Kater, der momentan in der Klinik ist dort einschläfern oder noch ein paar Tage nach Hause holen?

  • Hallo, unser 8 Jahre alter Kater hat am Montag, 17.02.20, einen Tumor aus dem Magen entfernt bekommen, der halbe Magen wurde dabei mit entfernt. Er ist seit über einer Woche in der Tierklinik und wir vertrauen den Ärzten da. Jetzt schaut es aber so aus, als ob eine Chemo eventuell nicht mehr anschlagen würde, da er nicht selbständig frisst und nach einem zweiten Ultraschall auch schon wieder Metastasen zu sehen sind (entscheidet sich nach dem detaillierteren Bericht der Pathologie). Meine Frage ist eigentlich nicht tierärztlicher Natur: Sollen wir den Kater noch einmal für ein paar Tage nach Hause holen und ihn dann hier einschläfern lassen oder ihn noch einmal in der Klinik besuchen und ihr dort gehen lassen (er hat einen Zugang und man könnte dort das Mitteln eingeben).


    Ich wäre für viele Meinungen dankbar

  • Das tut mir leid -.-


    Ich würde es vom Zustand des Katers abhängig machen. Wenn er soweit "fit" ist,selbstständig futtert,trinkt,sich bewegt,aufmerksam ist usw. spricht meiner Meinung nichts gegen,ihn noch etwas nach Hause zu nehmen und dann schlafen zu legen,wenn ihr merkt das es schlimmer wird.


    Frisst er weiter nicht selbstständig,ist von Infusionen und Co abhängig, liegt nur usw. würde ich persönlich das Leiden zeitnah beenden.


    An erster Stelle sollte die Lebensqualität des Katers stehen. Ist natürlich nicht schön in einer Praxis gehen zu lassen. Schöner wäre es zu Hause,keine Frage. Aber manchmal ist es eben nicht anders zu machen.

    Meine Kätzin hätte ich vor knapp 6 Jahren auch gern zu Hause gehen gelassen. Sie hatte auch Krebs und war 4 Monate quasie ein Pflegefall.

    Sie beschloss allerdings auf einem Samstag ihr Köfferchen zu packen und so blieb nur der Gang zur Praxis,da diese am WE kein Personal für Hausbesuche hatten.

  • Vielen Dank für Deine Antwort. Mit geht es auch nur um das Wohl von unserem Kater (der übrigens Louie aka Kalle heisst).

    Er frisst leider nicht selbständig und seit heute nimmt er auch das von der Ärztin verabreichte Futter nicht mehr willens an (sie hatten ihn mit einer Spritze oder so vorsichtig was eingegeben, was er auch drin behalten hat).

    Die Ärzte dort sind wirklich top. Wir telefonieren täglich und anfangs hat er nach dem Aufwachen auch neugierig geguckt und sich füttern lassen.

    Die Frage ist halt, ob es ihn mehr stresst, ihn wieder nach Hause zu bringen, vor allem, da er noch nicht selbständig frisst. Ich befürchte fast, dass die dritte Ultraschall, die morgen durchgeführt werden soll nicht besser aussieht und dann von einer Chemo abgeraten wird. Er ist erst 8 und der verschmuseste (ist das ein Wort?) Kater der Welt!


    Louie mit unserem Hund Lizzie... die zwei lieben sich

  • Willkommen hier auch wenn es ein trauriger Anlass ist.:tröst:

    Das ist immer schwierig zu sagen ,so als Außenstehender.

    Es könnte natürlich sein,dass er daheim in gewohnter Umgebung und euch an seiner Seite wieder Appetit entwickelt,gerade wenn er so auf euch fixiert ist.:nachdenk:


    Wir haben damals unseren krebskranken Kater (Lymphdrüsenk.) nach Anraten der Ärzte mit nachhause genommen,ihm noch ein paar schöne Wochen gemacht. Er hatte keine Schmerzen ,war auch erst 6 Jahre.

    Eine Chemo haben wir abgelehnt,für Katzen soll es sehr belastend sein,hieß es damals. Ist ca. 25 Jahre her.

    Engel werden nicht immer mit Flügeln geschickt,

    sie finden uns ganz oft auf vier Pfoten......

    Wer jemals ein Tier geliebt hat ,ist einem Engel begegnet.❤
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  • Ach, das ist schwierig, vor allem von Außen.

    Ich kenne ja euch, den Kater, eure Beziehung zueinander nicht.

    Ich persönlich würde dazu tendieren, ihn zu holen und ihm noch ein paar schöne Tage Zuhause zu machen, in Ruhe Abschied nehmen und ihn dann, wenn es soweit ist, im Kreise seiner Familie in Liebe gehen zu lassen.

    Aber nur wenn ich vom Gefühl her sicher bin, dass das für den Kater kein zusätzliches Leiden bedeutet.

    Wenn ich den Eindruck hätte, dass er mit dem Leben sozusagen schon abgeschlossen hat und seine Umgebung vielleicht auch nicht mehr so wahrnimmt, würde ich wohl eher in die TK fahren und ihn dort auf seinem letzten Weg begleiten.

  • Es ist für uns als „Fremde“ schwer zu beurteilen, was für ihn das beste ist.

    Ich denke wie Frauke - ist es für ihn ohne zusätzliche Qualen möglich würde ich ihn zu Hause verabschieden in seiner gewohnten Umgebung.

    Frag doch den Arzt wie er es einschätzt falls keine weitere Behandlung mehr in Frage kommt, schau ihn dir selbst an und entscheide dann.

    Ich wünsche euch viel Kraft:tröst:

    LIEBE GRÜSSE VON MARITA MIT ROCKY UND SIMBA


    FÜR EINE ZEITLANG HALTEN WIR DEINE KLEINEN PFÖTCHEN FEST, DEIN HERZ ABER EIN LEBEN LANG...

  • Er frisst leider nicht selbständig und seit heute nimmt er auch das von der Ärztin verabreichte Futter nicht mehr willens an (sie hatten ihn mit einer Spritze oder so vorsichtig was eingegeben, was er auch drin behalten hat).

    Das liest sich nicht gut :schnute:

    Wenn er wirklich nicht mehr selbständig fressen sollte, würde ich ihn vermutlich nicht wieder nach Hause holen, auch wenn es schwer fällt. :tröst:

    Wir stecken hier gerade in einer ähnlichen Situation und ich weiß, wie schwer es zu ertragen ist, wenn die Katze nichts mehr fressen mag.


    Ich wünsche Euch viel Kraft :tröst:

  • Ich würde ihn wohl nach Hause holen damit er, wenn es so ist, die letzten Stunden oder Tage noch in seiner gewohnten Umgebung und bei seinen geliebten Menschen verbringen könnte.

    Natürlich auch nur wenn es ohne elendige Qual wäre, sonst würde ich ihn davon erlösen.

    Das müsst ihr für euch ganz alleine entscheiden und ich wünsche euch viel Kraft :blümchen:

  • Das tut mir unendlich leid. Der letzten Weg ist unglaublich schwer, das weiß ich leider auch.

    Wenn er, wie du schreibst, nicht in der Lage ist eigenständig zu fressen etc. würde ich persönlich ihn nicht mehr mit nach Hause nehmen. Er ist geschwächt und die Fahrt wird dann auch anstrengend. Wenn er wenigstens fressen würde, könnte man versuchen ihm noch eine schöne Zeit zu machen, aber das wird so wohl eher nicht möglich sein. In der Tierklinik könnte er spontan alle Mittel schnell gespritzt bekommen, was zu Hause nicht geht. Die Entscheidung liegt aber natürlich bei euch und die kann euch leider niemand abnehmen. Hört auf euren Bauch, der wird wissen, was das Richtige ist.

  • Vielen lieben Dank für all Eure Meinungen, Vorschläge und Wünsche. Es ist dann leider gestern so gekommen, dass wir ihn in der Klinik haben gehen lassen müssen. Er war nur noch ein Schatten seiner selbst. Es hat sich nach einem erneuten Blutbild herausgestellt, dass seine weissen Blutkörperchen sehr erhöht waren. Eine Chemo hätte da leider nichts mehr gebracht. Wir haben noch ein bisschen mit ihm geschmust und er hat sogar kurz geschnurrt. Seine Pupillen waren stark erweitert (ich denke, die Tierärztin hat ihm ein Beruhigungsmittel oder so vorher gegeben). Schön war, dass wir in einem gesonderten Raum auf einem Sofa mit ihm sitzen konnten. Wir haben nun in 2 1/2 Jahren mit Louie die dritte Katze einschläfern lassen müssen. Die beiden anderen (Romy und Bonny) waren aber schon 16 und 17 Jahre alt. Hoffentlich ist jetzt erst einmal Ruhe. Es hat keine 5 Sekunden gedauert, dann war Louie "weg". Das war ganz anders, als bei den beiden Mädels. Bei unserem Tierarzt auf dem blöden kalten Tisch... und WARUM müssen Tierärzte auf die Augen der Tiere klopfen, wenn Herrchen und Frauchen zusehen?

    Ich kann die Klinik nur empfehlen (ist in Gera). Sehr persönlich, einfühlsam und kompetent. Auch wenn ich dort am liebsten nie wieder hin will ... wenn es Zeit für unsere Puschen (1 1/2 Jahre alt) ist, werde ich dort den letzten Gang hin machen, wenn ich bis dahin keinen TA gefunden habe, der nach Hause kommt.

    Nun liegt Louie im Garten unter dem Fliederbaum, nicht weit von ihm Bonny und Romy. Sobald das Wetter etwas besser wird, werde ich Vergissmeinnicht und gaaanz viele Mohnblumen säen. Gestern um 6 haben dann, als wir ihn gerade in die Erde legten, auch die Glocken geläutet. Er wird niemals vergessen werden.

    Vielen Dank Euch allen nochmals.

  • Oh das tut mir leid :schnüff:mein herzliches Beileid.

    Ich habe auch erst vor 4 Monaten meine Lea verloren.

    Das tut so verdammt weh.:facepalm:

    Ihr habt eurem Katerchen viel Leid erspart

    und ihn in Würde einschlafen lassen.

    Gute Reise ins RBL kleiner tapferer Kerl.:engelchen:

    Engel werden nicht immer mit Flügeln geschickt,

    sie finden uns ganz oft auf vier Pfoten......

    Wer jemals ein Tier geliebt hat ,ist einem Engel begegnet.❤
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  • Mein aufrichtiges Beileid. Der Verlust ist immer sehr schwer und trifft tief ins Herz.


    Auf die Augen klopfen kenne ich (zum Glück) von meinen beiden Malen nicht. Das muss schlimm sein, mitanzusehen. Ich wünsche euch viel Kraft!