Beiträge von Liv

    Mit Mara hab ich eine total kranke, extrem ängstliche und psychisch auffällige Katze übernommen. Sie lebte bei KlientInnen, die nicht über genügend Ressourcen verfügten, um sie ausreichend nach ihren Bedürfnissen zu versorgen. Ich wusste, was ich da übernahm. Ich bereue davon nichts, aber ich hatte gehofft, sie darf länger als 2 Jahre bei mir bleiben. Ich hab extrem viel Zeit, Geduld und Liebe investiert. Und das Wissen tat am Ende gut, dass Mara gespürt hat, wie es ist, ganz doll geliebt zu werden.

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    Ich ticke ähnlich wie du, ich bau sehr schnell tiefe Beziehungen zu Tieren auf, häufig ist es sogar eher anders rum, Tiere kommen von klein auf zu mir von sich aus.


    Nina, danke für deinen Beitrag! :freunde:

    Ich habe ja erst letztens deinen Mara-Thread gelesen, der mich wirklich sehr berührt hat, weil man deutlich gespürt hat, wie sehr du mit ihr gelitten hast und wie sehr du um sie gekämpft hast. Da hatte ich auch genau den selben Gedanken - wir sind uns sehr ähnlich, was das angeht. Man versucht immer sein Bestes, und wenn es am Ende nicht klappt, zweifelt man an sich selbst. Man denkt, man hat nicht genug getan, hätte dieses und jenes anders machen können. Das kenne ich nur zu gut ... (und wahrscheinlich alle hier im Forum).


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    Was mir aber bis heute nachhängt sind ihre schlimmen letzten Wochen und vor allem die schlimme letzte Nacht. Die hätte ich uns beiden gerne erspart, ersparen sollen, es ging ihr fürchterlich, es blieb nur die Erlösung am nächsten Morgen.

    Das ich total verstehen, so ging es mir mit Pebbles auch. Soweit ich mich erinnere kam bei dir und Mara die Diagnose Bauchspeicheldrüse aber auch sehr spät, oder? Da war es im Grunde schon zu spät. Und so ähnlich ging es mir ja auch - mir hat ja niemand so richtig sagen können, was sie eigentlich hat. Hätte ich eine bestimmte Diagnose gehabt (z.B. Gehirntumor), hätte ich ihr auch die Klinik erspart. Aber wenn man es nicht weiß, oder eben zu spät erfährt ... was soll man machen? Natürlich versucht man alles, um das Tier zu retten.

    Aber wie gesagt, ich kenne die Zweifel, die man hinterher hat ja selber ...


    Wie oft, hab ich mich dafür schuldig gefühlt, weil ich nicht in die Zukunft blicken kann, um zu wissen, ob meine Entscheidung die richtige ist. Totaler Quatsch, aber ja - so fühlt man einfach.

    Und was mir immer am Meisten weh tat, war dass ich dem Tier nie erklären konnte, dass ich ja nur helfen will. Die Angst, die dann nach den Tierarztbesuchen oft mir zu Teil wurde, hat mir jedes Mal das Herz gebrochen. Aber die Alternative ist halt auch nicht erstrebenswert. Man hat sich dann jedes Mal durchgequält, in der Hoffnung, dass es irgendwas genützt hat. Und wenn es dann so endet, wie bei Mara - oder Pebbles - fühlt man sich schnell als Versager, als hätte man am Ende doch alles falsch gemacht. Dabei sind es ja nicht wir, die über Leben und Tod, oder Krankheiten entscheiden. Das ist einfach der Lauf des Lebens. Ich glaube zumindest das habe ich aus der Situation lernen können.



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    Wenn man sich für ein betagtes krankes Tier entscheidet, dann kann es hilfreich sein, wenn man seinen Blickwinkel erweitert. Die innere Haltung dazu. Ich würde wieder so handeln, aber von vornherein nicht immer nur hoffen, dass ich möglichst viele gemeinsame Jahre habe. Eher würde ich versuchen, mich als Hospizstelle zu betrachten, und mich über jede Phase freuen, die man zusammen noch ein Stück des Weges geht.

    Das war genau meine Idee. :) Und ich denke, das ist es auch was das ich aus den Jahren mit Pebbles (und Fee) mitgenommen habe. Nicht mehr dieses Versteifen auf unbedingte Heilung, sondern vielmehr die Zeit nutzen, die man hat, sie so schön wie möglich machen. Dadurch hat man am Ende (hoffentlich) nicht mehr diese Reue (hätte ich doch nur ... ), sondern kann einfach sagen: Ja, es war kurz, aber es war schön. Selbst wenn es nicht schön war.

    Ich weiß das klingt wirr, ich hoffe man weiß wie es gemeint ist.

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    Ich würde aber nicht, wie bei Mara, auf Teufel heraus mehr kämpfen. Ihre letzten Tage in der Klinik hätte ich ihr ersparen sollen.

    Genau, auch das ist eine Sache, die ich heute ganz anders machen würde. Und bei einer alten, chronisch kranken Katze sowieso. Wozu sollte man die noch für lebenserhaltende Maßnahmen in die Klinik bringen? Und das war auch von Anfang an mein Gedanke, als ich mich damit auseinander zu setzen begann, welchem Tier ich nochmal ein zu Hause geben wollen würde.

    Bei einem bereits kranken Tier weiß man was Sache ist, man kann sich darauf einstellen. Klar, nur weil eine Nierengeschichte vorliegt, heißt das nicht, dass nicht noch was dazu kommen kann. Aber wie du auch schreibst: Man schaut dann einfach, was macht noch Sinn? Aber man verbeißt sich nicht mehr so sehr in diesen Zwang, das Tier unbedingt gesund machen zu müssen. Zumindest ist das so die stille Hoffnung, die meinem Plan innewohnt. :D

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    Wenn man also weiß, welche Baustellen es gibt, dann pflegt man diese so lange wie möglich und überschüttet das Tier nochmal mit Liebe. Aber ist sich auch bewusst, dass man eines Tages tapfer den Weg der Erlösung gehen muss, um dem Tier unnötiges Leid zu ersparen. Und dafür benötigt man innere seelische Balance, Energie und Stärke. Ich drücke dir die Daumen für eine friedvolle Entscheidung. Egal, wie sie ausfällt.

    Seelische Balance hab ich vermutlich eher nicht, Energie mal so mal so, aber ich glaube schon, dass ich aus den Erfahrungen der letzten Jahre stärker hervorgegangen bin, viel dazu gelernt habe - auch über mich selber und das Leben (und Sterben) allgemein. Ich glaube, wenn ich mir das Ganze nicht ein Stück weit zutrauen würde, hätte ich schon längt abgesagt.

    Das Schlimmste bei mir ist wirklich die Angst etwas falsch zu machen und mich hinterher den Schuldgefühlen stellen zu müssen. Aber genau davon muss ich wegkommen, und das schaffe ich im Prinzip nur, wenn ich mich solchen Situationen stelle.

    Danke auf alle Fälle für deine Worte und fürs Daumendrücken! :freunde:


    Entschieden habe ich jetzt zwar noch nichts. Aber eure Beiträge helfen mir allesamt ungemein dabei.

    Nochmal ein ganz großes Dankeschön! :herzchen:

    Ich hab zunächst Normalfutter und Phosphatbinder probiert. Nachdem er ein halbes Jahr strikt Diätfutter (Royal Canin) bekommen hatte.Hatte mir unser damaliger TA empfohlen,dies direkt nach der Diagnose so zu machen. In der Zeit bekam er auch regelmäßig SUC (zunächst täglich ... später reduziert)

    Er vertrug die Phosphatbinder allerdings nicht,ihm wurde übel davon. Normalfutter ohne,kein Problem. Also bekam er zunächst Diätfutter (da noch Josera) weiter und langsam etwas hochwertiges Normalfutter mit geringem Phosphatgehalt dazu.

    Später hab ich dann von Josera zu VetConcept gewechselt,als er nicht mehr ganz soooo ne Futterdiva war ;) Aber er hat weiter anteilig auch Normalfutter,frisch gekochtes bekommen. Rohfutter mochte er leider nicht.

    Ah, ja von diesen Phosphatbindern hab ich auch schon gehört - da frage ich mich allerdings immer, ob das so sinnvoll ist, weil ja nicht nur der Phosphatgehalt, sondern auch der Proteingehalt im Futter eine Rolle spielt, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Diätfutter ist da wahrscheinlich wirklich die bessere Wahl, zumindest am Anfang. Und mittlerweile gibt es ja auch mehrere Firmen, die das herstellen. Bei Vet Concept braucht man ja immer dieser Tierarzt-Bescheinigung, die werde ich vorab natürlich nicht bekommen.

    Muss ich dann mal schauen, die Besitzer wollen ja das Futter auch jetzt schon umstellen, die können das eventuell schonmal sagen, was er mag und was nicht.

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    Er war leider anfangs sehr futterkompliziert und ich hab dann das gefüttert was er gerne nahm und gut vertrug.

    Als er etwas älter wurde,legte sich das ;) Diagnose bekam er mit 6 Jahren.

    Oh wow, mit 6 Jahren ist aber auch früh. :schnute: Dass er damit aber trotzdem noch 8 Jahre lang gelebt hat, find ich super. Dann besteht ja wirklich die Hoffnung, dass es nicht so ausartet, wenn es früh genug erkannt wird.

    Hatte er denn später auch diese Phasen, in denen er gar nicht fressen wollte? Oder kam das durch die frühe Behandlung gar nicht dazu?

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    Ich denke mal fast das der TA von SUC sprach. Es wird gern verordnet oder empfohlen,da es wirklich gut wirksam ist,verträglich und keine Nebenwirkungen hat soweit mir bekannt. Schmeckt nach nix (hab es probiert*g*) und wird gut akzeptiert.

    Momo hat immer sehr sehr gut drauf reagiert und die Werte waren immer schnell im Griff wieder.

    Das klingt schonmal gut, Nebenwirkungen sind immer doof und wenn was komisch schmeckt, sind ja auch viele Katzen direkt raus aus der Nummer. :rolleyes:

    Also ich bin schonmal froh, dass hier Leute im Forum sind, die schon etwas Ahnung haben. Da fühlt man sich gleich nicht mehr ganz verloren mit der Situation. <3

    Was CNI angeht,Momo hatte sie ja. Du hast es ihm nicht angemerkt im Allgemein. Er bekam Diätfutter und gut war. Mehr brauchte er nicht.

    Als seine Nierenwerte mal etwas nach oben gingen,gab es SUC für eine Weile (ganz unkompliziert über etwas Hähnchen oder Thuna)

    Momo hat damit über 8 Jahre super gelebt. 1 Mal im Jahr gab es Blutkontrolle,ab 11 Jahren 2 Mal jährlich.

    Also es muss nicht zum Horrortrip werden. Viele Katzen lassen sich mit wenig gut in den Griff bekommen. Und sterben letztendlich an was völlig anderem als an Nierenproblemen/versagen.

    Hey Blueberry, danke für deine Erfahrung! :freunde:

    Ich gebe zu, das beruhigt schon ein bisschen.


    Darf ich fragen, was du damals gefüttert hast?

    Und dieses SUC ist das homöopathische Mittel, von dem eventuell auch der Tierarzt sprach?

    Mein persönlicher Rat ist aber: denk nicht vordergründig an das Wohl des Katers (auch wenn er dir von Herzen leid tut) sondern an das, was auf dich zukommen kann und ob du es dir zumuten willst.

    Das ist definitiv ein guter Rat, der ich wirklich beherzigen muss. Ich neige ja immer dazu, das Wohl der anderen vor mein eigenes zu stellen. Aber als ich eben im Internet über CNI las, merkte ich wie mir direkt die Tränen kamen, rein beim Gedanken daran mich schon wieder mit sowas beschäftigen zu müssen. Ich fürchte diese Reaktion spricht für sich.


    So, gerade hatte ich nochmal ein Telefonat mit der Besitzerin.

    Anhand der Blutergebnisse wurde bei dem Kater eine leichte Niereninsuffizienz festgestellt, die laut Tierarzt aber (bisher) noch mit einem Homöopathischen Mittel und Futterumstellung zu händeln sei.

    Schilddrüse sei soweit in Ordnung. Er bekommt jetzt noch einige Tage Schmerzmittel und Antibiotika wegen der Zahngeschichte.

    Behalten wollen sie ihn auf keinen Fall, da es mit der anderen Katze gesundheitlich noch schlechter steht. Dort wurde eine bereits fortgeschrittene Niereninsuffizienz festgestellt und tatsächlich auch eine Schilddrüsenüberfunktion. Sie möchten dem Mädel nun noch einen weitestgehend stressfreien Lebensabend bieten, daher muss Katerchen leider ausziehen.


    Die Frage, die ich mir nun stellen muss, ist ja klar. Ich gebe zu, ich bin froh, dass es zumindest bei ihm nicht die Schilddrüse ist. Mit der Niereninsuffizienz kenne ich mich durch Fee immerhin schon ein bisschen aus, daher weiß ich aber auch, dass es nicht heilbar ist, und gerade zum Ende hin auch sehr stressig und unschön wird. Vor allem, wenn die Futterverweigerung einsetzt. :möp:


    Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, woran ich meine Entscheidung festlegen soll.

    Mein Herz sagt irgendwie: Ja, nimm den kleinen Kerl zu dir.

    Mein Verstand sagt: Bist du irre?

    Das typische Engelchen-Teufelchen Dilemma. :wart:

    Nein. Kyra habe ich dreijährig aus dem Tierheim geholt. Sie stammt aus einem Haushalt mit insgesamt sieben Katzen, die von heute auf morgen alle zusammen im Tierheim entsorgt wurden - die Besitzer hatten sich getrennt.


    Da damals Miro noch gelebt hat, aber schon ziemlich krank war, wollte ich es ihm nicht zumuten, gleich mit zwei neuen Katzen konfrontiert zu werden, von denen ich ja nicht wusste, wie sie auf Hunde reagieren. Aber nachdem alles gut ging, habe ich mich auf die Suche nach einer passenden Gefährtin für Kyra gemacht und die fast gleichaltrige Alina von einer (nicht wirklich guten) Züchterin geholt.

    Ah, okay, also waren sie auch schon erwachsen. :) Ja, mit Hunden und Katzen ist das ja immer so ein Thema. Aber gut, dass es am Ende doch geklappt hat!

    Ein gesunder Egoismus muß sein. Diese dauernden Sorgen machen einen auch krank.:schnute:

    Das stimmt, auf jeden Fall. :jaja:

    Liebe Liv,ganz ehrlich würde ich dir ein gesundes, nicht ganz so altes Tier gönnen,nachdem du in den letzten Jahren eine Dauerpatientin zu versorgen hattest und die ganze Kraft und deine Liebe hineingesteckt hast.

    Du hättest es dir verdient .:freunde:Alter und leider auch Krankheit kommen schneller als man denkt.

    Das sehe ich genauso.

    Das ist total lieb von euch, vielen Dank dafür. <3:freunde:

    Jetzt, da ich mir diese Zeit nochmal ins Gedächtnis rufe, merke ich wieder wie anstrengend das Ganze wirklich war. Ich glaube ehrlich gesagt auch nicht, dass ich jetzt direkt im Anschluss nochmal schaffe.

    Ich kann das alles total gut nachvollziehen. Früher habe ich immer gesagt: Wenn ich mal zu alt für einen jungen Hund bin, dann hole ich mir halt einen Senior aus dem Tierheim und mache dem einen schönen Lebensabend. Ja, und jetzt habe ich unseren vorletzten Hund drei Jahre und den letzten fünf Jahre lang gepflegt, und irgendwo bin ich da gerade am Limit. In den letzten Jahren mit Miro kam ja auch noch Intensivpflege von Pauline (Leukose) und Robin (CNI) dazu.

    Ohje, da hast du ja auch schon einiges durchstehen müssen. :tröst: Vor allem so eine Langzeitpflege geht auch echt an die Substanz. Ich habe von einer Studie gelesen, in der festgestellt wurde, dass die Pflege von chronisch kranken Haustieren die gleiche Belastung für die pflegende Person darstellt, wie die Pflege eines menschlichen Angehörigen.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass das so ist. Man hat zu seinen Tieren ja auch eine tiefe Bindung und leidet mit, und man macht die gleichen Arbeiten, wie Füttern, Sauber machen, Medikamente verabreichen, trösten, Arztbesuche - Tag für Tag ... warum sollte das weniger belastend sein, als bei einem Menschen?

    Der einzige Unterschied besteht wohl darin, dass man bei der Pflege von Menschen zumindest aus dem Umfeld noch Verständnis bekommt. Bei einem Tier heißt es oft: "Stell dich nicht so an, ist doch nur ein Tier." :seufz:


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    Ich kann es mir im Moment nicht vorstellen, mit einem älteren Hund da weiterzumachen, wo ich mit Miro aufgehört habe. Mir reichen gerade Kyra und Alina, die auch ihre Wehwehchen haben, die ich im Auge haben und oft auch behandeln muss. Sicher habe ich es ein bisschen leichter als viele andere, weil mir andere Möglichkeiten zur Verfügung stehen, trotzdem sträubt sich in mir alles, mir schon wieder einen neuen Pflegefall aufzubürden.

    Ja, das ist wirklich ein guter Punkt und so geht es mir im Prinzip auch. Mir ist natürlich bewusst, dass auch eine anfangs noch gesunde Katze durchaus nach kurzer Zeit Krankheiten entwickeln kann, egal in welchem Alter. Aber man kann ja auch mal Glück haben, und es ist zumindest nicht gleich so ein Brett.

    Man kann natürlich auch Pech haben, und es wird noch was viel Schlimmeres. Tierhaltung heutzutage kommt mir immer mehr wie russisches Roulette vor. :bibber:

    Hast du Kyra und Alina denn von klein auf?

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    Ich habe auch oft ein schlechtes Gewissen deswegen, weil ich denke, gerade ein altes pflegebedürftiges Tier wäre bei mir gut aufgehoben, aber irgendwann muss man auch an sich selbst denken. Ich hatte noch nie gesunde Tiere! Ich muss irgendetwas ausstrahlen, das kranke Tiere magisch anzieht. Ich merke bei mir, dass mir dafür die Kraft langsam ausgeht. Ich bin jetzt im Rentenalter und finde, dass ich mir selbst auch mal Fürsorge und Pflege angedeihen lassen sollte. Patienten habe ich ja ohnehin genug. Aber zu Hause mag ich keine zusätzlichen mehr haben.

    Da schreibst du mir total aus der Seele, danke dafür. :freunde: Das sind genau meine Gedanken. Einerseits mag ich ältere Tiere total gerne, und es ist auch wirklich nicht so, dass ich Angst vor Krankheiten habe. Ich glaube auch, ich habe schon ein gutes Gespür dafür, wann es einem Tier nicht gut geht und könnte dem Tier dadurch entsprechend gut helfen (sofern die Möglichkeit besteht).


    Aber andererseits kostet es eben Unmengen an Kraft und Energie, und ich weiß nicht ob ich die immer ausreichend zur Verfügung habe. Allerdings dürfte ich mir dann eigentlich gar kein Tier mehr holen, denn wie gesagt - eine Garantie auf ewige Gesundheit hat man bei keinem Tier. Ich bewundere ja immer die Leute, die einfach machen, ohne erst tausendfach über alles nachzudenken. Manchmal hätte ich gerne zumindest ein bisschen davon ...


    Hach ja, alles nicht so einfach. :streichel:

    Ja, das stimmt, verpflichtet bin ich zu nichts. Aber ich mache mir natürlich schon Gedanken, um das Kerlchen, auch wenn er mir nicht gehört, und ich ihn nur für ein paar Minuten gesehen hab. Ich bin in der Beziehung irgendwie komisch.

    Klar lässt sich Schilddrüse händeln, und das kann auch noch eine ganze Zeitlang gut gehen. Aber es wird mit Sicherheit im Lauf der Zeit mehr dazu kommen, einfach schon vom Alter her. Wenn Du das Tierchen aufnimmst, musst Du Dir darüber im Klaren sein, dass Du einen Pflegeplatz bereit stellst, und Dein Zuhause gleichzeitig für andere Katzen blockierst (denn erneute Aggression von Seiten des Katers gegenüber Artgenossen ist ja nicht auszuschließen).


    Vielleicht hast Du doch den Wunsch, Dir wieder einen oder mehrere Lebensgefährten auf längere Sicht ins Haus zu holen. Das muss alles bedacht werden.

    Händeln lässt sich alles irgendwie, absolut richtig. Die Frage ist halt, unter welchem Aufwand/Arbeits- und Kostenfaktor. Ja ok, die Kosten zu übernehmen wurde mir ja schon angeboten - aber da bin ich auch ein bisschen eigen. Von Fremden Geld annehmen ist nicht so meins.


    Für mich stünde tatsächlich aber eher ein anderer Faktor im Raum. Nach dem was ich so gelesen habe, ist es halt mit der Medikamentengabe an sich nicht unbedingt getan. Wenn es nur darum ginge zweimal am Tag ne Tablette zu verabreichen - kein Thema, hat bei Pebbles sechs Jahre lang geklappt.

    Man muss aber bei der Schilddrüse wohl unter Umständen über mehrere Wochen die Dosis anpassen, und dann auch immer mal wieder zur Kontrolle, zum Blutabnehmen. Um zu erkennen, ob die Dosis eventuell zu niedrig oder zu hoch ist, muss man dann wiederum das Tier genau beobachten und auf mögliche Symptome achten.

    Diesen Zustand, das Tier ständig zu analysieren, hatte ich ja mit Pebbles jahrelang - und das ist einfach wahnsinnig anstrengend. Zumindest für mich.

    Anderseits könnte man natürlich sagen, ich bin's gewohnt, ich weiß wie es geht. :kicher:


    Aber es ist eben auch, wie du schreibst. Wenn es jetzt "nur" die Schilddrüse wäre, ok ... könnte man sicherlich hinbekommen. Aber wenn dann noch dies und das und jenes dazu kommt. Uff ...

    Und wie gesagt - bei einem Tier, das man schon jahrelang hat und kennt, ist das alles nochmal eine ganz andere Geschichte, als mit einem vollkommen neuen Tier und vollkommen neuen Krankheiten.


    Ich weiß, es gibt Menschen, die haben da keine Hemmungen. Ich bin da immer ein bisschen übervorsichtig, weil ich wahnsinnige Angst habe irgendwas falsch zu machen. Und der Gedanke das Tier zu übernehmen, und der Gesundheitszustand verschlechtert sich, vielleicht sogar extrem - das wäre echt schlimm für mich, weil ich mich dann schlichtweg schuldig fühlen würde (ich weiß, das ist Unsinn, aber so ticke ich leider in der Beziehung).


    Aber im Moment ist ja eh alles noch Theorie. Ich bin aber schon gerne vorbereitet, um am Ende eine möglichst passende Entscheidung zu fällen (die ich hinterher sowieso in Frage stelle:guck:). Daher zerdenke ich gerne schonmal im Vorfeld alles.


    Also danke an alle für den Input! <3

    Schilddrüse ist nicht das Problem. Wirklich nicht. Es gibt unterschiedliche Medikamente. Tropfen und Tabletten. Die Tropfen sind für den Menschen nicht ganz ohne, aber die Tabletten wirklich nicht das Problem. Viele Katzen haben Schilddrüsenprobleme im Alter.

    Hmm, ok. Ich hab halt gelesen, dass sich da z.B. auch noch eine Niereninsuffizienz verstecken kann, die man Anfangs aber im Blutbild noch gar nicht sieht, weil die Schilddrüsensymptome das überdecken. Und/oder Bluthochdruck, Herzschäden ect. , also alles mögliche an potentiellen Nebenkrankheiten. Und das fand ich dann doch ein bissl heftig.

    Ich meine klar, wenn ich eine Katze schon länger habe, und sie wird krank, gebe ich sie natürlich nicht deswegen ab - dann muss man sich auch auf alles einstellen was kommt.

    Aber eine quasi fremde Katze, bei der ich Reaktionen/Verhalten noch gar nicht kenne und die ja auch zu mir noch kein Vertrauen hat, gleich auf mehrere Krankheiten behandeln, stelle ich mir persönlich nicht so einfach vor.

    Zumal der Umzug zu mir mit Sicherheit Stress bedeuten würde, und Stress befeuert ja auch Krankheiten gerne noch zusätzlich. Und dann treten eventuell Nebenwirkungen durch die Medikamente auf, das ist noch mehr Stress, usw. Weiß nicht, ob das nicht alles zu viel für das Kerlchen wäre.

    Mir wäre es ja wirklich lieber, sie würden im Fall der Fälle erstmal testen, ob die Aggressionen nicht wieder zurück gehen, wenn sich der Hormonhaushalt durch Medikamente oder Futterumstellung wieder regelt.

    Aber gut, erstmal abwarten. :nachdenk:

    Huhu - danke fürs Nachfragen! :moin:


    Ja, also so halb weiß ich schon was. Er war ja Freitag beim Zähnchen machen, und die Besitzerin hatte sich dann Abends auch wie verabredet bei mir gemeldet. Wir hatten aber nur kurz geschrieben, nicht telefoniert, weil sie die zweite Katze wohl auch mit beim Tierarzt hatte (und die das gar nicht so toll fand) und entsprechend war sie danach ziemlich erschöpft - was ich total verstehen kann. Ist mit einer ja schon anstrengend genug.


    Jedenfalls hat sie mir mitgeteilt, dass Katerchen die OP soweit gut überstanden hat, hat mir sogar ein Foto von ihm geschickt, wie er im Karton sitzt. ^^ Die Blutergebnisse kommen aber voraussichtlich erst am Montag, also morgen. Der Tierarzt hätte aber schonmal einen Verdacht in Richtung Schilddrüse geäußert. Ich hab jetzt die letzten Tage mal ein bisschen im Internet gelesen und gebe zu, ich fing schon ganz schon an zu schwitzen. Also das ist wohl - sollte es zutreffen - keine Kleinigkeit.

    Naja, aber Genaueres weiß ich dann vermutlich erst morgen.

    Das hoffen wir alle sehr!

    Du weisst ja selbst, wie sehr man leidet, wenn ne geliebte Fellnase stirbt und wir mussten einige, teilweise auch unerwartete, Verluste hinnehmen (wir weinen heute noch oft um die eine oder andere Katze), aber wir waren nie katzenlos.

    Und das macht einen Unterschied.

    Wenn Roland stirbt, gibt es hier eine Zeitlang keine Katze mehr - wie sich das anfühlt, will ich mir gar nicht vorstellen.

    Ich hoffe, das geht jetzt nicht zu sehr ins Off Topic, und ich weiß, dass so etwas natürlich sehr individuell empfunden wird. Aber ich bin ja gerade in dieser Situation, dass ich zum ersten Mal ganz ohne Katze/Haustier bin. Wir hatten Katzen seit ich 6 Jahre alt bin (aktuell bin ich 42), und auch durchgehend, und bisher dachte ich auch immer: "Ohne Katze - das schaffe ich nicht."


    Da hängt natürlich auch eine ganze Menge Gewohnheit dran, nach so vielen Jahren. Pebbles ist nun seit knapp 11 Wochen nicht mehr da, und ich gebe zu, die ersten 2 - 4 Wochen waren wirklich die Hölle. Danach war es eher ein Auf und Ab der Emotionen. Das ist es jetzt zwar immer noch, aber es wird weniger und ich merke schon sehr, dass ich mich mittlerweile wirklich dran gewöhnt habe, ohne Haustier zu sein.

    Und vor allen Dingen kann ich ehrlich sagen, dass ich auch die Vorteile genieße, die damit einhergehen.


    Ich will hier wirklich keine Werbung gegen Katzenhaltung machen! :D Ihr wisst ja auch, dass ich trotz allem plane nochmal eine Mieze zu mir zu nehmen - aber im Augenblick finde ich es auch echt schön einfach Mal Zeit zu verbringen, in der ich nur Verantwortung für mich selber habe, und sonst für keinen. Und daran gewöhnt man sich echt schnell, finde ich. Damit will ich nur sagen: es geht. Der Anfang ist sehr unschön, aber die Zeit des "Entwöhnens" war zumindest bei mir doch überraschend kurz.

    Meine Tochter hat den Namen gewählt, eigentlich "gehört" Roland auch ihr.

    Sie war 6 Jahre alt und wollte "eigene Haustiere", entweder Ratten oder Babykatzen. Da wir zu dem Zeitpunkt schon zwei Katzen hatten, waren Babykatzen die sinnvollerer Wahl und so holten wir Roland und Scotty zu uns, damals knapp 12 Wochen alt.

    Und nun ist er knapp 15 und der letzte aus dem Rudel von 5 Katzen.

    Ja, wenn man eh schon Katzen hat bietet es sich durchaus an, damit weiter zu machen. Ratten sind zwar auch süß, aber doch recht kurzlebig. Weiß nicht, ob das für so ein Kind nicht eher unschön ist, wenn das geliebte Tierchen nach ein, zwei Jahren wieder stirbt.

    15 ist aber auch schon ein gutes Alter. Hoffentlich macht er noch ein paar Jährchen. :highfive:

    Roland macht fast immer drinnen, er hat zwei große KaKlos, die er regelmäßig nutzt.

    Wie nett, dann hast du indirekt ja doch was von den Mäusen. :kicher:

    Gestern konnten wir mal wieder beobachten, wie effektiv Roland als Jäger ist.


    Er spielt auch nicht mit seiner Beute rum. Entdecken, fangen, Todesbiss - alles innerhalb von 2 Minuten, und dann frisst er seine Beute relativ schnell auf.

    Kafu frisst er momentan am Tag meist nur so um die 100 g, aber ist ja auch kein Wunder.

    Roland ist ja auch mal ein süßer Name, für eine Katze. :hach:

    Wenn das alles so schnell und "pragmatisch" abläuft, find ich das auch nicht weiter schlimm. Nur dieses Rumschubsen der Beute, das konnte ich früher auch nie ertragen. Das kam mir immer zu sehr wie Mobbing vor. :seufz:

    Der Vorteil bei Freigängern ist aber wirklich, das Einsparen am Katzenfutter - und Streu. Gerade zur jetzigen Zeit schon praktisch.

    Oh ja, das hab ich für Pebbles auch immer mal gemacht, und es hat tatsächlich funktioniert. Langsame Klaviermusik mochte sie am Liebsten. Und Vogelzwitschern. ^^


    Das waren ihre Favoriten:


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    Oh, also ist da schon was im argen, was man so sehen konnte. Vollnarkose ist ja gerade bei alten Katzen auch immer eine Risiko, aber was sein muss, muss sein.

    Aber für mich bestätigt sich dein erster Eindruck, den du von den Dosis hattest, jetzt doch noch mal.

    Daumen für den Kater sind gedrückt :daumendrück:

    Wie heißt er eigentlich?

    Das mit den Zähnen hatten sie von sich aus sogar schon erwähnt - dass der Mutter bei der Urlaubsfütterung schon aufgefallen wäre, dass er ein bisschen komisch kaut. Er hatte vor einem Jahr wohl auch schonmal Antibio bekommen, wegen den Zähnen, aber das ist natürlich immer nur Symptombekämpfung.


    Ja, die kümmern sich definitiv so gut sie können, haben aber ja auch selbst zugegeben, dass es ihnen an Erfahrung fehlt. Und mit alten Katzen ist es nun mal auch schwierig, selbst mit viel Erfahrung.

    Allgemein sind sie aber wirklich super nett und der Kater liegt ihnen definitiv am Herzen, das hab ich relativ schnell gemerkt.

    Sie haben mir jetzt sogar angeboten, dass sie mir spätere Tierarztkosten erstatten, wenn ich ihn nehme. Aber das kommt natürlich nicht in Frage, wenn ich ihn nehme, komme ich auch für ihn auf.

    Es zeigt aber, dass es ihnen wirklich nicht darum geht, ihn einfach loszuwerden, sie scheinen schon der Überzeugung zu sein, dass er bei mir gut aufgehoben ist. Das haben sie auch mehrfach betont.


    Wegen der Narkose hab ich natürlich auch ein bisschen Sorge, aber ich vertraue da dem Tierarzt einfach mal (was bleibt mir auch übrig ... ). Wenn er den Eindruck gehabt hätt, der Kater schafft das nicht mehr, hätte er das vermutlich nicht mehr vorgeschlagen.

    Den Namen des Katers verrate ich übrigens erst, wenn er wirklich bei mir einzieht (er bekommt dann natürlich seinen eigenen Thread). :coolgrin:

    Schön das der Kater nun behandelt wird. Für den Kater ist es sicherlich Stress, aber ich finde es notwendig. Ihm wird es bestimmt besser gehen, wenn die Zähne gemacht sind und ggf. Erkrankungen behandelt werden.


    Klasse das du den Haltern so ausführlich geschrieben und den TA- Besuch an das Herz gelegt hast :super:

    Ich denke auch, das mit den Zähnen sollte gemacht werden. Wenn die dauerhaft entzündet sind, ist das ja auch nicht gut für den Organismus. Ich hoffe natürlich auch, dass die Narkose keine Schäden hinterlässt und dass er sich danach gut erholt.


    Und nochmal Danke (auch allen anderen) für's Mutmachen. :herzchen:

    Danke euch, und auch Dank euch! Eure Beiträge haben mir echt dabei geholfen. :freunde:


    Er bekommt nun am Freitag eine Zahnsanierung, und dabei wird dann auch Blut entnommen und eingeschickt. Dauert also alles noch n bissl, aber ich halte euch weiter auf dem Laufenden. :blümchen:

    Ach ne, so würde ich das nicht sehen.

    Egoistisch wäre es, wenn du den Kater zu dir nimmst, um dich gut und "heldenhaft" zu fühlen und ihm dann aber nicht gerecht werden kannst, z.B. weil du selbst aufgrund der großen Belastung krank wirst o.ä. .

    Falsch verstandene und praktizierte Tierliebe verursacht nur mehr Leid.

    Ich finde deine Entscheidung genau richtig, sowohl für dich als auch für den Kater.

    Ja, das stimmt, so sehe ich das auch.

    Es gibt aber grad nochmal ein kleines Update. Sie haben ihn vorhin tatsächlich zum Tierarzt meines Vertrauens gebracht. Die Besitzerin hat sich auch dafür bedankt, dass ich all die Sachen angemerkt habe, und erklärt, dass ihnen das eben aus Mangel an Erfahrung alles gar nicht aufgefallen ist - was ja auch mein Verdacht war.

    Er wird nun durchgecheckt und ich bekomme die Ergebnisse mitgeteilt. Ich werde dann auch nochmal mit dem Tierarzt direkt sprechen und mir seine Einschätzung anhören. Und dann mal schauen, was am Ende dabei raus kommt. So ganz ist die Sache wohl noch nicht vom Tisch. :schlau:

    Unsere ob EKH,Perser,Sibirer oder Coons wurden nicht älter als 14.:schnute:

    :tröst: Aber 14 ist auch schon ein gutes Alter. Ich hatte bisher auch nur eine, die es bis 18 geschafft hat. Die anderen wurden 9Jahre, 14 Jahre, 12Jahre und 15 Jahre. Ist halt wie beim Menschen auch, manche haben gute Gene, manche weniger gute.