Eine Katze abtrainieren, auf den Balkon zu gehen

  • Hallo zusammen,


    ich bin ziemlich verzweifelt.


    Meine Familie will unbedingt eine Katze, am besten aus einem der Tierheime, da diese hier überfüllt sind.


    Jetzt, nachdem wir nach einer sehr langen und qualvollen Suche endlich mal eine Wohnung gefunden hatten, stellt sich heraus, dass der Vermieter alles mögliche und unmögliche verbietet, darunter auch Katzen. Es gab schon einige bei diesem Vermieter, denen Katzenhaltung untersagt wurde. Daher würden wir den Vermieter nicht mal fragen, sondern versuchen, eine Katze heimlich zu halten, denn wenn wir fragen und "nein" kriegen, werden wir ja garantiert Probleme haben.


    Meine Frage ist, ob und wie es möglich wäre, eine Katze abzutrainieren, auf den Balkon zu gehen (in dieser Wohnung sind es leider sogar zwei Balkone, was für die meisten sicherlich schön wäre, aber nicht in unserer Situation) und am besten auch zu Fenstern. Gibt's da vielleicht ein paar Trick zum Verraten? Erstens sollte die Katzen keiner sehen und zweitens können wir ja auch kein Katzennetz anbringen.


    Gibt's eventuell Katzenrassen, die sich dieses Verhalten am (relativ) leichtesten abtrainieren lassen?


    Danke schon mal

  • Klar, kann man Fliegengittertüren anbringen (auch ohne bohren) die der Katze den Zutritt zum Balkon verweigern. Es gibt welche mit Drahtverstärkung die auch Katzenkrallen standhalten. Ganz günstig sind sie nicht, aber es ist möglich. Durch eine normale Tür würde sie sich wahrscheinlich durchkratzen. Somit könnte sie zumindest die frische Luft genießen.Auch wenn ich es nicht sinnvoll finde. Einer Katze abzutrainieren auf den Balkon zu gehen wird nicht gehen. Durch Barriere verweigern schon eher. Allerdings ist es schwierig eine Katze zu halten wenn der Vermieter es nicht will. Katzen gelten zwar nach einigen Urteilen mancher Gerichte als Kleintiere und dürfen somit gehalten werden, aber diese Urteile sind nicht bindend, das entscheidet jedes Gericht nach Rechtslage. Ich würde mir das wirķlich überlegen ob ihr das Risiko eingehen wollt.

  • Sorry, aber das ist eine ganz schlechte Idde!

    Erstens kannst du einer Katze nicht abtrainieren, auf den Balkon zu gehen oder aus dem Fenster zu gucken und was wäre das auch für ein schreckliches Leben für die Katze, nicht mal ausgucken zu dürfen!

    Und zweitens ist es eine ganz ganz schlechte Idee, eine Katze zu halten trotz audrücklichen Verbots des Vermieters, damit handelt ihr euch nur Ärger ein und im Zweifelsfall eine evtl. sogar fristlose Kündigung!

    So sehr ich den Wunsch nach einer Katze auch nachvollziehen kann, unter euren Umständen müsst ihr leider darauf verzichten!

    Liebe Grüße
    Frauke mit Roland und Scotty


    Seppensen (V.)

    Als Nicht-Bayer ohne jegliche Aussicht auf Erfolg versuchen, mit Hilfe von Gamsbarthüten, Lederhosen und komischen Strümpfen wenigstens einen Hauch weniger preußisch zu wirken.
    aus: Der tiefere Sinn des Labenz klick

  • Hallo, grundsätzlich hätte ich kein gutes Gefühl bei dem, was ihr vorhabt auch wenn es toll ist einer Tierheimkatze ein Zuhause zu geben. Ihr begebt euch da rechtlich auf dünnes Eis wenn ihr vorsätzlich verschweigt, dass ein Haustier aufgenommen wird.


    stellt sich heraus, dass der Vermieter alles mögliche und unmögliche verbietet, darunter auch Katzen.



    Steht das in eurem Mietvertrag? Falls ja dann würde ich mir das...

    Daher würden wir den Vermieter nicht mal fragen, sondern versuchen, eine Katze heimlich zu halten

    tunlichst verkneifen denn sonst könnte euch passieren:

    Katze trotz Verbot im Mietvertrag halten?

    Katzen zu halten, in einer Mietwohnung, in der dies nicht gestattet ist, kann durchaus ernste Konsequenzen für den Mieter haben. Verbietet der Mietvertrag eine Katze in der Wohnung, kann eine Missachtung auch als Vertragsbruch ausgelegt werden. Im schlimmsten Fall droht dann für die unerlaubte Katzenhaltung in der Mietwohnung die Kündigung.


    Quelle: Katzenhaltung Mietwohnung


    Der ganze Artikel ist interessant, vielleicht liest du es dir mal durch.

    LIEBE GRÜSSE VON MARITA MIT ROCKY UND SIMBA


    FÜR EINE ZEITLANG HALTEN WIR DEINE KLEINEN PFÖTCHEN FEST, DEIN HERZ ABER EIN LEBEN LANG...

  • ich würde ebenfalls sehr von Katzenhaltung in eurer Situation abraten.

    Gründe:


    Für eine Katze ist es sehr schlimm, wenn sie noch nicht mal aus dem Fenster gucken darf um zu beobachten.


    Was geschieht,

    - wenn euch die Katze mal aus Versehen ins Haus entwischt?!

    - wenn die Katze mal sehr laut miaut!

    - wenn sie spielt und das Bällchen kullert auf dem Boden!

    - ihr ständig Angst habt entdeckt zu werden!

    - ihr Besuch bekommt und der Besuch nicht schnell genug die Balkontüre schließt!


    Katzen sind zwar Tiere, denen es glingt sehr geräuscharm durchs Leben zu gehen, aber sie können sich nicht unsichtbar machen.

    Tut das einer Katze nicht an und erspart euch den Ärger und die Sorgen!!!!!

  • Wenn der Vermieter das mitbekommt das ihr eine Katze habt ist das ein Kündigungsgrund. Ich würde es nicht riskieren.

    Entweder eine andere Wohnung wo es erlaubt ist oder auf eine katze verzichten, wenn euch die Wohnung lieb und teuer ist.

  • Katzen brauchen auch Licht, Sonne, Luft.. da wäre es ein Unding, ihnen das Fensterbrett/Balkon etc. zu verbieten.

    Wenn ein Verbot im Mietvertrag steht, würde ich mich dran halten und wenn es mir absolut nicht gefällt, würde ich a) das Gespräch mit dem Vermieter suchen und falls das erfolglos ist b) die Augen nach einer anderen Wohnung wo Tierhaltung erlaubt ist offen halten. Ich kenne auch Tierheime, die eine Genehmigung des Vermieters als Bedingung haben, um überhaupt ein Tier abzugeben..

    Ansonsten bleibt leider nur die brave Katze aus Plüsch.. die braucht keinen Balkon, ist gehorsam und sehr sehr pflegeleicht.