihn definitiv zum TA zu bringen. Aber ob sie das am Ende machen, ich glaub's ja eher nicht. Ich denke mal, sie werden dann versuchen ihn übers Tierheim/über die Tiernothilfe versuchen weiterzuvermitteln. Ich hab ja die Hoffnung, dass er dann wenigstens dort mal ärztlich überprüft wird. Aber behalten wollen sie ihn auf keinen Fall (wegen der anderen Katze), das haben sie mehrfach betont.

    Was für ein Gefühl hattest Du denn für das Katerchen, als es Dich begrüßt hat?

    Also wirklich begrüßt hat er mich eigentlich nicht. Er saß halt vor der Wohnungstür (innen), als ich rein kam, hat sich dort auch streicheln lassen, hat aber dabei eher zu seinen Besitzern geguckt, als zu mir. Er hat sich dann auch, als wir ein Stück ins Zimmer rein gingen, nicht wirklich vom Fleck bewegt. Das hat er erst, als sie ihm Futter gegeben haben. Da konnte ich dann auch sehen, wie er läuft und dass er eben hinten schon recht schwach wirkt. Zwischendurch hat er sich zwar streicheln lassen, aber im Grunde nur wenn ich zu ihm gegangen bin, von sich aus kam er gar nicht zu mir. Nach dem Essen hat er sich kurz geputzt und ging dann von der Küche ins Wohnzimmer. Das meinte ich auch mit "eher teilnahmslos".

    Naja, ich erwarte ja wirklich nicht, dass mich ein fremdes Tier glückselig anspringt, schon gar nicht in dem Alter. Aber wie gesagt, ich habe den Eindruck, dass sein Zustand nicht "nur" Altersbedingt ist. Ich glaube, da liegt schon etwas vor. Vielleicht hat er auch Schmerzen und geht deshalb die andere Katze ständig an. Das müsste eigentlich alles abgeklärt werden, aber die Besitzer scheinen da nicht so unbedingt Interesse dran zu haben. :(

    Ich wäre mit dem Kerl schon längst beim Ta gewesen und hätte zumindest ein Blutbild machen lassen.

    Natürlich kommen mit dem Alter die Wehwehchen, selbst wenn die Tiere für ihr Alter gesund sind, bauen sie ab.

    Aber sollte er doch etwas chronisches haben, sollte das in dem Alter kontrolliert werden.


    Leider denken viele Leute so- zum Tierarzt geht es erst, wenn das Tier Krankheitsanzeichen zeigt. Und bisher war der Kater bestimmt nicht auffällig krank.

    Ich definitiv auch. Ich will den jetzigen Besitzern nichts unterstellen, aber sie haben ja im Prinzip selbst zugegeben, dass sie die beiden Katzen damals nur genommen haben, weil es von Seiten des Tierheims hieß, die hätten höchstens noch ein halbes Jahr zu leben. Auf zwei Jahre waren die gar nicht eingestellt. Mir kommts ein bisschen so vor, als versucht man es auszusitzen, bis es vorbei ist. Zumal Krankheitsanzeichen ja offenbar auch gar nicht erkannt werden, bzw. als solche wahrgenommen.

    Ich hadere nun schon fast wieder mit mir, ob's nicht doch besser wäre, wenn ich ihn nehme, und einfach nochmal versuche zu retten, was zu retten ist. :nachdenk: Aber ob es am Ende besser für das Tier wäre, weiß ich auch nicht.

    Ich fand den Bericht auch sehr interessant, und ich gebe zu, ich habe in der Vergangenheit auch aus den Augen verloren, was für ein harter Job das ist. Man tendiert tatsächlich ab und an dazu, von den Tierärzten immer die perfekte Lösung zu erwarten, und wenn sie die nicht bieten können, dann sind sie die Bösen. Hab ich insgeheim in der Vergangenheit auch schon gedacht, das gebe ich zu (habe aber den Ärzten nie laut Vorwürfe gemacht, oder sie irgendwie angegriffen!)

    Da muss ich mir tatsächlich auch selber immer mal wieder ins Gedächtnis rufen, dass Ärzte keine Wunderheiler sind und es einfach gewisse Grenzen gibt, so wie in der Humanmedizin ja auch. Man hat aber natürlich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht und die prägen halt ... gar nicht so einfach, da so ein gewisses Maß an Neutralität zu wahren.

    Zumal es ja immer um die geliebten Miezen, Hunde, ect. geht. Ich denke, das ist auch großer Unterschied zu heute und damals. Die Bindung zum Tier ist einfach viel stärker geworden und entsprechend mehr sorgt man sich, und möchte "nur das Beste". Früher waren es Haustiere, heute sind es Familienmitglieder.

    Ich kann mir aber gut vorstellen, wie anstrengend dieser Beruf sein muss. So im Grundschulalter war das auch mal mein Berufswunsch Nr.1. Heute bin ich froh, dass nichts draus geworden ist. Lange hätte ich das wohl nervlich auch nicht durchgehalten.

    hmmm, ich kanns natürlich nicht wirklich beurteilen, aber nach deinem Bericht käme da wohl doch eine Menge auf dich zu!

    Ja, es ist von Außen auch schwer zu beurteilen - ich fürchte aber, du hast Recht. :nachdenk: Und so tierlieb ich auch bin, und so Leid es mir, wie gesagt, um den kleinen Kerl tut, aber ich mag irgendwo auch nicht die Fehler, bzw. Nachlässigkeit anderer Leute ausbügeln müssen, am Ende.

    Hm, das hört sich nicht gut an, Liv. Ich denke der arme Kerl könnte krank sein. Ob du dir das unbedingt aufladen solltest weiß ich nicht. :nachdenk:

    Ja, den Eindruck hatte ich leider auch. Mir ist natürlich klar, dass alte Tiere oft auch schon Krankheiten mit sich rumschleppen. Aber ich wüsste einfach gerne vorher, worauf ich mich einlasse. Dann kann man abschätzen: Ok, damit kann ich umgehen. Oder damit nicht.

    Und hier habe ich auch die Vermutung, dass da unter Umständen mehrere Baustellen sind, die sich durch den Stress des Umzugs vielleicht noch verschlimmern. Da gebe ich zu, hab ich im Augenblick nicht unbedingt die Nerven zu. :öhm:

    Ich gebe mal kurz ein Update:

    Komme gerade von der Besichtigung des Katers wieder und bin leider eher abgeneigt, was eine Übernahme angeht.

    Als ich reinkam, saß Kater schon vor der Tür, ließ auch streicheln, und gab Köpfchen an die Hand ... super lieb, wirklich, machte aber insgesamt einen eher teilnahmslosen Eindruck. Ok, das kann natürlich die Hitze sein. Was mir jedoch gleich auffiel war, dass die Nickhäute beide ein ganzen Stück vorgezogen waren. Hab ich auch gleich angemerkt, und auch gesagt, dass das durchaus ein Krankheitssymptom sein kann. Da waren die Besitzer schonmal gleich überrascht, das wussten sie gar nicht.

    Beim Laufen fiel mir auf, dass er hinten schon sehr dünn ist - ja, kann auch Altersbedingt sein. Er lief aber insgesamt auch hinten recht wacklig und ein bisschen eingeknickt mit den Beinen, fast so wie diese Schäferhunde, mit den kaputten Hüften. Er haart auch furchtbar, hat aber eigentlich ein sehr weiches und gepflegtes Fell. Gefressen hat er auch, das klappt noch ganz gut.

    Ich hab dann nochmal gefragt, wann sie zuletzt beim Tierarzt mit ihm waren und wann diese Altersschätzung vorgenommen wurde. Das Alter wurde vor zwei Jahren von einer hier ansässigen Tierärztin auf 15 geschätzt, entsprechend wären wir jetzt schon bei mindestens 17 Jahren. In Tierheim, in dem er nach dem Tod der alten Besitzerin war, hatten sie ihn damals auch schon um die 20 geschätzt. Ich würde ihn tatsächlich auch eher älter als 17 (und erst Recht älter als 15)schätzen, bin aber natürlich kein Profi.

    Blut abgenommen wurde bei den jetzigen Besitzern noch nie. Kann ich wiederum gar nicht verstehen - so wie er aussah, hätte ich das schon längst machen lassen. Über den Tierarztbesuch vor der Übernahme haben wir auch nochmal gesprochen - aber für mich klang das eher so, als würden sie nur dann hinbringen, wenn ich ihn auch fest nehme. Ich würde aber eigentlich lieber vorher wissen, was Sache ist.

    Ein wirklich gutes Gefühl hab ich ehrlich gesagt nicht. Auch wenn es mir natürlich um das Tier Leid tut, aber ich habe das Gefühl, dass der Gesundheitszustand schon eher nicht mehr so gut ist. In dem Alter ist das aber natürlich auch irgendwo vorauszusehen.

    Ich hab nun gesagt, ich schlafe nochmal drüber. Aber eigentlich tendiere ich eher zu einem Nein. :schnute:

    Ich glaube die Pro und Contras müssen wir dir nicht aufzählen, die weißt du.

    Ja, mir ging es bei den Vor- und Nachteilen gar nicht mal um den speziellen Fall, sondern eher allgemein. Manchmal fallen einem selber gewisse Punkte gar nicht ein, die aber vielleicht wichtig wären. Da find ich es immer hilfreich mal das Schwarmwissen anzuzapfen. :coolgrin:

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    Und wenn man das Tier liebt, kommt es doch weder darauf an wie lange die Zeit miteinander ist, oder was die eventuelle Pflege kostet, Hauptsache man hatte die wertvolle Zeit miteinander.

    Das sowieso. Deswegen ist das Alter, als reine Zahl, für mich wie gesagt auch eigentlich kein Nachteil.

    Eine Bekannte von mir hat vor zwei Jahren eine 15jährige Katze adoptiert. Ich habe sie sehr bewundert, weil sie immer ganz furchtbar an ihren Tieren hängt, und es kaum ertragen kann, wenn wieder eines gehen muss. Aber siehe da - die Katze ist inzwischen 17 und erfreut sich bester Gesundheit. Sie ist in ihrem neuen Zuhause richtig aufgeblüht und schafft ganz sicher noch ein paar Jährchen.

    Das ist doch schonmal ein tolles Beispiel, vielen Dank fürs Teilen! :freunde:

    Ich muss auch immer an die Leute denken, die sich Tiere als Haustiere holen, die ja noch viel kurzlebiger sind als Katzen. Ratten, oder Hamster, z.B. . Diese Leute haben ja durchaus auch eine Bindung zu den Tieren, aber die Kurzlebigkeit hält sie trotzdem nicht davon ab.

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    Liv, wenn der berühmte Funke überspringt (und warum sollte das bei einem so lieben Tier nicht der Fall sein), dann nimm' das Katerchen zu Dir. Es gibt keine Zufälle, und Du hast sicher nicht umsonst bei Ebay reingeschaut. Bestimmt hat Dich Deine Pebbles geführt.

    Ohne Witz, immer wenn ich in den letzten Wochen mal auf Tierschutzseiten gestöbert habe, hat so eine leise Stimme in meinem Kopf gesagt: "Warte bis August. Warte bis August".

    Ok, hat nicht gesagt welches Jahr ... und ich weiß auch immer nicht, ob diese "Stimmen" es gut oder schlecht mit mir meinen. :guck:

    Aber ja, mal abwarten was sich ergibt.

    Schonmal vielen Dank für deine Einschätzung, Kyano. :highfive:

    15 Jahre ist natürlich nicht wenig aber wenn du für dich denkst damit klar zu kommen, dass du ihn evt. schneller als dir lieb ist wieder verlieren könntest spricht nichts dagegen.

    Naja, im Endeffekt verliert man sie ja immer schneller als einem lieb ist. Man will ja eigentlich, dass sie 80 Jahre alt werden, aber das ist ja leider nicht der Fall. :zwinker: Aber ja, natürlich ist das auch einer meiner Gedanken. Ich habe aber in der Vergangenheit festgestellt, dass ich mich sehr schnell und auch stark an Tiere binde, vor allem wenn ein enger physischer Kontakt da ist. Ich denke also im Endeffekt macht es für mich keinen Unterschied, ob zwei oder zehn Jahre, wenn die Bindung da ist. Aber das ist halt auch nur Theorie. Bisher waren alle meine Miezen etwa 10 + ... Jahre bei mir.


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    Würde an deiner Stelle bei dem Besuch auf dein Bauchgefühl hören ( spricht er dich an, springt ein Funke über, wie verhält er sich dir gegenüber usw).

    Ja, da muss ich dann echt schauen, dass ich es schaffe mich in meiner Aufregung darauf zu konzentrieren. :nachdenk:

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    Das halte ich für wichtig, damit du auf dem neuesten Stand bist was seine Gesundheit betrifft.

    Auf jeden Fall, auch wenn ich weiß, dass nicht alles durch ein Blutbild abgedeckt wird. Da kann natürlich trotzdem irgendwo was Verstecktes lauern, totale Sicherheit gibt's halt leider nie.

    So, ihr Lieben. Nun suche ich euch auch mal mit einer Frage heim.


    Als kleine Einleitung:

    Gestern hab ich mal einfach aus Spaß bei ebay Kleinanzeigen nach Katzen geschaut. Eigentlich halte ich davon ja nichts, weil man einfach nie so recht weiß wie „seriös“ solche Anzeigen sind. Und da hier in der Gegend ohnehin meistens Kitten und/oder Rassekatzen angeboten werden, hab ich nicht wirklich erwartet fündig zu werden. Tjo, und dann guckt mich auf der vorletzten Seite plötzlich ein Gesichtchen an, bei dem ich dachte: Oh, hallo – wer bist denn du?

    Als ich mir dann die (überraschend ausführliche) Beschreibung des Tierchens in der Anzeige durchlas, schwappte die Begeisterung noch ein bisschen höher.

    Ich habe auch schon mit der jetzigen Besitzerin telefoniert und versuche die Situation mal in der Kurzform wiederzugeben.


    Es geht um einen (geschätzt) 15 Jahre alten Kater, der vor zwei Jahren mit einer etwa 20 Jahren alten Katze aus einer wohl ziemlich wüsten Wohnung übernommen wurde, nachdem die ehemalige Besitzerin gestorben war. Eine Verwandte der jetzigen Besitzerin arbeitet dort wohl im örtlichen Tierheim und die jetzige Besitzerin hat die beiden zu sich genommen, um ihnen den Tierheimaufenthalt zu ersparen. Nun wurde ihr aber gesagt, dass die beiden unbedingt zusammenbleiben sollten, weil sie so aneinander hingen – und am Ende sah das leider ganz anders aus. (Das Phänomen kenne ich ja leider auch von Pebbles und Fee, daher stelle ich das auch nicht in Frage.)

    Die weibliche, ältere Katze reagiert wohl mit Angst und Fauchen auf den Kater, sobald der nur das Zimmer betritt. Offenbar steht bei ihr auch der Verdacht auf Demenz im Raum, ihr gesundheitlicher Zustand wird wohl allgemein auch immer schlechter, vielleicht auch durch den Stress. Die jetzigen Besitzer sind leider auch beruflich viel unterwegs und sich daher unsicher, was vielleicht noch zwischen den beiden passiert, wenn niemand zu Hause ist. Klar ist jedoch, dass die ältere, kränkere Katze niemand mehr nehmen würde, weshalb sie sich dazu entschieden haben dem Kater ein neues zu Hause zu suchen.


    Die Anzeige ist schon drei Wochen alt, und die Besitzerin erzählte mir auch, dass sich schon einige Leute mit Kindern und Hunden gemeldet hätten, sie das dem Kater aber nicht antun möchten. Sie meinte, nachdem was ich so beschrieben hätte, würde er sehr gut zu mir und meiner Wohnsituation passen. Laut Beschreibung ist er super lieb, will immer nur schmusen, will auch nicht raus, sondern ist am liebsten drinnen (wäre perfekt für mich, da ich ja keinen Freigang bieten kann) und in Menschennähe, lässt sich auch ohne Probleme beim Tierarzt händeln. Er lässt im Prinzip alles mit sich machen, ohne sich zu wehren (deshalb wollen sie ihn auch nicht zu Kindern geben, was ich total unterstütze).

    Eigentlich bin ich immer skeptisch, Tiere von Privatpersonen zu übernehmen, aber ich habe hier tatsächlich nicht den Eindruck, dass es darum geht das Tier möglichst schnell loszuwerden, sondern dass sie wirklich einen passenden Platz suchen. Ein Tierarztbesuch inklusive Blutentnahme stünde vor einer potentiellen Übernahme auch noch an. Sie haben sogar angeboten, Futter, Näpfe ect. Mitzugeben, sie hat mir auch schon erzählt, was er gerne frisst. Also wirklich super informativ.


    Nächste Woche könnte ich ihn besuchen kommen (die sind zur Zeit noch im Urlaub).


    Nun meine Frage? Gibt es hier Leute, die schon mal ein Tier in einem so hohen Alter übernommen haben?

    Und welche Pro und Contra Argumente fallen euch im Bezug darauf ein, einem älteren Tier nochmal ein neues Heim zu bieten?


    Manche würde das Alter vielleicht als Nachteil betrachten, aber ich muss gestehen, ich sehe es eher als Vorteil. Der größte Vorteil für mich wäre (auch wenn das jetzt fies klingt, aber so ist es definitiv nicht gemeint!), dass man sich bei einem älteren Tier nicht gleich wieder für eventuell 15 – 20 Jahre verpflichtet, sondern wenn es gut läuft vielleicht nochmal für 3 oder 4 Jahre. Aber klar, wenn's schlecht läuft können es auch nur ein paar Monate sein und dann steht wieder ein Abschied an. Ich denke aber der Gesundheitszustand kann sich auch bei einem jungen Tier schnell drastisch ändern. Letztendlich kauft man immer "die Katze im Sack", egal in welchem Alter.

    Das Argument, dass man bei einem jüngeren Tier nicht so schnell vor hohen Tierarztrechnungen steht, zählt für mich ohnehin nicht mehr – da hat mich Pebbles eines Besseren belehrt. ;)

    Ich denke eher, wenn das Kerlchen mit 15 oder mehr Jahren jetzt noch fit ist, hat er gute Gene.


    Ich bin mal gespannt auf eure Meinungen oder auch Erfahrungen zu dem Thema. :)