Unterschiedliches Temperament bei Geschwisterpaar

  • Er lässt sich gut zurückrufen, das haben wir von Anfang an geübt. Probiere das bei Gelegenheit mal aus, ihn zu rufen und dann mit seinem Lieblingsspielzeug in einen anderen Raum zu locken. Sobald er sich an dem Spielzeug auslässt, kriegt er auch direkt eine Belohnung in Form von Lob oder Leckerli

  • Ich weiß nicht... und das arme Mädel mit dem Rambo alleine lassen?

    Schimpfen ist leider Aufmerksamkeit. Ihr könnten Verstecke aufgebaute werden, in die nur sie kann.

    Entweder mit einer kleineren Öffnung, wo er vielleicht nicht rein kann, oder mit einer Chipklappe oder ähnlichem.

    Ansonsten müsste man beide auch ständig trennen sobald man das Haus verlässt, duschen geht oder sonstiges.

    Er lässt sich gut zurückrufen, das haben wir von Anfang an geübt. Probiere das bei Gelegenheit mal aus, ihn zu rufen und dann mit seinem Lieblingsspielzeug in einen anderen Raum zu locken. Sobald er sich an dem Spielzeug auslässt, kriegt er auch direkt eine Belohnung in Form von Lob oder Leckerli

    Ich wünsche viel Erfolg :daumendrück:

    Wahrscheinlich wird es nicht gleich Besserung zeigen, aber es muss einen Anfang geben.

  • Wir haben gestern an einem Webinar für Harmonie im Mehrkatzenhaushalt teilgenommen und das hat auch nochmal für Klarheit gesorgt.

    Sie hat da unter anderem von vier Persönlichkeitstypen gesprochen und wie man sie am besten trainieren kann. Daraus haben wir viel mitgenommen für unsere Mobbingproblematik. Wir wussten ja vorher schon, dass Charly ein Draufgänger ist, der auf die Kacke haut und dann erst überlegt, ob das so richtig war, aber hat auch gar keine bösen Absichten dabei.

    Sie hat es mit einem Satz ganz gut auf den Punkt gebracht. „Die Katze will nichts schlechtes, aber für sich das Beste“ und das trifft zu 110% auf Charly zu. Er ist wirklich pfiffig und weiß, was er will und wie er es bekommt, nur eben auf eine Art und Weise, die ziemlich offensiv ist. Dann kommt Elly, die zwar auch eine kleine Draufgängerin beim Spiel ist, aber außerhalb davon ein kleines Sensibelchen und schneller als Charly ihre Grenzen erreicht hat, die sie ja auch mit dem fauchen und brummen aufzeigt.


    Ich habe auch gestern sofort angefangen, ihn zu rufen, sobald ich sehe, dass Charly auf Elly losgehen will. Abrufbar ist er in dem Moment 1A und ablenken lässt er sich auch mit dem Spielzeug. Zwar widmet er sich dem maximal eine halbe Minute, aber es wirkt auf jeden Fall so, dass es ein Ventil für ihn ist, um zumindest für einen kurzen Moment Dampf abzulassen.

  • Das freut mich sehr das ihr da ein Stück weitergekommen seid. Richtig gut!


    Du musst nur auf dein Timing achten. Nicht das du ihn mit Spiel belohnst wenn er drauf haut. :kicher:

    Drücke weiterhin die Daumen! :daumendrück:

    Liebe Grüße Melanie mit Niko und Nane.

    <3 Jaana und Timmie im Herzen!<3

  • Das klingt doch nach einem guten Anfang. :super:

    Ich wünsche euch das ihr gut drauf aufbauen könnt. :daumendrück:

  • Ich freue mich sehr darüber , dass sich eine gute Lösung abzeichnet !

    Liebe Grüße von Monika, Kyra und Maya sowie den Sternchen Alina, Pauline und Robin! :knuddel:



  • Hallo ihr Lieben,


    ich dachte, ich gebe mal ein Update, wie es hier im letzten Monat abgelaufen ist. Ich habe mich gefreut, dass Charly sich gut auf das Rufen eingelassen hat, aber er hat recht schnell den Braten gerochen und ignoriert mich seitdem gekonnt :kicher:

    Ich bin seit zwei Wochen krankgeschrieben und konnte mich dementsprechend mit ihm beschäftigen und das ganze beobachten. Bin jetzt noch weitere zwei Wochen zuhause und glaube nicht, dass sich das großartig bessern wird. Wir hatten außerdem ein kostenloses Erstgespräch mit einer Katzenverhaltensexpertin und sie würde sich für vier Wochen 1:1 Betreuung 600€ verlangen. Das Geld haben wir nicht und preistechnisch liegt sie da an der Untergrenze. Wir haben das Problem jetzt ein halbes Jahr und ich würde dem zweiten Kater eine Chance geben wollen. Mein Freund stellt sich da noch ziemlich quer. Wir haben die Möglichkeit, einen zehn Monate alten Kater zu adoptieren, der genauso verspielt ist, aber auch noch jung genug ist, um sich hier einzufügen. Ich stehe aktuell in engem Kontakt mit der Pflegestelle und falls das ein Reinfall werden sollte, könnte er auch wieder zu ihr zurück. Was sagt ihr dazu? Vielleicht gibt es ja hier jemanden, der auch von zwei auf drei aufgestockt hat und von seinen Erfahrungen berichten kann? :nachdenk:

  • In habe erst an euch gedacht und mich gefragt wie es euch geht.


    Schade dass das Rufen keine Dauerlösung geworden ist. Ich befürchte er gehört damit zu einer Gruppe wie unsere Norwegerin- intelligent, stur, schnell gelangweilt, ignoriert wenn ihm etwas nicht passt.

    Ich muss sehr aufpassen das sie nicht ständig unser Birmchen ärgert.

    Wegen diesem Thema habe ich bei einem Gewinnspiel mitgemacht, bei dem uns ein professioneller Trainer über Zoommeetings Trainingseinheiten gegeben hat.

    Er hat sich sehr amüsiert, weil unsere Norwegerin ein Vorzeigetyp dieser Art Katzen ist.

    Und meine Befürchtung hat sich bestätigt, es liegt nicht an mir, sondern an dem Tier, dass das Training so schwierig mit ihr ist. Er hat mir sogar direkt abgeraten mit einem professionellen Trainer den ich bezahlen muss weiter zu machen, weil er meinte dass das rausgeschmissenes Geld ist.

    Er hat mir ein paar Tricks verraten, mit denen ich selbst trainieren kann und das, so meint er, wird mit viel Geduld zum Erfolg führen.


    Ich weiß jetzt nicht was ob und was ihr mit dem Kater trainiert.


    Ansonsten, meine ich, wurde euch die Lösung mit einem dritten Kater auch vorgeschlagen.

    Ich habe darin keine Erfahrung, halte es aber für eine gute Idee

  • Ist ja ein witziger Zufall :kicher:


    Ja, da liegst du goldrichtig, er ist zwar nicht unbedingt stur, aber filtert für sich das Beste raus. Wenn man mit ihm arbeitet, ist der auch immer zu 100% dabei und lässt sich auch darauf ein (aktuelles Beispiel: wir haben uns ein Laufrad angeschafft und innerhalb von nicht mal einem Tag hatte er den Dreh raus und ging von sich aus rein) weshalb ich auch erst einen Hoffnungsschimmer hatte, dass das mit dem Rufen anschlägt. Aber da auch wieder das gleiche in grün - er hat relativ schnell gemerkt „Och ne, die Olle will mich ja vom raufen abhalten“ und dann war das Thema für ihn ganz schnell gegessen.


    Bezüglich Katzentrainer waren wir abgesehen vom Geld schon recht skeptisch. Sie haben alle gemeinsam gehabt, dass sie erstmal nur gucken, wie hier die Gegebenheiten hinsichtlich Futter, Beschäftigung, Klomanagement, Strukturierung der Wohnung, Gesundheit usw. sind. Ich finde, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, findet man schnell selbst heraus, an welchen Stellschrauben man da drehen kann. Und dafür allein 600€ aufwärts zu verlangen finde ich irgendwo frech. Abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass irgendwas hier dem Herrn von und zu nicht passen könnte.


    Wir clickern ja mit beiden schon seit einem halben Jahr (also haben sofort angefangen, als das Problem aufkam). Mit ihr machen wir Übungen fürs Selbstvertrauen und mit ihm übe ich die Impulskontrolle und Höflichkeit. Ich bilde mir ein, dass es was bringt, aber ich merke auch sofort, wenn die Beschäftigung generell zu kurz kam, dass er verständlicherweise viel öfter das Spiel mit Elly sucht als sonst. Das bestätigt auch den Gedanken mit der dritten Katze. Die Häufigkeit kann ich begrenzen, aber langfristig wird man das wahrscheinlich nicht in den Griff kriegen können, weil er einfach das Bedürfnis zum raufen hat.

  • Einen Versuch ist es sicher wert, obwohl ich generell kein Freund von Dreiergruppen bin. Zu leicht verbünden sich da zwei gegen einen.


    Aber es kann natürlich ein Glücksfall sein, dass die zwei Kater sich mögen und ihr Temperament aneinander abarbeiten. Ebensogut kann es natürlich auch passieren, dass sie zu zweit auf Eure Kätzin losgehen.


    Im Grunde ist das Risiko nicht allzu groß, wenn Ihr den neuen Kater wieder zurückbringen könnt.


    Ich denke auch, dass Ihr Euch das Geld für einen Katzentrainer sparen könnt, Ihr macht ja schon so viele sinnvolle Dinge...


    Kennt Ihr das Katerchen schon persönlich? Vielleicht hilft das bei der Entscheidung...

    Liebe Grüße von Monika, Kyra und Maya sowie den Sternchen Alina, Pauline und Robin! :knuddel:



  • Jap, da liest sich einiges wie bei unserem Sturkopf. X/


    Das Therapeuten erstmal die Lebensumstände unter die Lupe nehmen, ist natürlich erstmal normal. Du hast natürlich recht, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, weiß man ziemlich schnell wie ein katzenfreundlicher Lebensraum aussieht. Dennoch sind viele Vorurteile bei Katzen leider noch weitverbreitet.

    Dabei leider auch das Katzen wenig Bedürfnisse haben. Dementsprechend reizarm ist dann leider die Umgebung oder schlechtes das Klomanagment oder das man der Meinung ist das Unsauberkeit aus Trotz entsteht.


    Damit will ich natürlich nicht sagen dass das auf euch zutrifft, aber leider auf viele Halter: innen.


    Beim Thema Beschäftigung, wäre ich ganz bei dir. Training kann gut helfen, aber es ist manchmal nur ein Teil des Puzzles. Gerade Siams gelten als sehr aufgeweckt und vielleicht braucht er wirklich einfach das Raufen.

  • Da scheiden sich ja die Geister..manche sagen, die Kater verbünden sich und wieder andere sagen, dass die Katze dann uninteressant für die Kater wird. Ich denke, ohne es auszuprobieren, kann man nicht sagen, in welche Richtung das laufen wird.

    Den Kater kenne ich schon persönlich. Mein Freund will von der ganzen Situation nichts wissen, weshalb es sich recht schwer gestaltet, einen zweiten Kater zu holen.

  • Wir haben die Möglichkeit, einen zehn Monate alten Kater zu adoptieren, der genauso verspielt ist, aber auch noch jung genug ist, um sich hier einzufügen.

    Vielleicht wäre es sinnvoller, als erstes, das Selbstbewusstsein der Katze etwas aufzubauen und stärken.

    Z.B. einen Kratzmöbelstück das nur ihr gehört anzuschaffen, eine Rückzugsmöglichkeit die sie dann beliebig markieren darf als ihr exclusives Revier.

    Wenn der Kater offensichtlich so dominant und selbstsicher ist, wird es schwierig wenn die dritte Katze dazu kommt. Es kann durchaus besser werden aber es kann auch katastrophal enden, das weißt man nie.

  • Also ich rede jetzt mal so ins Blaue hinein und weiß nicht, ob das Blödsinn ist. Warum eigentlich einen zweiten Kater und nicht eine Katze?


    Ich habe wirklich Mühe, mir vorzustellen, dass Eure Kätzin mit zwei wilden Katern glücklich wird. Aber wie wäre es mit eine schon etwas reiferen, erfahrenen (aber nicht alten) Katzendame, die sehr sozial ist? Die könnte vielleicht Eure Kleine etwas unter die Fittiche nehmen und den Kater in die Schranken weisen.


    Keine Ahnung, ob das funktionieren könnte. Würde es sich um Hunde handeln, würde ich das für eine gute Idee halten. Bei Katzen fehlt mir da die Erfahrung.

    Liebe Grüße von Monika, Kyra und Maya sowie den Sternchen Alina, Pauline und Robin! :knuddel:



  • Mit viel Glück kann man "Puffertiere" finden. Also Katzen, die sich gerne prügeln oder Kater die auch sanft können.

    Das wäre natürlich ein ideales Bindeglied.