Wie bekomme ich Leon sauber?

  • Liebe Expert:innen,


    vor drei Tagen ereignete sich ne Art Wunder. Mitte November tauchte Kartäuser-Kater Leon auf (zusammen mit fünf Streunern), stammt definitiv nicht von einem der umliegenden Bauernhöfe, ist extrem scheu, nahm allenfalls mal eine Mahlzeit in der Küche.

    Nun inspizierte er plötzlich die sehr kleine Wohnung (ein großer Raum plus Schlafzimmer und Bad), legte sich erst ins Bett, dann auf die Couch: „Das ist jetzt mein Zuhause!“

    Sein Ernst, er verbrachte seitdem jede Nacht und halbe Tage hier. Meine Freude, denn ihn wollte ich durchaus „adoptieren“, bekam leider einen heftigen Dämpfer. Schon am Morgen danach vier Häufchen auf den Teppichen. Obwohl’s Klöchen bereitstand.

    Der Clou letzte Nacht? Wurde von einem Geräusch wach. Leon scharrte direkt vor’m Bett, ließ seinen Durchfall „laufen“. Noch nicht das Schlimmste. Wieder aufgewacht, weil Laken und Decke „nass“ waren. Kater machte mir danach schlafend direkt ins (!) Bett.

    … Klar, zunächst wird die Diarrhöe homöopathisch behandelt. Aber warum benutzt er seine Toilette nur für’s Pipi? Heißt doch, dass Leon eigentlich weiß, wohin es gehört? Wir hatten wegen des Debakels einen kleinen Streit: „Dann geh raus, erledigte deine Geschäfte dort!“ Kater fauchte mich an, drehte um, legte sich wieder auf die Couch.

    … Seine Scheu ist eine eigene „Nummer“, aber das dürften wir auf Dauer schaffen. Er möchte zum Frühstück Futter und laktosefreie Milch, ich nur einen Becher Kaffee. Beides wegen der Enge nebeneinander. Leon flüchtet dreimal, bis er realisiert, dass ihm nichts passiert.

    … Frage: Wenn der Kater bisher nur draußen lebte, seine Häufchen dort entsorgte - soll ich’s mal mit Erde statt Streu versuchen? Schlafzimmertür bleibt ab sofort natürlich geschlossen.


    Hoffentlich wisst ihr Rat?


    Herzliche Grüße

    Henrika

  • Hi,


    vielleicht ist er krank? Hat Giardien oder Würmer? Nur um Beispiele zu nennen. Bei Unsauberkeit ist es ratsam immer den Tierarzt aufzusuchen um körperliche Beschwerden hoffentlich auszuschliessen.

    Ggf. ein Blutbild, Kotprobe wäre da mein Anfang. Vielleicht gelingt es dir 3 Tage hintereinander Kot von ihm zu sammeln um es untersuchen zu lassen.

    Liebe Grüße Melanie mit Niko und Nane.

    <3 Jaana und Timmie im Herzen!<3

  • Danke, Melanie,

    aber Leon ist halt „ein wildes Tier“. 😉 Veterinär völlig ausgeschlossen. Darf ihn doch selbst nicht mal berühren oder nur zu nahe kommen. Gegen Würmer bekommt er schon lange Homöopathika. Möchte selbst manchmal „chemisches Gift“ anwenden, ihm ein Spot-on in den Nacken geben, aber wie??


    … Krank natürlich, war schon vor Monaten der Grund für’s Thema „Igelzecken“ - mit Lungenwürmern. Leon geht’s zwar besser, aber er hat immer noch Atemprobleme, Husten/Schnupfen. Obwohl in jeder Futterportion ein Medikament dagegen ist.

    Igelschützer mit eigener Auffangstation schreiben, es könne sehr lange dauern, weil selbst nach diversen Wurmkuren Reste der Viecher in den Lungen verbleiben, also „totes Material“. Und neuerdings ist klar, dass gar Schnecken diese Lungenwürmer übertragen. Jeder Hundebesitzer sollte seinem vierbeinigen Freund erklären, dass er bitte keine Schnecken verputzen darf.

    Egal, ob Hund, Katze oder Igel: Medizinisch sind diese lebensbedrohlichen Parasiten so schwer nachweisbar, dass man leicht ab 500 € aufwärts loswird. Günstiger, bei auffälliger Atemnot sofort mit den besten Wurmmitteln zu „schießen“.


    Weiter ratlose Grüße


    Henrika

  • Nimmt er denn Leckerchen? Wurmmittel gibt es auch als winzige Tablette, die kann man in Katzenwürstchen, Leberwurst verstecken. Und diese Tabletten sollen nach Fleisch schmecken z.b. Milbemax. Bekommst du online.

    Zum Test von Wurm, Giardien und Co. reicht der Kot. Das kannst ohne ihn erledigen.

    Liebe Grüße Melanie mit Niko und Nane.

    <3 Jaana und Timmie im Herzen!<3

  • Mit dem Durchfall kann er auch Schmerzen haben, die er wiederum mit dem Klo verbindet. Oder er schafft es gar nicht mehr zum Klo.

    Ich würde da definitiv Ursachenforschung betreiben.

    Kotproben sammeln kannst du ohne ihn. Was du auch ohne Tierarzt machen kannst ist Schonkost geben oder eine Ausschlussdiät beginnen.


    Zusätzlich kannst du noch ein Klo mit Erde oder Sand anbieten.


    Sollte er zukünftig auch außerhalb des Klos pinkeln, könntest du mit speziellem Streu auch eine Urinprobe sammeln.

  • Oder er schafft es gar nicht mehr zum Klo.

    Das vermute ich auch.


    Was gibst Du ihm denn homöopathisch? Ist der Durchfall noch aktuell? Wenn nein, dann kann er trotzdem noch Bauchschmerzen haben und mit dem Einkoten zeigen wollen, dass er Hilfe braucht. Ich denke, er weiß, dass Du Tiere verstehst, und das ist halt seine Art, Dir zu sagen, dass er leidet.


    Er möchte zum Frühstück Futter und laktosefreie Milch

    Ich würde ihm gar keine Milch geben. Milch ist für Kälber und nicht für Katzen, die einen ganz anderen Verdauungstrakt haben. Viele Katzen reagieren auch auf Milcheiweiß, nicht nur auf den Milchzucker. Natürlich kann auch jedes beliebige Futter eine Unverträglichkeit nach sich ziehen und Dünnpfiff verursachen.


    Im übrigen muss der Durchfall nicht von Parasiten kommen, sondern kann auch von Viren (man denke nur an FIP), Bakterien und Pilzen hervorgerufen werden. Und es muss nicht mal der Darm die Hauptursache sein. Leon könnte auch eine Pankreatitis haben oder eine Leber- oder Gallengangsentzündung. Oder Probleme mit der Schilddrüse. Theoretisch kann auch ein Tumor die Ursache sein.

    Zum Test von Wurm, Giardien und Co. reicht der Kot. Das kannst ohne ihn erledigen.

    Genau. Das wäre der erste Schritt.

    Liebe Grüße von Monika, Kyra und Maya sowie den Sternchen Alina, Pauline und Robin! :knuddel:



  • Ich würde ihm gar keine Milch geben.

    Genau!

    Ich würde es versuchen ihm einfach NUR das Futter geben, wenn sich danach die Lage bessert,

    dann weißt du Bescheid. Nicht alle Katzen vertragen Milch.

    Kriegt er eigentlich Katzenmilch oder Laktosefreie Milch?

  • @ Justus: Wenigstens weiß ich jetzt, dass es noch ein langer Weg vom „Streuschlepper“ bis zum „Sklaven“ ist. 😉

    Selbstverständlich bekommen alle Kostgänger von mir nur laktosefreie Milch. Wasser gibt’s zur Genüge, aber sie werden auf den Höfen so vernachlässigt, brauchen Kalorien, Kalorien.

    @ Goya und Paulina: Irrtum, die Toilette steht in Reichweite, um seine Häufchen auf Teppichen zu verteilen, muss Leon weiter laufen. 😉 Aber natürlich SAND!! Mehrere Säcke vorrätig, brauche sie im Winter als Hinterachsen-Last, um bei Schnee den Berg nach Hause zu schaffen. Damit lässt sich ne „Diarrhöe-Schüssel“ für Leon basteln, die er vielleicht akzeptiert.

    Als eventuell passendes Durchfall-Mittel käme „noch“ Arsenicum album in Frage, wir haben nämlich wegen der Lungenwürmer, Bronchitis, Atemnot eigentlich alles durch, was nebenbei auch gegen einen zu flotten Darm wirkt.

    @ Paulina: Danke für Deine Hinweise „in jede Richtung“, Pankreatitis und ne spinnende Galle würde uns echt noch fehlen. 😉 Oder FIP. Einen Gang runter schalten, sein Immunsystem* ist arg schwach, mehr wahrscheinlich nicht. - *keine Infektionsgefahr, stets großer Abstand zu Artgenossen.

    … Und ja, Leon weiß genau, wie lange ich schon versuche ihm zu helfen. Muss nur sagen: „Medizin unbedingt essen!“, dann sind die Globuli mit einem Happs drin.

    Eben spazierte er zwischen meinen Füßen unter’m Schreibtisch durch, Küchentür noch offen, lief auf die Wiese und erledigte den Abendessen-Output dort. Ein Hilfeschrei dürfte es also nicht sein? Bzw. klares Zeichen, dass Leon nicht aus Not auf Teppiche und ins Bett macht? Er ist’s nicht gewohnt, ne Toilette zu benutzen? Mal schauen, was passiert, Sand-Klo steht jetzt neben dem mit Biostreu.


    … Sehr (!!) dankbar für eure Ratschläge, probieren wir’s heute Nacht außerdem, obwohl’s nicht ungefährlich ist, mit spaltweit offener „Wohnzimmer“-Terrassentür. Leon hopst von der Couch, kann direkt in die Wiese - und zurück.


    Leicht unruhige Grüße 😉

    Henrika

  • Nachtrag? Der „Sandkasten“ wurde sofort akzeptiert, Häufchen schneller drin, als man gucken konnte. Terrassentür bleibt doch besser geschlossen.

  • zum Päppel gibt es meiner Meinung nach bessere Möglichkeiten als Katzenmilch. Auch weil viele es nicht vertragen.


    Katzenfutter von Hermanns ist für seine Energiedichte bekannt. Man kann spezielle Päppelpasten kaufen, Rinderfettpulver, Gänseschmalz ohne Zusätze, Hühner- oder Ententleisch mit Haut, gekochtes Schwein.


    Ich würde aufgrund des Durchfalls aber erstmal bei einem Protein bleiben und ihm etwas für den Darmaufbau geben

  • Nachtrag? Der „Sandkasten“ wurde sofort akzeptiert, Häufchen schneller drin, als man gucken konnte. Terrassentür bleibt doch besser geschlossen.

    Das ist doch ein guter Anfang :aufgeregt:

  • @ Justus: Wenigstens weiß ich jetzt, dass es noch ein langer Weg vom „Streuschlepper“ bis zum „Sklaven“ ist. 😉

    Selbstverständlich bekommen alle Kostgänger von mir nur laktosefreie Milch. Wasser gibt’s zur Genüge, aber sie werden auf den Höfen so vernachlässigt, brauchen Kalorien, Kalorien.

    Ich verstehe nicht ganz deine Antwort, zynisch, sarkastisch was immer das bedeuten mag, absolut unwichtig.

    Du sollst mit dem Kater zum Tierarzt, hoffentlich ist es nicht zu spät.

    Wünsche dir viel Erfolg und alles Gute für Leon.

  • Justus: Weder zynisch noch sarkastisch gemeint, mich amüsieren die „Titel“ bzw. ich wusste nicht, dass „Sklave“ der nächste ist.

    Vielleicht wurde es in diesem Beitrag noch nicht deutlich, dass es sich bei den inzwischen nur noch fünf Zugelaufenen um absolut menschenscheue Katzen handelt? „Mit dem Kater zum Tierarzt“ ist völlig ausgeschlossen. Genauso dessen Hausbesuch. Dr. Sch. könnte allenfalls per Blasrohr einen Betäubungspfeil schießen. 😉 Mir die Technik wahlweise beibringen. Denn sie lassen keinen außer mir - nur beim Füttern - in ihre Nähe. Wobei auch ich sie nicht anfassen oder mich „ungeschickt“ bewegen darf. Beispiel: Abendessen serviert, alle sind beschäftigt, möchte etliche Meter vom Futterplatz entfernt die Tomaten gießen? Nee, sofort kollektive Flucht.

    … Problem Nummer zwei angesichts eurer so gut gemeinten Ratschläge sind die Finanzen. Ich habe im Winter angefangen sie zu füttern, weil ich’s nicht mit ansehen konnte, dass die Bauern „ihre“ Tiere gar bei -15° hungern ließen, sie selbst Mistgruben nach Essbarem durchwühlten. Das machen bei starkem Frost normalerweise nur Füchse (Aasfresser).

    Wegen Minirente plus Grundsicherung bleiben mir 500 € mtl. für alles: Strom, Telefon, Auto, Ernährung … und fünf Katzen. Ich rechne permanent, was sich wie einsparen lässt, um die Tiere (!) zu versorgen. Sie bekommen Purina One Trockenfutter (Lachs mit Reis) als nahrhafte Basis, beobachte ständig die Internetpreise, momentan indiskutabel hoch. Dosen dürfen maximal 55 Cent kosten. Möglichst mit 12fach Rabattpunkten im Drogeriemarkt. Schon das übersteigt verfügbares Geld bei weitem. „Wir“ können uns keine teuren Diätmarken etc. leisten. Auch null frisches Fleisch.

    Nebenbei wandte ich mich an’s Rathaus und eine der großen Umwelt-Organisationen mit der Bitte, Landwirte zum Füttern zu verpflichten, überall abgeblitzt.


    @ Goya: Der „gute Anfang“ endete in einer Katastrophe bzw. m.E. mit einem Frontal-Angriff. Die beiden Toiletten nutzte Leon nachts je einmal. Dann nahm er sich mein „Büro“ vor: Sekretär zwischen Wohn-, Esszimmer und Küche (ein Raum). Unter’m Esstisch auch noch ein alter Orientteppich. Rund um den Schreibtischstuhl hat er ihn mit sechs „Flecken“ verziert. Nein, nicht die Krönung. Der nun 37 Jahre alte Girsberger ist natürlich durchgewetzt, deswegen mit einem dekorativen Tuch verhüllt. Das riss Leon runter und machte direkt auf den Sitz.

    Klingt wohl eher nicht nach einem Hilferuf? Dürfte mich den ganzen Tag kosten, die Sauerei(en) möglichst hygienisch einwandfrei zu beseitigen. Zunächst noch überlegt, den Teppich danach mit einer Malerfolie abzudecken. Aber Leon kann meinetwegen tagsüber - unter Kontrolle - auf der Couch schlafen, nachts fliegt er jetzt raus. Bin nicht seine Putzfrau.

    Was hältst Du von der These eines „Machtverhaltens“? Mich erinnert’s nämlich irgendwie an Francesco (gest. 8.9.2024). Als er fünf Monate nach Giovannis Tod - beide „zugelaufen“ - rein durfte, hat er mich mehrmals bis zur Sepsis gebissen. Nö, ich wollte ihn partout nicht anfassen, er sollte nur hier ein Zuhause haben. Dann sprang der kleine Sibire immer wieder auf den Schreibtisch, bot mir sein Bäuchlein an: „Streichle mich doch mal!“ Sofort alle Zähne in der Hand. Blut floss in Strömen. Es dauerte bis Francesco verstand, dass ich die Chefin bin. Musste später nur noch den Zeigefinger heben, dann lachte er sich zwar kaputt, wusste aber sofort, dass der „Spaß ein Loch hat“. - „Man kann’s ja mal versuchen? 😉


    Noch ne Bemerkung zu Leons Ängstlichkeit. Er will klar hier einziehen, aber sobald ich mich bewege, gerät er in Panik. Vorhin sprang er auf die Anrichte: Puppenstube = teils Flur, teils Küche. Momentan voller Werkzeug, das ich sortieren wollte, auf der Küchenseite Gläser, Kaffeebecher. Ich hätte mich nicht rühren dürfen, sonst alles kaputt. Ohne ihn anzuschauen zwischen Kommode und Tisch durch, Milch in ein Schälchen gefüllt. Leon hopste runter, schlabberte. Soo schwierig ist es.

    Nebenbei rührt sein Durchfall zu 100 % nicht daher. Laktosefrei vertragen sie bestens. Josephine, gerade wieder kurz vor der Geburt, verlangt genau diese Milch, hinterlässt eher „harte Würstchen“. Sog. „Katzenmilch“ aus Tiermärkten ist schlicht Abzocke. Klar, nur meine Meinung.


    Grüße am Rande der Verzweiflung

    Henrika

  • „Mit dem Kater zum Tierarzt“ ist völlig ausgeschlossen.

    Ich sehe, (wenn ich mich nicht irre) das Problem bei dir, ist eher ein finanzielles Problem.

    Schau, ich bekomme auch eine nicht sehr große Rente, nun egal wie ich die Katzen liebe,

    versuche ich am Boden zu bleiben

    bzw. mir das zu leisten was ich mir auch finanziell und platzmäßg leisten kann.


    Es ist bewundernswert wie du dich um die Streuner kümmerst, gar kein Thema,

    nur die Katzen sollen und müssen ordentlich medizinisch gecheckt werden,

    das ist leider die schmerzhafte Wahrheit.

  • @ Justus: Mein damals vierjähriges Patenkind Jakob setzte mir morgens mal sein Meerschweinchen neben die Kaffeetasse und sagte: „Bist wohl ein bisschen fies vor Fritzchen, weil du ihn noch nicht kennst?“ 😉 Spaß, der sich auf die „schmerzhafte Wahrheit“ bezieht, dass „medizinisch ordentlich gecheckt werden“ müsste. Du kennst mich genauso wenig wie ich damals Jakobs Meerschweinchen. Gut 30 Jahre intensiver Beschäftigung mit Schulmedizin, gleichzeitig Homöopathie. Schon 2003 rief die Tierarzt-Praxis bei mir an, wenn sie mit Antibiotikum das Fieber bei Hund oder Katze nicht senken konnten. Ganz sicher „doktere“ ich nicht einfach so an den Katzen herum, weiß Bescheid.

    „Schau, ich bekomme auch eine nicht sehr große Rente, nun egal wie ich die Katzen liebe, versuche ich am Boden zu bleiben bzw. mir das zu leisten was ich mir auch finanziell und platzmäßig leisten kann.“ Entschuldigung, aber es geht doch gar nicht darum, was man sich „leisten“ kann, sondern hungernde Tiere. Soll ich ihnen sagen: „Zwei wären mit dem wenigen Geld noch so eben möglich, ihr anderen müsst euch ne alternative Nahrungsquelle besorgen“? Meine Seele tut weh, Justus, wenn ich ein leidendes Tier sehe, kann nur handeln, eigene Bedürfnisse zurückstellen.


    Um’s zusammenzufassen, es ist Deine (!) „schmerzhafte Wahrheit“, dass die Viecherl ordentlich medizinisch gecheckt werden müssen, nicht meine. Wenn man keinen blassen Schimmer hat, bleibt nur der Veterinär. Ansonsten darfst Du’s gerne versuchen, etwa eine der fünf Katzen zum Tierarzt zu bringen. 😉 Bitte, keinesfalls „böse“ gemeint. Ich vertrete eben die Position, dass es medizinisch eine Selbstverantwortung gibt. Wenn man die bei sich ablehnt, betrifft’s natürlich auch eigene Tiere.

    Paulina zog etwa eine Pankreatitis in Frage. Und? Wie äußert sie sich, Justus? Leg los, müsstest Du nämlich selbst wissen, anstatt beim Hausarzt über Magenschmerzen zu klagen. Sonst ist die Verwechslung mit Bauchspeicheldrüsen-Krebs so gut wie sicher.


    Putze nun weiter, es stinkt fürchterlich, keine Ahnung, wie das hygienisch einwandfrei werden soll.


    Henrika

  • Ich vertrete eben die Position, dass es medizinisch eine Selbstverantwortung gibt.

    Das tue ich auch - mit Betonung auf "selbst". Bei mir selbst schaue ich immer erst mal, ob ich mir nicht selbst helfen kann.


    Ich bin Tier-HP in Rente, habe hier alle Möglichkeiten, meine Katzen alternativ zu diagnostizieren und zu behandeln, trotzdem komme auch ich nicht ohne TA aus. Und gerade weil ich vom Fach bin, möchte ich einfach mal in den Raum stellen, dass Homöopathie alleine oft nicht ausreicht, so wundervoll diese Therapieform auch ist.


    Ich finde es großartig, dass du so aktiv Tierschutz leistest, und ich kann mir sehr gut vorstellen, wie kräfte- und energieraubend so eine Arbeit manchmal sein kann - gerade wenn man dann so ein "Scheißerle" bei sich in der Wohnung hat. Und eine finanzielle Belastung ist es natürlich auch.


    Deshalb frage ich mich, ob es nicht eine Möglichkeit für Dich gibt, über einen Tierschutzverein eine Unterstützung für medizinische Hilfe zu bekommen - sei es für eine Kotuntersuchung oder auch für Medikamente.


    Kranken Tieren ist halt nun mal über die reine Futterversorgung und ein paar Globuli unter Umständen nur begrenzt zu helfen. Das ist es sicher, was Justus meinte, und das denke ich auch.


    Auf jeden Fall wünsche ich dem armen Kerlchen gute Besserung und Dir viel Kraft.

    Liebe Grüße von Monika, Kyra und Maya sowie den Sternchen Alina, Pauline und Robin! :knuddel:



  • oh weh, da hat er sich verewigt. Wobei ich persönlich nicht der Meinung bin das Katzen uns als Chef ansehen, Machtspiele "spielen", Protestpinkeln oder ähnliches.

    Katzen sind keine Hunde mit Rangordnung oder ähnlichem.

    Sie denken auch nicht so komplex wie wir Menschen und schmieden Pläne wie sie uns ärgern können.


    Die Situation ist natürlich nur von der Beschreibung schwer einschätzen. Ich würde aber auf Schmerzen beim Klogang und damit auf vermeiden des Klos tippen. Also doch ein Hilferuf.

  • Die Situation ist natürlich nur von der Beschreibung schwer einschätzen. Ich würde aber auf Schmerzen beim Klogang und damit auf vermeiden des Klos tippen. Also doch ein Hilferuf.

    Ich bin ganz deiner Meinung!

    Ein Streuner sucht meistens ein zuhause und Schutz bei uns Menschen,

    meistens, wenn er sich draußen bedroht oder viel zu schwach zum wehren fühlt. Eindeutig, ein Hilferuf...

    Meine Seele tut weh, Justus, wenn ich ein leidendes Tier sehe, kann nur handeln, eigene Bedürfnisse zurückstellen.

    Ich verstehe dich auch mehr als du offensichtlich denkst, du kennst mich auch nicht,

    trotzdem, denke auch ein wenig auf dich.

    Vielleicht wärst du auch irgendwann krank, (Gott bewahre!), man wird nicht jünger...

    Entschuldige, ich meine es nur gut, und ich werde mich hier nicht mehr einmischen,

    aus simplen Grund: oftmals ist es so dass jeder Versuch zu helfen, nach hinten schlägt

  • @ Paulina: HP in Rente = Heilpraktikerin? Entschuldigung, aber das sind ganz verschiedene „Baustellen“. Wird nur offenbar gar nicht kapiert. Ich gehe grundsätzlich von der Schulmedizin (!!) aus, ziehe erst nach Diagnose eventuelle Homöopathika in Betracht.

    Ein Klassiker bei Katzen etwa dürfte das vernichtende Urteil CNI sein. „Ihr Kater ist praktisch tot“. Schau dir die Blutwerte an, wenn es sich mit entsprechenden homöopathischen Nierenmitteln schnell bessert (sechs Wochen), das Kreatinin aber weiter stark erhöht bleibt, handelt es sich um eine hypertrophe Kardiomyopathie. Keine seltene, angeborene Katzen-Krankheit mit Verdickung der Herzwand. Du darfst dich aber nicht darauf verlassen, dass ein Veterinär (!) den Zusammenhang kennt. Oder gar der Tier-Kardiologe der Münchener Universitätsklinik. Ihn damals angerufen. Er hatte noch nie etwas von erhöhtem Kreatinin bei HCM gehört. Herzultraschall mit Bestätigung der Krankheit lag „leider“ längst vor.

    Muss ich bitte jetzt nichts mehr dazu sagen, dass ich blauäugig Globuli verabreiche???!! 😉

    … Hilfe durch den Tierschutzverein vor Ort kann man vergessen, die sind nur mit sich selbst und ihrem überfüllten Asyl beschäftigt. Darüber hinaus gibt es null Kostenübernahme für Katzen, die in der Nähe von Höfen geboren wurden oder leben. Schluss aus. Den Landwirten ist es halt egal, wenn man so Druck ausübt. Beliebteste Methode, die Tiere einfach totzuschlagen.


    … Ach Du liebe Güte, Nachmittag fast vorbei, musste außer Putzen Termine regeln - und jetzt gibt’s schon mehrere Nachrichten.


    … Zuerst mal die Antwort an Justus, wäre traurig, wenn Du nicht mehr schreibst. Ich bin (!) krank, gar sehr schwer, chronisch mit heftigen akuten Schüben. Früher verwilderte Katzen mit dem Käscher gefangen, mehrmals pro Woche beim Veterinär. Das kann ich nicht mehr, abgesehen davon sind die Tiere hier völlig traumatisiert. In der vorigen Wohnung, anderes Schwarzwald-Tal, waren sie’s nicht, obwohl sie alleine klarkommen mussten.


    Möchte wirklich niemandem auf die Füße treten, aber - Goya - wenn Du nichts von Hierarchien und Clan-Chefs weißt, bist Du kaum informiert. Normalerweise sind Katzen Einzelgänger, aber wenn sie die Not des Überlebens dazu zwingt, bilden sie Rudel. Und diese sind völlig durchstrukturiert. Geordnet nach potenten und schwächeren Katern, Mädels immer ganz „unten“ etc. Verletzte/kranke Tiere dürfen nicht an’s Futter, werden „gemobbt“. In der Hinsicht kann mir hier echt niemand etwas „vormachen“. Ich habe 10 Jahre rund um die Uhr mit 40 solcher „Exemplare“ gelebt. Sie selbst wählten mich - dauerte gut 24 Monate - zur Chefin des Clans. D.h. die dominierenden Kater gaben die Leitung an mich ab. Von dem Moment an galt mein Wort/Befehl, nicht ihres. Wenn ich sagte: „Rebecca darf jetzt essen, trotz der Verletzung, das Schälchen ist nur für sie“, attackierte sie niemand mehr. Konnte weggehen, keiner wagte es, sie anzugreifen.


    … Nicht bekannt? Keine Rangordnung? „Katzen sind keine Hunde“? Selbst diese so verschreckten Tiere hier verlassen sich nach den zehn Monaten darauf, dass ich als „Boss“ ihre Zwistigkeiten regele. Ein Kater, schätze er ist zu 50% echter Wildkater, terrorisiert die anderen. Für sie ganz klar, dass ich einschreite, ihm mit dem Finger einen leichten Klaps auf die Nase gebe. Er akzeptiert’s auch. „Tut mir leid, mal wieder über die Stränge geschlagen.“ 😉 Selbst Leon will von mir ihm gegenüber beschützt werden. …

    Henrika

  • Ok, wenn ich uninformiert bin, kann ich dir mit deiner riesigen Erfahrung bei eurem Problem nicht weiterhelfen und bin hier raus.



    Viel Erfolg