Eure Erfahrungen mit Homöopathie?

  • Hallo in die Runde! :)


    Ich habe eine homöopathische Hausapotheke zusammengestellt und einen Tierarzt, der das ganz in Ordnung findet - allerdings eher auf die klassische Behandlung baut. Ich sehe mich deshalb für die Zukunft nach jemand mit mehr Expertise auf dem Gebiet um. Unser Lieblingskater ist super fit und gesund (wird mit Frischfleisch gefüttert), da mache ich mir wenig Sorge im Moment. Allerdings suche ich nach einem Austausch mit Tierhaltern, die dafür offen sind und idealer Weise gerne ihre Erfolge teilen. Aber auch wie man die Homöopathie am besten mit anderen Methoden kombiniert.


    Wie geht es euch so damit?

  • Ich habe mehrere Erfahrungen mit Homöopathie. Bei meinen Tieren funktioniert es. Ich brauche allerdings "nur" auf diese Heilkunde im Anfangsstadium einer Erkrankung wie z.b. Augenreizungen. Ich habe Calendula D4 Augentropfen. Die wirken super. Auch mit Arnika D12 Wasser (Globuli) mit einem Wattepad die Augen zu reinigen wirkt auch sehr gut. Die Liste lässt sich unendlich weiterführen. Allerdings hat es wie gesagt seine Grenzen. Ich gebe das unterstützend oder aber wenn der Patient stabil ist, aber noch Unterstützung benötigt bei der Heilung.

  • Ich habe sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

    Unser Sternchen hatte mehrere Erkrankungen, davon auch Zahnfleischentzündungen und CNI. Mehrfach wurde sie homöopathisch behandelt, oft reagierte sie mit Übelkeit.

    Unsere Norwegerin wurde während einer schweren Zusammenführung und später bei Übelkeit und Eosinophilem Granulom behandelt, ohne Erfolg.

    Unser Birmchen wird gegen ihren Durchfall mit Homöopathie behandelt. Dazu kann ich noch nichts sagen, bin aber guter Hoffnung das sie gut darauf reagiert.

  • Ich bin selbst Tier-HP und setze neben meinen Bioresonanzbehandlungen auch gerne Homöopathie ein. Ich finde es allerdings schwierig, homöopathische Mittel nach einem Buch oder Dr. Google einzusetzen, denn ein falsches Mittel oder eine falsche Potenz wirken oft einfach nicht. Ich gebe deshalb nur Mittel raus, die ich zuvor mit Bioresonanz genau ausgetestet habe.


    Trotzdem ist es sicher nicht falsch, gängige Mittel bei leichteren Erkrankungen einfach auszuprobieren. Wie Moana schreibt, ist das im Anfangsstadium einer Krankheit auf jeden Fall einen Versuch wert, bevor man mit Kanonen auf Spatzen schießt.

  • Na ja, ich habe eine Bekannte die ist TH ich gebe die Mittel nicht nach einfach nach Google. Die Augentropfen gibt es in der Apotheke zu kaufen, die habe ich jetzt schon ohne TH gekauft.

  • Also eine direkte Tierheilpraxis haben wir nicht (mehr) Dafür haben wir wieder eine Praxis die sowohl Schulmedizin anbietet als auch Alternativmedizin. Die Mischung finde ich sehr gut. Sprich sofern möglich wird nicht schulmedizinisch behandelt oder ergänzend und erst wenn nötig/wenn´s nicht anders geht kommt die Schulmedizin zum Einsatz. Also wie Monika schon schrieb ... "bevor mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird" erst einmal gucken ob´s nicht sanft geht.

    Mit einer reinen Tierheilpraktikerin hab ich so ein wenig gemischte Erfahrung. Mir wurd damals für unseren chronisch kranken Kater (der lebt leider nicht mehr) eine ergänzende/unterstützende Behandlung von unserer damaligen Praxis empfohlen. Ich sollte mir doch einen TH suchen. Gesagt,getan.
    Schön und sehr angenehm fand ich,das die Frau nach Hause kam. Sie war sehr nett und die Behandlung schien auch erst gut zu klappen. Bis sie im Akutfall Zwiebelsaft für den Kater empfahl. Was ich natürlich nicht getan hab.
    Unsere Kätzin ist da eingzogen und brachte Chlamydien mit. Er hat sich natürlich sofort angesteckt und ich kontaktierte sie per Mail am WE (unsere Praxis hatte zu) was ich ihm in dem Moment gerad gutes tun könnte,da ich erst davon ausging,es wäre einer seiner üblichen Infekte die er regelmäßig hätte. Erkältet,etwas Fieber etc. Und da meinte sie u.a eben Zwiebelsaft.
    Danach war´s dann ein wenig vorbei mit dem Vertrauen und wir hatten noch 2-3 Termine und danach nicht mehr.

    Den Kater bekam ich trotzdem langsam in den Griff und stabil über 3 Jahre,bis er dann leider eingeschläfert werden musste.
    Aber ich find Tierarztpraxen immer angenehm die eben beides anbieten. Sowohl das eine,als auch das andere. Eine kleine Hausapotheke hab ich auch im Schrank ... Euphrasiaaugentropfen,Traumeel,Bachblüten für den Bedarf. Sowas halt.
    Natürlich mit ärztlicher Rücksprache. Allein schon die Dosierung und Potenz für manche Mittel,da ist es eben ratsam.

  • Bei deiner HP liest sich die Behandlung eher nach Phytotherapie. Das ist wieder etwas ganz anderes, darauf hat unsere Norwegerin sehr gut reagiert.

    Am Ende muss man die beste Behandlung für sein Tier finden. Denn jedes reagiert anders.

  • Zwiebelsaft für Katzen - da hätte ich jetzt auch Probleme gehabt. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie der Output meiner empfindlichen Alina danach ausgesehen hätte....


    Aber mit Homöopathie hat das wirklich nichts zu tun.

  • Vielen Dank für eure zahlreichen Rückmeldungen Paulina, Moana, Goya, und Blueberrybat <3 Sehr spannend - eure Erfahrungen!


    Ich denke, da geht es uns hier sehr ähnlich. Ich habe überhaupt nichts dagegen den konventionellen mit dem komplementären Weg gemeinsam zu beschreiten. Dabei kommt mir auch stark vor, dass es auf die Ausgangssituation ankommt - und wenn man so will den Charakter des Tieres. Fisso beispielsweise erbricht nur sehr selten, hauptsächlich dann, wenn er über den Appetit hinaus frisst und er einfach zu viel auf einmal runter schlingt. Das war aber bisher selten der Fall. Beim letzten mal habe ich ein Kügelchen Nux Vomica in die Wasserschale gegeben. Seither nichts, aber ich beobachte noch.


    Haare hat er noch nicht gewürgt, nachdem ich ihn täglich bürste. Er hat daher ein super glänzendes Fell. Ich finde, sein Gesamtzustand hängt stark von der Ernährung ab.

  • Also ich halte es wie bei mir selber generell. Bzw. da hab ich genau die gleiche Einstellung. Wenn es anders geht,dann gerne Alternativen zur Schulmedizin. Aber es gibt eben meiner Meinung nach auch Grenzen und man sollte sich nicht ausschließlich darauf verlassen. Wenn´s die Situation erfordert,dann muss halt mal die Kanone rausgeholt werden. Alles hat da seine Berechtigung. Und wenn man verantwortungsbewusst damit umgeht,an keine -wie mein Mann immer sagt- Wald und Wiesenschamanen gerät,dann ist´s gut.

    Ich hab halt ganz üble Erfahrung dahingehend gemacht das ich in meiner Kindheit/Jugend von meiner Adoptivmutter auf Teufel komm raus krank gemacht wurde. Sie erzählte überall rum das ich nicht ganz "normal" sei,erfand Dinge/erzählte Geschichten und schlürte mich von einem Heilpraktiker zum nächsten. Die einen waren durchaus seriös,die anderen mehr als grenzwertig und eher Material für die Geschlossene (sorry,wenn ich mich für die Reinkanation von Jesus halte .... das ist etwas ... )
    Mein Problem war,ich hatte halt kein Mitspracherecht,war minderjährig und musste den Mist über mich ergehen lassen. Und was diese Leute stellenweise von sich gegeben haben,was für Praktiken die angewendet haben .... ich dachte sowas gibt es nicht. Also die ganz ganz üble Schiene.
    Leider war meine Adoptivmutter extremst empfänglich für sowas und glaubte alles was die erzählten. Letztendlich schloss sie sich sogar einer Sekte an.


    Daher bin ich schon sehr vorsichtig und schau mir die Leute genau an. Sei es Tierheilpraktiker oder eben für uns Menschen.

  • Ich habe schon viele gute Erfahrungen mit Homöopathie bei mir selbst und meiner Familie gemacht. Ich finde aber auch, dass man da einen guten homöopathischen Heilpraktiker oder Arzt braucht, der die Grenzen kennt und gute Kombinationen empfehlen kann, also auch mit integrativen Methoden haben wir da sehr gute Erfahrungen gemacht. Mittel die ich häufig verwende und kenne, verabreiche ich den Kindern aber schon auch mal ohne erneutem Abklären.


    Wir nutzen eigentlich immer beides oder wenn es reicht auch rein homöopathische Mittel. Zum Beispiel bei einem gebrochenen Arm meines Sohnes im Winter hat er natürlich einen Gips bekommen, aber zusätzlich haben wir ihm Arnica gegeben, die die Heilung unterstützt.


    Also im Bereich Menschen habe ich viel Erfahrung, bislang war mir aber noch nicht so bewusst, dass Homöopathie auch bei Tieren angewendet werden kann, finde ich aber wirklich toll! Ist das dann vergleichbar mit der Anwendung bei Menschen? Wie gesagt da habe ich viel Erfahrung, aber gilt die dann auch bei Katzen? Zum Beispiel eben Arnica, das verwende ich gerne bei Blutergüssen oder anderen Verletzungen – kann ich das dann auch unserem Tiger geben, wenn er sich einmal verletzen sollte?

  • Natürlich kannst Du das! Die Homöopathie für Tiere unterscheidet sich nur von der für Menschen, wenn es um Krankheiten geht, die bei Menschen nicht auftreten.


    Bei allem anderen kannst Du im Prinzip die gleichen Mittel geben, die Du Deinen Kindern auch geben würdest. Wir sind alle "Säugetiere"! Es lohnt sich aber, sich ein bisschen einzulesen, es gibt sehr schöne Homöopathiebücher für Katzen (und natürlich auch für Kinder...). Da findet man dann auch Ratschläge für spezifische Katzenkrankheiten. Manchmal verwendet man bei Tieren auch andere Potenzen (viele HP's arbeiten bei Tieren gerne mit Hochpotenzen), da sollte man sich ein bisschen auskennen.

  • So spannend! Vielen Dank für eure wertvollen Kommentare! <3

    Paulina hättest du da einen Buchtipp für mich zur Homöopathie für Katzen?


    Das mit den Potenzen ist tatsächlich eine eigene Wissenschaft. Einer meiner Söhne schien rein gar nicht auf Globuli anzusprechen, nach einem Termin bei einer tollen Homöopathin war klar, dass die Potenz der Mittel zu niedrig war. Ich denke auch, es benötigt ein wenig Erfahrung, damit man da einen richtigen Umgang findet.

  • Ich bin eigentlich immer sehr gut mit den Klassikern von Hans Günter Wolff gefahren. Das Buch für Katzen heißt "Unsere Katze - gesund durch Homöopathie". Die Mittel, die er angibt, sind immer treffend, und man kann sich mit dem Buch ganz gut orientieren.


    Es ist natürlich ein älteres Werk, und es gibt viel neuere Literatur. Ich habe außerdem noch "Das Katzen-Homöopathie-Buch" von Christiane P. Krüger, in dem ich sehr viel nachschaue. Aber das ist ein Riesenwälzer und ziemlich teuer.


    Auch zu empfehlen sind die GU-Ratgeber. Da gibt es den großen GU-Kompass "Homöopathie für Katzen". Den kenne ich nicht persönlich, aber ich habe andere Bücher aus dieser Reihe, die sind meistens recht brauchbar.

  • Ich bin eigentlich immer sehr gut mit den Klassikern von Hans Günter Wolff gefahren. Das Buch für Katzen heißt "Unsere Katze - gesund durch Homöopathie". Die Mittel, die er angibt, sind immer treffend, und man kann sich mit dem Buch ganz gut orientieren.




    Auch zu empfehlen sind die GU-Ratgeber. Da gibt es den großen GU-Kompass "Homöopathie für Katzen". Den kenne ich nicht persönlich, aber ich habe andere Bücher aus dieser Reihe, die sind meistens recht brauchbar.

    Die 2 Bücher habe ich auch. Die sind gut und super beschrieben.

    Viele Grüße von Marion mit Kris, Neraki, Milo, Delos und unsere Sternchen Gremlin und Charles. <3

  • Paulina: Danke, das ist super zu hören! Da werde ich mich einmal nach solchen Büchern umsehen, eines für Kinder habe ich zuhause, aber spezielle Katzenkrankheiten wären da auch hilfreich (auch wenn ich bestimmt am Anfang zum Tierarzt gehen werde, wobei ich mich da jetzt auch gerne umsehen möchte, ob es da vielleicht jemanden mit homöopathischer Zusatzausbildung gibt oder einen spezialisierten Heilpraktiker, sodass unser kleiner Tiger auch die Vorteile der homöopathischen Behandlung genießen kann :saint:)


    Danke auch für den Buchtipp! Mein Kinderbuch ist auch schon recht alt (habe ich noch von meiner Mama mitgenommen) Hat sich denn da viel geändert in den letzten Jahren? :/ Wisst ihr das? Hab nie genauer darüber nachgedacht, weil es die ja Homöopathie grundsätzlich schon so lange gibt…


    Damone: ja das kenne ich von meiner Tochter auch, die braucht auch immer recht hohe Potenzen und da sind die Kinder dann aber total unterschiedlich auch wenn sie sich sonst noch so ähnlich sind…^^

  • Hat sich denn da viel geändert in den letzten Jahren? :/ Wisst ihr das? Hab nie genauer darüber nachgedacht, weil es die ja Homöopathie grundsätzlich schon so lange gibt…

    Nein, natürlich nicht. Es gibt nur ein paar neue Mittel, die im Lauf der Jahre dazu gekommen sind. Das Buch von Dr. Wolff wurde in der 11. Auflage auch aktualisiert, so dass es auf einem ziemlich neuen Stand sein müsste.

  • Oh vielen Dank Paulina !! :love:

    Das Katzen-Homöopathie Handbuch werde ich mir gönnen! Ich finde so etwas zum Nachschlagen ist unglaublich wertvoll. Oder denkst du, dass "Unsere Katze - gesund durch Homöopathie" für den Anfang ausreicht? Wie lange arbeitest du schon mit den beiden Büchern? Jedenfalls tolle Tipps!


    flamingogirl ja, ich gebe das Katlement von PerNaturam, allerdings muss da die Bierhefe für ein Suchtverhalten sorgen, denn ich muss es seit Beginn nun immer aufs Frischfleisch streuen, sonst frisst er es nicht :rolleyes:

    Ansonsten sporadisch Zeolith, Eierschale gemahlen und Kokosfett. Manchmal einen Dip Joghurt oder Schlagsahne. Zusätzlich gebe ich manchmal eine Prise unraffiniertes Meersalz in das Trinkwasser.


    Ich bin hoch zufrieden mit dieser Kombination und mit der Anwendung der Homöopathie muss ich sagen. Allerdings ist Fisso sehr verwöhnt, denn er rümpft die Nase, wenn das Fleisch nicht ultra frisch in die Schale kommt. Ich nehme immer portioniert aus dem Tiefkühler und stelle den Rest in den Kühlschrank, was er dann leider oftmals verweigert, selbst wenn ich es mit Wasser spüle. Was mache ich falsch?