Zusammenführung von Katzen

  • Wenn eine neue Katze zu einer vorhandenen Katze einzieht gibt es verschiedene Möglichkeiten
    der Zusammenführung, hier bitte ich euch um eure Mithilfe :guck:


    Es wäre schön wenn ihr eure Erfahrungen, Tipps und eventuelle Tricks zusammentragen würdet
    wie es bei euch gelaufen ist und wie ihr es gemacht habt.
    Fotos und Videos wären phantastisch
    :aufgeregt:


    Folgendes sollte beachtet werden wenn eine neue Katze einzieht (das sind meine Überlegungen :zwinker:)


    -Alter der Katzen berücksichtigen
    -genug Rückzugsmöglichkeiten
    -Geduld
    -direkt zusammen lassen oder erst Trennen (gibt es ja verschiedene Meinungen dazu)
    -Abreiben mit Decken o.ä. um Geruch der vorhandenen Katze anzunehmen
    -vorhandene Katze bevorzugt behandeln
    -Feliwaystecker
    -genügend Katzenklos
    -Fütternäpfe nicht direkt nebeneinander stellen
    -solange kein Blut fließt sich nicht in die Rangfolgekämpfe einmischen



    Bei unseren Zusammenführungen war es so das ich es mit der "Holzhammermethode"
    gemacht habe :kicher: heißt die Katzen direkt aufeinander losgelassen habe.

  • Also Cleo war ja bereits ein gutes Jahr als Einzelkatze bei uns, bevor Pete einzog.
    Da sie sich aber relativ gut mit der Nelly, der Katze unserer Freunde, verstand, wenn die beiden sich zu Urlaubszeiten gegenseitig "besucht" haben,
    dachten wir, dass auch eine Zusammenführung mit dem kleinen Futzi sicherlich keine Probleme gäbe.


    Also haben wir Pete geholt und den Kennel ins Wohnzimmer gestellt, aber noch geschlossen gelassen. Cleo kam dann neugierig an, um zu schauen,
    was denn los sei. Als Pete ihr die Pfote aus dem Kennel entgegen gestreckt hat, hat sie ihn angefaucht (hatten wir bis zu dem Zeitpunkt noch NIE von
    ihr gehört :schock:) und ist erstmal für zwei Stunden unters Bett verschwunden.


    Pete ließen wir dann im Wohnzimmer laufen, er hat auch relativ selbstbewusst die Gegend erkundet. Als er unter dem Wohnzimmertisch beim Spielen saß,
    kam Cleo dann aus dem Schlafzimmer und guckte, ob sie vielleicht doch alles nur geträumt hätte :kicher:
    Dabei ist dann dieses Video entstanden:
    http://www.youtube.com/watch?v=esSQE5KMfNw


    Sie hielt Abstand und war dem kleinen Kerl doch skeptisch gegenüber eingestellt. Aber Pete hatte keine Scheu und dackelte ihr ständig hinterher. Cleo ließ
    es sich aber dann auch gefallen und fauchte ihn nicht mehr an. Auch hat sie ihn nie richtig gehauen oder so...


    Einen Tag nach dem Einzug lagen die beiden schon so im Bett:
    [Blockierte Grafik: http://www.cleoswelt.de/userfi…/fotos/2007/2608a_big.jpg]


    Fünf Tage später durfte Pete zumindest beim Fressen schon zusehen, ohne dass Cleo sich gestört fühlte.
    [Blockierte Grafik: http://www.cleoswelt.de/userfi…/fotos/2007/3008d_big.jpg]


    Knapp 14 Tage nach der Zusammenführung:
    [Blockierte Grafik: http://www.cleoswelt.de/userfi…fotos/2007/06-09b_big.jpg]
    Und Pete putzte Cleo
    [Blockierte Grafik: http://www.cleoswelt.de/userfi…fotos/2007/08-09a_big.jpg]


    Die richtig große Liebe ist es zwischen beiden aber nie geworden. :schnute:
    Sie respektieren sich gegenseitig, es wird sich aber auch mal gezofft.
    Cleo knurrt und faucht und spuckt Pete manchmal an, wenn er spielen will, sie aber keine Lust dazu hat. Sie ist halt eine Zicke.


    Zusammenliegen an irgendwelchen Orten geht nur mit etwas Abstand dazwischen. So Kuschelbilder wie ganz zu Anfang sind
    uns leider nie wieder gelungen. :weissnix:

  • Also gut, wir haben bei beiden Zusammenführungen wie hat Diana so schön geschrieben die "Holzhammermethode" angewendet. :kicher:


    Als erstes kam Pünktchen zu Susi und Salem.
    Als ich Pünktchen mit nach Hause gebracht habe, kamen die großen zwei um zu schauen was ich da mitgebracht habe.
    Die zwei haben an ihr geschnüffelt und als nächstes fing das gefauche an.
    Nach vier Tagen hat Susi angefangen Pünktchen abzuschlecken. Danach hat Susi für Pünktchen eine Art Ersatzmami gemacht, was allerdings nach einem halben Jahr wieder aufgehört hat.


    Als zweites kam Kanja.
    Am Anfang war das selbe wie bei Pünktchen. Die großen haben Kanja angefaucht.
    Waren aber immer in der Nähe um zu schauen was der kleine schon wieder anstellt.
    Nach zwei Tagen hat sich Susi um den kleinen Mann gekümmert und das tut sie heute noch. :hach:
    Die zwei Susi und Kanja haben sich wirklich gesucht und gefunden.


    Hab doch noch ein Bild.
    Hier sind die ersten Annäherungsversuche von Kanja zu Pünktchen.
    [Blockierte Grafik: http://img687.imageshack.us/img687/2822/img1210d.jpg]


    So richtig Freunde wurden Pünktchen und Kanja aber erst als er aus dem "Flegelalter" heraus war.
    Seit dem spielen die beiden miteinander.


    Salem faucht die anderen oft an, aber sobald eine von den "Kleinen" nicht da ist sucht sie die beiden.

    Der Weise spricht, sieht und denkt objektiv. Der Unkluge hingegen spricht, sieht und denkt subjektiv. (Önder Demir)

  • So'ne richtige Zusammenführung kann man das bei uns nicht nennen. Ich hab Söcki und Lina an einem Tag abgeholt, beide waren ja erst 10 Wochen alt. Söcki zuerst, der natürlich in der Kiste nicht so ganz glücklich war und dann sind wir zu Lina gefahren.
    Weil der kleine Kerl so jaulte haben wir ihn einfach aus der Kiste geholt und zu Lina in die Liegemulde vom Kratzbaum gelegt. Die schlief da grad ganz zufrieden. Sie hat sofort Söcki's Köpfchen zwischen ihr Pfoten genommen und ihn abgeschlabbert.
    :lovecat: :lovecat:
    An der großen Liebe zwischen den Beiden hat sich bis heute nix geändert. :freu:

  • der eine oder andere mag sich noch an meine zusammenführung erinnern...
    man, hat mich das nerven gekostet!!!!!! unbegründet! :jaja:


    ich hatte lincoln aus dem tierheim geholt und dort gesagt bekommen, er mag keine anderen katzen, kann auch super ohne sie leben.
    da hab ich schon überlegt, ob das wohl alles gut geht mit ner zweiten.


    eine woche später kam awi dazu - eine geradezu jämmerliche gestalt... :schnute:
    ich hab auch die hauruck-methode genommen.. box auf und los.
    wobei das "los" bei awi ziemlich lange gedauert hat - total verschüchtert und huschig war er.


    und er hat gleich von chinny bescheid bekommen - "du bist hier die nummer 2!" (womit er total zufrieden ist!!!)
    sie haben sich auch gejagt und gekloppt (eiwei, was hatte lincoln für fiese schrammen am kopf, bei awi konnte man die ja nur nicht sehen, weil wegen schwarz...).
    aber es wurde NIE gefaucht, geknurrt, gespuckt oder sonstewas...

  • Charles war bei uns ca. schon 1 Jahr bevor Gremlin kam. Wir haben die Box hin gestellt und geöffnet und warteten ab was passiert. Sozusagen die holhammermethode. Charles kam schnupperte und ging wieder. Gremlin kam raus und verkroch sich unter dem Sofa für ca. 15 min. Aber die Neugierde war stärker. Aber so richtig angefaucht haben sich die beiden nicht, eher cool gegenüber dem anderem sich gegeben und gingen sich dann aus dem Weg. Und so ist das heute noch. Sie akzeptieren sich als Kumpels aber die allergroße Liebe ist es nicht.


    Aber was mir in letzter Zeit auffällt das wenn Gremlin nur niest Charles sofort kommt und schaut was los ist und Ihn beschnuppert und abschleckt. :zwinker:

  • Wir haben auch insgesamt 5 Zusammenführungen hinter uns gebracht.
    Es gab nie Probleme :super:
    was natürlich damit zusammenhängen kann das wir immer mit Kitten
    vergesellschaftet haben.
    Die ersten ein-zwei Tage gab es etwas Gefauche dann war der Kuchen gegessen. :püh:


    Ach ja, hab die Kitten vorher mit der Decke des erwachsenen Tieres abgerieben. :coolgrin:

  • Ich hatte schon so viele Zusammenführungen/Zugänge, dass das hier sicher den Rahmen sprengen würde.


    Kleiner Anriss:


    - Basti, der ein viertel Jahr lang auf meiner Dachbodentreppe wohnte, bis er sich doch zu den anderen traute - und fortan alles was um ihn rum lebte einfach nur geliebt hat.


    - NoNo, der spurlos im Haus verschwand und unterm Öltank wieder entdeckt wurde. Er kam mit den anderen Katzen von Anfang an klar, hatte jedoch tierisch Mühe mit dem vielen Platz hier. Über 4 Wochen lag er vor der offenen Terrassentür und traute sich nicht in den Garten (der Raum ohne Decke war ihm völlig suspekt). Später hat man ihn dann kaum rein bekommen.


    - meine Berliner Mädels, die hier einzogen und einfach so taten, als wären sie immer hier gewesen.


    - Emily, die von Berry begrüßt wurde und sofort mit in sein Bett geschleppt. :lovecat:


    - Toffee die einige Monate hier nicht mehr von sich preis gab als "ich bin eine liebe kleine Katze" - es dauerte, bis ich ihre Vorlieben rausbekam.


    Mit Calimero zu vergesellschaften ist immer wieder das gleiche Szenario: einige Tage findet er es schrecklich, furchtbar, ganz entsetzlich. Er schreit, kreischt, flüchtet und führt ein Theater auf, als sei es der Weltuntergang. Das schlägt dann nach ein paar Tagen total um. Da wird dann ausgetestet ob man mit "der neuen" spielen kann und dann is gut.
    Luchs geht auf die neuen zu, stellt sich vor und fertig. Er war für Toffee sofort der Traumheld, was ihr die erste Zeit hier sehr geholfen hat.


    Das einzige was ich hier noch nie hatte, waren wirklich ernsthafte Kämpfe. Mal eine kurze Attacke als Rangabklärung (vor allem früher von Woody) ja, aber nie richtig bösartig.

  • Zu dem Thema kann ich auch was beitragen:
    1. Als mein jetziger Mann und ich uns kennenlernten waren wir beide Single und lebten beide mit einem Katzentier zusammen. Er mit Yke, damals ca. 13 Jahre alt, eine kleine, zierliche, zahnlose Kuhkatze, ich mit Hamlet, damals ca. 10 Jahre alt, ein riesiger, extrem gelassener Kuhkater.
    Da wir eine Wochenendbeziehung hatten und unsere jeweiligen Katzen aber nicht gern das ganze WE allein lassen wollten, haben wir ausprobiert, meinen Kater mit zu ihm und seiner Katze zu nehmen - DRAMA! Die kleine Yke hat den großen Hamlet angefaucht und angeknurrt, sobald er sich bewegt hat, ist sie auf ihn losgegangen, Hamlet hat sich verkrochen - wir haben das Experiment nach ein paar Stunden abgebrochen und haben Hamlet wieder Nachhause gebracht (eine Strecke von ca. 120 km). Tja, der Gedanke an Zusammenziehen wurde dann erstmal auf Eis gelegt.
    Ein paar Monate später hatte mein Mann eine OP und konnte danach wochenlang nicht laufen. Somit war allein wohnen für ihn nicht möglich und so zog er zu mir, natürlich samt Katze. Tja, und dann war das alles kein Problem, die Transportbox wurde in den Flur gestellt, Klappe auf - und Yke kam vorsichtig raus, Hamlet kam an, hat geschnuppert und ca. ne halbe Stunde später lagen die beiden schon zusammen auf dem Sofa und Hamlet hat Yke geputzt. Es war sozusagen Liebe auf den zweiten Blick und die hat gehalten, bis wir Yke über die Regenbogenbrücke gehen lassen mussten.
    2. Unserer Tochter wollte unbedingt ein eigenes Tier - okay, aber wenn schon zwei Katzen im Haus sind, kommen am besten noch Katzen dazu. So haben wir also zu Fina und Rasmus die zwei Jungspunde Scotty und Roland geholt. Sie waren damals knapp 12 Wochen alt und die Pflegestelle, von der wir sie holten, war ganz am anderen Ende von HH, also hatten sie schon eine recht lange Autofahrt hinter sich, als wir den Transportkorb ins Wohnzimmer stellten und die Klappe aufmachten. Trotzdem sind beide sofort völlig angstfrei raus, haben angefangen, die Wohnung zu erkunden - und Fina und Rasmus haben zwar erstmal aus der Distanz geguckt, sind dann aber recht schnell auf die Kleinen zu, haben geschnuppert - und dann haben sie sich verhalten wie immer. Es gab keinerlei Gefauche, Geknurre o.ä., weder von den Großen noch von den Kleinen, absolut überhaupt keinerlei Zusammenführungsstress. Auch, dass wir die Katzenklappe für die ersten Monate so gestellt haben, dass die Katzen zwar rein, aber nicht rauskonnten(die Lütten durften erst raus, als sie kastriert waren), haben Fina und Rasmus protestlos hingenommen.
    Inzwischen herrscht zwischen Rasmus und Roland die absolut große Liebe, Scotty ist aber auch Mitglied der "Männerfreundschaft". Nur Fina ist meist "außen vor", aber das ist von ihr selbst so gewählt, sie zieht die Gesellschaft von uns Dosenöffnern vor.
    Vor Hamlet und Yke hatte ich auch schon Katzen, und da gab es auch mehrere Zusammenführungen, und wir haben nie irgendwelche Vorbereitungen getroffen, haben die Katzen immer gleich "auf einander losgelassen" und sind damit immer gut gefahren.
    Bis auf die Zusammenführung von Yke und Hamlet handelte es sich allerdings auch immer um Freigängerkatzen, ich glaube, dass das meist einfacher ist, weil die Freigänger meist eh viele Kontakte zu anderen Katzen haben und die Ausweichmöglichkeiten größer sind.


    Liebe Grüße
    Ginger

  • Wir haben in 2 Wochen ein 16 Pfoten-Projekt vor uns. Mein Verlobter und ich ziehen zusammen.
    Bei mir wohnen bis jetzt Merlin (alter Opi mit 15 oder 16) und Ronja (1 1/2)
    Mein Verlobter bringt Amy und Tommy (beide 3) mit.


    Da ich schon ein paar Zusammenführungen gehabt habe übernahm ich nun ein bisschen das Handling.


    Geplant ist folgendes:
    Umzug ins Haus der Menschen. Am Abend werden die 4 Katzen geholt. In zunächst zwei getrennte Räume kommen die jeweiligen Katzenpaare. Die Räume sind vorbereitet mit Kratzbäumen, Katzenklo, etc und gaaaaanz wichtig jeweils dem Duftstecker von Feliway (Duftpheromon, um einer Katze zu demonstrieren "Hier der Platz ist safe".


    Hier werden die Katzen sich erst mal neue Geräusche gewöhnen. In den kommenden Tagen werden wir die Katzen getrennt voneinander das Haus inspizieren lassen. (Fluchtwege, Verkriechplätze, Kratzbäume, etc)
    Dann wird es spannend und die eigentliche Zusammenführung wird folgen.


    Schwerpunkt wird mein alter Kater Merlin sein, da er schon ein paar Alterssensibilitäten zeigt und bereits Nierenkrank ist udn einen sehr starken Bezug zu mir hat.


    Ich bin sehr gespannt, ob die theoretische Planung und die Praxis Abweichungen zeigen.


    Auch haben wir schon philosophiert, wie die Rangfolge werden wird, gerade unter den Damen Ronja und Amy. Merlin wird seinen Rang wohl an Tommy abgeben müßen, was ihm nicht leicht fallen wird.
    Also es wird spannend!

  • Das klingt vernünftig und wirklich durchdacht. :super:
    Sind ja dann wirklich viele Veränderungen auf einmal...


    Die Daumen dafür sind in jedem Fall gedrückt :daumendrück: und es wäre toll, wenn Du dann mal berichtest, ob es so geklappt hat, wie Ihr es Euch vorgestellt habt.

  • Bei meinen Persern hat es nie Probleme gegeben, wir haben es immer mit der Holzhammermethode gemacht. Der Neuankömmling fauchte zwar immer am ersten Tag, aber dann war es gut, wobei ich hier so gut wie nie zwei Kuschelkatzen hatte. Es hat zwar immer mal der ein oder andere zu kuscheln versucht, aber richtig geklappt........... nö. Meine Perser sind super sozial, aber so eng mögen sie nicht unbedingt.