Eingewöhnung und Vergesellschaftung einer ängstlichen Katze

  • Hallo ihr Lieben,


    erstmal wünsche ich euch und all euren Lieben schöne Ostern (bevor Ostern wieder rum ist ;).


    Bei meinen Mietzen hat sich etwas ereignet, was uns ziemlich zurückgeworfen hat. Keine Ahnung, warum, aber Monty hat Luise so auf den Schrank gejagt und bedrängt, dass sie hinten in der Ecke dahinter gefallen ist! Ich habe absolut nichts mehr von ihr gehört und bin schon davon ausgegangen, dass sie sich das Genick gebrochen hat! Es war einfach nur schrecklich. Mikesch konnte ich mit Mühe davon abhalten, mit auf den Schrank zu springen, Monty hab ich nur mit ganz viel Mühe wieder runter bekommen.

    Dann hab ich den Eckschrank ausgeräumt und die Rückwand rausgetreten (anders hab ich es nicht hinbekomnen). Luise lebte! Ich kann gar nicht in Worte fassen, was ich in dem Moment empfunden habe! Gott sei dank, sie war okay. Die Ärmste stiefelte verstört hinter dem Schrank entlang und nahm dann allen Mut zusammen und sprang an mir vorbei, aufs Bett, andere Seite runter und in ihr Versteck! Da blieb sie erstmal knapp 3 Stunden, bis sie sich zum fressen und trinken wieder hervor wagte und danach auf ihren Kratzbaum kletterte.

    Ich war fix und fertig. Ob ich damit hätte umgehen können, wenn sie wirklich umgekommen wäre? Keine Ahnung.


    Jedenfalls ändere ich die Strategie komplett und fange quasi fast bei Null an: ich werde eine Gittertür bauen, damit ich die Schlafzimmertür ganztags geöffnet lassen kann, ohne dass Mikesch und Monty rein können.


    Wenn Luise den Schock überwunden hat, gehe ich vorsichtig mit Mikesch rein, Monty nur angeleint.


    Mehrere Lavendelpflanzen sollen als Aromatherapie beruhigend wirken.


    Bachblüten bekommen sie weiterhin und auch Feliway wende ich weiter an.


    Das "Eigenartige" an der ganzen Sache ist ja, dass Monty sie ja nicht "nicht mag" - würde er sie überhaupt nicht mögen, würde er richtig bösartig auf sie losgehen, kratzen und beißen und das jedesmal, wenn er sie sieht (und nicht mal so und mal so)! Dann müsste es auch zu Verletzungen kommen, aber es fliegt, wenn überhaupt, nur ab und zu etwas Plüsch! Es wird nie bösartig, es ist eher so, als müsste er ihr immer und immer und immer wieder sagen: "Der Boss bin ich".

    Ist ja nicht, dass Luise an der Chefposition interessiert wäre. Sie will nur in Ruhe und Sicherheit leben. Das signalisiert sie auch deutlich. Sie ist ganz klar in ihrer Sprache.

    Manchmal frage ich mich, ob Monty die Katzensprache überhaupt beherrscht. Da habe ich so meine Zweifel.

    Oder Monty hat einfach einen Knall im Moment, der mit Ende der Pubertät wieder verschwindet!


    Es ist zwischendurch wirklich zum heulen (so wie Montag). Aber ich werde meine drei Mietzen niemals aufgeben! Jedenfalls nicht, so lange es Hoffnung gibt. Wenn es auch ein Jahr dauert, dann ist es eben so.


    Ich hoffe sehr, bei euch läuft es nicht so turbulent.


    Bis bald, liebe Grüße,

    Tanja

  • So ein Schreck :schock:

    Ich fühle so mit dir. Wir hatten selbst eine schwierige Zusammenführung, inklusive Rückschritten. Und man leidet sehr:schnüff:


    Ich würde jetzt auch erstmal einen Cut machen und die Katzen nur noch kontrolliert zusammen lassen.

    Ich befürchte das Monty einfach Katerspiele mit Luise spielen will. Das kann schroff werden und kann sensiblen Katzen zu viel werden.

  • Was für ein Alptraum, Tanja:tröst:

    Zum Glück ist ihr nichts passiert:puh:

    Ich hoffe es wird bald "ruhiger" bei euch und die drei raufen sich zusammen:daumendrück:

    LIEBE GRÜSSE VON MARITA MIT ROCKY UND SIMBA


    FÜR EINE ZEITLANG HALTEN WIR DEINE KLEINEN PFÖTCHEN FEST, DEIN HERZ ABER EIN LEBEN LANG...

  • Hallo Ihr Lieben,


    hier eine kurze Zwischeninfo: nachdem ich längere Zeit vergeblich auf meine versprochenen Holzlatten gewartet habe, hab ich die Tür nun anders gebaut: auf dem Dachboden hatte ich einen alten Lattenrost (wollte dafür nicht extra den Sperrmüll bestellen ;) ), hab nur den Rahmen benutzt und ein Katzennetz angetackert - fertig war die Tür. Die Maße sind perfekt und mit Bändern habe ich es flexibel befestigt. Wieso bin ich da nicht gleich drauf gekommen???

    Na ja, seit gestern Abend steht die Tür also endlich.


    Luise hat sich inzwischen auch von dem Schrecken erholt. Sie frisst zwischendurch sogar mal wieder Nassfutter.

    Neulich hat sie mir ihre kleine Spielmaus ins Bett gelegt! Ich war zu Tränen gerührt.

    War wohl ganz gut, dass es mit der Tür länger gedauert hat. Zu viele Veränderungen in so kurzer Zeit will ich ihr nicht zumuten.


    Mikesch hat inzwischen schon wieder bei mir im Bett geschlafen.

    Irgendwann bitte ich ihn dann aber raus, weil Luise sich sonst nicht aus ihrem Versteck traut.

    Aber ist bestimmt nicht verkehrt, wenn er seinen Geruch verteilt, dann ist er etwas vertrauter.


    Monty ist sehr neugierig und schaut häufiger durch die Tür.


    Luise kann jetzt auch sehen und hören, wie ich mit Mikesch und Monty spiele, kuschel und sie füttere. Ich hoffe, dass sie sich davon etwas "abguckt" und mir vielleicht besser vertrauen kann.


    So, das war es dann erstmal wieder. Ich halte euch auf dem Laufenden!


    Liebe Grüße,

    Tanja und ihre Rasselbande