Liebe Expert:innen,
vor drei Tagen ereignete sich ne Art Wunder. Mitte November tauchte Kartäuser-Kater Leon auf (zusammen mit fünf Streunern), stammt definitiv nicht von einem der umliegenden Bauernhöfe, ist extrem scheu, nahm allenfalls mal eine Mahlzeit in der Küche.
Nun inspizierte er plötzlich die sehr kleine Wohnung (ein großer Raum plus Schlafzimmer und Bad), legte sich erst ins Bett, dann auf die Couch: „Das ist jetzt mein Zuhause!“
Sein Ernst, er verbrachte seitdem jede Nacht und halbe Tage hier. Meine Freude, denn ihn wollte ich durchaus „adoptieren“, bekam leider einen heftigen Dämpfer. Schon am Morgen danach vier Häufchen auf den Teppichen. Obwohl’s Klöchen bereitstand.
Der Clou letzte Nacht? Wurde von einem Geräusch wach. Leon scharrte direkt vor’m Bett, ließ seinen Durchfall „laufen“. Noch nicht das Schlimmste. Wieder aufgewacht, weil Laken und Decke „nass“ waren. Kater machte mir danach schlafend direkt ins (!) Bett.
… Klar, zunächst wird die Diarrhöe homöopathisch behandelt. Aber warum benutzt er seine Toilette nur für’s Pipi? Heißt doch, dass Leon eigentlich weiß, wohin es gehört? Wir hatten wegen des Debakels einen kleinen Streit: „Dann geh raus, erledigte deine Geschäfte dort!“ Kater fauchte mich an, drehte um, legte sich wieder auf die Couch.
… Seine Scheu ist eine eigene „Nummer“, aber das dürften wir auf Dauer schaffen. Er möchte zum Frühstück Futter und laktosefreie Milch, ich nur einen Becher Kaffee. Beides wegen der Enge nebeneinander. Leon flüchtet dreimal, bis er realisiert, dass ihm nichts passiert.
… Frage: Wenn der Kater bisher nur draußen lebte, seine Häufchen dort entsorgte - soll ich’s mal mit Erde statt Streu versuchen? Schlafzimmertür bleibt ab sofort natürlich geschlossen.
Hoffentlich wisst ihr Rat?
Herzliche Grüße
Henrika