Unterschiedliches Temperament bei Geschwisterpaar

  • Schmerzen würde ich definitiv abklären lassen. Aber auch beim Kater.


    Vielleicht ist der Kater auch mit der reinen Wohnungshaltung nicht ausgelastet, es gibt einfach Energiebündel die mit Freigang zufriedener wären.

    Das kann man leider nicht ausschließen. Steht er oft an Fenster und Türen? Habt Ihr einen Balkon oder ein Gehege?


    Deine Katzen haben ja schon auf der Straße gelebt, sind als nicht in reiner Wohnungshaltung aufgewachsen. Deine Kätzin ist vermutlich zufrieden mit ihrem jetzigen Leben. Aber Kater sind anders...

    Liebe Grüße von Monika, Kyra und Maya sowie den Sternchen Alina, Pauline und Robin! :knuddel:



  • Jetzt mal ganz blöd gefragt - kastriert sind die beiden aber, oder?

    Liebe Grüße von Monika, Kyra und Maya sowie den Sternchen Alina, Pauline und Robin! :knuddel:



  • Also um dir jetzt mal Mut zu machen, ich finde du lastest sie genug aus. Mehr Auslastung finde ich eher problematisch, denn im Alltag wenn es mal stressig ist sind 2 Stunden schon Zeit die man aufbringen muss. Hast du denn nicht wirklich mal an einen Katzentrainer gedacht?


    Deswegen ja auch das Laufrad, damit sie sich auch mal auspowern können, wenn wir nicht zuhause sind. Setzt natürlich voraus, dass sie es nutzen🙈

    An einen Katzentrainer habe ich schon gedacht, den werde ich wahrscheinlich auch zur Rate ziehen, wenn alles nichts hilft und die TA auch nicht weiter weiß.

  • Kastriert sind die beiden schon gewesen, wo wir sie bekommen haben, das wurde direkt mit der Geschlechtsreife gemacht.

    Türen und Fenster sind ihm mehr oder weniger egal. Natürlich schaut er mal raus, wenn ein Flugschnitzel auf dem Dach gegenüber sitzt, aber er macht nicht den Eindruck, dass er dringend raus möchte. Sonst hätte er es wahrscheinlich schon längst versucht, sobald einer von uns die Wohnung verlässt. Einen Balkon o.Ä. haben wir leider nicht. Ziehen aber Anfang nächsten Jahres in eine größere Wohnung mit Balkon, wo auch gesicherter Freigang möglich wäre. Aktuell wohnen wir direkt an einer stark befahrenen Hauptstraße, da gestaltet sich das ziemlich schwierig🫣

  • Hallo nochmal in die Runde :)


    Ich war vorgestern mit beiden ja beim TA zur allgemeinen Untersuchung und bis auf ein bisschen Schmodder im Ohr bei Charly ist nichts rausgekommen. Auf Schmerzen deutet bei beiden nichts hin, wie ich schon fast vermutet habe. Ich habe die Tierärztin auf das Verhalten angesprochen und ihr auch das Video gezeigt, was ich hier hochgeladen habe. Sie sagte, dass sie langfristig keine Besserung sieht und wenn es ihre wären, würde sie wahrscheinlich einen abgeben und dafür wieder einen passenden Part dazuholen. Man kann mich jetzt für egoistisch halten, aber das kommt für mich gar nicht in die Tüte, dass man die beiden trennt. Sie sind im Oktober ein Jahr bei uns und ich erlaube mir mal das Urteil, dass die beiden sehr darunter leiden würden.


    Gestern hatte ich ebenfalls mit meinem Hund einen Termin beim Tierarzt und da habe ich die TÄ mal nach einer Zweitmeinung gefragt. Sie hat auch das Video gesehen und ist der Meinung, dass ein zweiter, ausgleichender Kater helfen würde…wie da die Meinungen auseinandergehen🙈

  • Ich denke jetzt einfach mal laut... Wenn ich mit einem Mann zusammenleben müsste, der mich ständig attackiert, wäre ich vermutlich schon lange ausgezogen. Deine Katze kann das nicht. Als Wohnungskatze kann sie sich auch nicht nach draußen flüchten und sich dort eventuell ein anderes Zuhause suchen.


    Die alles entscheidende Frage ist: Wie sehr leidet Deine Katze? Wenn sie wirklich unglücklich und nur noch gestresst ist, dann sollte ihr die Chance gegeben werden, dass sie angstfrei und entspannt leben kann. Entweder indem man ihr ein neues Zuhause sucht oder dem Kater. Das Glück meines Tieres wäre mir in dem Fall wichtiger als meine eigenen Bedürfnisse.


    Inwieweit eine dritte Samtpfote die Situation entschärfen oder gar noch verschlimmern würde, kann ich nicht abschätzen, das kann vermutlich niemand. Vielleicht wäre es einen Versuch wert.


    Eine Freundin von mir hatte einen sehr lieben Kater. Eines Tages ist ihr dann ein junger Stubentiger zugelaufen, und sie wollte ihn gerne behalten. Der hatte aber gleich die Hosen an und wollte es dem alteingesessenen Tier zeigen. Beide sind Freigänger und das Ende vom Lied war, dass der erste Kater jetzt beim Nachbarn wohnt.

    Liebe Grüße von Monika, Kyra und Maya sowie den Sternchen Alina, Pauline und Robin! :knuddel:



  • Beide sind Freigänger und das Ende vom Lied war, dass der erste Kater jetzt beim Nachbarn wohnt.

    Boah, das finde ich aber herzlos. Warum hat sie das getan? Der erste also fix bei der Nachbarin??

  • Ich denke mal eher, der erste Kater hat sich selbstständig bei den Nachbarn einquartiert. So war es jedenfalls beim Nachbarskater meiner Mutter. Deren Nachbarn kamen auch irgendwann auf die grandiose Idee einen zweiten Kater zu ihrem Freigänger dazu zu holen und der war so "begeistert" davon, dass er dann quasi bei meiner Mutter und ihrem Mann eingezogen ist. So ist das halt mit Katzen, die lassen sich nicht gerne etwas aufzwingen, auch keine Gesellschaft.


    Und zum eigentlichen Thema: Ich sehe es wie Paulina - es macht meiner Meinung nach keinen Sinn zwei Tiere zusammen zu lassen, die sich ganz offensichtlich nicht verstehen und bei dem ein Tier sichtbar darunter leidet. Es wäre noch etwas anderes, wenn sich die beiden sich einfach nur meiden würden, aber sobald Gewalt im Spiel ist, muss man finde ich die Reißleine ziehen. Wie Paulina auch schrieb, die Katze kann die Entscheidung selber nicht treffen und ist in der Situation gefangen. Wer möchte denn so leben?

    Und ob es Sinn macht noch mehr Tiere in eine Wohnung zu stopfen ist auch fragwürdig, am Ende hat man womöglich zwei Kater, die auf die Katze losgehen. Mir wäre das zu riskant.

  • Boah, das finde ich aber herzlos. Warum hat sie das getan? Der erste also fix bei der Nachbarin??


    Ich denke mal eher, der erste Kater hat sich selbstständig bei den Nachbarn einquartiert.

    Genau. Der hat sich einfach ein neues Zuhause gesucht, in dem er wieder Einzelprinz war. Am Anfang ist er immer noch zum Fressen zu meiner Freundin gegangen, aber inzwischen wohnt er fest bei den Nachbarn und lässt sich in seinem alten Zuhause nicht mehr blicken.



    am Ende hat womöglich zwei Kater, die auf die Katze losgehen. Mir wäre das zu riskant.

    Das war auch mein Gedanke. Wie gesagt, ich kann die Situation ja nicht wirklich beurteilen, denn ich kenne ja nur Deine Beschreibung und das eine Video. Wenn es immer wieder auch Zeiten gibt, in denen die beiden harmonisch miteinander sind, dann besteht ja die Chance auf Besserung. Aber wenn die Attacken ständig kommen, dann tut mir Euer Mädel wirklich leid.

    Liebe Grüße von Monika, Kyra und Maya sowie den Sternchen Alina, Pauline und Robin! :knuddel:



  • Wenn es die Möglichkeit gibt würde ich einen "Katzentherapeuten" über die Situation gucken lassen. Vielleicht hat der eine andere Idee. Ich habe meine Tiere auch nicht abgeben und für mich wäre es auch eher nicht in Frage gekommen. Uns hat es damals geholfen und mir nochmal einen ganz anderen Blick auf meine Katzen gegeben. Ich kann nur dazu raten. Das ist zwar Arbeit und kostet Geld, aber es kann sich lohnen, gerade wenn du sie behalten willst. Ich persönlich würde mir in der Situation kein drittes Tier holen. Aber ich kenne deine Tiere nicht. Ich hoffe ihr bekommt das gelöst. Drücke feste die Daumen! :daumendrück:

    Liebe Grüße Melanie mit Niko und Nane.

    <3 Jaana und Timmie im Herzen!<3

  • Genau. Der hat sich einfach ein neues Zuhause gesucht, in dem er wieder Einzelprinz war. Am Anfang ist er immer noch zum Fressen zu meiner Freundin gegangen, aber inzwischen wohnt er fest bei den Nachbarn und lässt sich in seinem alten Zuhause nicht mehr blicken.

    Recht hat er. :D

  • Meine Frage ist, siehst du wenn er raufig drauf ist, bevor er auf die Katze geht?

  • Erstmal vielen Dank für eure ehrlichen Worte😊


    Vorhersehbar ist das Verhalten von ihm nicht wirklich. Wir konnten auch kein Muster für Auslöser erkennen, die dazu führen, dass er sich so verhält. Er streift seine Runde durch die Wohnung und irgendwann geht er ohne böse Absichten mit leicht aufgestelltem Schwanz und Ohren langsam (nicht frontal) auf sie zu und gibt ein leises „Mrrp“ von sich. Meistens „pfötelt“ er dann nach ihr oder zwickt sie ins Bein und hüpft sofort wieder weg als Spielaufforderung. Das ist Elly aber dann schon zu viel und sie läuft ins nächstbeste Versteck.


    Abgesehen von dem Mobbing sind die beiden total lieb zueinander. Sie bewegen sich beide frei in der Wohnung, putzen sich gelegentlich und fressen nebeneinander. Wenn es kälter ist, kuscheln sie sogar miteinander. Elly zeigt auch keine Angst vor Charly, im Gegenteil. Abends dreht sie dann auch mal den Spieß um, gibt ihm eine drüber und beide flitzen durch die Wohnung😅

  • Das ist kein wirkliches Mobbing wenn sie sich putzen, spielen usw. Dann ist das sein Katerlicher Übermut. Wenn es zu heftig wird könntest du mit einer Wasserspritze dazwischen gehen. Da würde ich ihr auch helfen, denn sie wird ihm kräftemässig unterlegen sein.

    Liebe Grüße Melanie mit Niko und Nane.

    <3 Jaana und Timmie im Herzen!<3

  • So wie Du das jetzt beschreibst, klingt das für mich auch eher nicht nach Mobbing, sondern nach dem Gehabe eines Halbstarken, der seine Kraft und seine Grenzen nicht einschätzen kann. Wie schon mal geschrieben, dann ist es an Euch, ihm die Grenzen aufzuzeigen.

    Liebe Grüße von Monika, Kyra und Maya sowie den Sternchen Alina, Pauline und Robin! :knuddel:



  • Wenn die beiden sich so suchen und Kontakt miteinander haben, dann empfindet sie es nicht als übermäßig dramatisch.

    Eine Katze, die Stress mit ihren Mittieren hat, putzt und kuschelt diese nicht.


    Ich würde versuchen ein großes Plüschspielzeug, oder besser mehrere in der Wohnung verteilt, parat haben. Mit diesen "Kampfwürsten" würde ich ihn in dieser Raufstimmung reizen (vorsichtig mit den Händen) bis er mit dem Spielzeug rauft. Ggf. kann Baldrian oder Matabi im Spielzeug helfen.

    Ihn loben, wenn er das Spiel verhaut und anfeuern.

    Ich hatte bisher nur Mädels, aber hin und wieder sind sie auch in Raufstimmung und da hilft das super. Vielleicht reicht es ihm aus mit dem Spielzeug zu kämpfen. Oder zumindest so viel, das er ihr nicht mehr so nachstellt.


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    Oder ähnliches Spielzeuge

  • Die hier sind bei vielen Katzen auch sehr beliebt

    Oh ja! Und die lassen sich ganz herrlich verprügeln! :brüll:

    Liebe Grüße von Monika, Kyra und Maya sowie den Sternchen Alina, Pauline und Robin! :knuddel:



  • Das Frettchen und so eine Rolle mit Katzenminze haben wir auch hier und werden auch sehr gerne bearbeitet😅

    Wenn ich versuche ihn abzulenken, nimmt er es an, aber versucht es in der nächsten Sekunde wieder. Werde dann in Zukunft sofort so tun, als wäre er der beste Kater auf Erden, sobald er sich dem Spielzeug widmet🙃

  • So ist es. Loben und, auch wenn es anstrengend ist, versuchen so konsequent wie möglich, versuchen dahinter zu bleiben.


    Wenn er mit den Spielsachen rauft, kann er hinterher auch gerne Leckerli bekommen. Er wird bestimmt merken wann er viel Aufmerksamkeit bekommt.

    Sobald er seine Schwester angreift am besten den Raum verlassen. Vielleicht könnt ihr ihn dann aus dem anderen Raum zu euch rufen und wenn er kommt, bekommt er wieder Spielzeug, Leckerli und Lob.