Rassekatzen als Freigänger

  • Sylvia, ich kann verstehen, dass dir die Trennung von Mini damals sehr schwer gefallen ist, aber es war in ihrem Sinne. Und das


    Das schlimmste wenn wir gewußt hätten, das wir 3 Jahre später Umziehen und ein Grundstück haben werden hätte ich sie nie hergegeben.


    würde ich so nicht unterschreiben. Okay, für dich waren es "nur" 3 Jahre, aber für Mini wäre es eine ewig lange Zeit gewesen, in der sie unglücklich gewesen wäre.
    Manchmal muss man leider Entscheidungen treffen, die einem selbst furchtbar weh tun, aber im Sinne des Tieres sind :troest:


    Und dass ihr jetzt mit eurer Bande eine solche Freiganglösung habt, mit der ihr alle glücklich seid, ist toll :freu:

  • Ja wir haben damals wirklich nur im Sinne von Mini gehandelt.
    Nur ehrlich Anfangs konnte ich es nicht glauben. Ich hab Mini mit der Flasche aufgezogen sie kannte keine Freiheit :o)
    Und nach über 10 Jahren ging es schlagartig los Protest Pinkeln vom feinsten und sie zog sich immer mehr zurück.
    Wir glaubten an alle möglichen Krankheiten aber das Mäusschen war Kerngessund.
    Meine TÄ brachte mich dann drauf. "Ein Versuch wäre es Wert sagte sie" naja nach dem ich dann neue liebe Dosis gefunden hatte.
    Sollte es ein Versuch werden...
    ...sie war glücklich und mit einem lachenden und weinenden Auge hab ich sie jede Woche besucht...
    Hier mal ein Foto von unseren zahlreichen Besuchen - ich glaub vergessen hat sie uns nie.


    Liebe Grüße von Sylvia & den Coolen Cats

    Liebe Grüße von Cool Cat Sylvia

    mit den Coolen Cats

    Betty, Flocke, Freddy und Paul


    Meine Sternchen Charlyn, Cocky, Debby und Josie immer in meinem Herzen<3


    Katzenhaare kann man wegfegen, Pfotenabdrücke auf dem Boden kann man wegwischen, "Nasenkunst" am Fenster kann man wegputzen,

    Aber die Spuren, die sie in unserem Herzen hinterlassen, sind für die Ewigkeit!     

    Claudia Barthel

  • Der Satz
    Lieben bedeutet auch loslassen zu können
    hab bei euch eine ganz besondere Bedeutung bekommen


    Ich bin mir sicher dass sie weiss dass ihr sie nicht "abgschoben" habt
    sondern ihr DAS ermöglichen wolltet was sie bei euch einfach nicht haben konnte.


    Das was ihr gemacht habt - obwohl ihr die Katze liebt - in IHREM SINNE einen Platz zu finden
    an dem sie 100 Prozent glücklich sein kann braucht wirklich viel Einfühlungsvermögen in das Tier
    und kein bisschen "Egoismus"
    Einfach nur toll von euch :freunde:

  • Ich wollte gerne mal Eure Meinung hören.


    Über Maine Coon Katzen habe ich bisher immer gelesen, dass sie gut für Wohnungshaltung geeignet sind. Nun bekam ich neulich in einer Zoohandlung eine Zeitschrift, in der es auch um Rassekatzen ging. Da stand nun, dass Maine Coon auf keinen Fall im Haus gehalten werden sollten, da sie einen so großen Bewegungsdrang hätten.


    Nun habe ich ja mitbekommen, dass hier im Forum etliche Maine Coon haben. Was sagt Ihr dazu? Ich habe trotz Freigehege und Rumtoben in der Wohnung schon immer ein bisschen Bauchschmerzen bei meinen Katzen, obwohl beide nichts anderes als Wohnungshaltung kennen. Bei Kyra könnte ich mir schon vorstellen, dass sie irgendwann unzufrieden wird. Was dann? Katzengeschirr und Leine? Ich kann unseren Garten leider nicht so absichern, dass Katzen keinen Durchschlupf finden, und nochmal ewig Angst um meine Tiere haben - das halte ich nicht mehr aus.


    Bisher habe ich nicht das Gefühl, dass die beiden etwas vermissen, aber wie ich weiter oben bei Cool Cat gelesen habe, kann das ja noch kommen.


    Wie seht Ihr das?

  • Ich habe zwar keine Maine Coon möchte aber sie trotzdem etwas dazu schreiben.

    Wie Du ja selbst geschrieben hast gibt es hier einige Grinsis die diese Rassenkatzen haben. Und ich habe noch von niemandem gelesen, dass da Zweifel bestehen sie nicht nur in Wohnungshaltung zu halten. Ich denke mal wenn es so wäre, würde man da bestimmt von den Züchtern irgend etwas in dieser Richtung bei der Vermittlung gesagt bekommen. Wenn sie es nicht gewohnt sind dann vermissen sie auch nichts. Und in ungesicherten Freigang würde ich sie sowieso nicht geben. Ist doch gerade bei Rassekatzen die Gefahr groß dass sie gestohlen werden.


    Wenn Du mit ihnen mit Geschirr und Leine rausgehen möchtest dann sei Dir darüber im klaren, dass Du es dann immer machen musst. Denn sie werden es garantiert einfordern wenn es ihnen gefallen hat.

    Du bietest Deinen beiden so viel deswegen würde ich mir darüber gar keine Sorgen machen.

  • In diesen Zeitschriften steht so einiges:kicher:.

    Die meisten Züchter geben ihre Tiere eh nur in gesicherten Freigang.

    Ich habe in 45 Jahren schon einige Rassen gehabt.

    Perser,Sibirer und jetzt das zweite Coonie Pärchen,

    alle in Wohnungshaltung z.T. mit Balkon.

    Lea sollte nachdem wir umgezogen waren mit in den Garten mit Schleppleine.

    Einmal war sie mit,als ich am nächsten Tag mit dem Geschirr ankam,

    verkroch sie sich in die hinterste Ecke unter der Couch.

    Sie war da ca.4 Jahre alt,also noch recht jung.

    Vermißt scheint sie diese "Freiheit" nicht zu haben,

    im Gegenteil,es blieb einmalig.

    Alle unsere Wohnungsmiezen machten einen zufriedenen Eindruck

    ,kein wildpinkeln oder andere Auffälligkeiten.

    Das mit dem Leinengang solltest du dir überlegen,wie Bibi schrieb,

    kann es da schon zu Protest kommen ,

    solltest du es mal nicht regelmäßig einhalten können.

    Ich finde deine Beiden haben genug Platz sich zu entfalten,

    im Haus und Gehege.:freunde:

    Engel werden nicht immer mit Flügeln geschickt.

    Liebe Grüße von Jutta mit Camillo.,Sunny und Sternchen Lea immer im Herzen.<3

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  • Ich kann mich den beiden nur anschließen.

    Ja sie haben einen eher hohen Bewegungsdrang und ich finde, durch die Größe, brauchen sie eigentlich auch ordentlich Platz um so richtig rennen so können. Trotzdem würde ich sie nicht in den Freigang lassen. Meine beiden würden wahrscheinlich keinen Tag Draußen überleben oder mit dem nächst besten mit gehen bzw mitgenommen werden.


    Ich glaube nicht, dass deine beiden irgendwann den Drang nach Draußen haben oder unglücklich werden wenn sie es nicht kennen.

  • Die Züchter meiner Coonies vermitteln hauptsächlich nur in Wohnungshaltung oder gesicherten Freigang aber Ausnahmen gibt es immer.

    Überleben als Freigänger würden zwei meiner Riesen schon als Freigänger nur ich glaube sie würden schnell eingesackt werden.

    Da ich eh nicht der Typ für Freigänger bin käme das eh nicht in Frage.


    Größeren Garten, das glaube ich würde meinen Jungs schon gut gefallen aber nicht nur den Coonies :kicher:

    Und hier ist es so das wir hier in der Wohnung der Katzen leben und nicht umgekehrt :gelache:

  • Danke Euch allen, das beruhigt mich. Ungesicherter Freigang käme für mich und die beiden Mädels kaum in Frage, die beiden kämen einfach nicht klar. Sie kennen ja überhaupt nichts. Alina würde auch mit jedem mitgehen und jeden fremden Hund super finden, ob der nun Katzen mögen oder eher als Frühstück betrachten würde. Und wie ich Kyra einschätze, würde die sich erst mal auf die Straße setzen, wenn ein Auto kommt und so lange überlegen, bis sie überfahren ist.


    Ich hatte ja mit einigen Züchterinnen Kontakt, bevor ich mich für Alina entschieden habe, es war wirklich so, dass die Katzen alle aus reiner Wohnungshaltung kamen und auch nur in gesicherten Freigang abgegeben wurden.


    Ich glaube auch, dass Rassekatzen schnell gestohlen werden. Vor ein paar Jahren zogen Leute in unsere Straße, die hatten ein traumhaft schönes Rassekatzenpärchen, inzwischen sehe ich das gar nicht mehr - keine Ahnung, was mit den beiden passiert ist (sie waren immer draußen).


    Worüber ich mir oft Gedanken mache: Unser Freigehege steht ja auf unserer Terrasse. Das heißt, die Mädels können praktisch ebenerdig in den Garten schauen. Ich befürchte halt, dass ihnen das Gehege doch irgendwann einfach zu wenig ist, und sie Lust auf mehr bekommen. Aber das muss man wohl einfach abwarten.

  • Worüber ich mir oft Gedanken mache: Unser Freigehege steht ja auf unserer Terrasse. Das heißt, die Mädels können praktisch ebenerdig in den Garten schauen. Ich befürchte halt, dass ihnen das Gehege doch irgendwann einfach zu wenig ist, und sie Lust auf mehr bekommen. Aber das muss man wohl einfach abwarten.

    Das geht aber anderen bestimmt auch so. Die haben einen ganzen gesicherten Garten zu Verfügung, trotzdem ist es auf der anderen zaunseite spannender.

    Ihr tut für die beiden so viel, ich glaube nicht das ihnen etwas fehlt :freunde:

  • Unsere Mädels haben leider nicht mal einen Balkon, sondern nur gesicherte Fenster. Trotzdem glaub ich, obwohl beide temperamentvoll sind, vermissen sie nichts. Die beiden kennen es nicht anders und sie werden anderweitig beschäftigt.

    Ich weiß das du alles tust damit sich deine Mädels bei dir wohlfühlen und deine Mädels wissen das auch.

  • Ich hab zwar keine Rassekatzen,aber ganz ehrlich,vom reinen Bauchgefühl her würd ich keinen in ungesicherten Freigang mehr lassen. Rassekatze hin oder her. Gesicherter Garten (sofern möglich) oder eben gesicherter Balkon oder Terrasse,ja.
    Nach meinem beobachten neigen Rassekatzen dazu im Freigang eher noch dazu einfach so zu "verschwinden" als normale Hauskatzen. Wobei sich´s bei Hauskatzen auch häuft. Bei uns in der Ecke zumindest. Abgesehen von den "normalen" Risiken wie Straßenverkehr. Hier werden täglich tote Katzen von den Straßen gesammelt -.-

    Was Katze nicht kennt,vermisst sie nicht ... ist so nicht immer richtig. Zumindest nicht nach der Erfahrung die ich mit unserem Sam damals gemacht hab. Ich hab ihn ja als Kitten aus dem Tierheim geholt. Der kleine Pups wollte von Tag eins raus. Und zwar Hardcore. Ich weiß nicht woher er das hatte.
    Das habe ich danach zum Glück nicht wieder gehabt. Unsere kennen kein raus bzw. nur mal Nase auf Balkon strecken. Für richtigen,ungesicherten Freigang wäre auch keiner geeignet vom Charakter her. Merle ist viel zu ängstlich und ausserdem gibt es draußen ja Hunde *g* ebenso Momo ... der findet alles ausserhalb der Wohnung spooky. Aber traut sich seit 2-3 Jahren zumindest ab und an auf den Balkon. Rufus und Samu,neee auch nicht.



  • Also ich hab zwar keine Coonies sondern Birmchen, aber bei uns steht sogar im Vertrag, dass die beiden nicht in ungesicherten Freigang dürfen. Und meine Ps würden keinen Tag überleben.


    Ich glaube auch nicht, dass Coonies das mehr brauchen als andere Rassekatzen. Solange sie genug Ansprache haben, Abwechslung und was zum Klettern und Kratzen ist das bestimmt ausreichend. Und wie meine Vorredner schon sagten: was Katz nicht kennt, vermisst sie nicht. :-)

  • aber ganz ehrlich,vom reinen Bauchgefühl her würd ich keinen in ungesicherten Freigang mehr lassen.

    Nach zehn Jahren mit zwei Freigängern würde ich das auch nicht mehr. Bis auf einen tödlichen Unfall habe ich wirklich fast alles durch: Zertrümmertes Beinchen, Unfälle mit WS-Verletzung, Nicht-nach-Hause-Kommen weil eingesperrt, jagende Hunde, aggressive Katzen (ständig Prügeleien, zerfetzte Ohren und schlimmere Bisswunden) und menschliche Katzenhasser in der Nachbarschaft und zu guter Letzt noch eine Vergiftung mit letalem Ausgang. Meinen Kater hätte ich leider nicht drin lassen können, dem ging seine Freiheit über alles. Paulinchen war nicht ganz so schlimm, aber auch sie wäre im Haus unglücklich gewesen.


    Die beiden wurden aber quasi draußen geboren (Robin stammte von einem Bauernhof, Paulinchen wurde als Baby in einem Gebüsch gefunden). Das kann man sicher nicht mit meinen so behütet aufgewachsenen Ladys vergleichen. Ich hoffe einfach, dass sie mit dem Leben, das ich ihnen hier bieten kann, zufrieden sind. Bei Alina glaube ich schon, dass sie das ist. Sie will eigentlich immer da sein, wo wir sind, sie ist mehr ein kleiner Hund als eine Katze. Kyra ist viel eigenbrötlerischer und hockt oft stundenlang alleine (Alina ist es im Moment zu kalt) im Freigehege. Bis jetzt habe ich den Eindruck, dass es ihr hauptsächlich um die frische Luft geht (sie hat als halbe Norwegerin einen viel dickeren Pelz als Alina und sie liebt es, sich den Wind um die Nase wehen zu lasssen), aber ganz sicher bin ich mir bei ihr nicht. Sie wirkt aber auch nicht unglücklich und zeigt mit keinem Verhalten, dass sie die Türen ganz offen haben möchte.


    Vermutlich mache ich mir einfach zu viele Gedanken.

  • Nein ich kann dich da total verstehen. Sam war ja damals auch nicht drin zu halten. Zumindest die ersten Jahre. Er ging die Wände hoch,war aggressiv,unsauber ... das komplette "Problemkater" programm.
    Dann,mit etwa 6 Jahren zog ich um bzw mit meinem Mann zusammen und er musste drin bleiben. Er lies sich zum Glück drauf ein,sonst hätte ich ihn abgeben müssen (glaub er wusste worum es geht *schmunzel*) Plus er bekam Momo dazu. Da war er dann rundum zufrieden im Haus. Klar,wenn er auf Balkon/Terrasse konnte war er seelig :)

    Ich traue den Menschen draußen auch einfach nicht mehr. Zu viel gesehen/gelesen/gehört. Ich hätte ständig Angst.
    Du würdest merken wenn sie unglücklich wären,ganz raus wollen würden.

  • Auch, wenn ich keine Rassekatze hab, kann ich dich sehr gut verstehen. Lotti kennt das Draußenleben nicht, hat aber ein so instinktdominiertes Wesen, manchmal meine ich schon sehr zu spüren, dass sie sehnsüchtig nach draußen blickt, wenn sie auf dem Balkon Wache hält. Aber mit ihrer Seheinschränkung würde sie selbst auf dem ruhigsten Land ohne Autos nicht gut klarkommen. Sie springt sehr schlecht rauf und runter, scheint ein mieses räumliches Sehvermögen zu haben. Dennoch träume ich davon, ihr einen abgesicherten Garten bieten zu können. Mein Herzenskater Bobby ist mir damals zugelaufen, er wollte Freigänger bleiben und war sehr glücklich dabei. Aber ich hab viele Ängste ausgestanden: Kater im Keller eingesperrt, Kater im Gewerbebach, Kater vom Nachbarn bedroht... Deine Mädels sind vermutlich in ihrem jetzigen Zuhause sehr glücklich und auch sicher.